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Der Stern strahlt immer von oben

Nun strahlt er also in den ersten Anzeigen, der neue Mercedes-Stern (Bezug nehmend auf den Beitrag Mercedes-Benz – ein neuer Stern am Autohimmel)

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 45 Kommentare

  1. Nach meiner Meinung setzt Mercedes hier wieder mal Maßstäbe. Die Reduktion des Sterns ist das eine, das empfinde ich als sehr angenehm und effektiv. Das andere ist die Teilung des Logos, die ja eigentlich keine Teilung ist, sondern eine durchdachte Aufgaben- und Funktionserweiterung. Bei dem Anzeigenbeispiel sieht man doch, dass das Konzept der verbindenden, einrahmenden Klammer voll aufgeht. Das unterstützt auch ungewöhnliche Perspektiven und eine neue Bildsprache.
    Anspruchsvolle Gestaltung ist das. Kann vielleicht nicht jeder so sehen, aber es hat ja auch nicht jeder einen Mercedes.

  2. Die Reduktion des Sterns finde ich auch einen guten Schritt, obwohl es noch besser gemacht hätte werden können.
    Die Anzeige ansich finde ich auch wieder gut und schön gelöst, allerdings
    ist auch mein Empfinden, dass die Teilung irgendwie unvorteilhaft im Raum steht. Die “einrahmende” Klammer kann man bestimmt für ein spaltenorientiertes Design gut verwenden, aber hier finde ich sie etwas fehl am Platze.

  3. … oder vielleicht hatten ja auch der Stern und die Schrift streit, dass sie jetzt in verschiedenen Ecken stehen,

    ahhh. neee, man munkelt, man munkelt. …..

  4. Also ich finde das Re-Design gelungen.
    Zwar bin ich auch kein Fan von Merzedes, jedoch bin ich der Meinung, dass alle Kampagnen bis jetzt immer anders waren, als der Rest.
    Und das nun der Name nicht mehr am Signet steht, finde ich nicht schlimm.
    Ich sehe darin den Versuch, irgendwann nur noch das Signet als Marke zu haben … funktionell, ohne Schriftmarke. (siehe Nike) … wobei ich denke, dass das schon längst erreicht ist.

    Was das Logo an sich angeht, so geht es glücklicher weise weg von der (Web 2.0 … Glow … 3D) restlichen Kacke. Obwohl es nun simpel ist, hat es weder an Funktion, noch an Aussagekraft verloren. Im Gegenteil. Es wirkt modern, ansprechend und simpel. Ich fins toll!

  5. Also ganz ehrlich. Anfangs hat mich die Reduktion des Logos auch gewundert, gefällt mir aber immer besser. Die Platzierung des Logos mit dem Schriftzug finde ich auch gar nicht schlecht. Oben am Himmel (Highfly) der Stern, und als markanten Schluß noch “Mercedes-Benz” (so in dem Sinne: Die Marke, die die Welt (doch) verändert :) Die “schöne” zentrierte Ausrichtung von Logo und Schriftzug übereinander ist nicht schlecht, der Abstand zu den Rändern vielleicht ein bisschen zu wenig.
    Das Auto finde ich extrem spannend platziert und Hut ab vor Mercedes, dass sie sich das so “trauen” bzw. Hut ab vor der Agentur, die das so verkaufen hat können. Also ich find’s gut!

  6. Die neue Lösung sieht für mich nicht gut aus, nur weil irgendeine schöne Theorie dahinter steht. Stern und Schriftzug stehen da, wie die zwei Königskinder.

    Ich stelle mir den Vorgang so vor: Da haben die beauftragten Gestalter den Entscheidern wortreich einen geistigen Erguss von wegen “Getrenntes wird zur Klammer” und “der Stern muss immer am Himmel stehen” vorgetragen, sodass diese derartig durch schöne Theorie berauscht die anschließend präsentierten Pappen/Beamershow kritiklos durchgewunken haben. Die Technokraten unter den Beauftragten haben dann eine Positionierungsmatrix festgemeißelt, die dazu führt, dass Stern und Schriftzug immer einen halben (oben/unten) bzw. zweieinhalb und eineinhalb (rechts) Sterndurchmesser vom Formatrand entfernt stehen müssen. Egal welches Format, egal welche Anforderungen der Publikation oder des Mediums.

    Ich wette, es dauert keine 18 Jahre wie beim letzten Mal, bis die nächsten Gestalter den nächsten Entscheidern wortreich ein Re-Design präsentieren, von dem es heißen wird, dass nun zusammenwachsen muss, was zusammen gehört …

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