37 Kommentare zu “Cottbus hat (wieder) ein neues Logo

  1. Maler und Künstler sind eben nunmal keine Designer.
    Das ist nicht als Wertung gemeint, sondern vielmehr eine Abgrenzung zweier unterschiedlicher Welten. (Ich kann nunmal auch kein 5millionen Euro Gemälde malen. Das muss ich akzeptieren)
    Man erkennt m.M.nach schon, dass es an Fachwissen gemangelt hat. Sei es nun im Abstimmungskommitee oder unter den Teilnehmern. Eventuell sogar in der ganzen Organisation des Logowettbewerbs, aber das kann man nicht objektiv beurteilen.

    Mir fehlt die Konstruktion im Logo.
    Die Typo ist mir nicht eigenständig genug und hat auch nichts vom Charakter der Bildmarke
    (oder umgedreht)

    Weiß jemand wie die anderen Vorschläge des Wettebewerbs aussahen?

  2. Jetzt mal ganz ehrlich und geradeheraus gesagt:

    Ich finde die neuerdings allerortens scheinbar modern gewordenen „Findungsprozesse“ in Sachen Kommunikationsdesign langsam zum Kot…! Egal, wo man hinschaut oder hinhört. Entweder es werden, oft unter dem Versprechen des sog. „Folgeauftrags“, absolute Dilletanten zu Dumpingpreisen (oder gar kostenlos – nennt man dann „ehrenamtlich“) für Designaufgaben herangezogen, die eigentlich der Hilfe und Betreuung erfahrener Dienstleister bedürften, oder es werden die daraus entstandenen visuellen und wirtschaftlichen Katastrophen (auch im Osten Deutschlands werden solch dilettantische Projekte leider mit EU-Geldern, sprich mit unser aller Steuern finanziert) mittels „demokratischem Abstimmungsprozess“ nachhaltig von Internetnutzern (haben die Ahnung von Typografie, Proportions- und Farblehre, kennen die die Anwendungsanforderungen, haben die ein Briefing gelesen, haben die meisten davon überhaupt eine Vorstellung davon was gutes Design ist?) verschlimmbessert (pardon: korrigiert). Was soll das? Kommunikationsdesign ist doch kein Do-it-yourself-Bauchladen aus dem man sich mal so-mal-so irgendwelcher Werkzeuge bedient? Gute Gestaltung ist in der Vergangenheit ja auch nicht durch das stümperhaftes Herumdoktern irgendwelcher sich selbstüberschätzender Hobbymaler in den hochsensiblen Regionen z.B. der Typografie oder der Illustration entstanden (und das wird es auch in Zukunft nicht). Die Stadt Cottbus hat vielleicht nun ein Logo mit dem – ich wage es zu bezweifeln, aber egal – „die meisten“ glücklich sind, jedoch, mit allem Respekt vor den Machern: das ist nicht das (einzige) Ziel einer Logogestaltung. Vielmehr sollte man sich dort und andernorts mal fragen, was man mit einer derart verstalteten Bildmarke, vom Schriftzug darunter gar nicht zu reden, denn erreichen will. Langfristige Aufmerksamkeit gepaart mit nachhaltig positiver Assoziation (einem angenehmen Bauchgefühl beim Betrachten) und gezieltem Imageaufbau werden die Verantwortlichen hier nicht erreichen. Eher doch wird man erneuten, wenn auch nicht öffentlich geäußerten, Frust über das sinnlose Verschleudern von anderweitig dringenst benötigten Geldern ernten. Aber das schlimmste ist: auch die Arbeit und damit die Existenzgrundlage verantwortungsvoll arbeitender Kommunikationsdesigner wird von solchen Chaosaktionen nachhaltig negativ beeinflußt. Verkaufen sie mal einem von solchen Nachrichten verunsicherten Unternehmer ein neues Erscheinungsbild (und sei es noch so sehr von Nöten). Viel Spaß! Und an die Adresse der Cottbusser Stadtväter: Lassen Sie als bald wie möglich endlich Profis ans Werk. Sie machen sich sonst lächerlich. Und eine ganze Zunft sehr ärgerlich.

  3. Tja, Cottbus kann nichts dafür, dass der gemeine Wessi, dessen Weltscheibe bei der Exmauer aufhört, keinen Schimmer von diesem schönen Park eines der grössten Landschaftsgestalter Deutschlands und seinem in Deutschland einmaligen Grabmal hat. Der Mann hat Weltkulturerbe erschaffen, aber dem gemeinen Wessi interessiert sowas ja nicht, macht lieber die Bestrebungen dieser Menschen dort, aus einer gebeutelten Geschichte (nein, die dort drüben hatten keine Amis, die hatten Russen) heraus zu wachsen, lächerlich.

    Dabei ist es ein nettes Logo mit eben Stadtsymbol und der allseits bekannten Spree (ja, die fliesst nicht nur durch Berlin). Es hats dennoch schon hier geschafft, auf genau das aufmerksam zu machen, was diese Stadt ausser Plattenbauten (die übrigens charmanter aussehen als viele Westdeutsche Platten) noch so zu bieten hat. Und das ist auch viel Natur. Um Cottbus ist es tatsächlich furchtbar grün, auch trotz Energiewirtschaft. Und die Altstadt ist immernoch viel viel viel hübscher als manch „Altstadt“ von Städten dieser Grösse Westdeutschlands.

    ein Lausitzer =P

  4. Mir, als geborene Cottbuserin, gefällt das Logo ehrlich gesagt auch nicht. Trotzdem muss ich meinem Vorgänger teilweise Recht geben. Es ist in Ordnung sich über das wirklich schreckliche Logo auszulassen. Aber es ist nicht in Ordnung über eine Stadt zu urteilen, die man weder selbst gesehen hat noch über sie informiert ist.

    Lassen wir doch mal außen vor, was der Ein oder Andere hier über Cottbus zu „wissen“ scheint und konzentrieren uns auf das Logo. Es ist schrecklich und ich sehe es auch so, dass so etwas nicht im Internet von Bürgern entschieden werden darf, die keine Ahnung davon haben, wie ein Logo funktionieren muss.

  5. Ich bin auch gebürtiger Cottbuser und für mich ist auch klar, was dargestellt werden soll: Die Pyramiden im Branitzer Park und die Spree.. Allerdings wirkt das Logo auf mich doch sehr verspielt und trifft absolut nicht meinen Geschmack!

    Desweiteren kann ich den Pfeil nach oben nicht ganz verstehen?! Aufstrebenes Cottbus?

    Auftrag verfehlt!

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