Das Erste ändert erneut On-Air-Design
Das Erste sendet seit ein paar Wochen im neuen Design. Still und heimlich wurde zum Jahreswechsel auf ein On-Air-Design umgestellt. Für das vor nicht einmal einem Jahr eingeführte Konzept bedeutet dies ein abruptes Ende.
Als der Sender im März letzten Jahres sein neues audio-visuelles Konzept vorstellte (dt berichtete), war man stolz auf den neuen „Touchbutton“ und der damit verbundenen Impuls-Animation, mit dem der Sender sein, wie es hieß, modernes, offenes und interaktives Selbstverständnis unterstreichen wolle. Offensichtlich fiel das Konzept in der Praxis durch, denn auch der gleichzeitig eingeführte Slogan „Um die Ecke denken“ wie auch das zu diesem Zeitpunkt eingeführte Soundlogo, das aus einer G-C-Tonfolge besteht, haben einen 12-Monatszeitraum nicht überdauert.
Dass Design einen dynamischen Prozess beschreibt und nicht etwas Abgeschlossenes, sollte klar sein. Wenn jedoch nach nicht einmal einem Jahr ein weiteres Redesign erfolgt, wirft dies Fragen auf. Da auch auf mehrfache Anfrage hin sich niemand beim Ersten zum neuerlichen Wechsel beim On-Air-Design äußern wollte, kann man letztendlich nur spekulieren, was zur Abkehr von dem ursprünglich im März präsentierten Design geführt hat. Von Offenheit zeugt ein solches Vorgehen jedenfalls nicht eben. Gegenüber dem Medienmagazin DWDL wurde eine technische Umstellung auf ein Echtzeitgrafiksystem als ausschlaggebend für die neuerlichen Anpassungen genannt, was freilich nicht erklärt, weshalb auch das vor wenigen Monaten eingeführte Soundlogo wieder verschwinden musste.
Das neue Designkonzept sieht für Programmvorschauen eine zentrisch platzierte Eins im Kreis vor, darunter, ebenfalls zentriert, die Sendezeit sowie der Name der Sendung. Akustisch begleitet wird ein solcher Trailer von einem dezenten „Fffft“. Die „Welle“, dem seit 2008 von der ARD genutzten Corporate-Background, wird offenbar auch zukünftig als identitätsstiftendes Merkmal genutzt.
Das Erste – Programmvorschau im neuen On-Air-Design














Thema Angststarre in Filmbranche und Sendern und Umgang mit öffentlichen Geldern.
Hier ein Fundstück über die gefährdete Gilde der Drehbuchautoren (ebenfalls Kreative in gewissem Sinne), aus der FAZ:
Betrifft die Filmbranche generell und darin eingebettet die öffentlichen Fernseh-Produktionen natürlich auch.
“Viel verdruckster als früher
Eine Branche mit angeblichen Talenten im Überfluss dünnt sich selbst aus, kastriert sich, arbeitet sich vor allem an den Drehbüchern ab bis zur Untotheit. TV-Intendanten bauen derweil ihre Sender für die „Zukunft“ um und geben dabei Geld aus, das den Kreativen, den Produktionen vorenthalten wird. Jedes Fiction-Projekt, abgesehen von „Tatort“ und „Polizeiruf“, ist bedroht, könnte stets kippen, weil das Geld anderswo in der Bürokratie gebraucht wird. Eine Branche in Angststarre.”
[Auszug aus https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/berlinale/drehbuchautoren-und-regisseure-branche-in-angst-14056194.html%5D
War mal wieder für ein paar Monate in Canada und musste staunen, wie perfekt dort Sender- Advertising umgesetzt wird. Die Deutschen Gremien kopieren jeden Dreck aus Nordamerika (USA inklusive), warum sehen sie sich nicht mal an, wie Werbung und Werbung für Sendungen/ Channels cool umgesetzt werden könnten. Aber was solls, Geld spielt ja keine Rolle bei den ÖR. Zahlt ja eh der bescheuerte Steuerzahler…Also “freuen” wir uns auf den nächsten Relaunch.
[…] in schnelllebigen Zeiten wie diesen, wo komplette Designkonzepte auch schon einmal nach 10 Monaten erneuert werden, echten Seltenheitswert. Die bisherige M-Bildmarke ist eng an die von Luca Pacioli […]
[…] 9 neue Handbücher aufgenommen, darunter das Design-Manual zum G20-Gipfel, die Logovorgaben für Das Erste sowie der Biermarke Licher. Gelistet werden nun 235 […]