Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl präsentiert sich die CSU an diesem Wochenende auf dem Parteitag mit neuem Logo. Ob’s der Kanzlerin aufgefallen wäre?
„Große tektonischen Verschiebungen“, wie sie CSU-Vorsitzender Seehofer im Rahmen seiner gestrigen Rede derzeit in der politischen Landschaft ausmacht, gibt es im neu-geordneten Parteilogo der Christlich-Sozialen Union nicht. Der Bayerische Löwe verliert seine gelbe Farbe, der grüne Bogen, seinerzeit unter Ministerpräsident Edmund Stoiber Mitte der 1990er-Jahre eingeführt, wurde entfernt und die Wortmarke kommt nun ohne Schattenwurf aus.
Das modifizierte Logo wird von Seiten der Partei an keiner Stelle thematisiert. Gut möglich also, dass der Wechsel nicht nur an vielen Delegierten vor Ort vorbei gehen wird.
Kommentar
Ein visuelles Schmankerl ist auch das neue Parteilogo nicht, und doch verfügt das Signet nach der visuellen Neuordnung über mehr Prägnanz. Die Konzentration auf die Primärfarbe der Partei, Blau, sorgt für mehr Klarheit. Den grünen Bogen, zumal dieser vollkommen bezugslos positioniert ist, hätte man gar nicht erst einführen dürfen.
Weniger grafischer ChiÂchi, mehr Bas…
Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl präsentiert sich die CSU an diesem Wochenende auf dem Parteitag mit neuem Logo. Ob’s der Kanzlerin aufgefallen wäre?
„Große tektonischen Verschiebungen“, wie sie CSU-Vorsitzender Seehofer im Rahmen seiner gestrigen Rede derzeit in der politischen Landschaft ausmacht, gibt es im neu-geordneten Parteilogo der Christlich-Sozialen Union nicht. Der Bayerische Löwe verliert seine gelbe Farbe, der grüne Bogen, seinerzeit unter Ministerpräsident Edmund Stoiber Mitte der 1990er-Jahre eingeführt, wurde entfernt und die Wortmarke kommt nun ohne Schattenwurf aus.
Das modifizierte Logo wird von Seiten der Partei an keiner Stelle thematisiert. Gut möglich also, dass der Wechsel nicht nur an vielen Delegierten vor Ort vorbei gehen wird.
Kommentar
Ein visuelles Schmankerl ist auch das neue Parteilogo nicht, und doch verfügt das Signet nach der visuellen Neuordnung über mehr Prägnanz. Die Konzentration auf die Primärfarbe der Partei, Blau, sorgt für mehr Klarheit. Den grünen Bogen, zumal dieser vollkommen bezugslos positioniert ist, hätte man gar nicht erst einführen dürfen.
Weniger grafischer ChiÂchi, mehr Bas…
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Ich kann nicht verstehen, wie man den goldenen Löwen besser finden konnte. Diese Kleinteiligkeit finde ich in einem Logo furchtbar. Ich möchte es mir gar nicht auf Visitenkartengröße vorstellen. Ich denke schon, dass es eine Verbesserung ist, auch wegen der Vereinfachung und Farbreduzierung. Das macht es noch nicht zu einem tollen Logo, aber man muss ja auch mit dem arbeiten, was nun mal da ist. Allerdings ist mir nicht klar, warum die Buchstaben bei der Gelegenheit nicht sauber gezeichnet wurden. Die Kurven im S und diese Kante rechts unten im U (wenn auch weniger ausgeprägt als vorher) sind nicht gerade eine typografische Meisterleistung.
Super, jetzt machen langsam wieder alle aus einfach! Der 3D-Trend hat sich ENDLICH totgelaufen! 20 Jahre lang wurden so die schönsten, ursprünglichen reduziertesten Formen verschandelt! Zu Beginn dieser Phase habe ich einem Büro der hfg ulm gearbeitet, und wir bekamen regelmäßig das Kotzen, wenn wieder einer auf 3D umgestellt hatte, mit Schatten, und Schwusch, und Farbverlauf, und Chromglanz, und, und, und, … jetzt ist das Büro, dessen Chef damals an der hfg ulm studierte längst auch tot, und wir wurden vor vor 15/20 Jahren ausgelacht, von den ach so tollen anderen Designern, weil wir diesen Trend nicht mitmachten … … … Jetzt, wo viele gar nicht mehr wissen, wie einfach und reduziert wirklich geht, und dass das eigentlich kein Trend ist, sondern immer Bestand hat, jetzt kommt es wieder in “Mode” … … … Darf ich jetzt die ach so tollen Trenddesigner von damals auslachen?
Erst nimmt der Notar in Bayreuth das Gelb von der Krone – dann die CSU das Gelb vom Löwen weg. Erzählt mir doch nicht, dass wir (Sie?) das im Gefallen für die Drucker zur Farbersparung gemacht haben. Es scheint mir – als ob die grauen Zeitdiebe – wieder die Farben unterdrücken wollen – hier ist klar Farbe zu bekennen und die CSU war SCHWARZ und GELB die soziale Marktwirtschaft.