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Welches Zeichen symbolisiert am besten die Menschenrechte?

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Human Rights Logos

Egal, was am Ende bei der Aktion herauskommen wird – über 15.000 Einreichungen und eine recht hohe Aufmerksamkeit kann man bereits als eine erfolgreiche Kampagne bezeichnen. Bei dem Anfang Mai lancierten globalen Kreativ-Wettbewerb wird eine Zeichen gesucht, das für „Menschenrechte“ steht. Aus einer schier unüberschaubaren Anzahl von Entwürfen haben die für die Aktion akquirierten Experten nun etwa 175 Zeichen ausgewählt, von denen ich mir wiederum 9 Logos herausgesucht habe, die auf unterschiedliche Weise ihren Reiz haben. Natürlich ähneln sich die Ideen und Themen und es wiederholen sich auch die daraus resultierenden Zeichen. Allerdings gelingt es sehr vielen Kreativen, eigene Interpretationen etwa von ausgebreiteten Armen, einer Faust oder zwei sich ergänzenden, stilisiert dargestellten Menschen zu liefern.

Mir persönlich fehlen beim Blick auf die Einreichungen die etwas spröderen Entwürfe. Entwürfe, bei denen ein Pinselstrich, etwas Skizzenhaftes oder eine Handschrift das Logo prägt. Mehrheitlich finden sich sehr klare, fein ausgearbeitete Vektorformen, die hier und da doch etwas zu technisch und klinisch kühl rüber kommen. Aber keine Frage, es gibt auch eine Vielzahl toller Arbeiten unter den Einreichungen. Gerade auch Lösungen, in denen die Herleitung dargestellt ist, können überzeugen.

Noch bis morgen, dem 05. August 2011, läuft die Abstimmung. Auch wenn am Ende keines der Zeichen annähernd eine so hohe Akzeptanz erreichen werden wird, wie etwa das Peace-Symbol – so jedenfalls meine Vermutung –, ein Abstecher und ein Blick auf die Einreichungen lohnt sich in jedem Fall, schon der Inspiration wegen

Wer mag, wählt schon einmal vorab seinen Favoriten aus den hier gezeigten Entwürfen. Wer lieber die Logos vor Ort durchstöbern möchte, für den habe ich noch diesen Entwurf, der einen schmunzeln lässt, weil er als Anwärter für den „Phallic Logo Award 2011“ sicherlich gute Chancen hätte.

Welchen Zeichen hat die besten Chancen, sich als Logo für die "Menschenrechte" zu etablieren?

  • 9 (32%, 758 Stimmen)
  • 7 (28%, 662 Stimmen)
  • 1 (11%, 266 Stimmen)
  • 4 (8%, 195 Stimmen)
  • 2 (5%, 129 Stimmen)
  • 5 (5%, 122 Stimmen)
  • 8 (4%, 98 Stimmen)
  • 6 (4%, 93 Stimmen)
  • 3 (3%, 67 Stimmen)

Abgegebene Stimmen: 2.390

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3

31

93 Kommentare

  1. Von den 9 Entwürfen gefällt mir das letzte definitiv am besten. Meiner Meinung nach ist die stilisierung in diesem Logo einfach am cleversten gelößt.
    Allerdings bleibt eine Frage: Was zum Henker sucht Roland Emmerich in dieser Jury???

  2. Hmm… schwierig, so komplett vom Hocker reißt mich keins. Beim 9. seh ich zuerst eine Schleife und das erinnert mich eher an die AIDS-Sache. (Ja ich weiß, dass soll eher ein Männchen sein)
    Ich hab mal für 7 gestimmt, auch wenn ich der Meinung bin, dass das besonders im kleinen nicht als Logo funktioniert.

  3. Mir fehlt bei den meisten Logos die zeitlosigkeit, viele sehen so aus als müssten sie alle paar Jahre durch ein Redesign und sowas passt nicht zu etwas nachhaltigem wie den Menschenrechten.
    Habe mich für die Nummer Fünf entschieden, weil es mir ganz spontan von den vorgestellten am besten gefiel. Vielleicht wegen der stilisierten Freude und der Nähe zu einer “Waage” die alle MEnschen auf eine Stufe stellt.

    Bei Logo 4 würde sich Toyota sicherlich sehr freuen :D

  4. Bei Nummer 9 hab ich irgendwie ganz zuallererst eine 82 gelesen… mal ab von den Regeln einer guten Logogestaltung (gerade im Hinblick auf die Reproduzierbarkeit) sagen mir 6 und 7 sehr zu. Dass die 7 im (mittel)kleinen funktioniert, kann man hier sehen – allerdings hat es für mich zugleich auch ein bisschen was Negatives, weil ich irgendwie die krude Assoziation von einer Fliege habe, die von einem Daumen zerdrückt wird. Einen Fingerabdruck hinterlassen ist schön und gut, aber es deutet für mich halt nur bedingt Gemeinschaft, Zusammenarbeit, gleiche Rechte und so weiter an. Allerdings find ich die Typo super!
    Die Nummer 6 könnte man ebenfalls negativ auslegen (die Figur oben links entfernt sich von Figur rechts – wird weggezogen o.ä.), allerdings deutet es für mich mehr das gemeinsame Streben, mitunter Demonstrieren / Kämpfen für Menschenrechte an, von daher mein Favorit… auch wenn man hier dann an der Typo noch einiges machen kann ;-)

  5. Die 7 finde ich absolut nicht gut. Es ist zwar eine nette Idee mit dem Abdruck und der Weltkarte darin, allerdings erinnert mich das eher an internationale Kriminaltechnologie o.ä.

    Den restlichen Logos kann ich auch nicht so viel abringen. 1 und 4 sind schlappe Ideen und mir fehlt die Kreativität. 2 und 5 sind mir zu technisch angehaucht und die 3 zu langweilig. 6 ist fast genauso schlecht reproduzierbar wie die 7, wirkt aber dazu noch dreckig (mir gefällt dieser Grunge-Stil nicht).

    Also Fazit: Mein Favourit ist die 9

    Es ist sehr schlicht und erfüllt seine Funktion. Die Stilisierung gefällt mir besonders gut, weil die beiden Komponenten so schön “flüssig” ineinander laufen. Es ist mir von allen Logos als erstes aufgefallen – durch die Einfachheit und die Umsetzung der Idee.

    Auch im Einsatz würde sich dieses Logo bewähren. Es ist auf jedem Medium reproduzierbar und verliert auch im kleinen Maßstab nicht seinen Charakter.

  6. Die 7 überzeugt. Menschenrechte sind nicht unbetingt herzig, sondern etwas vom Menschen gemachtes. Schmierstoff für das soziale Zusammenleben. Daher sind die Elemente menschlicher Fingerabdruck, der die Welt (über-)formen soll und die Schreibschrift passend. Denn die Menschenrechte sind genauso wie die Schrift eine Kulturleistung.

  7. Mein Favorit ist auch die Nr. 9. Aber ich bin zu müde oder einfach zu blöd, auf der Humanrightslogo-Webseite das Logo bei der Expertenauswahl zu finden und auch dort abzustimmen. Hat jemand einen direkten Link oder die ID? Danke…

  8. Also Nummer 9 finde ich zu verspielt. Menschenrechte ist ein sehr ernstes und nicht zu vernachlässigendes Thema. Es gibt immer noch viel zu viel Leid und Elend auf der Welt, aber das ist jetzt ein anderes Thema. Ich finde, Logo Nummer 1 passt dazu am besten. Das schützende Schild um den Menschen ist wohl Hauptgrund für diese Entscheidung. Außerdem gut: “rights” hervorgehoben.

  9. Die Nummer 7 ist am prägnantesten. Leider ist die Typo noch ausbaufähig – wahrscheinlich sogar die ganze Umsetzung. Aber die Idee mit dem Fingerabdruck finde ich am stärksten.

  10. Meiner Meinung nach ist ebenfalls die Nummer 9 am besten – prägnant, zeitlos, vielseitig einsetzbar und es kommt ganz ohne Verläufe aus, was ich auch mal ganz angenehm finde. 1, 2, 3, 4, 5 und 8 sind mir eindeutig zu unemotional, technisch und sehen irgendwie mehr wie Firmenlogos von Fairtrade-Unternehmen aus. Nummer 6 hat für mich etwas von olympischem Kunstturnen oder so. An Nummer 7 scheidet sich mein Geist. Auf den ersten Blick fand ich es ganz furchtbar, so nach und nach beschleicht mich eine gewisse Wirkung, die ich aber nicht ganz in Worte fassen kann. Der Fingerabdruck als etwas, das den Menschen ganz technisch zum identifizierbaren Individuum macht … in Sachen Menschenrechte vielleicht nicht ganz geeignet.

    Letztenendes fehlt mir bei allen Entwürfen (nicht nur bei obenstehenden, sondern auch bei den allermeisten auf der Logo-Seite) das Markante und Provokante. Sie sind mir zu brav und zu euphemstisch. Sie haben nicht das Geniale des AI-Logos, das in hervorragender Weise Unterdrückung und Hoffnung symbolisiert. Die Menschenrechte mussten und müssen gegen die Macht von Regierungen, Tyrannen und Wirtschaftsinteressen durchgesetzt werden, da liegt einiges an Symbolik begraben, die man schön verwursten könnte, denke ich.

  11. Spontan überzeugt mich keins, deshalb Ausschlussverfahren

    Das erste ist zu sehr CND-Logo.

    Zwei ist simpel und clever bezieht seine Kraft aber auch aus der Kombination mit dem Hintergrund.
    Da gibt es immer Abbildungsgrenzen.

    Drei ist mir zuviel Friedenstaube.

    Vier ist freundlich und inhaltsleer.

    Fünf ist sehr oldschool aber kämpferisch und damit alleine in der Aussage
    (Das macht es zwar nicht groß- aber einzigartig)

    Sechs ist mir zu nachwuchslastig.

    Sieben ist verkopft und verfummelt. Der Daumenabdruck steht für Einzigartigkeit und ist damit dem Gleichheitsgedanken diametral gegenläufig.

    Acht ist lieb – und harmlos.

    Neun tänzelt mir auch zu sehr auf dem wir-haben-uns-alle-lieb-Gedanken herum.
    Haben wir nicht! Aber trotzdem haben wir alle die gleichen Rechte.

    Grafisch sicher kein Knaller, aber inhaltlich liegt mir die Fünf am meisten.

  12. Wow, das nenne ich mal viele gute Einreichungen. Ich bin ganz überwältigt.

    Unter den von Dir selektierten ist sicherlich die 9 weit vorne mit dabei. Die 2 finde ich interessant, da sie einerseits Menschen darstellt und andrerseits Ketten.

    Ich fand von Ansatz bzw. der Umsetzung auch folgende noch ganz schön:

    EDIT: Meine Linkliste wurde als SPAM interpretiert, weswegen ich sie nicht
    posten kann. Daher hier nur die Einreichungs-IDs. Diese bitte hinter dem
    Link »http://humanrightslogo.net/ideas/00000« mit der 00000 tauschen.

    30025, 24181, 15246, 13552, 34164 (links), 15012, 13732

  13. Die hier favorisierte Nummer 9 mit dem Herz ist mir zu kitschig. Bei den Menschenrechten geht es nicht darum, sich gegenseitig lieb zu haben. Ich assoziiere das eher mit einer Online-Partnerbörse.

    Nummer 7 (Fingerabdruck + Weltkarte) ist für mich die beste Idee. Es kommuniziert in Verbindung mit dem Text die weltweite Gültigkeit der Menschenrechte für jeden einzelnen, individuellen Menschen. Die Typo hat in jedem Fall Optimierungsbedarf. Auch die grafische Umsetzung erscheint noch ausbaufähig.

  14. Ich muss sagen, hier wurde eine gute Vorasuwahl getroffen. Wenn man sich nur die erste Seite der Einreichungen anschaut, muss man doch feststellen, dass da auch einige merkwürdige Sachen mit dabei sind. Diese neun Entwürfe stellen in meinen Augen einen Schnitt der gelungeneren Entwürfe dar.

    Für mich funktioniert als prägendes Zeichen am besten Nummer vier. Denn der Bezug eines Herzens, wie er bei der Nummer neun hergestellt wird, zu Menschenrechten ist mir zwar klar, ich würde ihn aber nicht herstellen wollen. Dafür ist das Herz meiner Meinung nach zu sehr als “Liebe” zu verstehen. Dafür besteht diese Symbolik bereits zu lang.

  15. Nummer 9 finde ich denkbar ungeeignet: Menschenrechte haben nicht, aber auch gar nichts mit der durch das Herz ja wohl angesprochenen “Nächstenliebe” zu tun. Menschenrechte kommen erst dann ins Spiel, wenn ein Mensch von den Nächsten eben nicht geliebt wird, dann müssen seine Rechte geschützt werden.

    Menschenrechte, das bedeutet für mich keine Verpflichtung, alle anderen Menschen (streng genommen auch: überhaupt irgendeinen Menschen) zu lieben. Menschenrechte, das bedeutet, gewisse Grundrechte jedem zuzugestehen, so scheiße ich ihn, sein Wesen, seine Welt auch finde.

    Das Konzept der Menschenrechte steht nicht für Liebe, auch nicht, wie in einigen anderen verfehlten Entwürfen, für Zusammenhalt, sondern einfach nur für Schutz.

    Das ließe sich interkulturell verständlich mit einem Dach über einem Menschen verdeutlichen. Alles darüber hinaus ist christlich verbrämte Überinterpretation.

  16. Was mich bei Nr. 5 überzeugt ist neben der “Waage-Symbolik” für Gleichheit und Gerechtigkeit auch die Zweideutigkeit. Wenn man will, kann man hier auch ein Auge erkennen, dass vielleicht über die Menschenrechte “wacht”!?

  17. @ Moshe: Dass ein solches Logo jenseits von “christlich” und sonstwie religiös stattfinden muss, unterschreibe ich absolut. Dennoch fände ich den rein intellektuellen Weg auch nicht richtig. Ein solches Logo sollte meines Erachtens nach nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch deutliche Emotionalität verbreiten. Schließlich sind die Empfänger nicht die Betroffenen, sondern wir, die Menschen in den reichen Industrieländern, an deren “Nächstenliebe” plädiert wird.

  18. Hi,

    ich finde, dass man ein Logo für Menschenrechte wirklich mit dem Zeh in den Sand malen können muss. Nach diesem Kriterium fallen mindestens Nummer 7 und 2 raus. Aus der Auswahl finde ich Nummer 1 und 9 am besten. Habe ich bei 3 die Idee nicht verstanden? Meine erste Assoziation war Aral-Tankstelle.

    Folgende Einreichung sagt mir auch sehr zu: http://humanrightslogo.net/ideas/15314

    Gruß,
    Christian

  19. Nummer 1 ist sehr zeitlos und benötigt auch in vielen Jahren kein Relaunch. Dies ist ein Zeichen, das jeder nachmalen kann – ähnlich wie das Peace-Symbol. Keine Wellen, nur gleiche Stärken, daher perfekt geeignet. Es sieht hier nur etwas gruselig aus, weil es das einzige schwarze Symbol da oben in der Ecke ist. Wäre es auch in Blau, würde es gleich freundlicher erscheinen.

    Viele der anderen Entwürfe sind aber auch sehr gute Arbeiten. Aber diese eignen sich eher als Logo für ein Unternehmen, weniger für ein Zeichen, das jeder verstehen soll.

  20. Zum Hintergrund: Schon im Briefing für diesen Wettbewerb steht, dass dieses Zeichen weltweit von allen Menschen in allen denkbaren Situationen genutzt werden soll. also z.B. auch als Graffiti oder eben mit dem Fuß in den Sand gezeichnet. Als Referenz hierfür wurde bewusst auf das Peace-Zeichen oder das Herz verwiesen. Daher sind alle Kommentar, die sich an Details verlieren, nicht zielführend. Die Herzform wird z.B. nie ein Redesign benötigen ;-) Und vor Allem, es bleibt immer ein Herz, egal wie man es umsetzt, dick, dünn, als goldener Anhänger etc. Nebenbei: Mein Favorit ist auch die 9.

  21. Ich sehe zwar auch die Friedenstaube in der 3, aber hauptsächlich hat das Zeichen für mich den Anschein, dass da jemand per Anhalter mitgenommen werden möchte.

  22. Nr. 3 sieht aus wie eine Mischung aus Hand/Taube und Glühbirne! (ersteres ist natürlich beabsichtigt)

    Nr. 4 erinnert mich total an dieses FIFA-World-Cup-Logo.

    Nr. 8 sind zwei knutschende Männer.

    Persönlich gefallen mir Nr. 1 und Nr. 7.

  23. @28: falls Du auf die 9 anspielst, gebe ich Dir Recht. Ich bin grundsätzlich kein Freund von Vorschlägen, die mit einem schon bekannten Zeichen arbeiten (viele der 15000 Vorschläge haben einen Paragraphen, ein Herz, ein Gleichheitszeichen etc. als elementare Bestandteile), da hier die Menschenrechte nur einseitig ausgelegt werden, unpassende Konnotationen entstehen und man eigentlich nur an das Ursprungszeichen erinnert wird anstatt die Chance zu nutzen, die Zeichensprache evtl. um einen wertvollen Buchstaben zu ergänzen. Allerdings hatte ich hier ja nur die Wahl zwischen neun Vorschlägen ;-)

  24. Die Herzform find ich nicht so passend. Menschenrechte sind ja auch zu verteidigen, wenn es nicht um Herzlichkeit und Liebe geht (Auch wenns weh tut, siehe Gäfgen-Urteil von heute).

    Nr. 1 finde ich gerade wegen der Ähnlichkeit zum Peacezeichen und der Einfachheit ganz gut.

  25. Ich habe mich beim Voting für Logo nummer 1 entschieden. Ich fnde es schön simpel (Farbe und Aufbau, dieses Blau gefällt mir nicht sonderlich), ausserdem weiss man wegen der nähe zum Peacezeichen sofort worum es geht.

  26. Auch mir gefällt die Nummer 9 von den hier gezeigten Entwürfen am besten. Die Form ist einfach, einprägsam, sehr gut reproduzierbar und läßt einen gewissen Spielraum für Assoziationen, wobei der Gedanke der Nächstenliebe, der, meiner Meinung nach, sehr eng mit dem Thema Menschenrechte verknüpft ist, sofort ins Auge springt.

    Ich habe allerdings noch einen Entwurf entdeckt, der hier nicht vertreten ist, mich aber von allen, die ich bis jetzt gesehen habe, am meisten begeistert.

    http://humanrightslogo.net/ideas/13463

    Hier kommt der Gedanke des Schutzes, des übereinander Wachens sehr gut zum Asudruck, zumal es aus 2 einfachen und extrem ausdrucksstarken Elementen aufgebaut ist.
    Auch die Herleitung finde ich beachtenswert, allerdings sehe ich bei der Ausarbeitung noch Schwächen und Potential nach oben.

  27. Auf Anhieb gefiel mir auch keins…

    Aber nach längerem überlegen kommt nur Nummer 1 in Frage,
    denn das spiegelt das Thema besser wieder als alle anderen zusammen…
    Wäre das negativ auf rotem Hintergrund wie Nummer 6 wäre meine Entscheidung schon beim ersten Überfliegen gefallen.

    so nebenbei hatte ich großes Kopfkino als ich die anderen Logos versuchte habe zu assoziieren… dabei war der umgekippte LIKE-Daumen (3) und die beiden Po-Backen von Nummer 4 ganz vorne mit dabei.

    Gruß

  28. @dc Den von Dir genannten Entwurf 13463 finde ich ausschließlich in der Pinselumsetzung interessant, in der Vektorform finde ich die Lösung zu technisch und die Assoziation zu einer Unterhose einfach zu stark. Da mag die Herleitung noch so schön sein.

    Und zustimmen möchte ich auch noch einmal CJD67, der schrieb, dass Menschenrechte nichts „Herziges“ an sich hätten. Wer für Menschenrechte eintritt begibt nicht selten in Gefahr, denn dort wo sie eingefordert werden, sind öffentliche Forderungen nicht gern gesehen. Ich stelle mir vor, wie Demonstranten auf transparenten oder einem T-Shirt das Logo Nr 9 einer Front bestehend aus Soldaten oder Polizisten, die mit Helmen, Schlagstöcken und Schutzschildern ausstaffiert sind, entgegen hielten. Das erscheint mir surreal.

    Ich halte Nr. 1 für das kraftvollste Zeichen. Auch, wenn natürlich die Unterschiede zum Peace-Zeichen relativ gering sind. Aber sind Frieden und Freiheit nicht ebenso stark mit den Menschenrechten verwoben?

  29. Ein Blick hinter die Kulissen:

    Ich habe selbst am Wettbewerb teilgenommen, auch wenn ich absolut gegen Crowd-Sourcing bin – heute mehr als vorher. Der Zeitaufwand ist wesentlich höher, als man am Anfang denkt. Denn es geht nicht allein darum Zeit für eine Idee zu opfern, sondern diese auszubauen und fleißig Kommentare zu anderen Vorschlägen abzugeben, um ständig ebenfalls im Fokus zu bleiben. Hinzu kam noch, dass die Organisatoren wohl nicht mit dieser hohen Beteiligung gerechnet hatten, denn neben dem eigentlichen Zeitaufwand für genannte Tätigkeiten ging auch noch einiges an Wartezeiten drauf, bis der Server ansprach oder man musste mehrmals die Seite neu laden.
    Ganz nebenbei wurde natürlich hinter den Kulissen taktiert:
    1. Generell ein Problem mit Crowd-Sourcing: Starke soziale Vernetzwerkung = gleich viele Stimmen für die eigene Idee.

    2. Fleißig andere Teilnehmer mit PMs zuballern und um Stimmen für die eigene Idee bitten (was ich eher als eine Art Crowd-Spamming empfunden habe)

    3. Auf der Seite einer Idee in der Kommentarliste schreiben ,wie gut einem doch das Logo eines Teilnehmers gefällt aber ohne einen Like zu vergeben (vermutlich in der Hoffnung, dass dieser leichtfertig ebenfalls einen Like an den Kommentarschreiber vergibt).

    4. Kommentare hinterlassen , in denen auf die eigene Idee mit einem Link aufmerksam gemacht wird (Eigenwerbung, die zu Beginn der Veranstaltung noch getadelt wurde – bei späteren Einträgen dieser Art aber immer seltener.

    5. Aufgreifen schon vorhandener Ideen gefolgt von leichter Abwandlung aber mit besserer Präsentation (z.B. die hier schon diskutierte Nr. 13463. http://humanrightslogo.net/ideas/12033 war bereits vorher eingereicht).

    6. Selbst nicht über seinen eigenen Schatten springen können und bloß so wenig wie nötig Likes vergeben und wenn, dann nur für Ideen, die weit weniger Stimmen haben, als man selbst (Geht meiner Meinung nach überhaupt nicht – gerade bei so einem Thema. Man darf nicht bloß Unterstützung erwarten, sondern sollte selber unterstützend sein).

    Abschließend hätte ich mir von den “Experten” auch etwas mehr Engagement und Fachwissen erwünscht. Einige haben für keine einzige Arbeit gestimmt, andere haben grundsätzliche Fragen (z.B. einfache Reproduzierbarkeit) völlig außer Acht gelassen. Meiner Meinung nach hätte jeder Experte seine persönliche Top 100 Liste zusammenstellen müssen. Nur damit ich nicht missverstanden werde – ich schreibe das, obwohl ich von den Experten gewählt wurde und nicht aus Frust darüber, dass ich nicht in deren Auswahl gekommen bin.

    Rückblickend habe ich kein Problem damit dass ich meine Zeit in ein soziales Projekt wie dieses gesteckt habe, aber für Unternehmen käme das für mich auf gar keinen Fall in Frage. Von daher war es eine interessante und lehrreiche Erfahrung.
    Trotz kleiner “Socail-Network-Fangemeinde” werde ich meine Platzierung unter den ersten hundert wohl bis morgen noch halten können (auch wenn es im Moment wie auf ebay zuzugehen scheint). In der Phase danach bin ich froh, dass eine Jury die ersten zehn auswählt.

    Mein persönlicher Spitzenreiter ist übrigens dieser hier:
    http://humanrightslogo.net/ideas/17051

  30. Ich finde es ungemein schwer, das Thema darzustellen.
    Nr. 2 gefällt mir am besten (vor Nr. 9): die Diskrepanz zwischen dem menschlichen Umarmen/Zueinanderstehen und der zwangsweisen Fesselung durch die Kettenglieder.

  31. Ich empfinde die meisten Logos als viel zu „kompliziert “ und zum Teil auch zu modisch. So ein Zeichen sollte man nachts in 5 Sekunden an eine Hauswand pinseln können oder in eine Gefängnismauer ritzen. Da sind feine Strukturen wie in der 7 oder Farbverläufe oder perspektivische Darstellungen wie in der 6 doch eher unpassend.
    Wenn man die Collage nur 5 Sekunden lang anblickt, wird man nach einer Woche die 1, die 5 und vielleicht noch die 4 halbwegs wiedererkennbar reproduzieren können, und deshalb halte ich sie für die stärksten Logos.
    Vor diesem Hintergrund würde ich in den „fein ausgearbeitete[n] Vektorformen“ auch eher EINE Darstellung der Idee sehen. Das zitierte Peace-Zeichen, das Anarchisten A im Kreis oder das christliche Kreuz werden ja auch grenzenlos variiert, und bleiben dabei doch immer wiedererkennbar. Sie sind robust gegen Transformationen.

  32. nummer 9 ist der kracher – supergeil. hammer. fett. genial.
    nummer 7 kommt dannach. super.
    nummer 1 als drittes.

    so wurde auch komischerweise hier gevotet. :)

  33. Noch 19 Stunden – oder Angriff der Sozialnetzwerker

    Wie so oft bei solchen Wettbewerben entscheidet sich nicht selten das Schicksal einer Idee nach deren Beliebtheit sondern nach der Beliebtheit und Bekanntheit des Urhebers.
    Und so ist nun auch aus diesem Wettbewerb zum Teil ein Wahlkampf geworden.
    Schaut man sich beispielsweise mal die Top 300 an und sortiert diese nach dem Datum der Einreichung so kann man feststellen, dass einige Teilnehmer zwar gerade einmal weniger als eine Woche dabei sind, jedoch während dieser Zeit mehr Stimmen gesammelt haben, als andere über die letzten drei Monate mit nicht selten wesentlich besseren Ideen und Erarbeitung. Ein Klick auf Personen hinter den Kommentaren bei solchen Last-Minute-Ideen lässt erahnen wie gering der Anteil an Teilnehmer-Likes im Gegensatz zu Sozialnetzwerkanhänger-Likes ist, da häufig nur ein Like von diesen Anhängern vergeben wurde. Ich persönlich finde es schade, wenn dadurch Teilnehmer aus den Top 100 verdrängt werden, die sich viel Mühe in den letzten Wochen gegeben haben und mit einer guten Idee aufgrund fehlender Internet-Freundschaften nun ins Abseits gedrängt werden.
    Dies ist leider eine Entwicklung, die seit Beginn der Veranstaltung von einigen Teilnehmern befürchtet und angesprochen, der jedoch vom Veranstalter nichts entgegengesetzt wurde – schade.
    Wenn also jemand noch selbst abstimmen möchte, kann ich als Teilnehmer nur darum bitten, sich nicht allein mit der Idee zu beschäftigen, sondern auch mit dem Sozialverhalten der Person, die dahinter steckt, denn schließlich geht es bei diesem Wettbewerb auch um Menschlichkeit und Fairness.

  34. Hallo,

    ich bin Neuling hier, aber ich versuch’s mal mit meinem Kommentar ;-)

    … Dass Nr. 9 im Moment beim Ranking vorne steht, kann ich nicht so sehr nachvollziehen!
    Es sieht zwar nett und lieb aus mit dem Mensch und dem umschlungenen Herz, aber ich finde, inhaltlich passt es eher nicht. Es geht ja um MenschenRECHTE und nicht um Recht auf Liebe o.ä…Klar wäre es schön, wenn das Recht auf Liebe und Nächstenliebe auch ein dem Menschen zustehendes Recht wäre, aber das lässt sich wohl nicht im Gesetz verankern!!

    Dagegen passt Nr. 5 inhaltlich sehr gut, es verkörpert:

    GLEICHHEIT, GLEICHBERECHTIGUNG (Männchen sieht aus wie eine ausgeglichene Waagschale),

    FREIHEIT (Mensch kann seine eigene Individualität ausleben; zeigt sich bei dem Männchen durch das Ausstrecken der Arme in “Richtung Freiheit”; sowohl sozial als auch politisch! Auch Meinungsfreiheit, Pressefreiheit usw…),
    SCHUTZ (Mensch wird geschützt durch die über einem ausgebreiteten Arme; Männchen stellt den Rechtsschutz dar, Schutz vor Folter, Schutz von Familien usw.)

    Das Männchen wird als Piktogramm (=weder männlich noch weiblich) dargestellt, es ist ein Symbol für ALLE Menschen, es werden nicht bestimmte Gruppen oder Geschlechter bevorzugt. Es steht für die UNIVERSALITÄT der Menschenrechte, also ALLGEMEINGÜLTIGKEIT.

  35. Diese “hast du viele Freunde/Fans/Likes/Stimmen etc. in sozialem Netzwerk X, hast du den Sieg sowieso schon fast in der Tasche” Geschichte nimmt mitlerweile absolut überhand. Nicht nur im Designbereich.
    Alles und Jeder nimmt an irgendwelchen Online-Votings teil und ich werde nahezu täglich mit nem halben Dutzend Bitten “doch auf X für Y zu voten, geht auch ganz schnell” zugeballert und finde es schlicht gesagt zum kotzen!
    Schlimmer allerdings ist das man sich dem kaum noch Verweigern kann. Wer bei solchen Sachen nicht teilnimmt ist irgendwie komisch, ein Spießer und es wird einem schon fast übel genommen wenn man sich diesem Wahnsinn entziehen will.
    Selbst hat man auch keine Chance mehr an irgendwelche kleineren- oder wie hier- größeren Sachen ran zu kommen weil 2011 soviele Projekte nurnoch über diesen elenden Voting-Mist funktionieren. Grau-en-haft.
    Das man dabei tendenziell noch mehr ausgenutzt wird wie es bei den sonst üblichen Wettbewerben mit Jury oder ähnlichem getan wird ist den meisten Teilnehmern dabei entweder nicht bewusst, oder schlicht egal. Traurig.

  36. @Achim:
    Deiner Kritik an dem von mir angeführten Entwurf kann ich nur zustimmen, aber ich habe ja auch auf deutliche Schwächen hingewiesen. Allerdings ohne diese näher zu benennen. Die Strichstärke und die Proportionen bei der Vektorform sind stark verbesserungswürdig, aber dennoch finde ich hier die Kernaussage von Humans Rights sehr gut eingefangen.

    Bzgl. des “Herzigen” bei dem hier favorisierten Etwurf Nummer 9: Auch wenn die Assoziation Liebe mit der Durchsetzung von Menschenrechten, die ohne Zweifel oft mit Gefahr für das eigene Leib und Leben einhergeht auf den ersten Blick surreal erscheint, so trifft sie in meinen Augen dennoch genau ins Schwarze, da das Mitgefühl und die Nächstenliebe hier die Grundmotivation darstellen. Warum sonst sollte man sich für andere Menschen und ihre Rechte einsetzen? Sicher nicht, weil einem schlichtweg langweilig ist ist, oder man einen Adrenalinkick sucht, indem man sich in Gefahrensituationen begibt. Nein, man macht es aus dem Bedürfnis heraus, anderen Menschen zu helfen.

    zu Entwurf 1: Hier ist es eben die große Nähe zum Peace-Symbol, die mich abschreckt. Es ist grundlegend die selbe Form, nur eben mit einem Punkt versehen, um die Person innerhalb des Kreises deutlicher hervorzuheben. Aber es ist und bleibt nunmal die gleiche Form. Frieden und Freiheit sind Grundrechte und bilden das Fundament der Menschenrechte, aber ich denke es ist dem Gedanken eines eigenständigen und sofort erkennbaren Symbols für eben Menschenrechte gegenläufig, wenn auf den ersten Blick eben “nur” Frieden assoziiert wird. Und nicht mehr. Daher sehe ich den Entwurf als nicht stark und eigenständig genug an.

  37. Platzierungen anschauen…
    …kann man sich übrigens, indem man unter Einreichungen (z.B. Top 300) die URL hinter sortby= “random” in “rating” ändert

  38. Für mich machts die Nummer 9. Nicht zu kompliziert, nicht zu kitschig, nicht zu technisch. Rein optisch gefällt mir die 7 am besten, aber wie gut reproduzierbar das in verschiedenen Einsatzzwecken wäre weiß ich nicht. Ganz schlimm finde ich ich die 2 und die 3. 2 könnte auch ein generisches Logo aus nem Template-Store sein und 3 empfinde ich einfach als ziemlich unruhig und unausgeglichen. Die 6 ist optisch auch ganz nett, aber wirkt mir zu hoffnungslos. So als müsse der Mensch seinen Rechten panisch hinterherspringen, anstatt für sie zu kämpfen oder für sie einzustehen.

  39. Die Nummer neun ist mein absoluter Favorit. Dieses Logo kann in jeder Sprache gelesen werden, Menschlichkeit oder Menschenliebe ist die Grundvoraussetzung, um genug Energie zu haben, die Menschenrechte auch umzusetzen. Dieses Zusammenwirken wird hier gut symbolisiert: beide Seiten zeigen eine gleiche Richtung und sind doch verschieden, für mich bedeutet dies, das man nicht gleich sein muss, sondern Individuum bleben darf- und dennoch die gleichen Rechte hat. Das Logo hat einen hohen Wiedererkennungswert ist einzigartig und kann leicht gezeichnet oder dargestellt werden. Gratuliere.

  40. Nummer 7 bringt für mich die meisten Assoziationen für Gemeinschaft und “Human Rights”… der biometrische Ausweis steht eh vor der Tür und jeder Mensch hat einen einzigartigen Fingerabdruck den wir auf unserer Welt hinterlassen… gefällt mir – sogar die Typo ist gut gewählt…

  41. Meine Persönlich Meinung ist, dass keines der Symbole wirklich funktioniert.
    Ästhetisch sprechen mich 7 und 9 am meisten an, aber das sollte bei der Findung eines guten Symbols erstmal nicht im Vordergrund stehen. Wenn man z. B. die 5 im Stil der 9 ausgearbeitet würde, würde sie sicher mehr Zuspruch erhalten.
    Die Farbwahl in Richtung blau bzw. cyan kann ich nicht nachvollziehen. Ich finde insbesondere bei der 7 sorgt sie für eine Klima/Wetter/Wasser-Assoziation. Hinzu kommt, dass ich sofort an den ökologischen Fußabdruck denke musste. Also mit einem anderen Text ein super Klimalogo mit dem Hinweis auf die individuelle Verantwortung.
    Am besten wäre, wenn alle Logos erstmal in schwarz und positiv gezeigt würden, dass würde schon einiges ändern. Zudem finde ich das Argument, welches jemand geschrieben hat, dass es so einfach sein sollte, dass man es an eine Wand sprühen kann, sehr richtig.
    Bekannte Symbole aufzuwärmen finde ich auch schwierig. Die Menschenrechte lassen sich nicht auf Frieden, Liebe oder das Christentum runter brechen.
    Bei der 9 überzeugt mich das Potential, dass man das Symbol endlos weiter führen kann. Aber wie gesagt: Menschenrechte = Liebe ist mir zu wenig. Trotzdem ästhetisch mein Favorit. Inhaltlich hat die 5 großes Potential aber die Umsetzung finde ich unzureichend.
    Ich geh dann mal auf die Suche unter den Top 300 …

  42. So ich habe mich durch allerlei Entwürfe gewühlt und bin zu folgenden Ergebnis gekommen.
    Ich denke eine flexibles Darstellung des Symbols ist der beste Weg, also eine neutrale, aber auch welche im Handmade-Look usw. Das gleiche gilt für die Farbe. Farben haben auf der ganzen Welt unterschiedliche Bedeutungen, so dass man sich da wohl kaum auf eine festlegen kann.
    Wikipedia beschreibt das Prinzip der Menschenrechte so: »Das Konzept der Menschenrechte geht davon aus, dass alle Menschen allein aufgrund ihres Menschseins mit gleichen Rechten ausgestattet und dass diese egalitär begründeten Rechte universell, unveräußerlich und unteilbar sind.« Und nur darauf kann sich das Zeichen beziehen. Denn die einzelnen Rechte würden ein viel zu komplexes Zeichen verlangen.
    Deshalb habe ich mich für folgende Idee entschieden (beide sind verbesserungsfähig):
    http://humanrightslogo.net/ideas/16962
    http://humanrightslogo.net/ideas/13952
    Allerdings würde ich das Zeichen noch durch zwei Halbkreise ergänzen, die unter den Beinen wie Waagschalen angeordnet sind. So bekommt das Symbol noch den wichtigen Aspekt von Gerechtigkeit und Justiz eingehaucht.
    Schade, dass ich das nicht mehr einreichen kann, aber ehrlich betrachtet, habe ich mir ja das meiste nicht selbst ausgedacht. Aber vielleicht gibt es das auch schon und ich habe es nur nicht gefunden. Falls es jemand findet, bitte Bescheid geben. Danke.

  43. @ lena: Waagschaalen gibts in rauen Mengen ;-) Vielleicht nicht unter den TOP300. Ich halte Waagschalen auch für genauso ungeeignet wie andere konkreten Symbole. So zielt die Waagschale vordergründig ja nur auf den “juristischen” Gerechtigkeitsaspekt ab.

    Aber Du hast ein gutes Beispiel für das unausgereifte Votingsystem herausgegriffen: zwei identische Ideen, der eine hat 20 Likes nach drei Monaten, der geschickte Netzwerker 110 nach einem.

  44. Ich habe nicht alle angesehen, aber dieses hier fand ich nach einigem Stöbern sofort klasse: 15456
    Von den neun hier gezeigten gefällt mir die Nummer 6 ganz gut.

  45. Hier fand ich auch die neun am besten – dieses hatte ich schon “vor Ort” entdeckt.
    Auch ich habe mich mit vier Entwürfen beteiligt. Da ich aber erst vor kurzem aufmerksam
    wurde, blieben mir nur wenige Tage. Kurz vor knapp hatte ich meine Entwürfe fertig und
    ging fast in die Knie – der Server packte es fast nicht. Ebenso ging es mir, als ich andere
    Ideen “liken” wollte.

    Erschrocken bin ich über die Funktionen dieser Challenge, so bekam ich sehr schnell Nachrichten, aber dabei ging kaum jemand auf meine Entwürfe ein, sondern ich wurde mit wenigen Worten gebeten für andere Ideen zu stimmen. Sehr bedauerlich und wohl kaum das Ziel.

    Tja, mein Ziel war es nun teilgenommen zu haben. Da man für meine Logos “nur” eine Woche Zeit hatte um für sie zu stimmen und der Tatsache, dass ich kaum jemanden gebeten habe für mich zu stimmen, erfreue ich mich nun um meinen besten Rank 3288 – was auch immer das heißt …

    Das Traurige finde ich, dass nicht wirklich die Qualität wichtig zu sein scheint (also die Q. der Idee und nicht der Ausarbeitung) sondern es nur darum geht, wer am meisten Stimmen bekommt, oder besser erhascht. Und, soweit ich das verstanden habe, werden die 175 Best-Platzierten von der Jury durchgesehen und davon 10 Favoriten gewählt, aus denen dann wiederum von der “Welt” (also uns allen) die Nummer 1 gewählt werden soll.

    Wie auch immer – frei nach dem Motto “dabeisein ist alles” habe ich teilgenommen und ärgere ich mich nicht weiter über die Wettbewerbs-Geschehnisse, denn dsa ist ja meist so …

  46. Ich bin wieder überrascht über das Abstimmungsverhalten. In meinen Augen wären 3, 4 und 5 als tatsächliche Logos problemlos vorstellbar, weil sie genügend schlicht und seriös sind. Die Beiträge der unteren Reihe scheinen mir alle ungeeignet, weil zu sanft oder zu schlecht umsetzbar (etwa auf selbstgemalten Plakaten),
    Die Gesamtausbeute ist zum Glück nicht nur quantitativ sehr gut, es sind in meinen Augen mindestens acht herausragende Beiträge dabei, die in der obigen Liste leider alle nicht enthalten sind.

  47. Ich versteh, je mehr ich darüber nachdenke, fast keinen der hier gelobten Entwürfe.

    Menschenrechte sind für mich gerade deshalb Menschenrechte, weil sie unabhängig von Nächstenliebe oder Gemeinschaftsgefühl sind. Menschenrechte brauche ich genauer gesagt erst dann, wenn Nächstenliebe oder Gemeinschaftsgefühl eben nicht da sind.

    Der Fall Gäfgen: Ich kann nicht behaupten, diesem Menschen irgendetwas anderes als Verachtung entgegenzubringen. Dennoch begrüé ich das Urteil und die (eh nicht wirksame) Entschädigung als Symbol dafür, dass in unserem Land die Menschenrechte geachtet werden. Ohne dass, um mal auf die Logos zu kommen, mein Herz aufginge beim Gedanken an ihn, oder ich ihm die Hand reichen wollte.

    Seine Rechte sind zu schützen. Alles andere ist Gefühlsduselei von Wettbewerbsteilnehmern, die das Thema verfehlt haben.

  48. Vielleicht hilft es, an dieser Stelle mal einen Inside-Blick einzuwerfen. Ich habe selbst an diesem Wettbewerb teilgenommen und es ist sogar einer der hier abgebildeten Entwürfe von mir (der Link von »Designtagebuch« wurde mir gestern von einem Bekannten zugespielt. Ich wusste nichts von dieser 9er-Auswahl).

    Es ist so wie es ist: Nobody is perfect. Und so kann auch ein Design-Contest nicht perfekt sein. Vielleicht liegt es sogar in der Natur von Online-Crowdsourcing-Wettbewerben, gerade das eben nicht zu sein: Perfekt. Allerhöchstens Demokratisch. Obwohl ein anerkannter Gestalter einmal den Satz sagte: »Logodesign ist kein demokratischer Prozess.«. Vielleicht trifft deshalb auch nur eine verschwindend kleine Handvoll der insgesamt 15.375 Vorschläge tatsächlich ins Schwarze.

    Doch eine Lanze muss gebrochen werden: Ich nehme seit Jahren an Designwettbewerben teil, kann mich aber an keine Ausschreibung mit einer größeren Beteiligung erinnern. Zumal humanrightslogo.net wirklich dem Anspruch gerecht werden konnte, eine internationale Bandbreite abzudecken. Was allerdings wiederum zur Folge hatte, dass hier Hakenkreuze, Judensterne und christliche Symbolik genau so zu »bewundern« waren, wie Koran-Zitate und Allah-ist-groß-Statements. Aber genau so ist sie nun mal, unsere Welt: Eine bunt gemischte Suppe aus bald 7 Milliarden Zutaten. Und in jeder Kultur hat der Begriff »Menschenrechte« einen anderen Stellenwert. Deshalb können wir Besserwessis mit unserer christlich geprägten Werte- und Moralvorstellung höchstens eine Teilmeinung abgeben, welches Logo denn nun das Thema am besten repräsentiert.

    Vorgabe war jedenfalls von Anfang an ein Symbol zu entwerfen, das von jedem Menschen auf der Welt leicht nachgezeichnet werden kann. Allein diese Prämisse schränkt die Endauswahl enorm ein (es sind übrigens 100 Finalisten und nicht nur diese 9!). Kompliziert aufgebaute Logos, Symbole mit Farbver-läufen oder gar Fotografische Abbildungen disqualifizierten sich daher schon mal von Anfang an. Obwohl auch hier sehr eindrucksvolle Einsendungen zu sehen waren.

    Im Laufe der Wochen – ich bin erst nach einem Monat eingestiegen – wurde aber klar, dass es hier nicht allein um geniale Kreativität und gestalterische Perfektion ging, sondern auch um geschicktes Eigenmarketing und Networking. Täglich hatte man Bettelbriefe von Teilnehmern aus der ganzen Welt in der Mailbox, die einem Deals vorschlugen wie: »If you vote for my logo, I’ll vote for yours.« Und das waren noch die harmloseren. Ich habe mich daran – schon aus Stolz – nicht beteiligt. In früheren Designausschreibungen wäre das ein absolutes No-Go gewesen. Alles lief deutsch-korrekt ab: Man durfte seine Einsendung auf der Rückseite nur mit einem mehrstelligen Code versehen und sie dann per Post an die Adresse des Veranstalters senden. Ab dann hatte man keinen Einfluss mehr auf den Verlauf des Contests – schon gar nicht auf die eigene Platzierung. Passbild, Name, Herkunftsland oder gar Webadresse = Fehlanzeige.

    Ganz anders hier: Bis zum Model gestylte Fräuleins mit großen Rehaugen heimsten nicht nur Heirats-anträge ein, sondern auch Gefälligkeits-Votes für teilweise an Dilettantismus grenzende Logokonzepte. Einsender der ersten Stunde sammelten munter »Likes« und arbeiteten sich hartnäckig die Rangliste hinauf. Man trifft sie heute in den Top100 wieder. Späteinsender allerdings hatten dazu nicht die geringste Chance und landeten – obwohl sie teilweise sehr gute Entwürfe einschickten – weit jenseits der Top100. Dazu kommt, dass einige Zeitgenossen ihre gefühlten 300 Facebook-Freunde mobilisierten um sie für ihr Logo abstimmen zu lassen.

    Fair, unparteiisch und gerecht ist etwas Anderes.

  49. Nr. 1 natürlich.

    Die Nr. 9 kann ich gar nicht nachvollziehen – da muss man erstmal dreimal hinschaun, damit man es versteht. UND DANN versteht man es auch nur, wenn man Computerdesktops vertraut ist. Ne .. allgemeingültiges, übergreifendes Design ist was anderes

    cu, w0lf.

  50. Also ich würde auch für die Nr.1 stimmen, weils einfach klar und deutlich ist.

    Der Mensch, ein Kreis und zudem erinnert es noch an das Peace-Zeichen, das reicht.

    Die Nr.9 käme bei mir unter die letzten drei der in Frage kommenden Votes.

  51. Mir gefällt leider keiner der Vorschläge. Auch die hier bisher öfters genannten Favoriten finde ich zu unklar (Vorschlag 9) oder – trotz guter Idee – zu kompliziert (Vorschlag 7).

  52. Ich habe auch an dem Wettbewerb teilgenommen und war einer der ersten Einreicher nach Freischaltung in Deutschland. Somit habe ich den Verlauf des Wettbewerbs ganz gut mitbekommen. Einige Dinge, vor allem was das Briefing und die Rolle der Experten betrifft, haben mich jedoch von Anfang an verwundert und zeigen sich jetzt aktuell auch als die (Soll-)Bruchstelle.

    Gesucht wurde laut Briefing und Begriffsverwendung mal ein “Logo”, mal ein “Symbol” zum Thema Menschenrechte. Dabei ist ein Logo nicht immer gleichbedeutend mit einem Symbol. Die Beispiele des Herz-Symbols oder Peace-Zeichens wurden als Maßgabe zwar genannt und sollten auf die Einfachheit hindeuten – ich glaube, dass der Begriff “Logo” aber viele Teilnehmer auf die falsche Fährte gelockt hat. Unter den TOP 300 Beiträgen befinden sich einige gut gemachte und ansehnliche Logos wie dieses, aber leider taugen diese nicht als Symbol. Die Designexperten der Jury hätten an dieser Stelle mehr lenken müssen, was aber scheinbar aufgrund des Gedankens “Wettbewerb für Jedermann” mit nicht zu vielen Vorgaben gebremst werden sollte.

    Ein weiterer verwunderlicher Punkt im Briefing war die Angabe, ein “Logo bestehend aus Bild- oder Bild/Textanteil” zu gestalten. Als Text durfte “Human Rights” verwendet werden. Gleichzeitig sollte das Symbol aber auch alleine auf der ganzen Welt verständlich sein. Da ich selber seit Jahren Projekte für UN Water gestaltet habe, weiß ich, dass textliche Anteile bei einem internationalen Symbol schwierig sind und bei weltweiter Verwendung zumindest in den 6 UN-Sprachen verwendet werden müssen. Natürlich haben viele Teilnehmer die Initialen H und R verwendet und ihre Ansätze darauf ausgerichtet. Ab wann wollten denn die Experten darauf hinweisen, dass diese für chinesisch, sanskrit oder swahili nicht funktionieren und für die Menschen unverständlich sind?

    Mir ist die Rolle der Experten bis heute nicht klar geworden. Nur eine geringe Zahl von ihnen nahm an der Bewertung von Beiträgen im laufenden Wettbewerb teil. Soweit ich es aus den Lebensläufen erkennen konnte, war jedoch keiner von Ihnen aus dem gestalterischen Metier. Die meisten waren politische Aktivisten oder Vertreter von NGOs. Dass auch Ihre Meinung zu diesem Thema relevant ist, bleibt unbestritten. Doch merkt man zum jetzigen Zeitpunkt, wo die Auswahl der Finalisten feststeht, dass es ohne professionelle Anleitung und Beurteilung durch Kommunikationsfachleute eben nicht zu all zuviel zufriedenstellenden Lösungen kommt. Es gab hin und wieder Hinweise und Tipps der Moderatoren, das “Logo einfacher zu halten”, um den Anforderungen zu entsprechen – flächendeckend wurde sich aber eher mit technischen Problemen des Servers beschäftigt, wenn Beiträge doppelt hochgeladen wurden. Auch wurde selten geahndet, wenn selbst zu einen frühen Zeitpunkt des Wettbewerbs Beitragsideen doppelt ausgearbeitet wurden. Die Hinweise “bleibt fair, wenn jemand zuvor die gleiche Idee hatte” und “es geht um die Sache ansich – also entwickelt gemeinsam weiter” können nur schwer trösten, wenn man den eigenen Entwurf nun mit 100 Stimmen mehr unter den Finalisten findet. Man hätte vorher daran denken sollen, wie man das regeln will und dass Menschen natürlich Fairness fordern, sobald sie Arbeit in eine Sache investieren.

    Mein Fazit ist, dass die meisten finalen Ansätze (damit meine ich nicht die hier abgebildeten) ausgemustert werden müssen, weil sie entweder nicht den Kriterien entsprechen, rechtlich zu dicht an bestehenden Logos liegen oder von der Zeichensymbolik in anderen Kulturen als miss- oder unverständlich gelten. Mal sehen, ob die Jury diese Punkte überhaupt beachten wird. Es gab gute Ansätze, die zum Teil weit abgeschlagen in den Rankings liegen, weil keine 200 Facebookfreunde aktiviert wurden. Man hat sich selbst mit der Art des Wettbewerbs die Chance auf die beste Lösung genommen, was mich vermuten lässt, dass die ganze Geschichte später kaum Beachtung finden wird. Zur Zeit hacken sich die Teilnehmer gegenseitig die Augen aus und werfen sich Betrug vor. “Menschlichkeit” war das Thema – der Schuss ging nach hinten los …

  53. @ Hallo »H aus B an der Spree«!

    Kann deinem Text in fast allen Punkten zustimmen. Auch ich bin von den so genannten »Experten« sehr enttäuscht. Besonders im Fall eines schwedischen Einsenders, der aufgrund seines smarten Profilfotos in der Community schnell den Spitznamen »George Clooney« weg hatte. Er trat mit einem Logo an, das es in fast identischer Form bereits seit Jahren für ein Gesundheitszentrum in Taiwan gab. Dies wurde zwar auch von einigen Wettbewerbs-Teilnehmern in den Kommentaren moniert und durch Links belegt. Doch ungeachtet dieser Tatsache gaben ihm gleich 9(!) Experten einen Stern. Eigentlich ein Skandal. Spätestens hier war klar mit welcher Art von »Experten« wir es zu tun hatten. Leute vom Designfach sollten eigentlich besser informiert sein und sich nicht so einfach blenden lassen. Mittlerweile hat der schwedische Einsender – wohl wegen der vielen Proteste – seine Idee wieder zurückgezogen.

    Das von dir erwähnte Logo ( http://humanrightslogo.net/ideas/13732 von »nikmak79« ) war schnell der Liebling der Massen und auch einer meiner Favoriten für einen der vordersten Plätze. Hier vergaben die »Experten« jedoch keinen Stern. Wahrscheinlich weil man das Zeichen nicht einfach aus dem Gedächtnis nachzeichnen kann, was ja eine der Vorgaben des Wettbewerbs war. Außerdem schöpft es seine Kraft hauptsächlich aus seiner transparenten Vielfarbigkeit. Und um als weltweites Symbol durchzugehen, sollte es eben auch einfarbig wirken.

    Sehr skeptisch sehe ich die Zusammensetzung der Jury. Hier findet man neben den bereits erwähnten Design-Stars auch Ex-Staatspräsidenten und Nobelpreisträger und ich frage mich ob ihre Prominenz allein sie schon qualifiziert, entscheiden zu können, mit welchem Zeichen sich Menschenrechte weltweit am besten symbolisieren lassen. Aber seit »Kaiser« Franz Beckenbauer damals beim Logo für die Fußball WM 2006 ebenfalls ein entscheidendes Wort mitreden durfte, wundert mich auch hier rein gar nichts mehr.

    Ich denke, dass dieser Wettbewerb – egal wie er nun ausgehen mag – viele der Schwächen von Online-Contests und Crowdsourcing-Ausschreibungen zu Tage gefördert hat. Und er hat vor allem ganz deutlich gezeigt, dass der Begriff »Schwarmintelligenz« eher ein Weniger als ein Mehr an menschlicher Intelligenz bedeutet.

  54. Wegen der (schönen) Vorgabe, dass man es auch schnell & einfach mit dem Fuß in den Sand und als Graffitti malen können soll, sind meine Favorit 17051 und 16730. Auch wenn sie vielleicht gestalterisch nicht das Optimum sind.

  55. @ Anybody

    Du hast recht. Die “Experten” waren unter anderen Guido Westerwelle, der auch am Eröffnungsgespräch teilnahm (moderiert von Michael Mittermaier), und Michail Gorbatschow. Nur: glaubt wirklich jemand, dass die sich die Zeit nehmen, um zu verfolgen, was bucket42 aus North Carolina gemalt hat? Sie sind halt namentlich die “Zugpferde” und werden vielleicht in der finalen Jurysitzung ein Votum abgeben. Aber was war mit Erik Spiekermann? Wenn ich sein Interview richtig gedeutet habe, dann scheint er auch nicht der größte Fan von Crowdsourcing-Pitches zu sein. Nur hätte seine Meinung im Verlauf gut getan. Sein Hinweis war: blau könnte eine gute Farbe sein. Prompt wurden 80 % aller Einreichungen blau.

    Dass keiner von den Teilnehmern wirklich wissen kann, ob es seine entwickelte Form bereits ähnlich als Logo auf der Welt gibt, kann ich nachvollziehen. Auch ich wurde von einem Teilnehmer recht überheblich auf eine Ähnlichkeit zu einer Organisation in Neuseeland hingewiesen. Kann passieren. Eigentlich ist das aber Aufgabe der Wettbewerbsleitung. Mal sehen, ob sie diesen Punkt in ihrer Abstimmung beachten werden.

    Was mich inhaltlich am meisten gewundert hat, ist dass kein Designexperte die Qualität und Aussagekraft der Symbole überprüft hat. Letztendlich will sich doch wohl niemand damit zufrieden geben, dass ein Beitrag nur deshalb umgesetzt wird, weil er die meisten Stimmen mobilisieren konnte und die Form “ok” ist. Menschenrechte – da muss doch ein ordentliches Gerät mit Symbolkraft und Wumms kommen, sonst wird’s ein laues Lüftchen.

  56. @ H aus B

    Danke für den Hinweis, dass die Farbe Blau ursprünglich von Spiekermann in den Ring geworfen wurde. Wusste ich nicht. Ich hatte mich schon gewundert wieso es eine so große Zahl an blauen Entwürfen gab. Dabei war das ja gar keine offizielle Designvorgabe. Aber hier erkennt man mal wieder ganz deutlich das Lemming-Verhalten unserer Spezies: Kaum winken 5 Mille, schon hängt der Mensch sein Fähnchen nach dem Wind, läuft Trends hinterher und fängt an, dem vermeintlichen Hüter über diese 5 Mille nach dem Mund zu designen.
    Keine meiner Einsendungen war übrigens blau. Dennoch hat es eine davon in die Top100 geschafft.

  57. ich denke, das alles mehr oder minder schon genannt wurde. nach wie vor sind gute ansätze dabei. den für mich persönlich, besten ansatz, kann ich in der 9 wieder erkennen.

    zu 6.
    das ähnelt sehr stark einem klamotten label aus der rechten szene!

    lg lila

  58. @lilarennt

    “ähnelt sehr stark einem klamotten label aus der rechten szene”

    Meine Güte, was für ein Schwachsinn. Mach die Rechten doch nicht wichtiger, als sie sind. Meinst du irgendwer außer Berufsantofaschisten wie dir stellt diese Verbindung her?

    Ich kenne gar keine “Klamottenlabels aus der rechten Szene”. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. So etwas weiß man nur, wenn man denen mehr Aufmerksamkeit widmet, als sie je verdienen.

  59. Nummer 7 hat eine ganz große Aussagekraft. Der Fingerabdruck ist für jeden unterschiedlich, also repräsentiert es jeden einzelnen, für sich allein betrachtet unverwechselbar. Über den Globus gelegt bedeutet dies, überall gibt es nicht verwechselbare Menschen. Dieses Nichtverwechselbare jedes einzelnen Menschen ist das Wahre. Und das auch jeder Mensch so wie einen Fingerabdruck für sich selber hat, so hat auch jeder Mensch für sich unvwechselbare Rechte. IAuch, weiters hat Nummer 7 noch eine andere Aussage, nämlich dass wir unsere Spuren hinterlassen auf dieser Erde, und zwar überall. Ich habe gesehen dass Nummer 9 nun vorne liegt, aber ehrlich, schon wieder eine Schlangenlinie ? Nummer 7 hat da mehr Aussagekraft.

  60. Wieso sollen Rechte unabhängig sein von Menschlichkeit. Von Menschenliebe? Ich finde die Zeit ist reif, dass Menschen wieder dazu stehen. Rechte die ohne Menschlichkeit umgesetzt werden, wie sollen die umgesetzt werden -mit Gewalt? Das soll nicht die Zukunft sein. Menschen die aus Liebe zum Menschen oder aus Menschlichkeit handeln haben Energie. Und die Nummer 9 ist nicht trotz sondern gerade wegen der integrierten Herzform mein Favorit. Das Logo zeigt ja nicht alleine Liebe oder Menschlichkeit sondern an erster Stelle steht bei dem Logo der Mensch, der diese Menschlichkeit für die Menschenrechte umsetzt, die Paragraphen sind dabei Mittel zum Zweck. Das ist kein Herz sondern ein Mensch der Herz und Energie und Power zeigt diese Rechte auch umzusetzen, der dafür einsteht, der sich traut Menschlichkeit zu zeigen, der sich nicht hinter Paragraphen versteckt, sondern diese nutzt, um mehr Menschlichkeit in die Welt zu bringen. Die Zeit ist reif für dieses klare Logo, das jeder lesen kann und dort wo es stehen wird, weiß jeder da ist jetzt jemand der meine Rechte achtet: da sind jetzt Menschen da, die viel Menschlichekeit, Liebe, Energie und Power haben meine Rechte umzusetzen: mit friedlichen Mitteln. Das ist ein sehr mutiges Bekenntnis, Menschenliebe und Menschlichkeit gehört nicht mehr belächelt: Sie SIND die Basis.

  61. Ich finde Nr.7 auch grandios. Da passt einfach alles. Die Idee ist stimmig: Große weite Welt zusammengefasst auf einem einzigen kleinen Fingerabdruck. Mal abgesehen von der hand(!)werklichen Perfektion. Hier spürt man den Menschen dahinter …und nicht den Computer. Habe auch schon im Wettbewerb dafür gevotet.

  62. 12 points für die Nummer 9. Die Regeln in dem Wettbewerb beinhalten, dass das Motiv mit einem Stab in den Sand gemalt und auf viele Arten dargestellt werden kann. Ein Zeichen, das jeder ohne zeichnerisches Talent oder Computer malen kann. Das Wiedererkennungswert besitzt. Die Nummer 7 ist ein schönes Bild, die Nummer 9 ein Logo.

  63. Von den hier diskutierten Entwürfen haben es übrigens nur die 2, die 3 und die 9 unter die ersten hundert geschafft.

    130 Likes waren wohl die Untergrenze für die ersten 100. Hier das Rating der jeweiligen Ideen:
    #1 = 51
    #2 = 133
    #3 = 299
    #4 = 103
    #5 = 51
    #6 = 91
    #7 = 65
    #8 = 115
    #9 = 153

  64. @Hallo Frank!

    Das mit den 130 likes/votes als Eintrittsvoraussetzung in die Top100 kommt sicher hin. Wobei auch deine Auflistung mit Vorsicht zu genießen ist. Nehmen wir z.B. die Nummer 3 mit 299 votes. Dieser Entwurf war der sechste, der in den Wettbewerb eingereicht wurde. Also einer der ersten. Somit hatte er über drei Monate Zeit genügend viele Likes zu sammeln. Diese Chance hatten Späteinreicher leider nicht – daher die stark schwankende Anzahl der votes. Ist aber nicht die Schuld von Einreicher Nr.3, sondern liegt einfach am sehr fragwürdigen Reglement. Eine nicht unbedeutende Rolle spielen auch die Facebook-Freunde (hier 97). Die dürften ja auch alle für das Logo abgestimmt haben.
    Im Falle mancher Einsender war das kein Wettbewerb um die beste Designidee, sondern um die Frage: Wie gut beherrsche ich die Disziplin »Networking«? Skurrilstes Beispiel hierfür ist eine Einsenderin aus der Dominikanischen Republik, die dort einen Radiosender leitet. Außerdem lancierte sie Zeitungsberichte über ihre Teilnahme am Human Rights-Wettbewerb. Die Folge: Sie bekam fast nur Stimmen von außerhalb des Wettbewerbs (vermutlich alle aus der DomRep). Alle 5 Logo-Entwürfe von ihr sind jetzt unter den Top100.

  65. @ Anybody

    5 Entwürfe in den Top 100…
    Am letzten Tag eingereicht…
    nach einer Woche noch immer in den Top 100 vertreten?

    Diese Dame war schnell gefunden.Radiosender, Zeitung und viele Freunde bei Social Networks. Und du hast recht – ich habe einige Leute mit genau 5 Favoriten gefunden die nur – wie Loyal – für diese Dame gestimmt haben.

    Mit solcher Macht ausgestattet wird sie wohl in den Top 10 landen und wahrscheinlich auch gewinnen. Wer in so kurzer Zeit solche Massen mobilisieren kann… ein “Human Rights” Diktator wurde geboren!

    Ich habe die vielfältigen Kommentrare dazu gelesen und bin der Meinung das die Juri nicht dagegen angehen wird.
    Hier würde nur helfen sich ebenfalls der Medien, Stern TV, Bild etc. zu wenden um dies zu ändern. Aber wer von den Teilnehmern hat dazu schon den nötigen Einfluss?

  66. @Hallo Lars,

    da die 10 Finalisten nun bis zum 27. August von der internen Jury ausgewählt werden (und das nach anderen Kriterien – hier spielt die Anzahl der »Likes« und die Zahl der eigenen Entwürfe unter den Top100 wohl keine Rolle mehr), bin ich eigentlich ganz zuversichtlich, dass diese Dame nicht mehr mit 5 Logos darunter vertreten sein wird. Dazu sind die Proteste auf der offiziellen Seite einfach zu massiv (siehe NEWS). Die Macher des Wettbewerbs und einige Juroren und »Experten« lesen dort sicher heimlich mit.

  67. @red deer (post 77)
    —————————-
    “@lilarennt

    “ähnelt sehr stark einem klamotten label aus der rechten szene”

    Meine Güte, was für ein Schwachsinn. Mach die Rechten doch nicht wichtiger, als sie sind. Meinst du irgendwer außer Berufsantofaschisten wie dir stellt diese Verbindung her?

    Ich kenne gar keine “Klamottenlabels aus der rechten Szene”. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. So etwas weiß man nur, wenn man denen mehr Aufmerksamkeit widmet, als sie je verdienen.”
    —————————-

    jetzt wird man hier gleich als “Berufsantofaschist” hingestellt, so so … ich gebe das gern der redaktion von spiegel-online weiter. denn aus einem ihrer artikel habe ich eine aktion über “storch heinar” gelesen, welche einem label aus der rechten szene amüsant abgeleitet und parodiert wurde.

    back to topic,
    ich habe in bezug auf die nummer 6 einfach hingeschrieben was mein erster gedanke war. das in verbindung mit human rights fand ich etwas gewagt. nicht mehr und nicht weniger.

    gruß lila

  68. @ Anybody: “… (siehe NEWS). Die Macher des Wettbewerbs und einige Juroren und »Experten« lesen dort sicher heimlich mit.”
    Glaube ich eher nicht, ich denke, sie schließen lieber die Augen, sind für so etwas zu beschäftigt (Juroren, Experten) und beten, dass unter den TOP 10 (die sind ja jetzt gewählt, nur nicht bekannt) keine umstrittenen Logos und Teilnehmer sein werden. Aber selbst wenn dies so sein sollte (was ich hoffe, wovon ich aber noch nicht überzeugt bin): Schade um den Wettbewerb!

  69. Die Finalisten? Die Flamme ist eine reine Kopie und wird als Logo schon für ein großes Unternehmen verwendet. Die Sonne mit dem Gesicht als Waage symbolisiert sehr gut die schlafende Gerechtigkeit in dem Bewerb. Ein Autostopperzeichen, eine Hand als Taube, ein equalzeichen mit einem Punkt, das Unendlichzeichen mit 2 Punkten, ein Punkt der von zwei Strichen umarmt wird, drei Striche mit drei Punkten, ein Schild. Egal wer da jetzt gewinnt, kein einziges Logo wird durch diesen unfairen, unseriösen und auch jetzt noch dilettantisch geführten Bewerb als Menschenrechtelogo akzeptiert werden. Aber wer will kann dafür jetzt für seinen Favoriten gleich ohne die Mühe von Fakeprofilen mehrfach abstimmen. Firefox und IPhone macht’s möglich, auch wer mehr Browser verwendet kann mit jedem abstimmen.

  70. Die Finalisten sind ein Witz. Genauso wie der ganze Wettbewerb. Nicht einmal die Hälfte der zehn im Rennen verbliebenen »Logos« könnte man mit einem Stock in den Sand zeichnen. Und das war immerhin eines der geforderten Hauptkriterien.

    Aber es kommt noch viel schlimmer: Wie sich jetzt offenbar herausstellt, hat der serbische Einsender dieses Logos http://humanrightslogo.net/ideas/21645 noch über 76 weitere Nicknames/Profile angelegt, mit denen er sein Design selbst in die Top100 gevotet hat. Jetzt hat er es sogar in die Top10 geschafft. Würde dieses lächerlich bunte Irgendwas zum Sieger gewählt werden (was mit 76 Fake-Profilen durchaus möglich wäre), so wäre das ein weltweiter Skandal und nebenbei wohl der dreisteste Betrugsfall in der Geschichte des Logodesigns. Und das ausgerechnet beim Thema Menschenrechte!

  71. Der Vorschlag Nr. 1, oben links, ist der blanke Hohn, denn das “Peace-Zeichen” (auch traurig genug) ist nichts anderes als die Todesrune. Das ist sogar makaber.
    Wenn schon, sollte man die Rune umstellen, nach oben richten, dann entspräche sie Algiz und stünde für das Leben. Das ergäbe Sinn.
    Die Bedeutung solcher alter Zeichen liegt im archetypischen Bereich.

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