Überspringen zu Hauptinhalt

Deutsche Mathematiker-Vereinigung DMV mit neuem Logo

DMV Deutsche Mathematiker-Vereinigung Logo

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung DMV führt ein neues Logo ein. Trotz verändertem Erscheinungsbild bleibt eines doch erhalten: Ein Faible für M.C.Escher.

Nachdem es im letzten Jahr zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen des „Jahres der Mathematik“ gab, möchte die Vereinigung offensichtlich etwas von dem Schwung und der Dynamik des Vorjahres mitnehmen. „Auch von der Optik her soll Bewegung da sein“, sagt Ziegler Ex-DMV-Präsident. „Das alte Logo ist wie ein Volvo“, ergänzt Lück, „das neue wie ein Smart“.

Gut. Meinen anthrazitfarbenen Volvo V50 finde ich erst einmal nicht hässlicher, biederer oder altbackener als einen Smart, ganz im Gegenteil aber Geschmäcker sind bekanntermaßen verschieden, offenbar auch Interpretationen in Bezug auf das Image von Automarken bzw. -modellen.

Das neue Logo nimmt die Form eines Möbiusbandes auf. Zuletzt tauchte dieses Thema beim Redesign von Grant Thornton auf. Diese zweidimensionale, räumlich wirkende Struktur verfügt nur über eine Fläche und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von den beiden Mathematikern Listing und Möbius entdeckt. „Das Objekt geht derart in sich selbst über, dass man, wenn man auf einer der scheinbar zwei Seiten beginnt, die Fläche einzufärben, zum Schluss das ganze Objekt gefärbt hat.“ (Quelle: Wikipedia)

Optisch macht das neue Logo einen guten Eindruck: Farblich stimmig, klare Typo und als Signet insgesamt sehr ausgewogen. Allerdings könnte das neue Logo nun auch für einen Chip-Hersteller stehen oder für einen Maschinenbauer. Diese Verwechslungsgefahr bestand bei der konstruierten Buchstabenanordnung des Vorgängers sicherlich nicht. Die Eindeutigkeit in Bezug auf die Interpretation des Logos, ist aufgrund der etwas „schrullig wirkenden“ Formensprache beim Vorgänger größer als beim neuen Signet. Aber genau gegen dieses weit verbreitete Klischee, dass Mathematikern immer etwas Schrulliges anhaftet, wollte man offenbar etwas entgegensetzen.

via spiegel-online.de

Teilen

Dieser Beitrag hat 37 Kommentare

  1. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber zumindest finde ich, dass die neue Variante sofort als Logo erkennbar ist, ganz gleich, ob es mir gefällt oder nicht.
    Es sieht auf den ersten Blick so zwar ganz gut aus, aber ich finde es schade, dass man nicht versucht hat, aus dem alten noch etwas herauszuholen.
    Die alte Variante ist eine komplizierte Konstruktion, die ich erst einmal in Ruhe auflösen muss, um sie zu verstehen. In dieser Anordnung finde ich die komplette Formsprache sehr verwirrend, was daran liegen kann, dass einfach zu viele filigrane Striche in den verschiedensten Winkeln für durcheinander sorgen. Ich glaube, das alte Logo hat einfach nur eine unglückliche Darstellung erwischt, denn die Gestaltung des alten Logos finde ich wesentlich anspruchsvoller, aber unübersichtlicher.
    Wenn man die Randlinien entfernt hätte und die Flächen in den drei Farben dunkelblau, hellblau und orange eingefärbt hätte, wäre das Durcheinander gelöst und das verstaubt Anmutende mit einer Art von Moderne kombiniert. Mit „schönen bunten Flächen“ wäre es ein wenig poppiger geworden.

  2. Schön, aber nichtssagend. Etwas mehr Charakter und ein für normale Menschen etwas leichter erkennbarer Themenbezug hätte sicher nicht geschadet…

  3. Stimme meinen Vorrednern größtenteils zu. Das alte ist wirklich „Punk“. Und ich kenne auch viele IT Leute die das gut finden würden. Schrullig passt da schon. Aber das neue Logo find ich echt schön, die Schrift daneben grausam.

  4. Das neue Logo is komplett generisch. Das alte hatte was verspieltes und verpeiltes an sich, was mich gut gefallen hat. Sicherlich war er hässlich, aber die alte idée komplett zu verwerfen w¨re nicht notwendig. Eine kleine aufräumaktion wäre bestimmt genug.

    Ich würde gerne den rest vom Markenauftritt sehen, vielleicht passiert da was spannenderes?

Kommentare sind geschlossen.

An den Anfang scrollen