Avon legt sich ein neues Logo zu

Avon Logo, Quelle: Avon

Die Kosmetikfirma Avon Products, auf dem deutschen Markt seit 1959 tätig, hat sich vor wenigen Tagen ein neues Logo zugelegt. Die Einführung des Logos sei erst der Anfang eines Veränderungsprozesses, der sich in den kommenden Wochen und Monaten vollziehen werde.

Wie die Kosmetikfirma auf Instagram und Twitter mitteilt, sei man in größter Vorfreude auf das „bevorstehende Abenteuer“, das die Kosmetikmarke Avon in nächster Zeit erwarte. Unter dem Hashtag #AvonNation werde Stück für Stück ein neuer Markenauftritt entstehen. Das neue Logo sei von der Markengeschichte inspiriert und verkörpere Spaß und Selbstvertrauen.

Avon Logo – vorher und nachher

Avon Logo – vorher und nachher

Von serifenlos zu serifenbetont. Die Unterschiede zwischen altem und neuem Logo sind erheblich. Das bisherige Logo war kühl, auf Understatment getrimmt und darauf bedacht, ja nicht anzuecken. Die neue Wortmarke strahlt Selbstbewusstsein aus, die wiederum zur Tollkühnheit tendiert. Nur so erklärt sich die leichte Drehung, die das „O“ vollzieht. Der Abstand zwischen „V“ und „O“ ist, wie schon im Vorgänger, etwas zu groß geraten. Auch weiterhin ist das AVON-Markenlogo, eine reine Wortmarke, in Großbuchstaben gesetzt.

Kommentar

Erst Zara, jetzt Avon. Deutet sich da eine Art Gegenbewegung zum Sans-Serif-Großbuchstaben-Einheitsbrei an? Ich bin ja für jede Abwechslung dankbar, selbst wenn diese, so wie in diesem Fall, visuell nicht in jeder Hinsicht überzeugt. An Rosa als Hausfarbe will man offenbar festhalten. Auch diesbezüglich dürfte die Marke aus meiner Sicht gerne etwas mehr Mut zur Flexibilität/Offenheit wagen.

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29 Kommentare zu “Avon legt sich ein neues Logo zu

  1. Die Gegenbewegung zum Sans-Serif-Großbuchstaben-Einheitsbrei
    ist anscheinend ebenfalls ein Einheitsbrei:

    Der Bold-Serif-Versal-Einheitsbrei.

    Da ändern auch keine gedrehten Buchstaben oder kleine n was dran.
    (Zudem sehe ich da keine Idee drin, sondern nur reinen Effekt, Gag)

  2. Die letzten 4 Kommentare hätt’s auch fast nicht gebraucht. Nicht sonderlich erhellend oder sonderlich argumentativ.

    Für Stummelsätze und nicht funktionierende, broken Links gibt es doch Selfie- & Analphabeten-Portale wie Instagram et al.

    • Schon wieder so ein Hungerhaken-Satz, der beim Lesen verhungert.
      Was siehst du anders und warum.

      Argumente, Leute!

      Nicht Meinung absondern, das kann auch ein Kleinkind. Sondern sie auch untermauern.
      Wir sind hier nicht in der Krabbelgruppe

      • Danke Moritz, für Dein fortwährendes Engagement!
        Ein Vormittag in der Krabbelgruppe kann durchaus sehr unterhaltsam sein, allerdings dürfen die Kommentare, und da stimme ich Moritz zu, hier im dt sprachlich gerne etwas gehaltvoller sein. Wirklich interessant wird ein Kommentar doch erst, wenn man begründet, weshalb man ein Logo oder eine Design für gelungen bzw. misslungen hält. Nur so kann ein Diskurs entstehen, von dem alle Seiten etwas haben.

        Und zur Erklärung: in aller Regel werden Kurzkommentare a la „finde ich schön“ von Lesern abgegeben, die das dt zum ersten Mal besuchen. Meist bleibt es dann bei diesem einen Kommentar. Leser, die regelmäßig vorbeischauen, nehmen sich fürs Kommentieren mehr Zeit. Das weiß ich sehr zu schätzen!

      • Vielleicht sollten in Zukunft ausschließlich Achim und Moritz kommentieren? Oder gar keine Kommentare zulassen oder nur mit Anmeldung wie mittlerweile bei W&V. Nein?

  3. Boah, ist das schlecht. Die Unterschneidung A-V übertrieben und V-O viel zu wenig. Da arbeiten keine sehfähigen Gestalter, sondern hilflos rechnende Techniker, und quälen Logos, ausgerechnet.

  4. Da haben wir wohl den neuen Trend, nach den sansserifen Einheitsbrei-Logos kommen nun die typografisch-lieblos gesetzten Serifenmonster-Logos von Zara und Avon. Der Ansatz ist gut, die Umsetzung ist technisch einfach nicht sauber gemacht. Aber vielleicht bin ich da zu korrekt und verstehe einfach diesen „Anti-Trend“ nicht …

  5. Das O hätte ich eher in die andere Richtung gedreht, sodass die Innenfläche zukunftsgewandt nach rechts kippt. Das hätte vielleicht etwas das Retrogefühl ausgeglichen. Das ist aber auch das einzige, was ich kritisch anmerken würde. Insgesamt ist das eine extreme Verbesserung gegenüber dem generischen Schriftzug vorher, den optisch niemand mit Avon verbinden würde. Ja, hier hat auch „nur“ jemand eine Schriftart rausgesucht und etwas manipuliert. Trotzdem ergibt sich doch daraus ein unterscheidbares Logo, das die Kundschaft im Regel sofort erkennen und emotional mit der Marke verbinden wird. Das Feeling stimmt.

    Bei manchen Kommentaren hier entsteht der Eindruck, als wären Logos, die alleine aus Wortmarken bestehen, bebilderten Logos grundsätzliche unterlegen. Das wäre eine sehr viel grundsätzlichere Debatte, die nichts mit Avon zu tun hat. Das neue Avon-Logo wird jedenfalls sicherlich nicht den Wiedererkennungswert des Coca-Cola-Schriftzugs erreichen, aber nur wegen des gedrehten Os wird es auch niemand mit Cannon verwechseln. Wichtig ist, dass sie jetzt dran bleiben und nicht in ein paar Jahren wieder in eine ganz andere Richtung gehen.

  6. Das „o“ wirkt vielleicht etwas verzwungen verkünstelt. So, dass es halt eben irgend eine vermeindliche Besonderheit gibt. Finde es auch nicht sehr gelungen. Wie leider viele Logos. Irgendwie scheint es an Kreativität, Fantasie und vor allen Dingen Leidenschaft zu fehlen.
    Schade..

  7. Das neue Logo betrifft ausschließlich den amerikanischen Markt! AVON Deutschland hat damit nichts zutun und behält sein altes Logo nach wie vor…

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