Alemannia Aachen kehrt zum traditionellen Wappen zurück

Alemannia Aachen Wappen

Alemannia Aachen führt mit Beginn der kommenden Bundesliga-Saison ein modifiziertes Vereinswappen ein. Die Form erinnert an das ursprüngliche Wappen (siehe Wikipedia) und so definiert sich die Neugestaltung auch als „Bekenntnis zur Tradition“, wie Sportdirektor Erik Meijer es in der Pressemeldung zur Vorstellung der neuen Form formuliert.

Gerade in der Fanszene mag man es klassisch und schnörkellos. Verläufe, Glanz- und 3D-Effekte sind bei den meisten Fans verpönt. Und dennoch kann das neue Wappen mit einem Novum aufwarten, denn erstmalig wird die Farbe Weiß verwendet, die als Fond für den in Großbuchstaben gesetzten Vereinsnamen dient.

Das Redesign ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass Tradition und eine gute Gestaltung sich nicht ausschließen müssen. Aufbau, Typographie und die Neudefinition des Adlers als Wappentier überzeugen. Das klassische Stil bleibt erhalten, er wird so gar noch verstärkt. Die Überarbeitung des Wappens wurde durch Mitarbeiter der eigenen Grafikabteilung des Vereins durchgeführt.

In der Bundesliga-Logotabelle aus dem Jahr 2006 dümpelt das alte Logo aufgrund seiner Gestaltung auf einem traurigen 17. Platz. Mit der neuen Form hat man zumindest visuell schon einmal Tuchfühlung mit der ersten Liga aufgenommen.

26 Kommentare zu “Alemannia Aachen kehrt zum traditionellen Wappen zurück

  1. Also Leute,
    zur Erklärung des ganzen Vorgangs:
    Bei der Alemannia hat es in den letzten Jahren immer heftiger geknarrt im Gebälk … und damit sind die Fans gemeint. Man hat ihnen so einiges zugemutet. Fussballfans sind in der Regel traditionell im Sinne von „die alten glorreichen Zeiten“.

    Wie in anderen Vereinen auch wurde in Aachen versucht, neue Zielgruppen zu erschliessen. Man hat versucht, den Verein im Familienumfeld zu positionieren. Das gipfelte in einer Kampagne, in der das 3D-Logo in Herzform modifiziert abgebildete wurde …

    Insgesamt muss man feststellen, dass die Alemannia es versäumt hat, ein ähnliches Image wie St.Pauli es hat aufzubauen. Im neuen Stadion tummeln sich natürlich auch eine Menge „Schönwetterfans“, aber die wären bei einem Abstieg sofort weg. Und dieses Jahr wäre es aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten auch fast so weit gewesen.

    Als Fazit bleibt: Bei eigentlich allen Vereinen hat man erkannt, dass die Fanbasis eine nicht zu unterschätzende Größe darstellt. Das neue alte Logo ist – zusammen mit der „Auf Gedeih und Verderb“-Kampagne, die die Spieler dreckig und geschunden zeigt – natürlich eine PR-lastige Aktion, die Fan-Nähe herstellen soll. Das hat viel mit Herz und weniger mit Verstand zu tun.

    http://www.alemannia-aachen.de/auf-gedeih-und-verderb/

  2. Irgendwie erinnert mich das Logo an die Abzeichen der US-Millitärs. Es wirkt jetzt auf jeden Fall schlanker. Gefällt mir schonmal ganz gut :D

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