A Brand New HEAD – Corporate Design

Ok. “Brand neu”, wie im Titel angekündigt, ist es nicht mehr. Aber immer noch interessant genug um darüber zu berichten. Die Sportmarke HEAD, hinter der übrigens ein holländisches Unternehmen steht, präsentiert sich seit Anfang des Jahres mit neuer Corporate Identity und neuer Corporate Designlinie.
Neben der strategischen Neuausrichtung und einer klareren Differenzierung stand auch der visuelle Auftritt im Mittelpunkt des Markenrelaunchs. Ziel ist es HEAD weg von einer Technologie getriebenen Sportmarke hin zu mehr Emotionalität zu bewegen. Sportler und ihre Eigenschaften verkörpern nun die neu Denke.

Wagemutig, spontan und offensichtlich auch ein bisschen verwegen möchte man sein. Bode Miller (früher auf Atomic Ski unterwegs), Marat Safin und andere Sportgrößen treten als Testimonial in Erscheinung und sollen per Image-Transfer die positiven Attribute auf die Marke HEAD übertragen. Die Studioaufnahmen überzeugen dabei durch ihre überraschend archaische Anmutung. Eins ist gewiss. Zwischen den unzähligen lächelnden Sonnyboys und -Mädels fällt dieser Bildtypus auf.

Die Bildmarke wurde behutsam überarbeitet. Die Bogenenden wurden gekappt. Dafür hat die Form nun mehr Volumen. Als neue Corporate Farbe wurde Orange eingeführt. Ähnlich wie Mercedes hatte HEAD bereits im Frühjahr eine Trennung von Bild- und Wortmarke eingeführt.
Vor allem die “grobe” Bildsprache der Sportlermotive finde ich sehr reizvoll und identitätsstiftend. Vollkommen undynamisch verharren sie in einer ernsten, manchmal grimmigen Mimik. Wunderbar ausgeleuchtete, künstlerische Porträts sind das. Bis die überarbeitete Bildmarke in ihrem neuen eigenständigen Auftreten erkannt wird, braucht es allerdings einige Jahre.
- www.head.com
- A Brand New HEAD / head.com






“Für Käufer gut zu gebrauchende Produkte anbieten.”
Schöner Satz. Ich gehöre zu dieser Zielgruppe. Und gehöre damit auch gleichzeitig zu einer Minderheit, die beim konsumieren strikt auf den Kern des Produktes achtet, als auf die Markenstarlight-Express Effekte drum herum.
Fakt ist, in technisch vergleichbaren Märkten bei minimaler Qualitätsunterschieden oder nur für den Profi ersichtlichen Unterschieden, flankieren eben emotionale Markenhülse die Produkte unter erhöhtem Wettbewerbsdruck. Klingt nach BWL-Marketer Geschwätzt, ist allerdings nur leider so.
Insofern finde ich die Ausrichtung und behutsame Überarbeitung von HEAD stimmig und stark.