Designer-Weihnachtskarten

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Na? Im Supermarkt schon Dominosteine und Lebkuchen gekauft? Die Vorweihnachtszeit hat schon lange begonnen und auch die Produktion von Weihnachtskarten läuft so langsam an. Ich selbst durfte dieser Tage schon für eine deutsche Rückversicherung eine digitale Grußkarte entwerfen.

Ein Kölner Unternehmen möchte gemeinsam mit jungen Designern der Standard-Weihnachtskarte den Kampf ansagen. „Wir bieten jungen Designern eine Plattform, auf der Sie Ihre eigenen Vorstellungen von Weihnachtskarten realisieren können“, erläutert Alexander Fröde, Initiator von www.designer-weihnachtskarten.de. Im Falle einer Bestellung der gestalteten Karte werden 10% des Netto-Verkaufspreises als Provision ausgezahlt. In jedem Fall sollte man vorher einen Blick in die Bedingungen werfen.

19 Kommentare zu “Designer-Weihnachtskarten

  1. „In jedem Fall sollte man vorher einen Blick in die Bedingungen werfen.“

    Und wo findet man die Bedingungen für Designer? Bekommt man die erst nachdem man eine Karte gestaltet und eingeschickt hat und der Seitenbetreiber die für gut genug für seine Seite hält?

  2. „Und wir werden etwas dagegen unternehmen!“
    Eigentlich tun das ja die Designer.

    „Wenn Deine eingereichte Arbeit veröffentlicht und geordert wird, erhältst du 10% des Netto-Verkaufspreises.“
    Wow! Unglaublich diese Kurs! Ganze 10%! Da verdient ihr ja quasi nichts mehr dran! LOOOOOL

    „Schritt 1
    Schicke uns am besten so schnell wie möglich Deine Entwürfe per E-Mail“
    Aha?! Und dann?

    „Schritt 2
    Wenn wir Dein Motiv gerne veröffentlichen wollen, werden wir mit Dir einen Designer-Provisionsvertrag abschliessen.“
    Ähm… nö! LOL. Hab ich bei meinem Bäcker auch mal probiert. Fand der voll unlustig. Bäckerprovisionsvertrag, falls mir seine vorab Gratisbrötchen schmecken sollten.

    Schritt 3
    […] „Am besten ist es natürlich auch, auf eigene Faust die Werbetrommel für Deine Designer-Weihnachtskarte zu rühren.“
    Crazy shit!!! Ich darf sogar das Marketing machen!!!

    Schritt 4
    Wenn Deine Karte geordert und gedruckt wurde, erhältst Du ein paar Ansichtsexemplare per Post und den Betrag der Designer-Provisionsabrechnung (10% des Netto-Verkaufspreises) per Gutschrift auf Dein Konto.
    Cooooool!!! Ich bekomme etwas von meiner Arbeit sogar noch umsonst ab!!!

    Also wer da nicht mitmacht… ;)

    Greets
    BigWhoop

  3. achim, erzähl uns doch mal was du davon hältst. ich verstehe den sinn dieses beitrags nicht (wirbst du für die jungs oder findest du das angebot wirklich so toll, dass es einen eigenen beitrag wert ist?)

    ich möchte hier nicht rumnörgeln, aber ich persönlich finde das angebot selbst für „junge“ designer, studenten, azubis etc. mehr als dreist.

    gerade in unserem beruf (in dem der wert unserer arbeit doch oft nicht wirklich ernst genommen / gewürdigt wird) sollte man sich gegen solche dumm-dreisten angebote wehren und das ganze nicht noch an die große glocke hängen.

    gruß sergej

  4. mal wieder eine *tolle* sache….

    ähnlich wie bei diversen gestaltungswettbewerben oder anderen mehr oder minder wichtigen/beachteten designpreisen und -auszeichnungen gibt man seine rechte ab, erhält einen feuchten händedruck, oder muss gar noch eine sogenannte teilnahmegebühr blechen (siehe manche designauszeichnungen)…

    ich finde es gut, daß es hier gebracht wird, denn so wird mal wieder drauf hingewiesen, was alles angeboten wird, daß nicht alles gold ist was glänzt und man sich wirklich gut überlegen sollte, ob man seine kreative arbeit derart verdiscounted…

    und vor allem, man kan es gar nicht oftgenug wiederholen: *read the f***ing kleingedrucktes*…

  5. 10% ist ja ein Standartsatz, bei den kleinen Beträgen hätten es aber auch gerne 15-20% sein können. Wer Lust drauf hat oder ein paar Weihnachtskarten rumliegen, kann es ja machen und vorher 20% aushandeln :-) Bis jetzt ist das Angebot ja nicht grade erfolgreich …

    Grüße
    Till

  6. sergej,
    in erster Linie soll ein Beitrag auf ein Thema aufmerksam machen. Dieser Artikel ist erst einmal in seiner Wertung neutral. Ebenso wie bei Wettbewerben sollte man sich auch bei solchen „Angeboten“ von Firmen immer genau in die Regularien einlesen. Dazu habe ich einfach keine Zeit. Die Kommentare zeigen aber doch ganz gut, wie man das „Angebot“ einzustufen hat.
    Grüße
    Achim

  7. Die aktuellen Entwürfe stammen ja auch von den Inhabern. Spannend sind sie nicht. Und selbst drucken kann wohl heutzutage jeder bei den zig Druckereien, die man online schnell erreicht. Verstehe die Logik wirklich nicht…

  8. Ich brauch keine „design-weihnachtskarten“, da find ich die sachen aus den 1880er – 1950er Jahren besser als irgendwelche runterminimerten sachen mit helvetica-schrift o.ä. ist zwar arbeit, d dran zu kommen, aber lohnt sich, ist ein hingucker, und ich muss nicht mit dem Gedanken leben, dass irgenwelche armen Studenten um ihr geistiges Eigentum beraubt wurden ;)

    Hier mal zwei schöne Beispiele (gehören mir nicht):

    http://www.flickr.com/photos/photocat62/2126230072/

    http://www.flickr.com/photos/ilovecoffeeyesido/1428974347/

  9. Ich fände es andersrum besser. Wir behalten 10% des Erlöses und den Rest bekommst du. Das würde denke ich mal die Kosten decken und wäre ein faires Angebot (Die Rechte sollten natürlich auch beim Gestalter bleiben).

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