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15 Kommentare

  1. Das vorherige war ehrlicher. Die Überabeitung wirkt eher zeitgeistig. Das Zeichenspiel im Namen mag vllt. ein Alleinstellungsmerkmal sein – allerdings glaube ich nicht, dass der Fluss so wichtig wäre, dass dies zu Ungunsten einer Lesbarkeit des Namens gerechtfertigt wäre.

    Demnach könnten mit Sicherheit 2/3 aller historischen Städte in ihren Namen einen Fluss einbauen – die meisten liegen sinnvoller Weise an einem. Man hätte die Welle vom alten Entwurf weglassen können oder anders und subtiler einbauen – wenn notwendig.

  2. Ich finde es in jedem Fall schon mal sehr mutig. Und die Idee an sich finde ich gut.
    Die Lesbarkeit könnte aber einen Tick besser sein (etwas mehr “O” wäre m. E. wünschenswert gewesen).
    Auch wirkt die Platzierung des “Ville de” etwas willkürlich. Hier hätte man auch die Abstände etwas harmonischer ausgleichen können (IL zu LLE wirkt etwas zu eng).

    Aber wie heißt es so schön: “Die größten Kritiker der Elche …”.
    Es wird sicherlich polarisieren – was ich aber begrüße, da es keine Gestaltung ist, die allen um jeden Preis gefallen will!

  3. Finde das FRIBOURG ganz schick. Nur das VILLE DE erscheint mir etwas zu weit links. Außerdem denke ich, dass das Logo ohne VILLE DE visuell deutlich besser funktionieren würde. So hat es halt links ne starke Kopflast. Aber drauf verzichten würde sicherlich stadtpolitisch nicht gehen.

  4. @LLP:

    “Die Stadt Freiburg gilt, anders als der offiziell zweisprachige Kanton Freiburg, politisch als französischsprachige Gemeinde mit bedeutender deutschsprachiger Minderheit. Seit vielen Jahren bemühen sich deutschsprachige Bewohner von Stadt und Kanton darum, dass die Gemeinde Freiburg offiziell zweisprachig wird. Begehren in diese Richtung wurden vom Gemeinderat bisher zurückgewiesen.”

    Siehe Wikipedia

  5. Fribourg naja, Biel/Bienne ohja…

    Die grösste zweisprachige Stadt, welche mit 52’477 Einwohnern die zehnt grösste der Schweiz ist, heisst Biel/Bienne. Als einzige Stadt der Schweiz besteht eine gesetzliche Pflicht zur Zweisprachigkeit. Alle amtlichen Dokumente, Strassenschilder sind zweisprachig verfasst. In bestimmten Quartieren werden im gleichen Schulhaus deutsch- und französischsprachige Schüler/-Innen unterrichtet.

  6. an koni:

    Wenn ich mir beide Darstellungen ansehe, würde ich eher die Stadt mit dem linken besuchen, da mir das rechte zu sehr auf Design fokussiert erscheint.

    Es ist eine Erfahrung die sich oftmals bei Restaurants oder kleinen Cafés auch bewahrheitet – die meisten Lokale mit vermeintlich “schicken” Designs sind in Service und Qualität den anderen zumeist unterlegen.

    Aus den vorher angesprochenen Punkten erscheint mir das neue Design auch vermeintlich “schicker”. Interessant wäre daher auch zu wissen, von wann das alte Erscheinungsbild stammt.

  7. Eigenartige Argumentation: wenn etwas an einer Stelle Qualität hat vermutet man mindere an anderer Stelle. Müssen wir unseren Berufstand ja ganz neu überdenken. Nur noch miese Speiskarten kreieren. Hmm, dann schmeckt das Essen.

  8. für mich ist jedes Stadtlogo, das ohne gewässerbezeichnende, dynamisierende Swooshs auskommt, ein Schritt in die richtige Richtung.
    Das kommt den kommunalen Entscheidungskomittees immer als erstes in den Sinn – Flusslauf, aber dynamisch, gepaart mit “Alleinstellungsmerkmalen” Sonne, und/oder historische Fassade.
    Das neue gefällt mir insofern ganz gut, und das halbierte OU ist ein ganz gelungenes Spiel mit der Zweisprachigkeit und zitiert dennoch den Henkel aus dem Stadtwappen/den Flusslauf.
    Das VILLE DE wirkt aber dagegen etwas lieblos dahingetippt …

  9. an koni:

    Um es anders auszudrücken – die “alten Designs” nehmen sich nicht so wichtig. In erster Linie bilden sie einen visuellen Rahmen oder einfach eine Basis der Informationsvermittlung, der Inhalt sowie der Kontext womit die Gestaltung zusammenhängt ist dann das Entscheidende.

    Im Gegensatz zu den aktuellen Arbeiten, die ihrerseits versuchen selbst schon der Inhalt – das “Spezielle oder Herausragende” zu sein. Sie nehmen sich schlichtweg zu wichtig, was besonders daran deutlich wird, dass sie in zeitgeistige Gestaltung und in Trends verfallen. (Schauen Sie sich dazu die aktuellen Stadt-Logo-Redesigns an, Sie werden erkennen was ich meine. – Da blühen sehr fragwürdige Marketingideen auf, nur um kurz Aufmerksamkeit zu erreichen, bis hin zu abwägigen Konstrukten.)

  10. Jean, die Beobachtungen mit zeitgeistigen Logos und deren nicht eingelösten Versprechen mag in manchen Fällen zutreffen, daraus aber im Umkehrschluss zu folgern, dass Städte, Regionen, Cafés, die einen schlechten grafischen Auftritt haben, deshalb besser, echter und authentischer sind, halte ich für Quatsch. Ist dieses Denken aber gesamtgesellschaftlicher Konsens, würde es so manchen grauenhaften (kommunalen) Markenauftritt erklären.
    Ich habe nichts gegen spröde, zurückgenommene Erscheinungsbilder – ganz im Gegenteil – aber in dieses Fribourg http://www.ville-fribourg.ch/vfr/fr/pub/index.cfm mit aller 90-er Jahre dtp-Wurstigkeit würde ich nicht ohne Grund geheh. In dieses hier http://www.fribourgtourisme.ch/de/index.cfm übrigens genausowenig.

  11. an tkrtz:

    Natürlich ist das nicht in der Form verallgemeinerbar, ich wollte nur generell auf diesen Aspekt hinweisen – was ich in diesem Beispiel überspitzt darstellen wollte. Man kann den Umkehrschluss daraus nicht ziehen – ich stimme Ihnen da völlig zu.

    Im deutschsprachigen Raum sind wir im Bezug auf die visuelle Kultur dahingehen ohnehin “verwöhnt”. Wenn Sie nach Frankreich blicken, würde sie gemessen an deren Auftritten vermutlich keine einzige Stadt (ausgenommen der Großstädte) besuchen. (Wobei viele Städte mittlerweile eine offizelle Seite haben und eine explizite Tourismusseite die meist deutlich übersichtlicher ist.)

    Es geht also bei diesen Stadtauftritten in erster Linie um Klarheit, Einfachheit und Informationsvermittlung (für Bewohner und Touristen). – Steht das “Spektakel” im Vordergrund und wird das Design zum Selbstzweck kippt das Ganze und nützt auch der Stadt im Endeffekt recht wenig.

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