ARTE im neuen Design (2008)

Arte Relaunch

Der deutsch-französische Fernsehsender ARTE mit Sitz im Straßburg wird ab dem 06. September im neuen On-Air-Design senden. Die Website arte.tv wurde bereits gestern auf das neue Design umgestellt und scheint einmal mehr zum Ausdruck zu bringen: Nur bei den Öffentlich-Rechtlichen gibt es wahre (Gestaltungs)Freiheit.

„Neugierig leben“ ist der neue Slogan des Senders. Neugierde weckt auch das Navigationskonzept der Website, die einige überraschende Lösungen bereit hält. Der Auftritt zündet ein wahres Feuerwerk. Aaaahs und Oooohs in Bezug auf das Design, die Nutzerführung, den Gesamtaufbau und auch in Sachen Joy-of-Use. Es macht einfach Spaß sich durchzuklicken und Bereiche zu erkunden. Eine ähnlich ansprechende Haptik, Gestaltung und Struktur habe ich in letzer Zeit selten auf dem Bildschirm gehabt. Vor allem die Relaunchs großer Nachrichtenportale der letzten Monate ließen diese überraschenden Momente schmerzlich vermissen. ARTE setzt Ausrufezeichen, in vielerlei Hinsicht. Die Belohnung für diesen Mut zum Anderssein ist ein ausdrucksstarkes und wiedererkennbares Erscheinungsbild, crossmedial.

Der neue Webauftritt ist inspirierend, zuweilen überraschend, ausgesprochen gut gelungen und offenbar inhouse produziert worden. Das neue On-Air-Design wurde von der Agentur Luxlotusliner entwickelt. Das neue Audiodesign kommt von der Pariser Agentur Novaprod – „warmer dynamischer Elektro-Folk mit sinnlich-modernem Klang“, wie es in der offiziellen Meldung heißt.

Danke an die zahlreichen Hinweisgeber!

41 Kommentare zu “ARTE im neuen Design (2008)

  1. @Zoe: JW-Player 1:1 “reingepatchworkt” ist “cheap”, da hätte man sich auch ein wenig Zeit für nehmen können. Die Funktionalität ist unbestritten aber der Player wirkt wie gesagt so draufgestülpt, lieblos und “ungebrandet” und erzeugt einen unnötig hohen Kontrast zu dem aufwändigen umgebenden Design.

    Dreamweaver: Ich weiß halt nicht woher die Information des Kommentators stammt und ebenso wenig ist mir klar welche Relevanz das Tool für die Qualität einer Seite haben soll und ob Dreamweaver gebaute Seiten automatisch minderer Qualität sind.

  2. Mir ist es im oberen Teil leider ein wenig zu hektisch mit der großen FlashAnim. und dem Videoplayer.
    Schaden, denn mein Gesammteindruck der Seite ist gut. Navi gefällt mir prima.

  3. aufbau ist super, gestaltung ist zu viel. weniger verläufe wären toll, so sieht man dass zu verkrampft versucht wurde dem kunden unbedingt “design” auch als solches verkaufen zu können. schade, hätte potential. aber das headerbild ist super gelöst.

  4. jo, habe ich gestern auch bemerkt als ich ein film auf arte verpasst habe und gucken wollte wann die wiederholung kommt :-)
    der sound gefällt, das design auch – an das grau auf der seite gewöhnt man sich.

    die navigation ist super und macht das suchen noch schneller :-)

    gucke den sender sehr gerne

    Raju

  5. Sorry,
    aber ich finde das ist ein ziemlich behäbiger und nicht sehr übersichtlicher Klon von mtv.com.

    Ausserdem kommt mein Opera (9.27) nur schlecht damit zurecht (extrem langsam beim Scrollen, Klicks werden erst nach einigen Sekunden ausgeführt – aber das kann auch an meinem PC liegen).

    Ich fand schon das alte Design unpraktisch, eine Konzentration auf Inhalte und mehr Übersichtlichkeit hätte mir besser gefallen.

  6. Mmmh, ja. Die Navigationsleiste unterhalb der Hauptbühne bedarf etwas Umgewöhnung. Sie muss erst einmal (kurz) gelernt werden.

    Was in der Hierarchie auf einer Ebene steht (z.B. ARTE Aktuelles, Über unser Programm, Kontakt, Auszeichnungen, etc) wird im Auftritt untereinander dargestellt. Das ist bei einer prinzipiell horizontal angelegten Navi keinesfalls unproblematisch, da typischerweise alleine durch diesen Aufbau suggeriert wird, dass eine zweite Navigationsleiste den darüber stehenden ersten Navigationspunkten subsumiert ist.

    Bei ARTE folgt diese Subsumierung erst in der dritten Leiste, allerdings offenbar nicht einheitlich, weshalb es im Bereich “Auszeichnungen” und auch bei “ARTE und die Kunst” tatsächlich zu einem Konflikt kommt, wie Bjoern es richtigerweise entdeckt hat. Hier hat man Begriffe der dritten Ebene hoch in die zweite Navigationsleiste gezogen, gewissermaßen als Quicklinks. Sie fungieren außerdem als “Lückenfüller”, da man offenbar die übrigen zwei Schaltflächen nicht leer lassen wollte. Das ist zwar aus Sicht der Optik nachvollziehbar, allerdings unter dem Gesichtspunkt der Nutzerführung kaum akzeptabel.

    Vielleicht dreht man ja noch einmal dran.

  7. hübsch anzusehen ABER es sind so viele usability NOGOES drin, dass ich nur den kopf schütteln kann.

    1. einmal irgendwo angekommen, kann man den weg nicht mehr nachvollziehen. (bravo, gut gemacht, wie gehts weiter?)

    2. die subnavigation unter dem header ist gut für menschen die gerne rätsel lösen.

    auch wenn die zielgruppe der arte intellektueller und vielleicht intelligenter als die der rtl sein sollte, die navigation “kurz neu erlernen” ist schlichtweg “idiotie”. benutzerführung, was ist das?

    es gibt ein verhalten der benutzer und dies wurde hier ignoriert.

    3. die leseführung ist auch sehr irritierend. kann jemand von euch die headlines auf den ersten blick finden und lesen? achtet mal darauf! man sieht nur bilder und flächen, die headlines gehen total unter.

    4. horizontale verläufe in 20 verschiednenen variationen. AUTSCH, augenkrebs verdächtig.

    5. die tag wolke: bin sehr gespannt, was pasisert wenn es mehr tags werden. schon jetzt ist die hälfte unlesbar.

    und vieles mehr.

    für diejenigen die das mal lesen wollen, es gibt sehr gut durchdachte normen: http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzerfreundlichkeit

  8. Das ist schon alles sehr richtig mit der Benutzerführung und der Rätsel-Navigation.. Die Tagwolke kann wohl angepasst werden und Filmfestspiele sin ja auch später austauschbar.

    Was ich als absolut katastrophal empfinde ist die Performance durch unzählige Flash Instanzen, die sich auch ohne mein Dazutun aktivieren. Der Player links lädt immer noch… soviel zum Thema funktionale Shareware Lösung.

    auf einer P4 1.7 Ghz Windows XP Kiste (unterster aber doch noch Standard) platzt der Rechner zwischen 50 – 100% CPU Last. Das geht auch besser!

  9. Ich finde die Schräge ist im Layout nicht konsequent umgesetzt worden. Schade. Sie wurde hier lediglich in ein konventionelles Weblayout, meist in rechteckige Boxen reingequetscht. Dadurch zappelt das alles leicht herum. Wenn schräg, dann richtig.

    Auch von der Grafik her, inkl. den üblichen Web2.0 Effekten (Schatten, Verläufe, Rundungen …) sieht das alles mehr nach Musik- als nach Kultursender aus. Dem digitalen Erscheinungsbild fehlt es an eigener Identität. Arte steht für “Out of the box”, intellektuelle Inhalte, Anspruch und auch für ein leicht provokantes Äußeres (siehe Schräge).

    Das geht in diesem Webauftritt allerdings völlig unter in einem modisch visuellen Mix aus Apple und Viva.

    Vom visuellen Erscheinungsbild mal abgesehen ist der “Rest” ja größtenteils wirklich vorbildlich umgesetzt worden. Wahrscheinlich hätte man keine Web-Agentur für das gestalterische Konzept beauftragen sollen.

  10. Andreas am 04. September 2008 um 20:48 Uhr:
    “Sorry, aber ich finde das ist ein ziemlich behäbiger und nicht sehr übersichtlicher Klon von mtv.com.”

    Die arteSeite gefällt mir um längen besser als das hässliche überfüllte, unübersichtliche, aufgepopte Teil was sich mtv Homepage nennt ;-) (nicht übelnehmen, aber ich finde die mtv seite ist der inbegriff der unübersichtlichkeit)

  11. Mais oui, alle wieder nur aufs internet geschaut, aber als abo empfänger des arte monats magazins (layout-design mäßig auch umgestellt) muß ich gestehen die website ist einfach gut. sie lebt und das neue lernt man/frau eben, was soll’s. …und grau ist halt une passpartout, n’est pas?
    beim magazin ist es mal wieder leider nur anders – gar nicht besser. typo, layout etc: oh oh. und das design des 70 er special war wie klein franzhänschen sich die 70er und teilweise die 68er vorstellt. kitsch as kitsch can. top of the pops mit franz kommentator: zum lachen, nur nicht witzig. allons enfants!

  12. Die Seite ist unübersichtlich, alles in grau, sieht aus als wäre sie in WordArt gestaltet, benutzerunfreundlich, die Maus bekommt einen Kollaps auf der Seite

  13. Das Einzige, was ich wirklich ansprechend finde, ist die Hauptnavigation mit den sich öffnenden Dropdowns.

    Der Rest der Seite leidet unter ziemlicher Verwüstung. Meinen Augen wird keinerlei Ruhe gegönnt, Weißraum ist hier ein echtes Fremdwort. Die kleinen Infoboxen skalieren nicht, wenn ich den Schriftgrad ändere, der Inhalt wird einfach versteckt (Firefox, nur Text-Zoom).
    Die Navigationen der Unterseiten finde ich mehr als verwirrend. Ich erkenne hier kein schlüssiges Konzept und finde, dass man sich hier nicht wirklich die besten Gedanken dazu gemacht hat.

    Was man sich bei der Einbindung vom proprietärem WMV gedacht hat, wird mir ein Rätsel bleiben. Als Mac-Nutzer werde ich mit dem QuickTime Player genervt, der sich öffnet und mir dann letztlich auch nix bringt, weil ich nichts sehe.

    So richtig schlecht wird’s, wenn man gemütlich auf der Couch sitzt, und sich über das Programm informieren will und dazu sein iPhone nutzt. Oder zumindest wollte … Die Seite ist dermaßen überfüllt mit Skriptspielen, dass man hier nicht weit kommt. Eine simple Mobile-Version, bitte, mit dem nötigsten. Das kann doch nicht so schwer sein.

    Ich weiß nicht … Hoffentlich überdenkt arte diesen Auftritt nochmal …

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