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Beyond Meat führt in Europa neues Verpackungsdesign ein

Beyond Meat Rebranding, Quelle: Beyond Meat

Beyond Meat ist ist derzeit dabei neue Verpackungen in Europa einzuführen, beginnend in den Niederlanden und Großbritannien. Das gesamte europäische Sortiment erhält ein neues Verpackungsdesign. Auch das Markenlogo wurde in diesem Zuge angepasst.

Beyond Meat ist ein US-amerikanisches Unternehmen, 2009 gegründet, das pflanzliche Fleischersatzprodukte produziert, die Geschmack und Textur von tierischem Fleisch nachahmen. Das Unternehmen ging 2019 an die Börse und ist seitdem ein führender Anbieter pflanzlicher Fleischprodukte weltweit.​

Seitens des Unternehmens wurde die Umstellung zwar angekündigt, nähere Informationen und Bildmaterial könne man derzeit jedoch nicht zur Verfügung stellen, wie die für Beyond Meat in Deutschland zuständige Pressestelle gegenüber dem dt auf Anfrage erklärt. Erste Verpackungen im neuen Design werden jedoch bereits in Onlineshops gelistet.

Beyond Burger Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Beyond Meat, Bildmontage: dt

Die Produkte „Beyond Hack“ und „Beyond Burger“ sind seit vergangener Woche im neuen Look bei verschiedenen Händlern (Albert Heijn, Jumbo, Picnic, u.a.) erhältlich.

Das neue Packaging vereine laut Beyond Meat eine hochwertige Optik mit verbesserter Recyclingfähigkeit. Die Schalen bestünden zu 35 % aus recyceltem Kunststoff und seien so konzipiert, dass sie leichter recycelt werden können. Die neue Hauptfarbe Grasgrün unterstreiche „die pflanzlichen Inhaltsstoffe, während die Produktfotografie Geschmack und Qualität klar präsentiert“, so Beyond Meat. Unabhängige Untersuchungen von DesignAlytics hätten gezeigt, dass das neue Design zu den besten 5 % von über 1.700 branchenübergreifenden Redesigns zähle.

Auch das Markenlogo von Beyond Meat wurde angepasst: die Bildmarke, eine im Kreis eingebundene Rind-Darstellung, die von einer Blatt-ähnlichen Form teilweise überlagert wird, ist nun nicht mehr solitär und oberhalb der Wortmarke abgebildet, sondern nunmehr eingebettet in die Wortmarke, und zwar an Stelle des Buchstabens „O“. Die Wortmarke ist weiterhin in Versalien gesetzt, allerdings sind die Buchstaben nicht mehr ganz so fett wie bislang. In ersten Social-Posts ist das modifizierte Logo bereits im Einsatz.

Bei dem Produkt „Beyond Hack“ wurde die Inhaltsmenge, einem allgemeinen Trend folgend, von 300 Gramm auf 250 Gramm reduziert. Inwieweit dies aufgrund eines möglicherweise unveränderten Preises eine sogenannte versteckte Preiserhöhung (Shrinkflation) darstellt, lässt sich aus den bislang verfügbaren Informationen derzeit nicht mit Bestimmtheit sagen.

Die neuen Verpackungen wurden in Zusammenarbeit mit der internationalen Designagentur Equator Design entwickelt.

Mediengalerie

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Die Blatt-ähnliche Form ist ein Superhelden-Cape, das die Kuh trägt ;)

    Interessant, dass die Kennzeichnung als pflanzliches Produkt nun noch unauffälliger wird – vor dem Hintergrund des Namensverbots der Fleischbegriffe, das wegen angeblich Verwechslungsgefahr in der Mache ist.

    1. „Keine Capes!“

      Besten Dank für die Info.

      Der Zeitpunkt fürs Rebranding ist angesichts des von Dir angesprochenen Namensverbots natürlich suboptimal. Wobei die 27 EU-Staaten dem kürzlich verabschiedeten Beschluss, Bezeichnungen wie „Burger“, „Schnitzel“ etc. für pflanzliche oder kultivierte Alternativen zu verbieten, noch zustimmen müssen, damit das Vorhaben in Kraft treten kann. Wenn ich das richtig sehe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle 27 Staaten zustimmen, nicht sehr groß.

  2. Der gute, alte Serviervorschlag, wie er leibt und lebt. So sieht das Produkt natürlich deutlich appetlicher aus. Die Shrinkflation macht es für mich persönlich wieder kaputt, aber die meisten Konsumenten werden hier trotzdem kaufen.

  3. Deutlich appetitlichere Aufmachung, aber die stummelig-staksige Kuh hätte auch eine Auffrischung verdient gehabt. Die wärmeren Grüntöne sind deutlich einladender als zuvor.

    Die Shrinkflation ist ein abscheuliches Vorgehen, das meiner Meinung nach eher einer Regulierung bedürfte als dieses idiotische Namensverbot. Abgesehen davon bin ich immer wieder enttäuscht, wie unkreativ im Deutschen mit solchen Begriffen umgegangen wird; ist doch „Schrumpflation“ viel naheliegender, da sich hier das „f“ schon als Fugenbuchstabe anbietet… verpasste Chance.

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