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DER SPIEGEL testet Cover-Gestaltung

Der Spiegel – Cover
Der Spiegel – Cover

Der Spiegel – Cover

DER SPIEGEL testet derzeit eine neue Cover-Gestaltung. Wie das Medienmagazin dwdl berichtet, wird in Hessen die aktuelle Ausgabe Nr. 11/2014 „Der Brandstifter“ mit einem veränderten Cover ausgeliefert (Abb. rechts).

Offenbar soll das bislang sehr puristisch gehaltene, monothematische Cover um weitere Themenanreißer im unteren Bereich erweitert werden. Weitere Änderungen (Stärke des weißen Rahmens, Darstellung des Datums und der Ausgabe) sind lediglich marginaler Natur. Sofern der Test erfolgreich ist, soll ab Mai dieses Jahres jede Ausgabe die neue Gestaltung zeigen.

Wobei sich mir Frage stellt, wie ein solcher Test erfolgt. Will man anhand der Verkaufszahlen ablesen, ob die minimalistische Anpassung Zuspruch oder Ablehnung findet? Nicht wirklich, oder? Ich stell mir gerade vor, wie Kioskbetreiber in ganz Hessen die Käufer der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe nun fragen:
„Fällt ihnen was auf?”
„Ähm… nein.“
„Na dann ist ja gut.“

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 25 Kommentare

  1. Naja, scheint zwar nicht viel, aber das mag auch am Beispiel liegen.
    Der Spiegel bringt ja auch immer mal wieder Ausgaben mit mehreren (zwei) Themen auf dem Titel.
    Bislang wurde dies allerdings immer durch eine Art Banderole gelöst, welche über Eck das Hauptmotiv anschneidet. – Das weckte leicht den Eindruck die Banderole gehöre zum Hauptthema (was sie manchmal sogar wirklich tat – meißtens jedoch nicht).
    Ein Beispiel mit und ohne Banderole hätte es deutlicher gemacht, aber da hatte Der Spiegel wohl gerade nichts entsprechend wichtiges als Zweitthema.
    In diesem Zusammenhang ist die Veränderung sinnvoll – der Feldversuch erscheint mir allerdings etwas übertrieben.

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