Die Logotrends 2007
Bill Gardner hat wieder einmal eine ganze Menge Logos gesichtet um sie für seine jährlich erscheinende Trendsammlung zusammenzustellen. Wie jedes Jahr sehr inspirierend.

Die Logotrends 2006

Auch auf die Gefahr hin, dass ich hier vielleicht den spätesten Jahresrückblick der Saison vorstelle, möchte ich kurz auf die sehr schöne Sammlung von Bill Gardner aufmerksam machen. Akribisch hat er wieder einmal 60 Logos aus der ganzen Welt zusammengetragen und sie in Kategorien wie “Blankets, Orbs, Blur oder auch Post Apocalyptic” zusammengefasst. Das macht er bereits seit 2003. Man kann also getrost ein Lesezeichen setzen und sich auf die Ausgabe 2007 freuen. Irgendwo habe ich gelesen ein Trend ginge in Richtung Sprechblasen a la Technorati. Man wird’s von Bill erfahren.*
Viel Spaß nun beim Schauen und Stöbern.
via qmx und ulrikedores
* oder auch demnächst in diesem Theater :)
Zum Ursprung des neuen Freenet-Logos

Mit dem kürzlich neu aufgesetzten Internetauftritt präsentierte das Unternehmen aus Büdelsdorf auch ein neues Firmenlogo. Die drei Produktbereiche Mobilfunk, Festnetz und Internet wurden darin visualisiert. Die Kreativen nutzten hierfür die Form der Triskele – ein Symbol mit drei in einem gleichseitigen Dreieck angeordneten laufenden Beinen. Zumindest in einem Fall ist die Verwandschaft zu einem Zeichen als kritisch zu bewerten.
Noch interessanter als die Frage ob einem das neue Logo gefällt, ist sicherlich ob ein Firmenlogo mit einer thematischen Nähe zu einem Zeichen wie dem der Afrikaner Weerstandsbewegung gut aufgehoben erscheint? Ich meine es gibt auch andere Möglichkeiten drei Unternehmenssäulen oder einen Dreiklang in Formsprache umzusetzen: UBS, Adidas, Woolmark…
Der Relaunch von Freenet wird übrigens im Beitrag von Martin diskutiert. Dort stieß ich auch auf die “ungünstige” Verwandschaft.
- www.freenet.de
- Sizilien früher “Trinakria” (wikipedia)
- Triskele (wikipedia)
- Afrikaner Weerstandsbeweging (wikipedia)
Fußnote: Ich möchte betonen, dass die in diesem Beitrag dargestellten Logos und Symbole in keinster Weise eine politische oder sonst irgendwie geprägte Gleichsetzung bedeuten. Es soll lediglich der gemeinsame gestalterische Ursprung veranschaulicht werden.
Die besten Logos | Eine persönliche Sammlung

Ich habe mir einmal die Zeit genommen und meine ganz persönliche Liste mit “besten” Logos bzw. Markenzeichen zusammengestellt. Alle ausgewählten Zeichen und Logos haben eines gemeinsam, sie brennen sich ein. Ihre auf das Wesentliche reduzierte Darstellung – man bemerke, dass keines der Logos Verläufe, Schatten oder modischen Schnickschnack wie etwa Glanzeffekte enthält –, erzeugt ein hohes Maß an Prägnanz. Mal wird diese Prägnanz über eine reine Wortmarke erreicht (Canton), mal mit Hilfe der Bildmarke (Shell) und mal ist es die Kombination aus beiden, die im Zentrum eines starken Brandings steht (UBS).
Logos losgelöst vom restlichen Corporate Design zu betrachten und zu bewerten, ist schwierig, aber natürlich ist es legitim, denn auch Logos treten in vielen Fällen als Solitär in Erscheinung, denken wir zum Beispiel an die Bandenwerbung in Stadien oder an die Abbildung des Logos auf einem Produkt, einem Fahrzeug, einem Notebook oder einem Fernseher. Wenn dem Corporate Design die Chance verwehrt bleibt, sich zu entfalten, liegt es allein am Logo, Aufmerksamkeit zu erzielen. Auf Sponsorenwänden trennt sich die Spreu vom Weizen. Zu kleinteilige, verschachtelte und komplexe Konstrukte gehen hier unter. In Erinnerung bleiben hingegen Logos, die einfach konstruiert sind. Dass diese „in-die-Netzhaut-Einbrenner“ simpel sind, ist das Ergebnis umfangreicher konzeptioneller, handwerklicher und kreativer Arbeit. » weiterlesen
Logo im Fokus – Fujifilm
72 Jahre gibt es die Firma Fujifilm schon. Erst zum vierten Mal hat das bekannte Markenzeichen eine Modifizierung erfahren. Das neue Logo ist nun eine reine Wortmarke, die auch in Bezug auf Farbigkeit äußerst sparsam auftritt. Vor allem die Verlagerung der Schwerpunkte des Wirtschaftsbereiche soll durch das neue Logo zum Ausdruck gebracht werden. Die kleine rote Ecke im “I” soll laut Pressetext die “Verpflichtung für neue Technologien” visualisieren (???). Mit ein bisschen Phantasie lässt sich in der roten Fläche auch der linke Fuß eines Berges erkennen. Eine Reminiszenz an das Logo aus dem Gründungsjahr, in dem der Berg Fuji dargestellt ist? Wie auch immer… Die Farbe Grün bleibt auch weiterhin in allen Medien als Primärfarbe im Einsatz.
Logo im Fokus – Shell
Die Historie des Shell-Logos zeigt sehr schön, wie im Laufe der Zeit die Reduzierung der Form zunahm und sich der Grad der Abstraktion verstärkte. Wirkt das Logo von 1930 noch so kitschig, wie eine Muschelschatulle setzte man ab den Siebzigern auf eine klare und reduzierte Formsprache. Gleichzeitig wurden zu dieser Zeit die sehr strahlenförmigen, streng symmetrischen Linien im Innenteil der Bildmarke eingeführt. Die Energie einer aufgehenden Sonne wird so visualisiert und zusätzlich als positive Komponente mit aufgenommen. Übrigens, die Farben Gelb/Rot wurden der spanischen Nationalflagge entnommen. Als die erste Tankstelle in Kalifornien im Jahr 1915 eröffnet wurde, gab es bereits Konkurrenz. Um Kunden zu gewinnen musste man also auffallen. Was lag also näher, als die Bevölkerung, die zur Hälfte spanische oder mexikanische Wurzeln hat, mit etwas “Vertrautem” anzusprechen.
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