Ein neues Zuhause – Toom neu gestrichen

Die Baumarktkette hat ihren Internetauftritt neu gestrichen. Viel mehr Worte muss man ansonsten nicht verlieren. Statt mit einem neuen, weniger schrillen Stylesheet plus neuem Logo einfach überzupinseln, hätte man erst einmal ordentlich verputzen und grundieren sollen. Die Framset-Lösung bröckelt an jeder Ecke. Die gesamte Branche hat ganz offensichtlich das Thema Online-Shopping noch nicht für sich entdeckt. Einzige Ausnahme ist Obi.
Den Meta-Angaben kann man entnehmen, dass die Firma CMF den Auftritt realisiert hat.
Danke an Christoph für den Hinweis.
Sportscheck mit Relaunch
“Sportscheck goes Otto” hätte die Überschrift auch lauten können, denn das neu aufgelegte Design und der neue Aufbau ist ein Schritt in Richtung Mutterkonzern bzw. Otto.de. Deutlicher als vor dem Relaunch erkennt man nun die vielen Gemeinsamkeiten, die da wären: INTERSHOP-Lösung, 3-Spaltigkeit im Aufbau und eine gewisse Flächigkeit der einzelnen Module. Was früher frei vor weißem Hintergrund stand hat nun einen Rahmen oder wird grau oder aprikosefarben hinterlegt.
Der orangefarbene Header ist weiterhin betont ruhig aufgebaut und ein “weit sichtbares” Erkennungsmerkmal in der Shopping-Welt. Dennoch nähert sich die nun deutlich umfangreichere horizontale Navigationsleiste bedenklich den Großen in der Branche wie Otto.de, Neckermann.de oder Quelle.de. Das graue Rollover-Menü für die zweite Ebene hat den Charme einer Website von 1994.
Die aufwendigen Flash-Hauptbühnen für Produkt-Highlights wurden komplett raus genommen. Ähnlich wie zuletzt auch beim Relaunch von Opodo, wurden die Abrundungen für Reiter zurückgenommen. Auch die Flammen- oder Sternchen-Icons wurden komplett geopfert. Zielvorgabe war ganz offensichtlich weniger jugendlich wirken zu wollen. Aber genau die Frische des alten Auftritts vermisst man nun. Aber womit zumindest ich nie gerechnet hätte ist die Tatsache, dass man nun stilistisch ein Stück weit näher an eine der gruseligsten Seiten im Netz rückt – Discount24. Oder was soll man sonst zu den 08/15-Prozentzeichen sagen?
Etwas fraglich ist außerdem der Weg den einzelnen Modulen im Content Hintergrundbilder zu verpassen, die bei vergrößerter Ansicht im Browser wilde Dopplungen verursachen (siehe rechtes Bild). Kann man ja prinzipiell machen, nur sollten die Bilder darauf vorbereitet sein.
Gleichzeitig mit dem Relauch tritt Sportscheck im Otto.de-Auftritt als Partner-Shop auf, jedoch weniger namentlich, sondern rein über die Produktpalette. Hier wird der gleiche Farbcode gespielt.
Fazit
Aus dem Trendsetter wird ein Mitläufer. Sicherlich immer noch ein übersichtlicher, ansprechender und sehr gut strukturierter Shop, in dem Produkte bestmöglich präsentiert werden. Wär’s ein Launch würde man sagen “optimal”. Wer aber den alten Auftritt kennt wird feststellen, dass die Frische und Jugendlichkeit fehlt, die diesen Shop zu etwas Besonderem gemacht hatte. Nun ist Sportscheck näher an den bekannten Flaggschiffen der Branche, was nicht gerade einer Wiedererkennbarkeit förderlich ist.
Idealo.de leicht modifiziert
Zugegeben, eine Meldung über einen großen Relaunch sieht anders aus. Man muss schon genau hinschauen, damit man es bemerkt. Ein neues Logo (ist es wirklich ein Logo?), veränderte Farben in Tabellen und Listen und ein neues Favicon wurden dem Portal für Preisrecherchen geschenkt – das war’s. Man könnte jetzt natürlich sagen, da es hier eh nur um den Vergleich von Preisen geht und der Schnäppchenjäger alles andere ausblendet, kann einem das Logo egal sein. Dann frage ich mich aber wieso man es überhaupt ändert? Der in der Eurostile gesetzte Name wirkt eher lieblos. Die Spationierung links und rechts vom Punkt ist zudem zu groß. Gut, erwähnen sollte man natürlich auch, dass das alte Logo auch keine Glanzstück war. Der neue Schriftzug wirkt dagegen sauberer und die Position über den Linien macht den Header-Bereich etwas aufgeräumter. Wie dem auch sei. Ich werde auch weiterhin bei idealo.de nach Schnäppchen suchen.
Tchibo.de mit Relaunch
Einkaufsvergnügen auf 1024-Pixel-Breite. Womit auch schon das auffälligste Merkmal des neuen Auftritts beschrieben ist. Ansonsten setzt sich die Internet-Mélange aus den bewährten und erfolgreichen Tchibo-Zutaten zusammen: Horizontale Navigation, Direkteinstiege in die Themenwelten, rechte Marginalspalte und ein Content-Bereich, der bis in die unterste Ecke durch pastellfarbige Flächen zugepflastert ist.
Vor allem die Detailseiten profitieren von der neuen Breite. Die Bilder erscheinen nun größer. Zusätzlich werden weitere extra große Ansichten in Popup-Fenstern angezeigt. Hier folgt man dem Trend, den die anderen großen Online-Shops Neckermann, Otto, Esprit und Quelle mit vorgegeben haben. Je größer die “Zoom-Ansicht” ist umso besser. Die plastische Reiter-Optik der Hauptnavigation ist gelungen. Eine dritte Ebene wird in der rechten Spalte z.B. im Bereich Versicherungen abgebildet. Die Position innerhalb der Website wird stets durch entsprechende Aktiv-Zustände gekennzeichnet. Ein Brotkumenpfad ist auch aufgrund der relativ geringen Tiefe nicht notwendig. Insgesamt ein guter Wurf. Ach ja, Kaffee gibt es übrigens auch noch bei Tchibo ;)
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