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Was will man schon erwarten an Kontruktivem, wenn Schlümpfe durch die Gegend flöten?
Von Turners Brezelplakat(en) ist hier aber noch nichts gezeigt worden, oder ? Ich fahr da täglich an einem vorbei und versteh es einfach nicht :) Zur Brezel
sorry, aber meiner meinung nach sollte man für eine inhaltliche(!) analyse von wahlplakaten zumindest einen politikwissenschaftlichen, publizistischen oder zumindest soziologischen background haben (oder am besten szeneinsider sein), sonst besteht alles eigentlich nur aus persönlichen eindrücken
als designer kannst du im grunde nur über schriften, farben und fotos eine professionelle meinung abgeben
klingt jetzt fies, ist aber meine meinung!
Genau diese Themen hat die Analyse zum Inhalt. Bild- und Formensprache, Stilistik, Typographie, Farben und Farbwirkung, Konsistenz der Gestaltung vor dem Hintergrund bestehender Erscheinungsbilder der jeweiligen Partei » Corporate Design, Kampagnenkreation und -konzeption, Wording – all das eingebettet in den Kontext der politischen Inszenierung. Zumindest auf den publizistischen Hintergrund kann ich mittlerweile ja durchaus verweisen (siehe Wahlplakatanalyse).
Szeneinsider möchte ich hingegen lieber nicht sein, schon allein, weil ich mir bei jeder Analyse dann vermutlich den Vorwurf gefallen lassen müsste, befangen zu sein. Wenn ich mir den politischen Betrieb anschaue, fallen mir noch ein paar andere Gründe ein.
@achim
die findung von inhalten und die gestaltung von wahlplakaten in diesen grössenordnungen sind meist erstaunlich dilletantisch, hektisch und unkontrolliert.
als aussenstehender neigt man dazu, viel rein zu interpretieren, als insider kann man sicher die unglaublichsten geschichten dazu erzählen ;-)
@matt
da es sich bei Wählern nicht um Politologen, Publizisten oder Soziologen handelt, ist es um so wichtiger, dass die visuellen Signale bewusst gesetzt sind.
@matthias: experten mit solchem wissen können uns über die hintergründe der entstehung aufklären. handwerklich gute, ästhetische oder gar künstlerische ansprüche wird man hier ohnehin vergeblich suchen und dem normalen wähler ist das auch ziemlich egal.
hier könnte man ewig über den sinn von wahlplakaten diskutieren, aber das gehört meiner meinung nicht in so einen blog
ps.: als szeneinsider muss man kein parteimitglied sein, man kann auch journalist, beobachter oder berater sein.