100 x Otl Aicher

100 x Otl Aicher

Auf meinem Tisch liegt das kürzlich erschienene Buch „100 x Otl Aicher“. Das Buch präsentiert erstmals eine Zusammenstellung von charakteristischen Zitaten aus Aichers weniger bekanntem Gesamtwerk als Autor und kritischer Kommentator des Zeitgeschehens. Und es zeigt exklusiv eine Auswahl besonderer Augenblicke seiner Arbeit als Fotograf. Für dt-Mitglieder steht ein Gratisexemplar bereit. #Verlosung

Otl Aicher (1922–1991) war einer der bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Gestalter im 20. Jahrhundert. Seine bis heute prägenden Leistungen im Bereich von Erscheinungsbildern, Zeichensystemen und Schriftentwürfen sind vielfach dokumentiert und gewürdigt worden. 1953 gründete Aicher die Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG). Das unter seiner Leitung an der Hochschule entstandene visuelle Erscheinungsbild von Lufthansa gilt heute als eine der wegweisenden Corporate-Design-Lösungen des 20. Jahrhunderts.

Bernd Kreutz, ehemals Assistent von Otl Aicher, später Unternehmensberater, Werbetexter, Grafiker, Kommunikationstrainer und Schöpfer u.a. der Strommarke Yello, hat 100 Zitate und Fotografien im Format eines Ringbuchs zusammengetragen. Aichers Credo „Denken beim Machen“, so Kreutz, sei heute aktueller denn je. 100 Seiten, die in Zeiten von Echtzeitkommunikation entschleunigend wirken und zum Denken anregen. Das Ringbuch ist im lokalen Buchhandel für 29 Euro bestellbar (ISBN: 3982143373).

Verlosung

Für dt-Mitglieder steht ein Gratisexemplar bereit. Wer bis zum 19. Oktober 20:00 Uhr einen Kommentar hinterlässt, nimmt an der Verlosung teil. Die Teilnahme an der Verlosung setzt eine dt-Mitgliedschaft voraus. Alle dt-Mitglieder nehmen automatisch an der Verlosung teil. dt-Mitglieder, die an dieser Stelle einen Kommentar hinterlassen, haben eine dreimal höhere Gewinnchance.

Mediengalerie

22 Kommentare zu “100 x Otl Aicher

  1. Ich würde mich über das Büchlein sehr freuen.
    Leseempfehlung an alle, die mehr über Aicher als Mensch erfahren wollen: In seinem Buch “innenseiten des kriegs” beschreibt er sein Leben in der Nazizeit, und wie er es als Soldat schaffte, “moralisch unbeschädigt aus den schreckensjahren hervorzugehen” (Verlagstext).

  2. Die Konservativen in Frankreich nutzen die Rotis. Otl Aichers Sohn hat mir einmal dazu gesagt, dass sein Vater sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen würde.

  3. OTL Aicher war einer der interessantesten Gestalter im Nachkriegs-Deutschland. Sein Anspruch war es, Gesellschaft zu verändern. Das Buch interessiert mich sehr.

  4. Mein Arbeitgeber verwendet ebenfalls die Rotis, ich bin kein Fan (mehr). Interessant finde ich die Geschichte, dass die Rotis ohne Versalien entworfen wurde, da Aicher die damit verbundene Hierarchie zuwider war (sinngemäß wiedergegeben). Genau so sieht man die Schriftart ja auch in der Metro im Bilbao. für die sie entworfen wurde. Irgendwann gab es die Versalien dann doch – für mich der schwächste Teil der Schriftart. Mich nervt sie mittlerweile, sehr in den 90er verhaftet und ist gerne auf Medikamentenpackungen bei etwas älteren Museum und Co. zu finden.

    • Bitte gerne korrigieren falls ich falsch liege, aber meines Wissens nach wurde die Rotis für einen Verlag geschnitten und nicht für die Metro in Bilbao. Nicht zuletzt, da die Metro gebaut wurde, als Aicher längst tot war.

      Was allerdings stimmt, ist der Punkt mit den Majuskeln. Aicher hat sie im Nachgang nur widerwillig eingesetzt, da der Verlag im Auftrug, wenn er für eine ganze Schrift bezahlt, ihm auch eine ganze Schrift zu schneiden.

      Meines Erachtens nach sieht man in den Großbuchstaben eine gewisse Lustlosigkeit Aichers, diese zu gestalten. In dem Sinne ist es für mich immer komisch, Logos in Versalien in der Rotis zu sehen, da dies ja genau konträr zum Willen von Aicher ging. Bulthaup hat es da besser gemacht.

      Zum Thema sich dran sattsehen, würde ich sagen, dass man die Schrift sehr behutsam benutzen muss und diese sehr viel Fingerspitzengefühl braucht, um gut auszusehen. Da ist viel sorgfalt gefragt, weil sie nicht viel verzeiht. Dann sieht sie auch gut aus. Sie wird oft gesperrt, was beispielsweise gar nicht geht.

      • Ok, du könntest recht haben. Allerdings hat die Metro Bilbao bis heute korrekterweise keine Majuskeln (auf den Stationschildern, ansonsten nicht sicher) und ich finde die Anwendung in diesem Kontext recht elegant. Deutet zumindest darauf hin, dass die Entscheidung sehr früh gefallen ist. Lt. Wikipedia gab es schon 1988 den Wettbewerb zur Gestaltung der Stationen, ebenfalls 1988 soll die Schrift das Licht der Welt erblickt haben.

  5. 100 x Otl Aicher – das wäre spannend!

    Seit mir mein Typoprof an der FH für Gestaltung damals die ROTIS ans Herz legte – ich mich mit dieser Schrift aber nicht so recht anfreunden konnte – ist mir Otl Aicher ein Begriff.

    Allerdings kenne ich kaum Zitate von Otl als Autor!
    Von daher =) …

  6. **************************************
    Ich habe soeben die Verlosung vorgenommen.

    Das Gratisexemplar „100 x Otl Aicher“ geht an:
    Cornelius

    Herzlichen Glückwunsch!

    Hier einmal der besseren Nachvollziehbarkeit wegen das Prozedere, nachdem derlei Verlosungen von mir durchgeführt werden.

    1. Zunächst importiere ich per CSV-Datei die Liste der Steady-dt-Mitglieder und öffne diese in Numbers.

    2. In der Numbers-Liste pflege ich nachträglich die Adressen der dt-Mitglieder, die diesen Beitrag kommentiert haben, zusätzlich zweimal ein. Somit ist die Chance zu gewinnen für dt-Mitglieder, die hier kommentieren, drei mal höher als für alle anderen dt-Mitglieder. Kommentare von Nicht-dt-Mitgliedern werden bei der Verlosung NICHT berücksichtigt.

    3. Anschließend wird in der Numbers-Liste je Zeile/Teilnehmer eine Zufallszahl eingefügt, sodass sich die gesamte Tabelle nach dem Zufallsprinzip sortieren lässt.

    4. Im letzten Schritt lasse ich mir von Siri eine Zufallszahl mit den jeweils geltenden Parametern ansagen, im konkreten Fall lautete die Abfrage: Siri, nenne mir EINE Zahl zwischen 1 und 178. Heraus kam 131. In der mit dieser Zahl ausgewiesenen Tabellenzeile befindet sich der Name des Siegers. Et voila: diese Mal darf sich Cornelius freuen.

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