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32 Poster zur FIFA-Weltmeisterschaft in Brasilien

FIFA WM 2014 PosterQuelle: ESPN, Illustrator: Cristiano Siqueira

Schon mal langsam warmlaufen. 32 Poster zur FIFA Weltmeisterschaft, entworfen vom brasilianischen Illustrator Cristiano Siqueira.

Der us-amerikanische Sportsender ESPN hatte Siqueira beauftragt, die 32 Fußballmannschaften, die in drei Wochen in Brasilien antreten werden, illustrativ in Szene zu setzen. Nebenbei gesagt, ein schöner Auftrag.

In Zuge dessen wird deutlich, dass das deutsche Team im Grunde keinen richtigen Spitznamen respektive Kampfnamen hat. In Sachen Emotionalität und Spannung kann „Die Mannschaft“ zudem mit den anderen Nationen nicht wirklich mithalten. Wieso überhaupt „Die Mannschaft“ und nicht „Die Nationalmannschaft“? Aber egal. Auf dem Platz darf Mesut Özil jedenfalls gerne etwas dynamischer jubeln.

FIFA WM 2014 Poster

Alle 32 Poster sind zu sehen unter…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 28 Kommentare

  1. Um hier uneingeladen hinein zu klugscheissen: Die Frakturschrift war im Dritten Reich verpönt und wurde in allen Schriften der Partei NICHT verwendet. Fraktur galt als “welsch” und französisch. Was historisch gar nicht ‘mal falsch ist.
    Das Drittreichigste für mich ist die Verwendung von Primärrot, Schwarz und Weiss – wie in der Hakenkreuzflagge…

  2. Ich finde schon, dass man deutschen Nationalismus auch mit der damit verbundenen Schrift darstellen sollte. Der Abstand zwischen f und t ist allerdings grauenhaft.

  3. Dass viele Leute die Fraktura mit dem dritten Reich verbinden, hat seine Begründung. Die Fraktura wurde tatsächlich von der nationalsozialistischen Führung aufgrund ihres historischen Urpsrungs verboten. Allerdings ist dies nur sehr langsam bei den vielen politischen Organen, Behörden etc. angekommen, so dass in der Praxis die Fraktura noch sehr häufig eingesetzt wurde. Deshalb haben die Alliierten nach Ende des Krieges die Fraktura ironischerweise für eine nicht unwesentliche Zeitspanne ebenfalls verboten.

    Bei der Farbgebung würde ich nicht das dritte Reich assoziieren, in dem die Signalfarbe rot sehr präsent war. Die Farbgebung erinnert viel mehr an die preußische Flagge. Neben der Namensgebung ebenfalls ein Verweis, auf die deutschen bzw. preußischen Tugenden.

    Zum Thema selbst: Ich finde die Plakate sehr gelungen. Ein einheitlicher Stil, aber trotzdem sehr unterschiedlich und zum Teil sehr spannungsgeladen.

    1. Ich könnte mir vorstellen, die Alliierten haben die Fraktur nicht wegen der altdeutschen Anmutung verboten, sondern weil diese bei Amtsschriften gerade von den Alliierten schwer zu lesen war. Sehr viele haben zu dieser Zeit sogar noch eine frakturelle Handschrift in der Schule erlernt.

    2. @ Marc: korrekt: Die Fraktur – oder besser die Textura – war lange im Einsatz in Deutschland, obwohl der Rest von Europa längst auf die Antiqua gesetzt hat. Das haben die Nazis mitbekommen und aus Furcht, dass die deutschen Schriften nicht mehr international gelesen werden können, haben sie »entdeckt«, dass die »Schwabacher Judenletter« ein Teufelszeug der Juden ist, auf das die Nazis dummerweise reingefallen sind und gefälligst eliminiert gehört. Diese Erbe trägt die Fraktur, die Textur, die Rotunda und alle anderen bis heute leider mit sich.

  4. …mir fehlt hauptsächlich der Unterkörper von Özil. Wie soll der denn so Tore schießen?
    Soll wohl ein versteckter Hinweis auf den Zustand der MANNSCHAFT sein, oder?

  5. Vielen Dank für den Beitrag!
    Leider kann ich unter dem Link nicht die 32 Poster finden. Sind die auf der Seite einfach nur gut versteckt, stelle ich mich dumm an oder wurden die Poster herunter genommen?

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