Fashion-Blogger wissen es schon längst. Im Juni gab Yves Saint Laurents Chefdesigner Hedi Slimane bekannt, dass das französische Modelabel zukünftig unter der Bezeichnung „Saint Laurent Paris“ auftreten wird. Darüber hinaus verordnete Slimane, der seit März 2012 den Chefposten bei YSL innehat, der Marke ein Re-Branding. Die ersten Bilder des neuen Markenauftritts, die nun im Netz erschienen sind, sorgen für jede Menge Entrüstung innerhalb der Fashion-Szene.
Designänderungen an einer Modemarke scheinen zuweilen besonders hohe Wellen zu schlagen. Die Verantwortlichen bei Gap können davon ein Lied singen. Für die Modemarke Yves Saint Laurent bedeutet das Re-Branding samt Namensänderung eine Zäsur, in jedweder Hinsicht. Und wie das so ist. Wenn Änderungen an einer heißgeliebten Marke vorgenommen werden, ist mit Gegenwind zu rechnen. Auf der Fanpage von YSL gibt es davon reichlich.
Typographisch könnte der Wechsel kaum dramatischer ausfallen. Von einer schlanken, grazilen und mit Kapitälchen versehenen, eleganten Wortmarke hin zu einem eher schlichten Schriftzug, der in der Helvetica gesetzt ist. „Paris“ wurde wiederum in einer Serifenschriftart gesetzt nämlich in der Copperplate. Das A wurde dabei leicht modifiziert und …
Fashion-Blogger wissen es schon längst. Im Juni gab Yves Saint Laurents Chefdesigner Hedi Slimane bekannt, dass das französische Modelabel zukünftig unter der Bezeichnung „Saint Laurent Paris“ auftreten wird. Darüber hinaus verordnete Slimane, der seit März 2012 den Chefposten bei YSL innehat, der Marke ein Re-Branding. Die ersten Bilder des neuen Markenauftritts, die nun im Netz erschienen sind, sorgen für jede Menge Entrüstung innerhalb der Fashion-Szene.
Designänderungen an einer Modemarke scheinen zuweilen besonders hohe Wellen zu schlagen. Die Verantwortlichen bei Gap können davon ein Lied singen. Für die Modemarke Yves Saint Laurent bedeutet das Re-Branding samt Namensänderung eine Zäsur, in jedweder Hinsicht. Und wie das so ist. Wenn Änderungen an einer heißgeliebten Marke vorgenommen werden, ist mit Gegenwind zu rechnen. Auf der Fanpage von YSL gibt es davon reichlich.
Typographisch könnte der Wechsel kaum dramatischer ausfallen. Von einer schlanken, grazilen und mit Kapitälchen versehenen, eleganten Wortmarke hin zu einem eher schlichten Schriftzug, der in der Helvetica gesetzt ist. „Paris“ wurde wiederum in einer Serifenschriftart gesetzt nämlich in der Copperplate. Das A wurde dabei leicht modifiziert und …
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Für mich ist es leider die Demontage einer Logo-Icone. Schade, dass es jetzt schön austauschbar (aber deshalb auch zeitloser?) ist. Nichts gegen Helvetica – in den ganz leichten Schnitten passt sie m. M. n. auch gut zu Fashion … aber in fett kann sie für alles stehen. So könnte es auch eine Spedition sein. Auf mich wirkt das Logo in der neuen Form zu rustikal und die ur-amerikanische Copperplate macht es wahrlich nicht filigraner. Wo bleibt da die französische haute couture? Auf die Idee Crêpes Suzette gegen Bircher Müesli mit Ketchup zu tauschen käme ich jedenfalls wohl eher nicht …
Erinnere mich gerade schmunzelnd 10 Jahre zurück – wo uns jungen Design-Küken nahezu gewaltsam von unserem Typografielehrer eingebläut wurde wie “böse” die Copperplate doch ist. Fragt mich nicht wieso, ich erinnere mich nicht mehr – aber irgendwas ganz schreckliches muss ihr jedenfalls anhaften, weil ich mich einfach noch so lebhaft daran erinnern kann: Wer in einem Layout zur Copperplate griff musste mit dem Schlimmsten rechnen ;-)
Umso mehr erstaune ich gerade darüber, wie man aus einer Allerwelts-Schrift wie der Helvetica und dem Monster Copperplate etwas derartig Schönes und Zeitloses kreieren kann – also: Hut ab. Mir gefällts!
..wäre im Prinzip doch auch nicht verkehrt gewesen. Kann natürlich auch sein, dass das Originallogo nicht modifiziert werden darf/durfte.
Die Verwendung der Serifenschrift bei PARIS erschließt sich mir nicht. Ist das vielleicht einfach ein Fehler auf der Baubretterwand? So nach Art “das hatten wir noch da und wo soll da schon der Unterschied sein”
Auf dem Karton wirkt es auch anders.
Warum so ein Klassiker aufgegeben wird, verstehe ich nicht. Aber wenn es früher schon mal so war, versöhnt das ein wenig.
Wirklich schade. YSL waren drei sehr schöne Buchstaben. Und ich mag den Namen “Yves” dazu auch noch. Wie oben bereits gesagt, ist die neue Optik mir zu charakterlos, also austauschbar. Ich bin auf keinen Fall jemand, der an alten Dingen klammert, aber wenn etwas neu gemacht wird, sollte es irgendwie erfrischender und mutiger wirken.
Also ehrlich gesagt, finde ich das keine große gestalterische Leistung die Helvetica für den Schriftzug zu verwenden. Nicht einmal großes “Feintuning” wurde gemacht. Sieht ziemlich dünn aus.
Hätte mir bei so einer “großen” Marke mehr “Können” gewünscht.
Über das neue Logo kann man sicher streiten, aber ehrlich gesagt finde ich das alte Logo furchtbar. Da kann die Helvetica noch so langweilig sein, von der Schriftsetzung im alten Logo bekomme ich Kopfschmerzen.
Beim alten Logo hatte ich immer ein unstimmiges Gefühl. Ich fand, dass es nicht das Image was ich von Yves Saint Laurent hatte wiedergab. Von daher ist der Gedanke einer Überarbeitung aus meiner Sicht richtig. Das neue Zeichen ist handwerklich gut gemacht – dennoch geht die Einzigartigkeit flöten. Auch der neue Namenszusatz “Paris” ist meiner Meinung nach ein Trend der schon über den Zenit hinaus ist. Von einer Marke wie Saint Laurent hätte ich etwas beständigeres erwartet, zumal das “Paris” auch bei Mittelschichtsmarken Einzug gehalten hat und es die Markpositionierung als Nobelmarke verschwimmen lassen könnte.