Umfrage 2017: Welche Software und Werkzeuge nutzen Designer?

Der Geburtstag von Adobe Illustrator ist ein schöner Anlass, um einmal die Vorlieben von Kreativschaffenden in Bezug auf ihre Arbeit in einer weiteren dt-Umfrage abzufragen. Welche Software und Werkzeuge werden heutzutage von Designern genutzt?

Die letzte dt-Studie „Wie Designer arbeiten“ ist 3 Jahre alt. Mich interessiert, inwiefern sich bei Kreativschaffenden in den vergangenen drei Jahren Arbeitsprozesse und Werkzeuge, mit denen sie arbeiten, geändert haben. Ich habe hierzu eine kleine Umfrage angelegt und würde mich über eine möglichst hohe Beteiligung freuen. Lediglich fünf Fragen gilt es zu beantworten. Die Befragung ist anonym. Die Antworten werden in den kommenden Tagen ausgewertet. Das Ergebnis wird im dt im Rahmen eines separaten Beitrags veröffentlicht.

40 Kommentare zu “Umfrage 2017: Welche Software und Werkzeuge nutzen Designer?

  1. Hallo,
    ich kann mir vorstellen, dass „sketchApp“ noch eine Option zum anklicken sein sollte, da dieses das Webdesign eigentlich momentan wesentlich als Werkzeug bestimmt. Nicht zuletzt sieht Adobes Xd genauso aus und kann als Antwort dazu verstanden werden.

    https://www.sketchapp.com/

    lg
    timo

  2. Auch wenn es nicht ganz sauber ist, habe ich Sketch noch als Option in die Umfrage mit aufgenommen. Denn auch auf Twitter gab es hierzu Reaktionen. Da die Umfrage über einige Tage laufen und, so hoffe ich, viele hundert Teilnehmer haben wird, sollte diese Ungenauigkeit in der Erfassung der Antworten vergleichsweise gering ausfallen.

    Danke für die Rückmeldungen!

    • Achim, was meinst du mit „nicht ganz sauber ist“?
      Das Tool selbst oder die Einordnung in die Auswahl der weiteren Programme?

      Wir nutzen Sketch seit 2 Jahren für UI, bei uns zu 90% Webdesign.

      Die anfänglichen Kinderkrankheiten sind verschwunden, die Community wächst immer stärker und die Ressourcen (libraries, symbols, plugins) zu nutzen, macht immer mehr Spaß.

      Mit der Zeit wurde Sketch für uns mehr als ein reines UI-Tool. Es ist schnell, nativ (am Mac) und fühlt sich einfach schön agil an.
      Mal schnell „was aufzureißen“ ist einfach genial.
      So setzen wir damit nicht nur Sitemamps, Siteflows (gibt richtig schicke Symbol-Libs dafür) und schnelle Mockups um, sondern auch erste Moodboards für Corporate Designs.

      Klar, Typografie-Handling ist ein graus. Farbmanagement nur RGB. Shortcuts *urks*.
      Aber wir feuern seither immer häufiger was raus. Denken digital First und sehen Design eher als lebendes System, nicht als Print-Manual.

      Mit so einem Moodboard geht es in die Diskussion mit dem Kunden (wenn er auch so denkt) und im Team an den Feinschliff in Indesign und Illustrator. Parallel in Sketch an die Lego-Steine fürs Screendesign. (Sketch exportiert per Plugin einen Styleguide)

      OK, jetzt sieht mein Post aus, wie Content-Marketing für Sketch :D

      Daher schnell zum Ende:
      Sketch ist mehr als ein Tool für uns. Es hat uns zu einem neuen Workflow verholfen und hilft uns auf dem täglichen Selbstfindungstrip zwischen Buzzwords wie agil, digital First und lebendigen Designsystemen.

      Was bleibt am Ende des Tages? Mein Lieblingstool: ein Kugelschreiber von Lamy. Aus dem kommt alles heraus, auch ohne Plugin ;)

  3. Ohne Sketch wäre die Umfrage wohl auch nicht wirklich aussagekräftig gewesen. In meinem Umfeld hat Sketch Photoshop mittlerweile als Design-Tool für UIs komplett verdrängt.

    Für mich fehlt in der Fragestellung die Abgrenzung der Art von Designern. Denn aus meiner Sicht fehlen Optionen, die für „digital“ Designer nicht mehr wegzudenken sind, wie z.B. Prototyping Tools, Animation Tools usw. Bei den Werkzeugen fehlen Smartphones komplett…

  4. Habe ich es übersehen, oder fehlt Quark Xpress?! Und ja, es gibt noch Leute die damit arbeiten – die neueren Versionen stehen InDesign in kaum etwas nach, bzw. ist die Detailtypografie dort einfach viel feiner zu justieren.

      • Ich musste erst bis hier her scrollen, um von Corel zu lesen?^^
        Aber recht geschieht es ihnen. Eine 700-Euro-Software, deren Fortschritte man nicht mal mit dem Bildschirmlineal messen kann, braucht kein Mensch. Obwohl es da ein paar Sachen gibt, die andere Programme (so) nicht können, habe ich mich davon auch verabschiedet.

      • Ich glaube zwr nicht wirklich, das so wenige User auf Quark setzen, aber verstehe den Ausschluss von dieser Umfrage. Spannend hätte ich es gefunden, wie viele Leute „Glyphs“ nutzen – gefühlt gestalten immer mehr Leute Schriften. Vielleicht ein Punkt mehr für kommendes Jahr …

  5. Abgesehen davon @JyS. lässt es sich mit QuarkXPress vor allem bei großen Projekten flotter und somit effektiver arbeiten. Und ich glaube nicht, dass zB Procreate von mehr Designern genutzt wird ;-)

    Gruß aus Münster

  6. Ich find die Dominanz von Adobe-Produkte auch sehr erdrückend. Natürlich ist InDesign und co. marktführend, aber auch nicht alternativlos. Die Umfrage suggeriert aber anderes. Nach meiner Meinung hätte die Umfrage also eher „Wer nutzt Adobe/ wer nicht?“ lauten können oder es werden alle ernsthaften Alternativen aufgeführt, unabhängig wie groß die Marktdominanz ist. Andernfalls wird so Selbige von Adobe weiter (unbewusst) zementiert. Aber nur meine Sicht. Konkret fehlt mir schmerzlich Corel, dass mir z.B. über die Jahre wertvolle Dienste geleistet hat.

    • Dem und den Kommentaren von JyS. sowie Albert Bartel kann ich mich nur anschließen. Deswegen kann ich auch an der Umfrage nicht teilnehmen.

    • Die Umfrage suggeriert aber anderes.

      Die Umfrage orientiert sich an der 2014 durchgeführten Studie, anhand derer sich die große Bedeutung von Adobe-Produkten ablesen lässt. Ob sich an dieser Dominanz etwas geändert hat, soll im Rahmen dieser Befragung ermittelt werden. Insofern wäre es natürlich begrüßenswert, wenn gerade jene Anwender, die mittlerweile andere Software nutzen, an der Umfrage teilnehmen, auch wenn die von ihnen bevorzugte Software namentlich nicht explizit aufgeführt wird. In diesem Fall kann man „andere Software“ auswählen.

    • Genau den Gedanke hatte ich, als ich meine Auswahl bei Photoshop, Illustrator & InDesign machte… Dabei warte ich nur darauf, dass z.B. die Affinity-Programme durch eine gute Layout-Anwendung ergänzt werden, die idealerweise das InDesign-Format beherrscht oder alte ID-Dokumente bei Bedarf zumindest öffnen und weiterbearbeiten lässt.
      Dann könnte/würde ich meine CS5 wohl endlich in den Ruhestand schicken und zum Abschied vielleicht noch einmal leise in Richtung Adobe winken, von wo aus man ja immer wieder versucht, mich mit zweifelhaften (oder gar verzweifelten?) Argumenten doch noch in die CC zu locken.

  7. Leider fehlen mir hier auch diverse UX/UI/Prototyping Tools wie Invision, Principle und auch Axure, die den Workflow in den letzten Jahren umheimlich beschleunigt haben. Vielleicht bei der nächsten Umfrage ;-)

  8. ich finde die knotenbearbeitung bei adobe produkten katastrophal. corel draw ist hier wirklich die beste lösung. wenn ich logos entwerfe, kann ich hier wirklich sauber in die microtypo eingreifen. auch wenn viele andere profis schon immer über corel draw gelacht haben, dann nur, weil sie noch nie damit gearbeitet haben. illustrator ist ein dreck dagegegn, vor allem wegen den knoten, für standardaufgaben ist das ja ok.

  9. Ich bin kein Fan von Illustrator, auch wenn ich bei Vektorgrafiken zu 90% damit arbeite. Ich nutze immer noch Freehand – auch weil sich komplexe Freehand-Sachen nicht sinnvoll in AI überführen lassen und im besten Fall immer noch einen Berg an Nacharbeit erfordern – für den ich meist keine Zeit habe.
    Corel ist viel günstiger und für Vektorgrafiken Illustrator sicherlich nicht unterlegen.
    Was mir dann aber fehlt, ist eine Alternative zu InDesign – und so hänge ich am Ende auch bei den Adobe-Produkten – trotz vieler vieler Schwächen.

    • ich denke zu indesign als layout programm gibt es keine alternative. das zusammenspiel von photoshop und illustrator damit ist schon sehr komfortabel …

      • Da kennt Ihr aber die letzte Version von XPress nicht: die wandelt nicht nur PDFs in Layoutdaten um, sondern importiert auch Indesign- und Illustratordaten bei Bedarf als native Daten.
        Typographisch ist es schon seit Jahren allem von Adobe weit überlegen, dazu stabiler und schneller — und nie keine Mietversion nicht, nur zu kaufen.
        Und vor wenigen Tagen wurde die nächste Version angekündigt, wieder mit einigen ziemlich guten Innovationen. Schaut doch mal hier: https://www.youtube.com/user/QuarkXPressTV

  10. Schade, dass weder Inkscape noch Gimp in der Umfrage waren, obwohl ja immerhin Linux als Betriebssystem zur Auwahl stand. Nur leider ist keines der gelisteten Programme unter Linux verfügbar.

  11. Tatsächlich benutze ich noch eine Asbach-Uralt-Version von PS in der VM. Als mögliche Alternativen können LazPaint oder Bloom gelten – ersteres hat aber eine sehr angestaubte Oberfläche, während letzteres zwar alles an PS-Dateien aufbekommt, aber funktionstechnisch weit hinter anderen Grafikprogrammen a la Paint Shop Pro, Gimp & Co. zurückbleibt.

    Ansonsten gibt es da etwa noch Krita, welches sich wohl besonders gut für aktive Zeichner und Maler eignen soll; als PS-Ersatz taugt es m.E.n. aber nicht.

    Illustrator mochte ich noch nie, Freehand war immer die bessere Option, irgendwann ging auch das bei mir zu Bruch, ergo Inkscape.

    Der Rest wird klassisch im LAMP-Umfeld = im Browser gebaut. Wozu Webdesign, wenn man das Medium selbst so gut wie nie zu Gesicht bekommt? :D

    cu, w0lf.

  12. Man man, ist schon krass, dass QuarkXPress nicht als relevant genug angesehen wird, um in dieser Umfrage aufzutauchen. Obwohl es interessant wäre, ob es Quark in letzter Zeit geschafft hat, mit den neuen (sicherlich sehr guten) Versionen Marktanteile zu gewinnen. Ich bin nun schon seit Jahren bei InDesign (allerdings noch bei der 5.5), da ich Mietsoftware nicht mag. Aber Quark hat mir besser gefallen. Die Oberfläche und das Handling. Wie hab ich mich vor Jahrhunderten auf QXP 4 gefreut :-) Konnte es gar nicht erwarten. Doch die Firma wurde größenwahnsinnig, die Kunden liefen in Scharen zu Adobe über. Schade.

    • Auch wenn ich vor Jahren einmal das „Vergnügen“ hatte Quark zu testen und ansonsten seit Jahr und Tag mit Adobe-Produkten arbeite: Konkurrenz – ob nun von Quark oder Affinity – ist nur zu begrüßen.
      Spätestens seit Umstellung auf das Abo-Modell hat man immer mehr das Gefühl: Adobe hat nicht genügend Konkurrenzdruck. Diagramme & Co. mit Illustrator kann man nach wie vor vergessen, die Möglichkeiten bei lebenden Kolumnentiteln in InDesign sind auch ewig nicht erweitert worden, aber dafür hat man nun eine Stock-Bibliothek als zusätzliche Einnahmequelle direkt in die Programme integriert.
      Bleibt die Hoffnung, dass bei der nächsten Umfrage evtl. mehr Programme aufgeführt sind – als Zeichen einer Entwicklung, die auch bei Adobe wieder etwas mehr Innovationsfreude hervorruft.

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