Aus StatoilHydro wird wieder Statoil

Statoil Corporate Design

Etwas mehr als zwei Jahre, nachdem der Zusammenschluss von Statoil und der Erdöl- und Erdgassparte von Norsk Hydro verkündet wurde, tritt das norwegische Unternehmen mit Sitz in Stavanger wieder unter dem Namen Statoil auf. Der Namenswechsel wurde im Frühjahr dieses Jahres angekündigt. Nun wurde das neue Erscheinungsbild, zu dem auch der neue Webauftritt gehört, vorgestellt.

Ein magentafarbener Stern markiert das neue Firmenzeichen. Über die Bildmarke sagt Gjærum, Senior Vizepräsident Corporate communication: “Our new logo, the star, is inspired by the starry skies of the north. It symbolizes our highest aspirations: continued focus on the Norwegian continental shelf, international growth, and active and targeted work to develop effective new energy solutions”.

An der Sternenform kommt man in der Ölindustrie nicht vorbei. BP, Texaco haben es und die Tochter von Orlen namens “Star” trägt den Stern sogar im Namen. Nun hat Skandinavien auch einen “guiding star”.

Scandinavian Design Group ist verantwortlich für das Rebranding.

via brandnew

40 Kommentare zu “Aus StatoilHydro wird wieder Statoil

  1. Die Macher haben sich mit ihrer Farbwahl bestimmt auseinander gesetzt.
    Dabei denk ich haben sie sicher die “weiche” Wirkung zumindest nicht ausschließen können. Das machen auch die eckigen Außenformen nicht wet.
    Ist schon interessant, wie man ein Unternehmen optisch ziemlich weit weg vom eigentlichen Unternehmenszweck positionieren kann.
    Für mich Ausdruck unseres aktuellen (medialen/optischen) Zeitalters – genau wie die Verläufe.

    Ganz subjektiv finde ich die Platzierung der Typo im Format nicht sehr schön (Anzeige oben).

    Ansonsten finde ich das ‘o’ in der Wortmarke zu prägnant. 90% weniger breite der Punze hätten das regeln können.

    Insgesamt aber mutig und daher auch irgendwo lobenswert. Ich denke es wird sich auszahlen.

  2. Mich erinnert das Logo mit den harmonisch kleiner werdenden Abschnitten an die Nautilus Schale:

    Daher passt es für mich sehr gut zu “fossilen Brennstoffen”.

    Rosa-Anthrazit ist eine schöne Farbkombination.

  3. Das Logo gefällt mir absolut nicht. Könnt eine Tampon-Marke sein, oder Kosmetik-Linie. Das liegt meines Erachtens nicht mal nur an der Farbgebung.

    Die Schrift ist etwas, das wir auf Tausenden von Shampoo-, Lotions- und Pflegespülungs-Flaschen bereits gesehen haben. Die Bildmarke stammt in meinen Augen aus den späten 90er-Jahren.

    Ansonsten kann ich mich voll und ganz dem anschliessen, was Alex hier bereits gepostet hat.

  4. Das ist eine FRECHHEIT, dass die verdammten Umweltkiller auftreten als wären sie irgendwelche ÖKO-SAUBERMÄNNER!!!

    Mit so einem Logo lässt sich aber perfekt kaschieren, also haben die Verantwortlichen wohl “saubere” Arbeit geleistet…

  5. Die Umgestaltung der Schrift ist absolut zeitgemäß und gelungen. Die Farbe und Formung des Sterns will wirklich nicht so recht ins Bild einer Öl-Firma passen. Hier hätte man eher etwas schwarzes – direkter Bezug – oder etwas grünes – für den Bezug zur Umwelt – wählen sollen.

  6. Wenn ich das richtig sehe ist das vorletzte Logo das unten angehängte.
    Das hat mir immer ausnehmend gut gefallen.
    Auf einfachste Weise zeigt es die Gewinnung des Rohstoffs – nach Öl bohren – und das (ein) Endprodukt – einen goldgelben Öltropfen.
    Ich fand es in seiner prägnanten Schlichtheit bestechend und besser als alles andere danach.
    Irgendeine Umwelt- oder Ökoidee transportiert es allerdings nicht. Mir fehlt aber auch der Glaube, daß eine Ölfirma in irgendeiner Weise ökologische Interessen hat…

  7. erste assoziation: der stern ist kein stern sondern ein himmel und hölle-spiel – ob das spiel auch in norwegen bekannt ist und die macher einen dezenten hinweis geben wollten, um die saubermann vs. ökokiller-debatte anzustoßen? wohl kaum, trotzdem lustig.

  8. Ich denke, wenn eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt worden wäre, wäre ein ähnliches Ergebnis rausgekommen, wie bei diesen 31 Kommentaren. Die Entscheider über das Logo haben ganz offensichtlich eine einsame Entscheidung getroffen.

  9. also für mich sieht das aus wie 6 fliegende ufo’s im querschnitt ;o)
    im ernst, es sieht hübsch aus für ‘ne cremedose / zu einer ölfirma passt es nicht.

  10. @woddel:
    Dieses Logo existiert nach wie vor und wird (vorerst) weiterhin alle Tankstellen schmücken. Begründet wird die Zweigleisigkeit damit, dass das “alte” Logo und die Marke Statoil an Tankstellen weltweit sehr bekannt ist.

    … dabei hatte ich mich schon auf rosa erleuchtete Tankstellen gefreut ;)

  11. Ich finde, wenn das Logo eines Tages denselben Weg geht wie der neue Mercedes-Stern (also dann in etwa so aussehen würde wie auf dem Jackenärmel in Beitrag #16) kann ich mir das zumindest optisch sehr gut vorstellen. Die Dreidimensionalität und die Farbe geht ziemlich schnell ziemlich auf die Nerven.

    Ansonsten muss ich vielen hier in der Diskussion Recht geben: Man kann es mit den Emotionen auch übertreiben. Die Schriftart ist schon hart an der Grenze zwischen “gewollt nüchtern aber nach was aussehend” und “meine Frau fand die ganz passend” (wobei ich hier nicht gegen weibliche Geschmäcklichkeiten in den Krieg ziehen will) und die Farbgebung der Bildmarke in Kombination mit der Dreidimensionalität ist schon ein bisschen sehr viel, vor allem wenn das Logo in seiner Gesamtheit (wie in vorhin erwähntem Beitrag #16) auch noch recht klein daher kommt.

    Eine Sternform, übrigens, will sich mir nicht erschließen. Ich dachte beim ersten Draufsehen an eine Blume, meinetwegen einen Weihnachtsstern, beim zweiten Blick an einen stilisierten Edelstein. Aber Stern? Nope!

  12. Auch wenns hier schon öfter erwähnt wurde, muss ich auch sagen, dass mein allererster Gedanke beim Anblick des Logos in Richtung Pflege- und Kosmetikprodukte ging. StatOil of Olaz trifft’s ganz gut. Diese Typo für einen Mineralölkonzern ist wie Hänschen-Klein als Soundtrack für einen Rambo-Film. Der tuckige 3D-Stern wirkt beliebig, eine Assoziation zu Norwegen bei einem rosafarbenen Stern drängt sich nicht unmittelbar auf.
    Das vorletzte Logo, das Woddel hier auch nochmal vorgestellt hat, ist meiner Meinung nach in seiner Schlichtheit und Prägnanz einfach unschlagbar. Eine etwas zeitgemäßere Typo und es wäre perfekt.

  13. Sehr mutig “out of the box”, rosa sieht das gut aus. Schöne Umsetzung. Nur die Typo ist für mich nicht industriell genug, die ist für mich auch etwas zu feminin.

  14. feminin wirkts schon ganz klar. mir gefällts nicht. weil der bezug zum unternehmen fehlt und irgendwie versucht wurde anders zu wirken. die vorletze version find ich am besten / prägnantesten

  15. Ästhetische Wort/Bildmarke – leider Thema verfehlt! Passt tatsächlich zu mancherlei, nur subjektiv gesehen, und viele andere sehen das auch so, nicht zur einem Ölkonzern.
    Ich habe sowohl Probleme im Erkennen des Sterns, wie mit der dafür ausgewählten Farbe. Ich denke, wie bereits erwähnt, automatisch an Kristalle oder fliegende Untertassen. Auch die Typo liegt mir nicht. Der Font selbst gefällt mir, aber doch nicht für soetwas “Grobes”. Auch wenn damit vielleicht beabsichtigt wurde, dass Metier aufzulockern und es dem “Zeitgeist” anzupassen (Genderdesign?), so denke ich als “altgedienter” und möglicherweiser antiquierter Grafiker, sind die Verantwortlichen über das Ziel hinausgeschossen. Mein Motto: Back to the roots (s.o.) und das Ergebnis ein wenig dem heutigen “Geschmacksempfinden” angepasst – sitzt! Man muss nicht auf Teufel komm raus etwas “Neues” kreieren, um dann doch festzustellen, dass das “Alte” gar nicht mal so schlecht war.

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