Buchverlag Dorling Kindersley führt neues Logo ein

Dorling Kindersley Logo, Quelle: Dorling Kindersley

Dorling Kindersley, 1974 gegründeter, britischer Buchverlag, der seit 2000 auch hierzulande unter eigenem Namen publiziert, präsentiert sich seit Kurzem mit neuem Slogan und einem überarbeiteten Logo.

Für den Buchverlag, der zu Penguin Random House gehört und damit Teil der Bertelsmann-Gruppe ist, beginne nun ein neues Kapitel. Aufbauend auf den in Kooperation mit Fawssett Consulting erarbeiteten Markenwerten wurde von Angus Hyland, Partner der Agenturgruppe Pentagram, ein neues visuelles Profil erarbeitet, das eine evolutionäre Weiterentwicklung der Marke vorsieht. Die Tagline „For the curious“ bzw. „Bleiben Sie neugierig“, kommt fortan zum Einsatz.

„Mehr denn je fühlen wir uns dem schönen und inspirierenden Buch verpflichtet“, so CEO Ian Hudson, „und wir waren uns immer bewusst, dass sich unsere Marke zusammen mit unserer Verlagsarbeit weiterentwickeln muss. Dies ist der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung, mit der wir unsere Leserschaft vergrößern und neue Zielgruppen erreichen wollen.“ Das neue Design soll ab Mitte 2020 auf den Büchern zum Einsatz kommen.

Dorling Kindersley Logo – vorher und nachher

Dorling Kindersley Logo – vorher und nachher

Das neue Logo von Dorling Kindersley sei „radikal anders und doch sofort wiedererkennbar“, so der Verlag. „Nur eine Handvoll Verlage haben eine weltweit wiedererkennbare visuelle Identität“, so Angus Hyland von Pentagram. „Wir mussten den Kultstatus bewahren und ins digitale Zeitalter transportieren. In enger Zusammenarbeit mit einem bereichsübergreifenden Verlagsteam haben wir einen Designprozess durchlaufen und das Logo Schritt für Schritt radikal weiterentwickelt und so reduziert, dass es sich in verschiedenen Größen und Anwendungsbereichen aber auch auf unterschiedlichen Plattformen nahtlos einfügt.“

Kommentar

Sofort wiedererkennbar, und gleichzeitig eine deutlich verbesserte Gestaltungsqualität. Die Blaupause für ein Logo-Redesign, möchte man meinen. Ein Zeichen, das so auch noch in 40, 50 Jahren zum Einsatz kommen kann. Ein größeres Lob ist in unserer schnelllebigen Welt kaum vorstellbar. „Radikal anders“ ist das Logo freilich nicht, dafür ist es zeitlos schön.

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18 Kommentare zu “Buchverlag Dorling Kindersley führt neues Logo ein

  1. Eine deutliche Verbesserung und Modernisierung des doch recht altbackenen alten Logos. Insbesondere für die Publikation auf den modernen Kanälen war diese Überarbeitung mehr als sinnvoll.

    Drei kleine Verbesserungspunkte würde ich persönlich anmerken: ich finde die Buch-Outline minimal zu dick im Vergleich zu den beiden Buchstaben. So ist der Fokus etwas zu sehr auf der Buchform, die die beiden Buchstaben doch etwas zu sehr dominiert.

    Zweiter Punkt: mir sind die Spitzen der angedeuteten dreidimensionalen Buchseiten im Bund etwas zu dünn und spitz zulaufend. Sie stehen damit in einem etwas unausgewogenen Verhältnis zu der Buchkontur.

    Dritter Punkt: auf mich mag die rechtwinklige Umsetzung der Buchseiten in den vier Ecken nicht ganz logisch erscheinen. Einerseits habe ich hier in der Mitte aufgeklappt die Buchseiten (eine Andeutung der Dreidimensionalität), aber das widerspricht dann rechtwinkeligen Buchecken (echte rechte Winkel habe ich nur bei einer idealisierten zweidimensionalen Draufsicht).

    Zu guter letzt noch meine Meinung zur Verwechslungsgefahr mit der deutschen Bahn: für uns Deutsche vielleicht schon, aber für einen Engländer wird das wahrscheinlich überhaupt kein Problem sein. Würde man einem Engländer das Logo der deutschen Bahn zeigen und fragen, welche Firma das ist, dann wäre wohl die häufigste Antwort ein fragender Blick und Schulterzucken. :-)

    • LOL – aber dennoch eine äußerst gelungene Überarbeitung, nicht nur, aber vor allem mit Blick auf die Online- oder kleinformatige Print-Anwendung. „Radikal anders“ muss das Logo auch gar nicht sein, eine deutliche Modernisierung, die gleichzeitig ein hohes Maß an Wiedererkennbarkeit (rotes DK in umgebendem „Buch-Rahmen“) scheint mir ein berechtigter und gelungener Ansatz zu sein.

      Was Salzkorns Anmerkung zu den rechtwinkligen Buchecken angeht: Ja, sicher, gut anhand der Realität beobachtet, aber Bildmarken abstrahieren die Realität eben oft zugunsten einer Vereinfachung oder besseren optischen Einbindung zusätzlicher Elemente (wie hier z.B. der ja spitz zulaufenden angedeuteten Serifen des DK). Im „alten“ Logo hatte man wohl deshalb das DK durch Verkrümmung an Buchseiten-Schwung „eingepasst“, was gerade dem „K“ optisch nicht sonderlich gut getan hat.

  2. Also mein erster Gedanke war „Oh die Deutsche Bahn“. Aus der Entfernung leicht zu verwechseln. Hier hätte man vielleicht auf eine andere Farbgebung achten sollen.

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