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Dänische Airline Sterling im neuen Design

Sterling Logo

Die zur die isländischen FL Gruppe gehörende dänische Fluggesellschaft Sterling hat ein neues Design erhalten. Dabei wurde das komplette Corporate Design angefangen beim Logo, über die Print-Medien bis hin zur Flugzeugflotte und der Website überarbeitet.

Die Heckflosse wird zum Logo. Das erscheint erst einmal wenig originell. Vom Prinzip her geht das in Richtung Qantas., altem SwissAir-Logo, ANA oder Philippine Airlines.

Sterling Flugzeug

Lackiert auf der Heckflosse eines Flugzeugs (siehe oben) wirkt es durchaus gefällig. Die Detailansicht des Logo auf weißem Grund verströmt aufgrund des angedeuteten metallischen Looks jedoch den Charme der Sechziger. Hinzu kommt, dass der Verlauf der grauen Oberfläche in Kombination mit dem schwarzen Schatten wenig realistisch und arg konstruiert ist. Beide können unmöglich von ein und der selben Lichtquelle stammen. Wie man es dreht und wendet, es wirkt sehr gekünstelt.

Die Herzchen aus dem Vorgänger-Logo waren bestenfalls drollig. Ich kenne wenig Airline-Logos, die noch schlechter das Thema und die Marke transportieren. Aus einer Flirt-Line für Singles wurde das Signet einer Airline. Das darf man attestieren. Aber stellt das neu entwickelte Signet insgesamt ein Optimum dar? Ist es modern? Ist es raffiniert und handwerklich ausgereift? Braucht es den Firmennamen, wenn er denn in riesigen Lettern an der Seite prangt, zusätzlich noch auf der Heckflosse? Eher weniger.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. In der dazugehörigen Pressemeldung auf der Sterling-Website steht auch etwas über den Urheber des neuen Designs: „The new visual identity was created in cooperation with the Icelandic design agency, Fiton.“
    Die Agenturwebsite macht eigentlich den Eindruck, als hätten sie es besser gekonnt, wenn man sie gelassen hätte …

  2. Die schwarzen Ränder hinter dem Logo würde ich nicht als Schatten interpretieren sondern als die Plastizität des “S”. Also wenn man es von oben darstellen würde, wäre die hintere Seite plan und die sichtbare konvex. So würde es optisch einen Sinn ergeben.
    Ist nicht so richtig überzeugend aber vorher sah es aus wie ein Flirtportal oder eine Singletreff Website.

  3. Das Logo auf der Turbine is ja mal dämelig. Sieht so aus als ob die nen Platz gesucht haben, wo man es noch invers zeigen kann.

    Und wenn schon die Gill, dann doch bitte wie vorher auf das Flugzeug (*sich als Gill-Fan outet). Welche Schrift ist das jetzt?

  4. Also im Gegensatz zu vorher, geht es schonmal in die richtige Richtung. Schick, orginell oder ein besonderer Hinkucker ist es zwar nicht, aber schon ehr der richtige Weg – ABER noch nicht das Ziel.

  5. Das alte Logo erinnert wirklich stark an eine Flirtline, war aber wenigstens originell.

    Im Endeffekt macht die Agentur was der Kunde möchte.
    Wenn der Kunde Beratungsresistent ist, kann man da auch nichts machen.
    Ich denke so einen Fall gibt es hier…

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