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Analyse der Wahlplakate zur OB-Wahl in Stuttgart

Analyse Wahlplakate OB-Wahl Stuttgart

Analyse Wahlplakate OB-Wahl Stuttgart

Für die Stuttgarter Zeitung habe ich dieser Tage die Wahlplakate zur diesjährigen Wahl des Oberbürgermeisters von Stuttgart (7. Oktober) gesichtet und bewertet. Vier Kandidaten stehen zur Wahl: Bettina Wilhelm, Fritz Kuhn, Hannes Rockenbauch und Sebastian Turner. Der Artikel ist sehr ausführlich. Die Plakate sind zudem mit Hotspots versehen sind, sodass bei Rollover die entsprechenden Texte ausgegeben werden. Die interessantesten Feststellungen aus meiner Sicht: Sebastian Turner zeigt seine zwei Gesichter und Hannes Rockenbauch tritt im Stile der Piratenpartei auf.

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23 Kommentare

  1. Was soll das denn?! Ich bin entsetzt über die Qualität der Wahlkampfplakate.

    Die Kandidatenplakate sind ja noch ganz gut. Da ist halt mal mehr, mal weniger Budget für Foto und Text da. Nur Frau Wilhelm scheint mit dem 90er-SPD-Look nicht auf der Höhe der Zeit. Und der Turner ist der Schuljunge aus der letzten Reihe.

    Aber Themenplakate gehen ja gar nicht. Fritz Kuhn wird von jedem seiner Themen erdrückt. Und der gewollt schiefe Balken mit gerader Schrift drauf ist ein visuelles Desaster. Frau Wilhelm steht in schwarz-weiß distanziert hinter Platitüden. Das sieht nicht nach anpacken, sondern nach „Wir reden dann mal so beim Tee darüber“ aus. Und über Turners-Brezel muss man ja wohl kein Wort verlieren.

    Ich weiß ja nicht, welche Assoziationen die Plakate bei Euch hervorrufen. Auf mich wirkt keins vertrauensbildend. Ich bin froh, nicht in Stuttgart wählen zu müssen.

  2. „ Ich bin froh, nicht in Stuttgart wählen zu müssen.“

    Wer seine Wahlentscheidung auf Basis von Plakaten trifft dem ist eh nicht zu helfen.

    Hab ich irgendwo was überlesen? Wurden die Parteilogos für die Analyse rausgepixelt oder schämen sich die Kandidaten inzwischen ihrer Parteien?

  3. Ok. Ok. Hast ja recht, koni. Meine Aussage war wohl etwas übertrieben. Aber als Gestalter kann ich es einfach nicht verstehen, warum diese Wahlplakate handwerklich so schlecht gemacht sind. Meiner Meinung nach sollte mal lieber keine als schlechte Plakate aufhängen.

  4. Ich frage mich, warum die Wahlplakate eigentlich Partei-neutral sind? Die Politiker gehören doch Parteien an und die Plakate kann man auch optisch diesen zuordnen.
    Trotzdem entsprechen die Plakate nicht genau den Partei-CIs, als ob nur unabhängige Kandidaten antreten würden

  5. Der Kandidat des Bündnisses SÖS hat das kleinste Budget zur Verfügung. Aber das sehe man seinem Wahlplakat nicht an, sagt Schaffrinna.

    Da bin ich etwas anderer Ansicht. Das Foto ist recht „schnappschussig“: Kontrastarm, scheinbar massiv überschäft (Haare, Bartstoppeln) und Licht gab es insgesamt zu wenig. Außerdem erscheint es mir so, als ob er etwas unter die Kamera geschaut hätte (oder Christopher-Lampbert-Silberblick?) – wobei das für mich auch kein Qualitätsmerkmal ist. Das Orange wirkt ältlich, die Schriftgrößen unpassend (klein und mutlos). Sieht aus wie eine Studentenarbeit – also ausbaufähig :-)

    Die Aufnahmen von Fritz Kuhn spielen eindeutig in einer anderen Liga.

  6. Das SPD-Plakat hat eher die angestaubte Optik der SED/Linkspartei. Vielleicht will man ja auch gezielt die HIVler ansprechen, die sonst eher Linke wählen.

    Anscheinend wollen alle Kandidaten raus aus der üblichen Optik ihrer Partei.

  7. sorry, aber meiner meinung nach sollte man für eine inhaltliche(!) analyse von wahlplakaten zumindest einen politikwissenschaftlichen, publizistischen oder zumindest soziologischen background haben (oder am besten szeneinsider sein), sonst besteht alles eigentlich nur aus persönlichen eindrücken

    als designer kannst du im grunde nur über schriften, farben und fotos eine professionelle meinung abgeben

    klingt jetzt fies, ist aber meine meinung!

  8. als designer kannst du im grunde nur über schriften, farben und fotos eine professionelle meinung abgeben

    Genau diese Themen hat die Analyse zum Inhalt. Bild- und Formensprache, Stilistik, Typographie, Farben und Farbwirkung, Konsistenz der Gestaltung vor dem Hintergrund bestehender Erscheinungsbilder der jeweiligen Partei » Corporate Design, Kampagnenkreation und -konzeption, Wording – all das eingebettet in den Kontext der politischen Inszenierung. Zumindest auf den publizistischen Hintergrund kann ich mittlerweile ja durchaus verweisen (siehe Wahlplakatanalyse).

    Szeneinsider möchte ich hingegen lieber nicht sein, schon allein, weil ich mir bei jeder Analyse dann vermutlich den Vorwurf gefallen lassen müsste, befangen zu sein. Wenn ich mir den politischen Betrieb anschaue, fallen mir noch ein paar andere Gründe ein.

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