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Bahlsen erneuert Markenauftritt

Der Backwarenproduzent Bahlsen erneuert seinen Markenauftritt. 1889 gegründet, ist Bahlsen nach wie vor ein Familienunternehmen. Sitz des Unternehmens ist Hannover. Mit Hilfe des neuen Markenauftritts möchte man weg vom „Oma-kommt-zu-Besuch“-Image, wie es Bahlsen-Geschäftsführer Sönke Renk formuliert.

Das Redesign betrifft wohlgemerkt das Erscheinungsbild der Marke Bahlsen, nicht des Unternehmens. Das rechteckige Unternehmenslogo, zu sehen auf Bahlsen.com, bleibt unverändert.

Nach wie vor kommt in neuen Logo als Wortmarke die Signatur von Gründer Hermann Bahlsen zum Einsatz. Die rote, ägyptische TET-Hieroglyphe (steht für „ewig lebend“) wurde hingegen entfernt. An dessen Stelle rückt ein roter Punkt, der zwar keine, in Hieroglyphen verpackte geheime Botschaft transportiert, dafür jedoch als Quasi-Ersatzelement fungiert. Beim flüchtigen Betrachten dürften einige Konsumenten den Wechsel gar nicht bemerken. Offenbar möchte man Stammkunden nicht überfordern, bleibt doch auf diese Weise der Grundtenor trotz neuer ovaler Einfassung erhalten.

Bahlsen Logo – vorher und nachher

Der Backwarenproduzent Bahlsen erneuert seinen Markenauftritt. 1889 gegründet, ist Bahlsen nach wie vor ein Familienunternehmen. Sitz des Unternehmens ist Hannover. Mit Hilfe des neuen Markenauftritts möchte man weg vom „Oma-kommt-zu-Besuch“-Image, wie es Bahlsen-Geschäftsführer Sönke Renk formuliert.

Das Redesign betrifft wohlgemerkt das Erscheinungsbild der Marke Bahlsen, nicht des Unternehmens. Das rechteckige Unternehmenslogo, zu sehen auf Bahlsen.com, bleibt unverändert.

Nach wie vor kommt in neuen Logo als Wortmarke die Signatur von Gründer Hermann Bahlsen zum Einsatz. Die rote, ägyptische TET-Hieroglyphe (steht für „ewig lebend“) wurde hingegen entfernt. An dessen Stelle rückt ein roter Punkt, der zwar keine, in Hieroglyphen verpackte geheime Botschaft transportiert, dafür jedoch als Quasi-Ersatzelement fungiert. Beim flüchtigen Betrachten dürften einige Konsumenten den Wechsel gar nicht bemerken. Offenbar möchte man Stammkunden nicht überfordern, bleibt doch auf diese Weise der Grundtenor trotz neuer ovaler Einfassung erhalten.

Bahlsen Logo – vorher und nachher

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 32 Kommentare

  1. Das ”n” im Roten Punkt ersetzt die alte Schlange im roten Viereck. Finde dass das neue Design das Ziel ”Verjüngung” durchaus erreicht und auch beim Packaging-Design eine gewisse Jugendlichkeit ausstrahlt.

  2. Weg vom „Oma-kommt-zu-Besuch“-Image – Hat nur bedingt geklappt.
    Die erste Assoziation war schlicht 50er-Rerto. Mir persöhnlich gefällt die Retro-Nierentisch Anmutung aber jugenlich ist was Anderes. Die ägyptische Hieroglyphe hätte ich ohne TET lieber beibehalten.

  3. “Knusprige kleine Kakaokekse” finde ich allerdings sehr super. Statt sich einen spacigen Namen auszudenken, wird benannt, was drin ist. Mir erschließt sich nur die plötzliche Verwendung des Bindestrichs bei “Knusprige kleine Doppel-Kekse” nicht.

    Ich mag das Design, auch wenn es irgendwie wirkt, als sei es nur auf den augenblicklichen Trendzug aufgesprungen. Ich mag auch die Beibehaltung des roten Punkts. Der rote Fleck war irgendwie immer da [auch wenn ich bis jetzt nie verstanden hatte, warum], und ist es noch immer. Das Ovalkonzept mit Rotpunkt hat etwa Astronomisches, sicherlich ungewollt, aber nicht störend.

  4. Das Logo gefällt mir grundsätzlich gut, hat natürlich etwas modernes. Allerdings geht für mich der edle Eindruck von Bahlsen auf den Produktverpackungen komplett verloren. Sie möchten sich wohl verjüngen.

    Den roten Punkt finde ich (noch) ziemlich unglücklich. Im Vorschaubild bei Facebook dachte ich zuerst an eine Markierung durch Achim, nach dem Motto “Hier hat sich im Logo etwas verändert”.

  5. finde es nicht schlecht. Auch die Sache mit dem roten Punkt ist ok. klar, macht keinen Sinn aber produziert Aufmerksamkeit. Dass die Verpackungen mit nem neuen Font versehen sind finde ich ne prächtige Idee. Ich mag diesen Font, er gibt ne gwisse Leichtigkeit ab und das war ja sicherlich das Ziel.

  6. Der erste Eindruck hinterlässt bei mir einen eher faden, als jugendlichen Beigeschmack. Warum ein etabliertes Unternehmen mit Geschichte auf einmal unbedingt jugendlich statt “traditionell” wirken will (und damit in einem Gewissen Sinne ja auch “wertig”, weil es sich so lange auf dem Markt behaupten konnte), erschließt sich mir nicht. Diesem Jugendwahn ist wohl auch das “Geburtsjahr” zum Opfer gefallen. Schade! Ich gehöre mit Mitte 20 zwar nicht zur Generation “Oma”, aber ein bisschen Tradition und Besinnung auf alte Werte statt dem Hinterhergehetze aktueller Trends fänd ich lobenswerter, als das Aufgreifen der immergleichen Gestaltungsmerkmale (z.B. diese Pseudohandschriften).
    Die Verpackungen sehen auf den ersten Blick halbwegs gelungen aus, ob sie sich im Kaufhaus durchsetzen werden, bleibt abzuwarten, da sie optisch kaum noch etwas von anderen Keksmarken unterscheidet. Die Türkis/Handschriften-Kombination lässt die Kekse meiner Meinung nach eher preiswert erscheinen.
    Ebenso wenig erschließt sich mir dieser grauenvolle rote Punkt im Logo, der nach Aufmerksamkeit schreit. Man fragt sich nur: Warum? Was ist an dem “n” in Bahlsen so betonenswert? Ich weiß es nicht. Aber darüber wurde ja auch schon genug diskutiert.

    Schade wie sich Firmen in ihrem Trendwahn optisch einander immer mehr angleichen, statt ihre eigenen Wege zu gehen und zu ihrer eigenen Erfolgsgeschichte zu stehen.

  7. Tragischer Zufall?
    “Hermann Bahlsen, der langjährige Geschäftsführer und Mitinhaber des Keks-Herstellers Bahlsen, ist tot. Der Unternehmer sei am 6. Juni im Alter von 86 Jahren gestorben, teilte das gleichnamige Traditionsunternehmen am Dienstag (10.06.2014) in Hannover mit. “

  8. Weg vom “Retro”- und hin zum Nierentisch-Design? – Das bisherige Design war für mich nicht “Retro”, sondern traditionell-hochwertig. Für mich ist das neue Design ein Rückschritt. Schade.

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