Skip to content

Brand-Update bei der University of California, Berkeley

Berkeley Logo, Quelle: University of California, Berkeley
Berkeley Logo, Quelle: University of California, Berkeley

Die University of California, Berkeley präsentiert sich mit neuem Erscheinungsbild. Das vor wenigen Tagen vollzogene Brand-Update dient dem Zweck, die zahlreichen mit der Universität verbundenen Namen und Identitäten (Berkeley. Cal. California. UC Berkeley) zu vereinen.

Die Universität Berkeley, im März 1868 gegründet, gilt als einer der renommiertesten Universitäten der Welt. Neben Harvard, Stanford, Oxford, Cambridge und Massachusetts (MIT) wird Berkeley zu den sechs Superbrands im universitären Kontext gezählt. Derzeit sind an der in San Francisco ansässigen Uni rund 44.000 Studierende eingeschrieben.

In einem zweijährigen Prozess wurde, wie die Uni in einer Pressemeldung erklärt, unter Einbindung von Alumni, Lehrpersonal, Mitarbeiter und Studenten an der Schärfung der Außendarstellung und der Vereinheitlichung der visuellen Identität gearbeitet.
Die zahlreichen unterschiedlichen Namen, die im Zusammenhang mit der Uni in Verwendung sind, hätten in der Vergangenheit regelmäßig zu Missverständnissen geführt. Viele Menschen, auch Studienanwärter, wüssten gar nicht, dass „UC Berkeley“ und „Cal“ ein und dieselbe Universität seien. Ein neuer Markenauftritt soll nun für mehr Klarheit sorgen. Umfangreiche qualitative und quantitative Untersuchungen und Umfragen seien der eigentlichen Kreation vorausgegangen.

Berkeley Brand Identity Visual, Quelle: University of California, Berkeley
Berkeley Brand Identity Visual, Quelle: University of California, Berkeley

Cal, die Abkürzung für „California“, ist die Sportmarke der Universität. Viele US-Sportfans verbinden mit dieser Marke Stolz und Leidenschaft. Studentischen Athleten von Cal haben bei Olympischen Spielen zahlreiche Medaillen errungen, allein 17 bei den Olympischen Spielen 2012 in London und 21 in Rio 2016. Zugleich wird „Cal“ auch als eine Art Kosename für die Universität verwendet, insbesondere von Alumni und Studenten.

University of California, Berkeley – Logo Redesign, Quelle: University of California, Berkeley, Bildmontage: dt
University of California, Berkeley – Logo Redesign, Quelle: University of California, Berkeley, Bildmontage: dt

Der Cal-Schriftzug bleibt unverändert. Der offizielle Absender der Universität, eine reine Wortmarke, erfährt hingegen ein Redesign. Die Wortmarke, basierend auf der vom US-amerikanischen Schriftgestalter Frederic Goudy eigens für die Uni entworfenen Schriftart University of California Old Style, wurde weiterentwickelt, dabei wurde die Strichstärke verstärkt, auf den Einsatz in digitalen und gedruckten Kontexten hin optimiert wie auch im Hinblick auf das Zusammenwirken mit dem Cal-Schriftzug angepasst.

Aufeinander abgestimmte visuelle Elemente (Brand Assets), Farben, Grafiken und die Typografie, sollen helfen, die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Namen und Markenrepräsentanzen der Universität herzustellen.

Unterstützt wurde das für das Brand-Update verantwortliche interne Designteam durch Additive Agency (New York).

Kommentar

Die auf maximale Flexibilität hin ausgerichtete große Anzahl visueller Absender von US-Marken/-Entitäten wurde bereits im Beitrag zum Rebranding der Los Angeles Clippers thematisiert. Auch US-Universitäten sind in dieser Hinsicht sehr kreativ. Insofern ist es richtig und wichtig, um ein Ausufern des Markendesigns zu verhindern, Vorgaben diesbezüglich neu zu definieren.

Ein gelungenes Update, wie ich finde. Die Strichstärken-Anhebung der Wortmarke ist absolut nachvollziehbar, denn in kleinen Darstellungsgrößen wirkt diese fitzelig. Schön, dass bei der Feinjustierung/Optimierung der Charakter, der Classic-Look erhalten bleibt.

Berkeley und Lufthansa sind sich, stelle ich fest, gar nicht mal so unähnlich, zumindest im Farblichen und in ihrer strategischen Ausrichtung auf Exzellenz. Beide Entitäten setzen auf Dunkelblau als Primärfarbe und auf ein warmes Gelb als Sekundär- und Akzentfarbe. Auch wenn die Typo grundverschieden ist, löst der Farbklang bei mir diese Assoziation aus. Rotary Clubs nutzen den gleichen Farbklang.

Mediengalerie

Weiterführende Links

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ich mag den kleinen Kommentar “Be bold”, eine charmante Anspielung auf den neuen Font und eine Message für die Studierenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

An den Anfang scrollen