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Adobe Photoshop CS5 für Webdesigner

Heute stelle ich wieder ein Buch vor, und erneut geht es um Photoshop. Nils Manuel Mora widmet sich auf 400 Seiten den Themen Webdesign und Photoshop. „Adobe Photoshop CS5 für Webdesigner“ heißt sein Buch, das nicht nur auf die Funktionalitäten der Software eingeht, sondern den vollständigen Ablauf von der Bildbearbeitung, dem Screendesign bis zur statischen HTML-Seite und zum TYPO3-Template aufzeigt.

Ich habs mir angeschaut und schreibe, für wenn es sich lohnt und was es bietet. Hier schon einmal ein Blick ins Buch:

Wer weiter liest, erfährt auch, wie er an eine Gratis-Ausgabe kommt, denn im dt stehen zwei Exemplare zur Verlosung bereit.

Das Buch

Das Buch ist in 13 Kapitel gegliedert und orientiert sich in der Reihenfolge an dem Ablauf eines Webprojekts. Der Autor beschreibt den vollständigen Entwicklungsprozess – von der Konzeption über das Erstellen des Layouts und der einzelnen grafischen Elemente bis hin zum Coding in HTML. Eigentlich wäre der Titel: „Wie man ein Webprojekt realisiert. Photoshop-, HTML- und Typo3-Grundlagen.“ deutlich passender. Er ist zwar weniger elegant, beschreibt den Inhalt des Buches aber treffender. Damit wird dann auch klar, an wen sich das Buch richtet. Zielgruppe sind tendenziell Webdesign-Neulinge, die in Photoshop die ersten Gehversuche unternommen haben und nun ein Projekt komplett in Eigenregie realisieren möchten. Das Buch bietet hierbei eine sehr gute Unterstützung. Besonders gut gefällt mir am Konzept dieses Buches, dass Photoshop nicht losgelöst betrachtet wird, sondern immer auch die Auswirkungen des Designs auf die HTML- bzw. CSS-Umsetzung angesprochen werden. Die gezeigten Webdesign-Beispiele werden um die hierfür erforderlichen Code-Zeilen ergänzt. Wer die Umsetzung im Hinterkopf hat, achtet bei der Gestaltung auf die Realisierbarkeit. Nicht selten kranken Entwürfe an einer einfachen Umsetzbarkeit. Das Buch wirkt diesem entgegen.

Auf die Gestaltung von Buttons und Navigationsleisten geht der Autor ebenso ein, wie auf die im CSS definierten Angaben zu Schriften, Farben und Positionsangaben. Wichtig ist dabei auch, dass im Verlauf des Buches anhand zweier Beispielprojekte auf Standards und Konventionen eingegangen wird. Ein 960-Grid-System, das im Buch angesprochen wird, bietet nach wie vor eine sehr gute Grundlage für den Aufbau. Fraglich ist allerdings, ob eine Gothic-Type innerhalb eines Glossy-Buttons eine so gute Wahl ist. Das ist ein zu großer Stilbruch. Ebenso zweifelhaft ist, ob man tatsächlich die Anfertigung eines ersten Scribbles per Bleistift und Papier als Empfehlung aussprechen sollte. Ich habe noch nie eine Webanwendung als Bleistiftskizze angelegt. Mockup-Tools sind komfortable Alternativen hierzu. Ich denke, das kann jeder halten wie er will.

Ansonsten gibt das Buch viele wertvolle Denkanstöße und kann beim eigenen Webprojekt unterstützend wirken. Die auf der mitgelieferten CD enthaltenen Programme und Plugins lassen sich nur unter Windows nutzen. Die im Buch gezeigten Beispiele hingegen liegen als Photoshop-Dateien vor und können auch auf dem Mac geöffnet werden. Lesenproben und das Inhaltsverzeichnis kann man sich auf der Produktseite zum Buch herunterladen.

Die Basisinfos

Adobe Photoshop CS5 für Webdesigner
von Nils Manuel Mora
1. Auflage 2010, Hardcover
400 Seiten, Format 17,0 x 24,0
mit CD-ROM
ISBN 978-3-8266-5607-1
Preis: € 39,95

Die Verlosung

Zwei Exemplare „Adobe Photoshop CS5 für Webdesigner“ stehen für die dt-Leser bereit. Dankeschön an dieser Stelle an den Verlag! Interessierte Webdesigner, die bis zum 10.11.2010 / 22.00 Uhr eine E-Mail an ps5webdesigner {ät} designtagebuch.de schicken, nehmen an der Verlosung teil. Viel Spaß beim Lesen und beim Mitmachen.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 25 Kommentare

  1. Hi,

    @ R::bert:
    Es gibt wahrscheinlich Menschen, die nutzen Paint und Vi und kommen damit perfekt klar, weil sie über Jahre einen sehr guten “Workflow” entwickelt haben. Wenn du Photoshop nutzt und etliche Dinge automatisiert hast sowie sämtliche Features nutzt, ist es das Werkzeug der Wahl.

    Bis du in einem anderen Tool genau so flüssig arbeiten kannst, vergeht viel Zeit. Das Beherrschen eines Programms ist sowieso das A und O, das “perfekte” Werkzeug an sich gibt es wohl nicht.

  2. Ich nehme mal stark an, dass Roberts Frage darauf abzielte, ob Fireworks, Gimp und andere Umgebungen mittlerweile in der Lage sind, Photoshop den Rang als Platzhirsch streitig zu machen bzw. ob es fürs Webdesign mittlerweile maßgeschneiderte Lösungen auf dem Markt gibt.

  3. @R::bert: Für Webgrafiken würde ich Fireworks benutzen. Wer aber nur PS hat, der kommt auch damit ganz gut klar und da PS für so gut wie alle Design-Berufe essentiell ist, ist die Intention des Buchs ja gar nicht mal so falsch.

  4. Ich arbeite seit vielen Jahren lieber mit Fireworks und konnte mich bisher nicht für Photoshop begeistern. Als Macromedia von Adobe einverleibt wurde, war ich überzeugt, Fireworks wird es bald nicht mehr geben. Das war 2005. Fireworks gibt es immernoch! Dadurch wurde ich nochmals bestärkt bei FW zu bleiben.Es gibt für mich keine Gründe zu wechseln.

  5. Ich arbeite seit 8 Jahren als Webdesigner und könnte auf Photoshop nicht verzichten. Für mich sind Macromedia Produkte der größte Krampf… so unterschiedlich sind die Geschmäcker ;)

    Und das den Leuten wieder das Scribblen näher gelegt wird, finde ich sehr gut. Das ist ein wichtiger Schritt der immer mehr vergessen wird.

  6. Unter dem Punkt “Blick ins Buch (Lightbox)” hatte ich erwartet, dass ein paar Innenseiten gezeigt werden, aber man sieht nur das Cover. Soll das so?

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