Websprech – die Sprache im Umgang mit Webanwendungen

Sprache spielt im Berufsalltag der meisten Kreativen eine zentrale Rolle, gerade im Kommunikationsdesign, zu dem auch das Webdesign zählt. Ist die Sprache zu unpräzise und sind Begrifflichkeiten ungenau, vermag auch das beste Design nicht, diese Defizite etwa im Bereich der Usability auszugleichen. Bei der Gestaltung von Webanwendungen greifen Design und Sprache Hand in Hand, zumindest sollten sie es wünschenswerterweise.
Wohl jeder, der es mit dem Erstellen von Webanwendungen zu tun hat, seien es Konzepter, Designer oder Entwickler, dürfte das kennen. Beim Anlegen der Navigation oder bei der Benennung von sensitiven wie nicht-sensitiven Elementen gerät man ins Stocken, weil man sich fragt: Welches ist der beste Begriff, der eine für Smartphones optimierte Website beschreibt? „Mobile Website“, „Mobile Version“ oder „Mobil-Portal“? Und was ist mit „Sitemap“? Ist diese Bezeichnung für die hierarchisch strukturierte Darstellung aller Webseiten die erste Wahl oder kann man auch „Inhalt“ oder „Übersicht“ verwenden? Um diese und viele weitere Begrifflichkeiten einmal in Bezug rein auf ihren sprachlichen Gehalt hin zu überprüfen, habe ich die Website Websprech initiiert. » weiterlesen
DESIGNED FÜR…

In der aktuellen Kampagne für das 4er Coupé von BMW heißt es: „DESIGNED FÜR FAHRFREUDE“. Wenn, wie in der 1er-Kampagne vor einigen Jahren geschehen, offenkundig und auf kreative Weise mit Sprache und Typographie umgegangen wird, dann ist das eine feine Sache. Wenn aber schlicht und ergreifend schludriges Deutsch in Kampagnen Einzug hält, will zumindest bei mir so gar keine Freude aufkommen.
Es liegt im Trend, Design in der Werbung und der Kommunikation mehr in den Fokus zu rücken (siehe Microsoft, Apple, IKEA). Wer Designkompetenz beansprucht und vor hat, mit „Design Gefühle zu kreieren, Leidenschaft zu wecken – mit jedem Detail“, so PR-Text BMW, darf sich gerne die Mühe machen, es richtig zu schreiben.
Ja oder Nein? Die Kampagnenmotive zur Volksabstimmung „Stuttgart 21“ im Vergleich

Am 27. November 2011 findet in Baden-Württemberg die Volksabstimmung bezüglich „Stuttgarter 21“ statt, der Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart. Es ist dies erste Volksabstimmung in der Geschichte des Landes. Argumente für und gegen Stuttgart 21 wurden wieder und wieder ausgeführt, alles wurde gesagt, was zu sagen ist. Mit der Bürgerbefragung erreicht das von unzähligen Protesten begleitete Projekt seinen vorläufigen Höhepunkt, nun soll abgestimmt werden. Seit einigen Tagen hängen landesweit die Wahlplakate von S21-Befürwortern und -Gegnern. Wie sehen die Plakate aus, mit denen beide Lager auf Stimmenfang gehen? Im dt werden die Kampagnen vorgestellt und es kann schon heute abgestimmt werden. » weiterlesen
Duden.de Relaunch 2011

Umdenken beim Bibliographischen Institut. Jahrelang verfolgte man hier die Strategie: Worthäppchen gibt es gratis (im Netz), umfassende Unterstützung nur gegen Bezahlung (Software). Dank Online-Wörterbüchern und -Nachschlagewerken wie Canoo.net, DWDS oder auch pons.eu (seit 2009) gab es eigentlich keinen Grund, einen „echtes“ Duden-Nachschlagewerk im Internet zu vermissen. Der Relaunch von Duden.de schließt also keinesfalls eine Lücke, wie es etwa auf Meedia nachzulesen ist. Vielmehr gilt es, verlorenen Boden wieder gut zu machen. Der Verlag verfolgt mit der Öffnung des Wörterbuchs das Ziel, das Online-Medium stärker als Image-Träger für sich zu nutzen, um dadurch den Verkauf von Produkten anzukurbeln. Spät, aber nicht zu spät, kommentiert basicthinking. Die verlegerische Geschäftsführerin des Dudenverlags Marion Winkenbach sagt in Bezug auf die Markenführung: „Für unsere Markenpolitik ist es wichtig, dass wir auch online die Nummer eins sind in Sachen deutsche Sprache“. » weiterlesen
Duden reformiert Webauftritt

Pünktlich zum 180. Geburtstag von Konrad Duden wurde dieser Tage die Webpräsenz duden.de auf einen neuen Aufbau und ein neues Design umgestellt. Den Nutzer erwartet nun auf der Startseite ein Interface im Look einer Bibliothek, welche Lust zur Interaktion machen soll. » weiterlesen
Das große Eszett ist da

Im Zusammenhang mit der Frage: Was ist typisch deutsches Design? ist sicherlich auch der folgende Artikel und nachfolgende Link-Tipp interessant, die sich mit dem Eszett beschäftigen, DEM typisch deutschen Buchstaben. Der Großbuchstabe wurde nun in die internationalen Zeichensätze ISO-10646 und Unicode 5.1 aufgenommen.
Alle lieben Liebe

Hallo liebe Liebenden!
Ihr* habt es geschafft. Ihr habt ein bedeutungsvolles Wort unserer Sprache zur banalen Allerweltsphrase degradiert. Während Pro7 mit “We love to entertain you” aufgrund der Verwendung der englischen Sprache wenigstens noch erkennbar macht, dass die Liebe oberflächlicher Natur ist – quasi eine Höflichkeitsfloskel – ist in immer mehr Slogans der ungleich stärkere deutsche Begriff “Liebe” eingeflossen. Eine schleichende Form von Anglizismus? 2 Wochen vor dem “Fest der Liebe” ein Kommentar zur viralen Verbreitung von Liebesbezeugungen in der Werbung. » weiterlesen

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