Trend – Moderierte Websites

“Guten Tag. Schön, dass sie heute im Design Tagebuch vorbeischauen. Wenn sie möchten begleite ich sie auf den nächsten Seiten, um ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.” So ähnlich könnte der Wortlaut sein, den die Dame im Business-Kostüm an dieser Stelle zum besten gibt. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings sehr gering, dass ein Website-Moderator irgendwann einmal an dieser Stelle in Erscheinung tritt. Auf anderen Websites ist die Wahrscheinlichkeit auf solch einen “real avatar” zu stoßen in letzter Zeit allerdings stark gestiegen. Anbieter respektive Produkte wie Modsite, Yaoti, und Visual Acting tauchen auf dem deutschen Markt auf und werben um die Gunst von Firmen und Institutionen.
Die Sprache im Webauftritt

Ich sammle heute einmal Begriffe, die im Zusammenhang mit Internetauftritten im Einsatz sind. Oft sind dies englische Begriffe, die sich im Laufe der Zeit durchgesetzt haben und als “gelernte” Wörter gelten dürfen. Manchmal finden sich aber auch üble denglische Begriffe darunter, also scheinbar englische Wörter, die von irgendeinem denkfaulen Journalisten in die Welt gesetzt wurden und so weit weg von der englischen Sprache sind, wie Russland von der Meinungsfreiheit. Angeregt durch Gerrit van Aaken, der eine Sammlung von Berufsbezeichnungen zusammengetragen hat möchte ich an dieser Stelle die aus meiner Sicht gängigsten und besten Wörter aufführen, die innerhalb oder im Zusammenhang mit einem Internetauftritt Verwendung finden. Eure Anregungen und Kritiken sind sehr willkommen. » weiterlesen
Metaphern im Netz

Das Medium Internet ist reich an Metaphern. Schon allein, wenn wir über das Netz sprechen bedienen wir uns einer Metapher. Jedem ist klar, dass nicht etwa ein Fischernetz gemeint ist, sondern das World Wide Web. Ok, in Küstennähe kann es hin und wieder zu Missverständnissen kommen. » weiterlesen
Die Logotrends 2006

Auch auf die Gefahr hin, dass ich hier vielleicht den spätesten Jahresrückblick der Saison vorstelle, möchte ich kurz auf die sehr schöne Sammlung von Bill Gardner aufmerksam machen. Akribisch hat er wieder einmal 60 Logos aus der ganzen Welt zusammengetragen und sie in Kategorien wie “Blankets, Orbs, Blur oder auch Post Apocalyptic” zusammengefasst. Das macht er bereits seit 2003. Man kann also getrost ein Lesezeichen setzen und sich auf die Ausgabe 2007 freuen. Irgendwo habe ich gelesen ein Trend ginge in Richtung Sprechblasen a la Technorati. Man wird’s von Bill erfahren.*
Viel Spaß nun beim Schauen und Stöbern.
via qmx und ulrikedores
* oder auch demnächst in diesem Theater :)
Tunnelseiten, die kein Mensch braucht
Tunnelseiten, im Englischen “splash pages”, sind dem eigentlichen Webauftritt vor geschaltete Seiten (genaue Definition). Im Gegensatz zu Brückenseiten (doorway pages) sind Tunnelseiten jedoch kein Instrument zur Suchmaschinenoptimierung. Folgende Unterscheidung möchte ich einmal vornehmen.
Typ A – Länder- und/oder Sprachauswahl sowie nach Flash und HTML
Typ B – Verzweigung in Unternehmens- oder Produktbereiche
Typ C – Vorauswahl nach Zielgruppen
Typ D – Eine mehr oder weniger leere Seite a la “Willkommen, treten Sie ein”
Die Tunnelseiten-Typen im Einzelnen
Wortwolke – tag cloud

Immer häufiger trifft man auf Wortwolken bzw. tag clouds. Flickr, Technorati und Blogs im Allgemeinen haben den Trend ausgelöst. Nun hält diese Navigationserweiterung auch Einzug in deutsche Auftritte wie Spiegel.de, O2-online, Karlsruhe.de oder auch jetzt.de, einem Ableger der Süddeutschen Zeitung. Eine Wortwolke ist eine Link-Sammlung der am meisten aufgerufenen Seiten bzw. der am meisten eingegebenen Suchbegriffe. In der Regel wird diese Liste automatisiert erstellt. Bei Spiegel ONLINE pflegen Redakteure die Wortwolke.
Alle Jahre wieder… schneit es auf Logos hernieder

Rechtzeitig zur heißen Phase im Weihnachtsgeschäft überbieten sich alljährlich die Shops darin ihr Firmenlogo zu verhunzen. Zipfelmützen, Christbaumschmuck und künstlicher Schnee werden hervorgekramt, um den kaufwilligen Besucher mit aller Macht in eine stimmungsvolle Atmosphäre zu versetzen.
Farbig dezent, wie beim amerikanischen Shop Target, tut wenigstens nicht den Augen weh. Bei Plus hingegen wird aktuell der gesamte Shop mit Lametta, Christbaumkugeln und roten Schleifchen zu gehangen. Wems gefällt…
Nicht, dass ich etwas gegen einen schön dekorierten Weihnachtsbaum einzuwenden hätte. Aber bei Shops, die ihrem Firmenlogo eine rote Zipfelmütze oder ein Schneehäubchen verpassen kaufe ich aus Prinzip nicht ein. Amazon war in der Vergangenheit eigentlich immer der erste Shop, der Schleifen und rote Kugeln ausgepackt hatte. Dieses Jahr ist das Logo überraschender Weise schmucklos. Gut so.
Wenn ihr mich fragt ist Weihnachtsschmuck auf dem Firmenlogo Schnee von gestern. Viel Spaß noch beim Weihnachtsbummel.
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