Online-Kalkulator für Kreativleistungen
Erstmals stellt die AGD (Allianz deutscher Designer ) einen Online-Kalkulator zur Verfügung, mit dem sich faire und angemessene Vergütungen von Kreativleistungen ermitteln lassen. In einer Grundversion ist der Kalkulator kostenfrei. Die Meldung dürfte vor allem für diejenigen Gestalter interessant sein, die bei der Frage nach der adäquaten Vergütung der eigenen Arbeit mehr Fragezeichen vor Augen haben als Antworten. » weiterlesen
Design oder Geld?

Beitrag von Marco Wilhelm Linke
Als kreativer Mensch ist man geneigt, sich voller Eifer den Herausforderungen neuer Projekte zu stellen: Bereits beim ersten Kundengespräch sprudeln tausende Ideen aus dem schier unerschöpflichen Quell der Kreativität – und dann trifft einen mitten im Fluss der Ereignisse die profane Frage: „Und was kostet das jetzt alles?“ Diese Frechheit trifft den Designer mitten ins Mark. Dort, wo es am meisten schmerzt: im Reich der Zahlen und mathematischen Berechnungen. Da wollte man die innovativsten Einfälle zu Papier bringen und der Kunde interessiert sich nur für das Geld?
In der “wirklichen Berufswelt” des Designers ist es natürlich so, dass Designer durchaus Geld für ihre Arbeit haben möchten. Nur eben nicht sehr viel. Wer sich heutzutage für den Beruf des Kommunikationsdesigners entscheidet, wird in den meisten Fällen nicht reich von seiner Arbeit. In dem letzten Gehaltsreport des Berufsverbandes Deutscher Kommunikationsdesigner BDG hieß es, dass mehr als die Hälfte der Designer weniger als 2.500 € brutto verdienen. Rund 80% der Designer verdienen weniger als 3.300 € brutto. Und die Luft nach noch weiter oben wird sehr schnell sehr dünn. » weiterlesen
BDG-Gehaltsreport 2010

Anfang November hatte ich bereits auf ihn aufmerksam gemacht, nun hat der Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner (BDG) den „Gehaltsreport 2010“ veröffentlicht. Hier ist er:
- BDG-Gehaltsreport 2010 | PDF, 230KB
- Hier gehts zur entsprechenden Pressemeldung
Ein spannendes Thema – klasse aufbereitet. Dennoch bin ich persönlich von dem Report etwas enttäuscht. Bereits im September 2010 wurde im dt eine ganz ähnliche Umfrage zum Thema Gehalt eines Designers durchgeführt. Damals beteiligten sich 1.401 Designer bei der Umfrage. Während in diesem Ergebnis das Gehalt in drei unterschiedliche Gruppen unterteilt ist (Praktikanten, geringe Berufserfahrung und große Berufserfahrung), was die Einordnung des eigenen Gehalts erleichtert, unterscheidet der BDG-Report hier nicht. Da jedoch die unterschiedlichen Gruppen sehr wohl bei der Befragung erfasst wurden, wäre eine Aufschlüsselung der Gehälter nach eben diesen Gruppen unbedingt hilfreich und sinnvoll gewesen. Ich vermisse sie jedenfalls. Ebenfalls schwierig ist die Einordnung des eigenen Gehalts aufgrund der Tatsache, dass keine Aussage in Bezug auf den Durchschnittsverdienst gemacht wird. Hier hatte ich einfach gehofft, dass meine im September ermittelte Pi-mal-Daumen-Berechnung etwas „Handfestes“ zur Seite gestellt bekommt. Gehofft hatte ich ebenfalls, dass der Report auf Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern eingeht. Ein Ost-West- oder Süd-Nord-Vergleich wäre sicherlich aufschlussreich gewesen.
dt-Umfrage: Gehälter von Designern und Designpraktikanten
In Anlehnung an die jüngst durchgeführte Umfrage in Bezug auf die Gehälter von Hochschulabsolventen, würde ich gerne noch einmal in etwas allgemeinerer Form die Gehälter von Designern thematisieren. Ich möchte deshalb alle Designer* einladen, das folgende, sehr kurz gefasste Formular auszufüllen.
Zeit ist Geld, ich weiß. Wichtiger als jede Umfrage ist die eigene Arbeit, die eigene Kreation. Deshalb würde es mich besonders freuen, wenn sich auch diejenigen Kollegen angesprochen fühlten, die bereits seit einigen/vielen Jahren im Beruf stehen. Je mehr Designer/Designpraktikanten mitmachen, und je heterogener die Teilnehmergruppe, umso brauchbarer ist am Ende das Ergebnis, das ich gerne im Anschluss an die Befragung und Auswertung hier im Blog veröffentlichen möchte.
Diese Umfrage geht auch auf eine Anregung von dt-Leser andre zurück. Das Thema „Vergütung von Pitches“ – auch spannend – bleibt hier allerdings erst einmal außen vor. Dennoch ist dies eine Art Gemeinschaftswerk, so verstehe ich es jedenfalls. Das Formular ist mit zwei Fragen bewusst sehr knapp gehalten. Abgefragt werden die Monatsgehälter jeweils als Brutto-Wert. Die Daten werden anonymisiert erfasst.
* in Festanstellung oder als Praktikant in Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol
Update 08.09.2010: 14:27
Die Umfrage ist nun beendet. 1.401 Leser haben an der Umfrage teilgenommen. Vielen Dank an alle! Ich werde das Ergebnis nun auswerten und für eine Veröffentlichung aufbereiten.
Was verdient man als Designer?

… mit dieser Frage hat sich nicht nur im Februar 2010 der BDG beschäftigt und eine Blitzumfrage durchgeführt, deren Ergebnis man mit „sexy und arm“ zusammenfassen kann, sondern aktuell auch Prof. Robert Paulmann vom corporate identity institut. Wie steht es um das Gehalt von Jungdesignern?
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