Deezer frischt Markenauftritt auf

deezer App Icon, Quelle: deezer

Deezer, 2007 in Frankreich gegründet, präsentiert sich seit wenigen Tagen mit neuem Markenauftritt. Der Audio-Streamingdienst möchte, wie es seitens des Unternehmens heißt, mit Hilfe des Designs die menschliche und lokale Markenidentität des Unternehmens unterstreichen.

In den letzten Jahren entwickelten sich die Musik-Streamingdienste hin zu Audio-Streamingdiensten, denn neben Musik werden mittlerweile auch andere Formate wie Hörbücher, Hörspielserien oder auch Podcasts angeboten. Der Musikstreaming-Markt ist mehr denn je heiß umkämpft. Für den Musikstreaming-Dienst Juke war der Konkurrenzdruck wohl zu groß, denn Ende April dieses Jahres stellte die Media-Saturn-Holding ihr Angebot ein.

Spotify ist mit 100 Millionen zahlenden Abonnenten und 217 Millionen Nutzern – Stand 04/2019 – nach wie vor unangefochten an der Spitze, dahinter folgen Apple Music und Amazon Music. Der restliche Markt machen zahlreiche andere Anbieter, zu denen auch Deezer gehört, unter sich aus.

Deezer Logo – vorher und nachher

Deezer Logo – vorher und nachher

Deezer bietet 53 Millionen Songs sowie 40.000 Hörbücher, Hörspiele und Podcasts an und hat derzeit 14 Millionen Nutzer. Seit kurzem präsentiert sich der Audio-Streamingdienst mit neuem Logo und überarbeitetem Interface Design. Das Markenzeichen von Deezer, ein farbiges Equalizer-Symbol, wurde vereinfacht. Der in Kleinbuchstaben und in der neuen Hausschrift Mabry Pro gesetzte Schriftzug soll, so die offizielle Pressemeldung, eine menschliche und persönliche Ansprache vermitteln.

Neben der optischen Überarbeitung der Marke wie auch der Apps wurde auch eine neue Player-Funktion entwickelt. Das neue Design solle es Nutzern einfacher machen, passende Musik für den richtigen Moment zu entdecken.

Auszug der Pressemeldung

„Wir wollen den Nutzern einen modernen und auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Service bieten, der sich von allem anderen auf dem Markt abhebt. Dazu gehört, dass wir unseren Nutzern die passende Musik für jeden Moment ihres Lebens liefern. Dieser Anspruch spiegelt sich auch in unserem neuen Design wider”, sagt Hans-Holger Albrecht, CEO von Deezer.

Realisiert wurde das Redesign in-house.

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9 Kommentare zu “Deezer frischt Markenauftritt auf

  1. Deezer war mein erster Streaming-Dienst, den ich ausprobiert habe (da war Spotify und Streaming allgemein noch ziemlich unbekannt) aber mir fehlter damals eine Desktopapp, die man mit den Medientasten der Tastatur bedienen konnte. Was ich heute noch gern von Deezer höre sind ihre „original Podcasts“.

    Ich finde ein neues Design bei Deezer zwar überfällig, mir gefällt die neue Variante jedoch nicht. Die schwarzen, fetten aneinander gequetschten Buchstaben wirken unbeholfen und der generisch wirkende Farbverlauf greift zwar die originalen Farben auf aber durch die Verläufe wirkt es einfach nur noch bunt.
    Mir gefiel das alte Logo immer, weil es einen technisch anmutenden Look hatte der für mich immer zum DJ-Land Frankreich gepasst hat.

    Die App-Übersichtsseite sieht für mich aus wie von Apple Music abgeschaut, aber gut mittlerweile hat sich dieser Aufbau für Streaming-Apps wohl etabliert, das sieht ja mittlerweile bei allen sehr ähnlich aus.

  2. Danke Achim dass du meinen Vorschlag in einen Artikel verwandelt hast!
    Nun zum Redesign: gefällt mir sehr gut. Diese Farbverläufe wirken frischer und nicht mehr so technisch wie beim Letzten. Das passt auch gut dazu, dass Musik ja Emotionen transportieren soll und nichts technisches und kalkuliertes ist, wie das alte logo suggerierte.

  3. Farbverläufe/Regenbogenfarben – nach flat der nächste Designtrend, der einem früher oder später auf die Nerven gehen kann. Wie schon ob zu sehen, gleiches Spiel bei JUKE und Apple Music. Ein weiteres Beispiel wäre Instagram. Ist es heutzutage zu gefährlich, sich auf eine Farbe für ein Unternehmen festzulegen, da es nicht in die „wir sind bunt“ Weltanschauung passt? Sicher ließe sich auch ein in der Standardvariante einfarbiges Logo in verschiedenen Anwendungen bunt einfärben.

    • Ich denke der Trend kommt eher daher, dass Farbverläufe mittlerweile ohne Probleme und in jeglicher Variante (print/digital) dargestellt werden können. Vor allem natürlich digital. Warum sich auf eine Farbe beschränken wenn ein toller Farbverlauf möglich ist (ich finde den Verlauf von Deezer auch to much). Die Möglichkeiten sind nun da, also nutzt man sie. Und wenn ein Farbverlauf zur Vielseitigkeit des Unternehmens oder einer Marke passt, warum nicht? Der Verlauf von Instagram ist das perfekte Beispiel: modern, jung, dynamisch, positiv, cool, warm und passt zum Thema Bilder bearbeiten. Außerdem von den Farben her wirklich schön anzusehen (Unabhängig davon ob man Instagram nutzt oder nicht bzw. mag oder nicht).

      Gebe Dir auch Recht, man könnte das Logo und das allgemeine Design wie Hintergrund für verschiedene Bereiche farblich nutzen. Z.B: Music orange, Podcasts blau, Hörbücher grün etc.

  4. Wirkt insgesamt frischer, fand den Equalizer durch seinen „Schein“ (im alten Logo) schon immer etwas altbacken. Schon interessant, dass man typografisch einen derart anderen Weg geht. Interface-mäßig ist es fast eine Kopie von Spotify, nur in hell.

    Ohne jetzt auf alles eingehen zu wollen: Ist das Logo nicht etwas fehlplatziert in der App? Es müsste mMn tiefer und weiter nach links; die horizontale optische Mitte ist etwas weiter rechts im Logo. Oder bin das nur ich?

  5. Schnarch! Geometrische Grotesk und Verlauf. Nicht gerade originell.

    „Moderner Service“, „individuelle Bedürfnisse“, „… der sich von allem anderen auf dem Markt abhebt“, das bringt man am Besten rüber, wenn man genau das macht, was alle anderen auch machen. 🤨

    Keine Eier.

  6. Das neue Logo ist total langweilig mit den Verläufen dieser Trend ich weiß nicht ob das sein muss, sieht man viel zu oft und ist super scheisse. Wirklich Leute dass ist Bullshit. Ich hätte mehr erwartet!

  7. @wowasabo
    ich muss ehrlich gestehen: so habe ich bis vor paar jahren ebenfalls gedacht – jedoch empfinde ich logos mit verläufen mittlerweile etwas greifbarer als die „flaten“. muss jetzt keine fachmeinung sein sondern eher so intuitiv.

    lg
    hizli

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