Ab heute sendet ProSieben im neuen Design

Quelle: ProSiebenSat.1 © Warner Bros. Television

Quelle: ProSiebenSat.1 © Warner Bros. Television

Seit heute hat ProSieben ein neues On-Air-Design. Das letzte Redesign liegt immerhin knapp acht Jahre zurück (dt berichtete). „Direkter, klarer, dreidimensionaler“ soll das neue Design sein, mit dem der Sender, nach eigenen Angaben, einen großen Schritt in eine multimediale Zukunft gehe.

Während der Sender-Claim „We Love To Entertain You“ weiterhin erhalten bleibt und auch das Soundlogo nur marginal verändert wurde, stößt das Design in neue Dimensionen vor. Trailer und Idents werden dreidimensionaler, Bilder bleiben immer in Bewegung. Zuschauer wolle man das Gefühl vermitteln, Spider Man spränge direkt ins Wohnzimmer, auch ohne 3D TV.

„Unser neues Design folgt zwei Leitmotiven. Wir wollen dem Zuschauer mehr Orientierung geben. Zudem kann der Zuschauer das ProSieben-Markenerlebnis auf allen Plattformen – On Air, Mobile, Web und Print – in der Intensität und Emotionalität bekommen, wie er es auf dem Fernseh-Bildschirm liebt und wie es eine starke Multimediamarke verlangt.“, so David Loy, ProSieben-Marketing-Chef.

Neben einer neuen Farbwelt sorgt die Schrift namens Campton für neue Aktzente. Sie löst die Neue Helvetica Pro ab. Der erste Trailer im neuen ProSieben-Design läuft am 12. Februar, 20:13 Uhr – direkt vor dem Start der Jubiläumsstaffel von „Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum.“

Entwickelt wurde das neue Design mit der Inhouse Agentur Creative Solutions.

ProSieben Design 2015

ProSieben Design 2015

ProSieben Design 2015

ProSieben Redesign 2015

Hinweis: Der verwendete Content der Präsentation des Designs entspricht nicht dem tatsächlichen Sendercontent und dient lediglich der Veranschauung des Designs

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56 Kommentare zu “Ab heute sendet ProSieben im neuen Design

  1. Fernsehen? Gibt’s den Quatsch immer noch?

    Sieht auf jeden Fall schick und hochwertig aus. Viel besser als das verunglückte Sky-Logo.

    Interessant finde ich, das gerade Microsoft mit dem Kachel- und Flatdesign so einen riesigen Einfluß hatte. Früher hatten sich mal alle an Apple orientiert, aber nun kopierte selbst Apple Microsoft. Das neue Pro-7-Design könnte auch eine Windowsoberfläche sein.

  2. Also mir gefällt das neue Design. Vor allem die neue Schrift ist eine gelungene Wahl. Die Helvetica ist ja nun keine besonders raffinierte Wahl gewesen. Ich bin mal gespannt, wie das neue Design live wirkt.

  3. Vorher wurde KEINE Helvetica verwendet. ProSieben nutzte nur bis 2009 die Helvetica für das On-Air-Design. Danach hat sich ProSieben eine Schrift (für das zuletzt eingeführte Design 3.0) angepasst, die die Helvetica Extended etc. dann ersetzt hatte. Diese 6 Jahre-lang genutzte Schrift war quadratischer, welches man besonders bei den Ziffern, als auch beim großen „O“ usw. erkennbar.

      • Das ist aber eben leider schon bei ProSieben falsch, nur den sehr selten genutzten Schriftzug „ProSieben“ hatte man noch in dem Font. On-Air und online nutzte man seit dem letzten Redesign eine eigene Hausschrift, die auf der EuroStile basiert

      • @Ben @Marcel. Die alte ProSieben Schrift hieß „Neue Helvetica Pro“ und wurde OnAir und in Print verwendet. Die Angabe in der Pressemitteilung ist also korrekt. Die Schrift wurde damals speziell für den Sender entwickelt. Ausschließlich online kam eine weitere Eigenentwicklung zum Einsatz. Der Webfont „ProSieben Helvetica“.

      • Die Angabe im Artikel wie auch bei ProSieben ist dennoch korrekt, weil die Campton die Helvetica in digitalen Medien zum Beispiel im Webauftritt abgelöst hat. Bislang kam hier die Helvetica in verschiedenen Schnitten zum Einsatz (siehe Screenshot). Das Redesign betrifft also nicht nur den TV-Bereich.

        Danke auch an Andi.

      • Ja aber auf dem Screenshot sieht man ja die Pro7-Font-Schrift und nicht die Helvetica. Dann ist da was schief gelaufen, das ProSieben seine eigene Schrift NEUE HELVETICA PRO genauso benannt hat wie die echte NEUE HELVETICA PRO („http://www.linotype.com/de/2048/neuehelveticapro.html?lang=de). Denn beide haben nichts gemeinsam.

      • Korrekt. Ich als Webentwickler war eben auch etwas verwirrt, weil es so eine Schriftart schon gibt und diese war wohl bei ProSieben anders, aber hatte den gleichen Namen.

  4. Fernseher, Internet, Streamingservices, Gamestations, Set Top Boxen etc. – alles greift ineinander. Insofern ist die Angleichung von Computer UIs und Sender-IDs nachvollziehbar.

  5. Ist Windows nicht unähnlich, aber viel besser gemacht. Anders als bei Windows stimmen die Schriftgrößen, Proportionen und Informationsebenen. Die Schriftwahl ist auch gut, da wiedererkennbar.

    Ich würde es gerne mal in Bewegung sehen. Ich persönlich kann mit dem Trend der letzten Jahre, die Kamera nie stehen zu lassen, nichts anfangen. Der Film wird dadurch nicht besser. Für so kurze Einspieler macht’s aber sicherlich Sinn.

  6. Bei den vielen Kommentaren zum Thema Apple/Microsoft fiel mir ein Artikel auf DWDL von 2009 wieder ein:

    http://www.dwdl.de/nachrichten/20297/prosieben_das_apple_unter_den_tvsendern/

    Gemäß dem Anspruch von damals („‚Wir denken nicht mehr TV‘. Aus der Fernsehmarke ProSieben soll eine auf allen Plattformen wiedererkennbare Medienmarke werden.“) ist sich ProSieben treu geblieben. Mission accomplished.

    Nur statt „das Apple unter den Sendern“ (Hildebrandt), ist man jetzt eben ein bisschen Microsoft.

    Macht ja nix. Die Designsprache passt doch in die Zeit. Ich finde es klasse.

  7. Das Design nimmt sich selbst erneut zu wichtig. Zu geringe Fokussierung auf den Inhalt. Das Verschmelzen von Senderdesign und Inhalt ist arrogant.

    • Völlig korrekt!
      Ich weiß noch, wie ProSieben ein eher nüchternes Design hatte und sich selber angenehm zurückhielt. Außer ein eingesunges „ProSieben“ zwischendurch und einer Weltkugel, die zum Logo wandelte, war da nix. Die zunehmende Selbstdarstellung mit dem „We love“ hat eine derartige Penetranz erreicht, dass es qualvoll geworden ist, sich den Sender anzugucken! In Einblendungen werden aktuelle Kinofilme neu synchronisiert, sodass die Helden dort den blöden Slogan aufsagen, obwohl der Film im Kino und garnicht auf ProSieben läuft. Was soll das?
      Klar, Aufbau eines namhaften Medienkonzerns mit Identität, Werbeverträge mit den Produktionsfirmen… Aber es ist einfach „too much“ – ein Entertainment-Prügel!

      Auch wenn es hübsch anzusehen sein mag, ist die Ähnlichkeit zu Microsoft und der erzwungene Versuch, auf alle Plattformen zu passen und sich in die Rolle eines modernen One-in-All-Entertainment-Dings zu zwängen, zu deutlich.

      Angesichts der ultradünnen Linien und Zahlen dürften Konsumenten mit kleineren Röhrenfernsehern nun vollends nichts mehr erkennen. Mit dem Gedanken, diese Konsumentengruppe abzuschreiben oder für unbedeutend zu halten, wäre ich vorsichtig. Das Fernsehen lebt auch von Gelegenheitszappern, die nicht zwingend auf den größten Fernseher setzen. Und solche, die das tun, wenden sich vom klassischen Fernsehen eher komplett ab.

      Übrigens: Wieso eigentlich immer „Germanys next Topmodel“ – in der Werbung seh‘ ich immer nur Germanys old Model..?

      • Ich glaube ProSieben macht dann für einen Kinofilm Werbung und verändern den mit Ihrem Slogan, wenn der später mal auf ProSieben gesendet werden soll, weil die Filmrechte werden ja meist sehr früh eingekauft.

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