Davidoff Logo – Markant statt Scriptual
Manche Logowechsel oder Redesigns vollziehen sich nahezu unbemerkt. Wenn man nicht mit der Nase darauf gestoßen wird, bekommt man die Umstellung kaum mit. „Nase“ ist hier das Stichwort.
Davidoff hat seit dem Frühjahr dieses Jahres die Flakons seiner Parfume-Sparte einem Rebranding unterzogen. Dabei wurde auch das Logo komplett neu gesetzt. Statt des scriptualen Schriftzugs, der weltweit einen sehr hohen Bekanntheitsgrad haben dürfte, ist die neue Wortmarke in einer markanteren und wenig verspielten Schriftart angelegt. Beide Logos sind durchaus klassisch angelegt, der Wechsel ist allerdings aus gestalterischer Sicht ein harter Bruch.


Der neue Schriftzug ist nicht nur auf der neuen Parfume-Serie zu sehen, sondern seit geraumer Zeit auch auf Produkten der Sparten “Eyewear”, “Café” sowie “Cognac”. Einzig im Geschäftsbereich “Tabak” wird das alte Logo noch verwendet, wie man es z.B. noch aus der Cool Water-Produktreihe kennt.
Hintergrund: Während die Davidoff-Tabaksparte seit 2006 in den Händen von Imperial Tobacco ist, den sie übrigens von der Tchibo Holding AG erworben haben, hält die Zino Davidoff S.A. mit Sitz in Fribourg/Schweiz alle Rechte der Marke Davidoff für alle Kategorien außerhalb des Tabakbereiches. Diese Trennung der Unternehmen wird nun auch nach Außen hin erstmalig sichtbar.
Danke Florian für den Hinweis.






@ Aus einer Kölner Werbeagentur:
Was gefunden zum Thema Font? Würde mich auch brennend interessieren!
Also, es ist keine Marke Eigenbau.
Sondern die Aperto Bold mit modifiziertem A.
Den Script-Schriftzug „Cool Water“ hat Davidoff im selben Zug ebenfalls neu gestaltet (s.u.). Ich vermute mal, der dafür genutzte Font ist ebenfalls hausgemacht …
Vorher – Nachher
Zu der Versal-Typo fielen mir als verwandte Fonts nur „Cyan“ (Extra Bold) und „Bodebeck“ (Extra Bold) ein.
… und modifizierten F’s.
>>> Bildlink
Gelungener Wechsel, da der Stil bleibt!
Ich find das neue besser. So ist nun die Marke klarer vom Produktname abgegrenzt.
Ich habe bzgl. des Davidoff-Logos mal etwas recherchiert und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
New:
Dieses ist der “Aperto” von Paul Veres (Monotype Imaging) sehr ähnlich. Das “A” wurde in jedem Fall modifiziert. Der Schnitt kommt Regular oder Semi-Bold sehr nahe …
https://www.linotype.com/de/49/linotypeaperto-schriftfamilie.html
Old:
Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um eine ebenfalls modifizierte Schreib- oder Künstlerschrift – vermutlich von einem Kalligraphen angepasst. Das Logo könnte der “Artscript No 1 SH” (Scangraphic Digital Type Collection) zugrunde liegen, eher aber der “Künstlerschreibschrift” von URW.
https://www.urwpp.de/cgi-bin1/dalcgi/source/schnellsuche.htd?searchchar=K%FCnstlerschreibschrift%22
https://www.fontpool.com/fonts/efscangraphic/artscript_no_1_sh.html
Zu beachten ist auch, dass die gleichen Schriftfamilien unterschiedlicher Anbieter wie bspw. Linotype, URW, MyFonts häufig leicht unterschiedlich von der Dickte und der Spationierung sind …
Viele Grüße
Till
gefällt mir gut.
aber die alte version war schon seeehr charakteristisch und damit hatte man ein pfund mit dem man wuchern konnte.
aber gut, meinetwegen. ist nur schade, dass wieder etwas altes bekanntes verschwindet. war auch ziemlich 80s. schade.