Aus EBEL wird ICE Hockey League

bet-at-home ICE Hockey League Logo, Quelle: bet-at-home ICE Hockey League

Die Österreichische Eishockey-Liga, bisher als Erste Bank Eishockey Liga – kurz EBEL – firmiert, hat sich eine neue Identität zugelegt. Unter neuem Namen und neuem Logo will man in eine neue Ära aufbrechen.

Bis zur Saison 2005/06 war die österreichische Eishockey-Liga rein mit österreichischen Teams besetzt, seit der Spielzeit 2006/07 handelt es sich um eine länderübergreifende Meisterschaft, an der auch Vereine aus Italien, Ungarn, Tschechien und der Slowakei teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Auszug der Pressemeldung

„Wir haben uns in den letzten Jahren als europäische Top-Liga etabliert. Es war unsere oberste Prämisse unser internationales Premium-Produkt durch eine neue Marke und ein neues Erscheinungsbild äußerlich adäquat zu präsentieren. Der Relaunch geht über ein neues Logo und neue Werbemittel hinaus. Die Marke ICE beeinflusst die gesamte Identität, hinter der wir geschlossen als Liga, Vereine und Partner stehen. Wir freuen uns bereits auf den geplanten Saisonstart am 25. September. Die jüngsten positiven Signale der Regierung und die damit verbundenen Lockerungen bestärken uns in unseren Planungs- und Vorbereitungsarbeiten“, so bet-at-home ICE Hockey League-Geschäftsführer Christian Feichtinger.

bet-at-home ICE Hockey League Logo – vorher und nachher, Bildquelle: bet-at-home ICE Hockey League/EBEL, Bildmontage: dt

bet-at-home ICE Hockey League Logo – vorher und nachher, Bildquelle: bet-at-home ICE Hockey League/EBEL, Bildmontage: dt

Im Zuge der Liga-Neugründung wurde neben einem neuen Namenssponsor auch eine veränderte visuelle Identität vorgestellt. Das neue Markenzeichen ist an die Form eines Eiskristalls angelehnt. Die sechs Ecken des Eiskristalls verkörperten zudem wichtige Säulen der Dachmarke ICE: Internationalität, Stabilität, Entwicklung, Sportlichkeit, sowie europäisches und digitales Premium-Produkt. Als neuer, verbindender Claim der Eishockey-Liga fungiert fortan „United by Passion“ (#unitedbypassion).

Bestandteil des Marken-Relaunchs gehört auch die neue Website ice.hockey, die seit wenigen Tagen online ist. Der Start der 21. Saison ist für den 25. September eingeplant.

Kommentar

Anspruch und visuelle Entsprechung gehen hier weit auseinander. Das neue ICE-Logo verfügt meines Erachtens nicht über die Ausstrahlung einer Premiummarke, was gar nicht mal an der ungelenken Kombination mit dem Logo des Namenssponsors liegt. Nein, das ICE-Emblem selbst lässt aufgrund der gewählten gestalterischen Mittel nicht zu, dass es Premiunanspruch kommuniziert. Die Abstände zwischen den angewinkelten und mit Farbverläufen versehenen Lettern und dem umgebenden Korpus sind schlecht gewählt. Die Lettern stehen zu dicht am Rand, teilweise, wie beim „E“, klafft dazwischen auch eine Lücke. Der oberhalb der ICE-Lettern platzierte Querstrich ist ein verzweifelter Versuch, die unausgewogenen Räume auszugleichen. Die Vielzahl an Winkeln und schräggestellten Buchstabenelemente lassen das Zeichen unruhig und unharmonisch erscheinen. Formal-ästhetisch nichts, was man als gefällig bezeichnen würde, dafür wirkt die Gestaltung zu hölzern und klotzig.

Die Idee, sich auf ein Eiskristall zu beziehen, ist naheliegend und nicht ganz neu. Das Endergebnis wirkt aufgrund der Betonung der Umrandung wie eine Bienenwabe, nicht wie ein Eiskristall (wobei Eiskristalle bei tieferen Temperaturen sehr wohl sechseckige Plättchenformen bilden). Die Logogestaltung wie auch die Darstellung der Liga-Teams vermitteln den Retro-Charme der Studio-Trennwand bei Dalli-Dalli.

Wer ansprechendes Markendesign in Kombination mit zeitgemäßem und kreativem Story-Telling sehen möchte, werfe einen Blick nach Island, der Insel des Eises, wo dieser Tage die isländische Fußball-Nationalmannschaft ein neues Erscheinungsbild erhalten hat.

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5 Kommentare zu “Aus EBEL wird ICE Hockey League

  1. Das Logo kippt gewaltig nach links, abgesehen davon, dass diese Wabenform nichts mit Eishockey zutun hat.

    @Achim: Wer war für die Gestaltung verantwortlich?

  2. Auch wenn sich über das Design der Website trefflich diskutieren ließe – selbst dort wirkt das Logo wie ein Fremdkörper.

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