Wahl – Poster zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft

Eben trudelt die folgende Pressemeldung bei mir ein: „Voting für offizielles Poster der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 gestartet“.

Schön schaun‘ sie aus, die fünf Entwürfe, die aus nahezu 300 Einsendungen von einer achtköpfigen Jury ausgewählt wurden. Kein Vergleich zum einfallslosen Nachthimmel-Motiv zur WM 2006. Und nun stehen sie zur Wahl.

An der Jury waren seitens des DFB die Präsidentin des Organisationskomitees der FIFA Frauen WM Steffi Jones, die Trainerin der Nationalmannschaft der Frauen Silvia Neid, die Managerin der Mannschaft Doris Fitschen sowie das Kuratoriumsmitglied der FIFA Frauen-WM Joachim Fuchsberger beteiligt. Für die Fachjury konnten die Designerin Verena Gerlach, der BDG-Präsident Henning Krause, der Professor für Kommunikationsdesign Florian Pfeffer sowie die Professorin für Typografie Mariko Takagi verpflichtet werden.

Die Wahl des finalen Motivs erfolgt durch das Publikum. Sie läuft nur wenige Tage und zwar bis zum 2.11.2010, 20:11 Uhr. Wer die von der FIFA-Website im Browser abgelegten Cookies löscht, kann übrigens mehrmals abstimmen.

Mit dem Ergebnis der offiziellen Abstimmung muss man bis zum 29. November warten. Zwecks Überbrückung der Wartezeit kann auch im dt gewählt werden. Und das Schöne daran – jeder kann das Ergebnis sofort einsehen. Anstoß!

Poster FIFA Frauen-Weltmeisterschaft

Welcher Entwurf soll das offizielle Poster der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft werden?

  • Poster 5 (40%, 1.053 Stimmen)
  • Poster 1 (24%, 638 Stimmen)
  • Poster 4 (22%, 596 Stimmen)
  • Poster 3 (7%, 196 Stimmen)
  • Poster 2 (7%, 178 Stimmen)

Abgegebene Stimmen: 2.661

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35 Kommentare zu “Wahl – Poster zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft

  1. Ich muss Dirk recht geben, jedoch hat es mir 1 & 3 angetan.

    Zu Nr. 1 kann ich mir sehr schöne visuelle Elemente vorstellen (z. B. TV Animationen) fehlt mir aber dann der Fussball Charakter. Ein bischen Faneuphorie z. B.

    Zu Nr. 3 finde ich die Abstraktion ganz schön auch hier kann ich mir eine schön animierte Welt vorstellen und der Bezug zu Fussball ist da, auch die Euphorie kommt nicht zu knapp durch das Publikum. Aber leider zu kantig und nicht weiblich eher zu Maskulin.

    Zu Nr. 5 verwundert mich die Bewertung das das so weit oben geladent ist, das ist doch sehr beliebig mit diesen Splatter Elementen, auch die Farbgestaltung ist mir da nicht mutig genug wirkt mir zu dreckig.

    Zu Nr. 2 das finde ich passt überhaupt nicht zu wirr zu konfus, wo ist hier die Weiblichkeit? Dann ist es mir auch zu Grün und diese schräg gestellte Typo ?!?!

    Zu Nr. 4 erinnert mich sehr stark an irgendeine Technologie Messe, EXPO oder sowas. Da würde „Wir machen Bälle“ wirklich passen.

    Alles in allem wenig Einfallsreichtum bei den gewählten Entwürfen, Favorit bleibt Nr. 1 & 3. Weil ich mir mehr drum herum vorstellen kann.

  2. Mir gefällt leider keines der vorgeschlagenen Poster. Wenig originell, chaotisch, einige Silhouetten erinnern mehr an Kampfsport denn an Fussball. Poster 3 ist das grausamste aller Poster… wenn ich wählen würde, würde ich einen neuen Contest wählen, wo wirklich kreative, originelle Designer an neuen Entwürfen arbeiten.

  3. Ich kann leider gar nicht nachvollziehen das Achim die Entwürfe insgesamt positiv sieht. Natürlich hat es bei Illustrationen immer auch sehr viel mit persönlichem Geschmack zu tun, aber das aus 300 Einreichungen bei einem so großen Event, Entürfe ausgewählt werden, wie diese, finde ich schon recht ungenügend. Der Anspruch sollte da doch etwas höher liegen.

    Keinem Entwurf liegt eine schlüssige Idee vor. Nur Nr.5 finde ich eigentlich recht ansprechend, wennauch wenig besonders.

    Gerade bei 2 und 3 wirkt doch alles äußerst unbeholfen.

    Bei 2 werden wild Pinselspitzen im Illustrator ausprobiert.

    Bei 3 bin ich mir darüber im klaren, dass das keinen Anspruch auf korrekte Anatomie haben soll, aber die ganzen Schrägen und Ungenauigkeiten wirken auf mich nicht beabsichtigt sondern eher aus der Not geboren. Die Art und Weise wie die Frau auf dem Bild den Ball dribbelt, dürfte lediglich denjenigen Anlaß zur Freunde geben, die ohnehin behaupten „Frauen können doch kein Fussballspielen!“

    Nr.4: Photoshop: Bundesliga-Logo öffnen > Rasterungseffekt anwenden > fertig

    Mein favorit: Nr. 5

  4. Richtig gut gefällt mir keins.

    Nr. 5 ist eine Kopie des Kontra-Enwurfs vom Design Büros Hesse zur WM 2006 (11designer.de). Der Rest ist entweder zu kompliziert oder zu langweilig. Sieht das so aus wie Uni meets Frauenfussball.

  5. Ok hier kann man wohl nicht mehr wählen. Aber ich schliesse mich dem Ergebnis und den Meinungen an. Keins ist wirklich überzeugend.

    Nummer 2 ist zurecht ganz weit hinten.
    Nummer 4 ist spannend von der Gestaltung, aber vielleicht am Thema vorbei. Origami-WM?
    Nummer 1 ist am „erträglichsten“.

    Nummer 5 wirkt einfach zu banal, Photoshop Tutorial like und wie die erste Idee, die man auch sofort wieder wegwirft. Hier versucht man etwas hipper, jünger, cooler zu machen, was eigentlich zeitlos ist und das auf naive Art.

  6. auch wenn poster 3 das aufwändigste und meiner ansicht nach mit das beste ist, so schiesst es doch an der zielgruppe vorbei. die momentan führenden poster nr. 4 und 5 sind zwar nicht sehr aufwändig, aber wohl eher auf die zielgruppe zugeschnitten. nr. 2 ist das einzige, das sich nicht des offensichtlichsten motives bedient, ist aber wenig ansprechend.

    mein persönlicher gewinner ist nr. 1. es kommuniziert fussball als gemeinschaftssport, wirkt feminin und sportlich und ist auch am emotionalsten. gute arbeit.

    und natürlich:

    schlecht, nicht originell, geklaut, hätten ich tausendmal besser gemacht, habe es nicht nötig da mitzumachen, fühle mich als designer und mensch beleidigt, optische umweltverschmutzung, nur wenn ich selbst mich woanders bediene ist es in ordnung, der einzige der mich beeindruckt bin ich selbst…

  7. @Stephan „Eine Kopie“ ist das in keinster Weise. Hier noch einmal der angesprochene Entwurf. Man kann sagen, es liegt die gleiche Idee zugrunde, im Ergebnis sind die beiden Entwürfe aber doch stark unterschiedlich. Wesentlich ähnlicher in der Gestaltung sind da schon Poster #1 und der Entwurf von Cyan, Berlin, der es 2004 unter die letzten Fünf schaffte.

    Auch auf die Gefahr hin, dass nun das Ergebnis beeinflusst wird, im Vergleich dazu gefällt mir der Entwurf von Djahle Krebs besser, weil er mehr Luft zum Atmen lässt und weil der Aufbau eine eindeutige Blickführung hin zum Ball erlaubt. Was ich allerdings weniger gut finde, ist dass die Arbeit als Aquarell angelegt ist. Das hätten sehr gerne auch kräftige Acrylfarben sein dürfen, denn auch beim Frauenfußball wird manchmal gut hingelangt. Die Farben im Cyan’schen Entwurf scheinen mir passender.

    Wenn ich’s entscheiden könnte, fiele meine Wahl jedoch auf den Entwurf von Stefanie Wolf. Sicher ist die Idee wenig originär aber die Farbwahl und die Umsetzung ist eine gelungene Interpretation. Im Umfeld der FIFA ist die Farbwahl vergleichsweise neu. Auch Mut ist relativ.

    Einfallsloser als die zur Auswahl stehenden Entwürfe sind Einschätzungen a la „alles sei geklaut“. Solche Konter enden bereits an der eigenen Strafraumgrenze.

  8. ist schon bemerkenswert, dass „agressive“ visuelle sprache (nr. 5)
    beim zuschauer mehr zuspruch findet.
    nr. 1 finde ich am besten – hier spricht künstler aus mir… ;)

  9. dieses Wasserzeichen, das geht ja mal garnicht!

    Nr. 1 Die Motive sind gut , sie vermitteln Bewegung und Emotionen
    aber die Komposition ist nicht sehr gelungen, dadurch das die Silhouetten so dicht aneinander liegen und der Ball außerhalb ist, wirken die Bewegungen unkoordiniert. In diesem Fall würde ich sagen, weniger ist mehr.

    Nr. 2 Nette Idee, mehr nicht, das was den Fußball ausmacht, Emotionen und Bewegung, das fehlt hier einfach.

    Nr. 3 Der Stil der Fußballerin gefällt mir nicht, warum sieht sie so aus, als wäre sie aus Papier, da wäre mir eine Illustration im Stil des Publikums lieber.

    Nr. 4 Typo, Motiv und Komposition gefallen mir. Durch den großen Weißraum wirkt das aber zu neutral.

    Nr. 5 Gefällt mir eigentlich am bestern,Motiv, Komposition und Typo passen, aber der Hintergrund, das versteh ich einfach nicht, wieso muss man da so ein dreckiges gelbgrün nehmen, das sieht ja so aus, als wäre die farbeinstellung des monitors verstelt…auch lustig, wie hier versucht wird, das Fifa Logo zu verstecken. :D

    btw. Nur weil ein Effekt ganz leicht zu erstellen ist, wie über einen Filter oder mit einem Tutorial, heißt das doch nicht, dass es schlecht ist.
    Es geht um das Ergebnis, um die Message!
    Aber wie aufwändig etwas ist, ist doch kein Kriterium.
    Photoshop etc sind doch NUR Werkzeuge,.,.

  10. Ich bin ja der Meinung, dass ein Plakat PLAKATIV sein sollte. Das heißt, dass es schnell erfassbar und nicht zu kleinteilig sein sollte. Insofern scheiden die Entwürfe 1 bis 3 eigentlich aus. Bei Entwurf 5 musste ich auch sofort an den 11designer-Entwurf denken – aber wirklich geklaut ist es jetzt sicher nicht. Was mich hier eher stört, ist die aggressive Pose – sieht mehr nach Kung-Fu aus als nach Fußball. Oder spielt Eric Cantona jetzt bei den Frauen mit? Entwurf 4 ist tatsächlich nah am Logo der DFL. Aber ist das so schlimm? Man kann das Rad (respektive den Ball) auch nicht immer neu erfinden.

  11. Nr 5 rockt und ist ganz zu recht an erster stelle. Natürlich hätten es die meisten hier wieder einmal besser gemacht aber wahrscheinlich waren die mit wichtigeren, größeren Projekten beschäftigt. Nase bohren, Neon lesen oder einfach vor dem Spiegel sitzen und weinen.

  12. Das es nicht darauf ankommt wie kompliziert es ist ein Layout zu erstellen und mit welchem Computer-Programm, sehe ich genau so. Die schönsten Sachen sind meist von geometrischer Einfachheit und Reduktion geprägt, leider haben die WM-Plakate damit nichts zu tun.

    Doch die Gefahr, dass es ein Layout schonmal genau so gegeben hat, ist nahe 100%, wenn man wie in Nr.2 die allseits beliebten Illustrator-Pinselspitzen, oder wie in Nr.4 den PS-Rasterungseffekt bemüht.

    Das Photoshop und Co nur Werkzeuge sind, stimmt auch. Aber Entwürfe die auf den ersten Blick deutlich machen mit welchem Werkzeug Sie erstellt wurden, stellen meiner Meinung das Werkzeug mehr in den Mittelpunkt als die Idee dahinter.

    Das die meisten Entwürfe ohne wirkliche Konzept-Idee daherkommen, finde ich gar nicht mal so schlimm. Dann müssen sind aber einfach geil aussehen und handwerklich perfekt sein und über diesen Weg Emotionen auslösen. Das sehe ich momentan nur bei Nr.5: die Farbwahl ist wirklich erfrischend und die Umsetzung amtlich.

  13. Finde eigentlich die 2 am besten, weils zu allererst nach Fussball ausschaut. Aber ja, irgendwo hätte man noch „Weiblichkeit“ mit unterbringen können, obwohl doch hinsichtlich der Gleichberechtigung auf sowas nicht geachtet werden muss. =P Der Rest sieht mir zu altbacken aus. Fussballer in Fussballpose und das irgendwie hingerotzt. #5 erinnert mich an Kampfsport und #1 an Bundesjugendspiele. Am orginellsten ist wohl die 3, irgendwie aber zu sehr Kindergarten. Bei #2 sieht man zumindest noch, wo die Tour langgeht. ;) Auch sticht diese einheitlich grüne Fläche heraus, wenn das DIngens unter anderen Plakaten klebt (im Gegensatz zur 5, was wirkt wie jedes andere, nichtgruftige Musikplakat). Es hat ebenso noch gewissen Informationsgehalt, ohne dass ich irgendwo auf ne Website gehen muss. Aber wie gesagt, es fehlt was rundes. *g Überarbeiten oder was ganz anderes.

  14. Ihr habt doch alle nur #5 angehackt weil ihr Violet und Fraufussball so gut zusammenpassend findet :P tztztz immer diese Vorurteile. Also ich finde allgemein, dass die Gestaltung solcher weltweiten Events doch des öfteren mal entgleist oder einfach fad ist. schade eigentlich.

  15. @Patrick
    Beispiele hätte ich jetzt nicht parat.
    Die wirken einfach alle so klobig. Mehr wie entwürfe, als Endversionen.

    Und wie gesagt, die Farben weichen mir zu sehr von dem ab, was man heute als schön und Zeitlich empfindet.

    Die 5 ist wohl das vertretbarste.
    Gäbe man dem noch satere Farben

  16. Hab ich jetzt nicht so mitbekommen, war das so ne crowdsourcing-Nummer, bei der man sich die ansonsten anfallenden Kosten für einen Designer gespart hat ?

  17. Normalerweise ergibt sich die Qual der Wahl, welches das beste Plakat ist. Hier hatte ich mehr die Schwierigkeit, mich für das geringste Übel zu entscheiden. Schwankte schlussendlich zwischen 1, 3 und 4, und entschied mich für Nr.3, überzeugt hat mich keines. Dass Nr.5 die beste Wertung bekommen ist für mich nur schwer nachvollziehbar, das Plakat wäre vielleicht noch in den 90ern verdaulich gewesen, die üble Farbkombination und das lieblose Farbfeld unter dem Schriftzug geben mir den Rest.

  18. Finde die Nr. 4 (Thomas Avenhaus) am geeignetsten. Das Motiv wirkt dynamisch und technisch. Und technisch ist ein Attribut, das mit dem Austragungsort Deutschland stark konnotiert ist. Es dürfte wohl auch das massenkompatibelste Motiv sein, was vermutlich bei den Kolleg_innen hier genau zur Abwertung führt.

    Bei der Nr. 5 (Stefanie Wolf) wird durch das Lila in meinen Augen zu stark auf die feministische Karte gesetzt.

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