97 Kommentare zu “Der neue Markenauftritt der Stadt Düsseldorf :D

  1. wäre dieses zeichen vor der verwendung im internet für die stadt gestaltet worden – es hätte eine ganz andere originalität, oder besser: es besäße erst dann originalität. als emoticon ist es bereits eingeführt, bekannt und beliebt.

    ein zeichen, welches es als solches schon eben in jener bedeutung gibt (symbol für freude, positive emotion), und dann eben auch schon von 2 anderen städten im gleichen kontext gebraucht wird, ist nicht original, sondern meiner meinung nach, ein abbild. und damit nicht genug. es ist klamauk.

  2. Die von MetaDesign im Juli 2011 ausgearbeitete „Studie zur Positionierung Düsseldorfs“ ist sehr interessant. http://www.duesseldorf.de/download/studie.pdf
    Hier ein aufschlußreicher Auszug:

    Die Wahrnehmung von Düsseldorf wird aktuell von rein leistungsorientierten Attributen dominiert, die zudem noch in einem veralteten Wertekontext der 80er- und 90er-Jahre stehen.
    Die so subjektiv wahrgenommene Eindimensionalität und mangelnden Kontraste lassen die Stadt weniger vielfältig und interessant wirken. Weitere Aspekte der Stadt werden in den Hintergrund gedrängt.
    Die Untersuchung im Städtevergleich sowie aktuelle gesellschaftliche Trends zeigen, dass die Attraktivität einer Stadt sich vor allem nach ihrer Fähigkeit bemisst, multidimensionale Facetten zu einem interessanten und prägnanten Profil zu verbinden – jedoch ohne dabei beliebig zu werden. Städte, die verschiedene Facetten und vor allem auch Gegensätze in sich vereinen, haben die prägnantesten Profile. Wichtig ist dabei nicht die tatsächlich vorhandene Realität, sondern wie dominant diese Attribute in der subjektiven Wahrnehmung verankert sind.

  3. ich muss ehrlich sagen, dass ich von einer grossen agentur wie bbdo und anderen nichts besseres erwartet hätte. es gehört nicht zu ihren kernkompetenzen qualitativ hochwertige ci-projekte zu entwickeln und daraus ein kreatives corporate design zu schmieden.

    unseren studenten an an der fh düsseldorf und der rwth aachen hätten wir das früher im 2. semester spätestens um die ohren gehauen. das logo ist inhaltlich und von der umsetzung her eines designers unwürdig. das hätten die studenten der fh düsseldorf besser hingekriegt.

    und der preis von 150.000 euro ist nun völlig überzogen für diese qualität. schaut keiner einmal über die grenzen nach den niederlanden oder der schweiz?

    von mir gibt es kein lob!
    tut mir auch nicht leid!

  4. Sehr schön! Als ich es auf eurer Seite gestern so groß gesehen habe, ist es mir mit dem BigSmile garnicht aufgefallen. Aber heute, bei betrachtung des Artikels und der Beispiele schon. :)

    Finde es ganz witzig, auch wenn ich eher „ÜSSELDORF“ lese und das :D nicht als Buchstabe sehe, im ersten Moment. Liegt einfach an der unterschiedlichen Schnitt.

    Fazit: Originell und man belächelt es schon irgendwie ABER ob das sooo das Richtige für eine Stadt-Präsentation ist, ich weiß nicht.

  5. Danke margit. In wie fern findest Du den Auszug aufschlussreich, vor allem in Bezug auf den neuen Markenauftritt? Leitet dieser sich Deiner Ansicht nach aus der Analyse ab? Oder ist er gar ein Widerspruch hierzu?

  6. was wird in dem text von meta eigentlich gesagt?

    »multidimensionale Facetten zu einem interessanten und prägnanten Profil zu verbinden – jedoch ohne dabei beliebig zu werden«

    ist ein interessantes und prägnantes profil nicht immer auch kein beliebiges?

    »Städte, die verschiedene Facetten und vor allem auch Gegensätze in sich vereinen, haben die prägnantesten Profile.«

    städte ohne prägnantes profil haben auch viele facetten und gegensätze. wenn man ehrlich ist: gerade diese.

    was mit der bezeichnung studie wissenschaftlich daherkommt, ist nicht mehr als eine sammlung zweifelhafter behauptungen, aus denen man alles und nichts folgern kann.

  7. Ja, Achim, nach dem abschicken hab ich gemerkt, daß ich garnicht auf den neuen Markenauftritt (oder die Kampagne?) eingegangen bin. Wie schon in meinem Beitrag Nr.25 beschrieben finde ich die Motive und die Texte nicht genügend prägnant und emotional. Da hat die Stadt mal in die richtige Richtung investiert und eine professionele Analyse machen lassen, und dann hats auch nicht geholfen.
    Die Werbeagentur, die ausgesucht wurde, hat die Erkenntnisse der Analyse leider nicht in genügendem Maß und nur sehr oberflächlich umgesetzt. Zum Beispiel die Bildauswahl: Es fehlt das gewisse Etwas. Das Gegensätzliche der Facettenreichtum. z.B. ein Punkopa neben einer biederen Geschäftsfrau (Pdf Studie Seite 21 „Mehr Mut weltoffenes Miteinander zu zeigen“) Aber, ich frage mich, ob es so einen Facettenreichtum in :Düsseldorf tatsächlich gibt. Wird der nicht eher meiner geliebten Stadt, die ja nichteinmal einen Slogan findet, zugesprochen? ;-)
    Bei den Texten das gleiche Problem: Sie sind langweilig und es fehlt der Witz. Es scheint als seien die Ideen schnell mal gebrainstormt und zusammengebastelt. Ich vermiße eine einheitlichen Syntax und eine konstante Typografie.
    Vielleicht liegt dieses mittelmäßige Ergebnis an der knappen Zeit? Vielleicht an der allgemeinen Diskrepanz zwischen der Werbeagentur und der Designagentur, die die Marktanalyse gemacht hat?

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