Studienergebnis: Die Rolle der Designagenturen in einer zunehmend vernetzten Arbeitswelt

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Anna Kleibl ist im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Fachhochschule Potsdam Fragen nach der Zusammenarbeit von Designagenturen mit ihren freien Mitarbeitern nachgegangen. Wie sieht die netzwerkartige Zusammenarbeit der Designagentur mit ihren externen Partnern heute aus? Welche Probleme und Defizite gibt es? Welche Faktoren sind für die erfolgreiche Zusammenarbeit der Designagentur mit ihren externen Partnern entscheidend? Im Oktober 2014 hatte ich auf die Umfrage hingewiesen. Nun liegt das Studienergebnis als PDF vor und kann im dt heruntergeladen werden.

Die Studie unterstreicht den Interessenkonflikt zwischen freien Mitarbeitern und Agenturen: Während Agenturen meist sehr kurzfristig, zudem projektgebundene Unterstützung suchen, wünschen sich freie Mitarbeiter ein frühzeitigeres Einbeziehen in ein Projekt und eine langfristige Zusammenarbeit. Einig sind sich hingegen beide Seiten, dass mangelnde Kommunikation mit der größte Problemfaktor in der Zusammenarbeit darstellt. Eine Verbesserung der Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der netzwerkartigen Zusammenarbeit wird sowohl von Agenturen wie auch von freien Mitarbeitern als Ziel formuliert. Schön, dass zumindest hier Konsens besteht.

4 Kommentare zu “Studienergebnis: Die Rolle der Designagenturen in einer zunehmend vernetzten Arbeitswelt

  1. Wir arbeiten öfter als externe Webentwickler mit Designagenturen, meistens klappt die Zusammenarbeit gut. Es gibt jedoch 2 Typen von Agenturen:

    — Gute Agenturen sprechen mit dem Entwickler das Konzept ab
    — Schlechte Agenturen wissen alles besser

    — Gute Agenturen verstehen, wie ein Entwicklungsprozess funktioniert
    — Schlechte Agenturen gestalten die Seite und damit ist ihre Arbeit beendet.

    Was interessant ist, dass viele Agenturen eine Website für Desktop gestalten und das Responsive dem Entwickler überlassen. Wie sehen und funktionieren dann 80% aller „mobiler“ Websites?

    Keine der Agenturen kennt die mobile-first Gedanke, oder gibt es welche?

    • Ich habe vor ein paar Jahren als Werkstudent in einer Fullservice-Design-Agentur gearbeitet und dort das Prinzip „Responsive“ vorgestellt – die Agentur hat damals zwar schon mobile Websites gestaltet, aber als separat programmierte Website mit doppeltem Pflegeaufwand.

      Mein Eindruck war, dass sehr wohl der Bedarf dafür erkannt wurde/wird, aber in deren „Filter Bubble“ so grundlegende Techniken wie media-querys (und deren Einsatzzweck) einfach nicht vorkamen. Ich war froh über die Chance, das dort einzuführen und es hat beiden Seiten genutzt. Aber dazu muss man eben auch als Inhaber einer Agentur offen sein, externes Knowhow anzunehmen – selbst, wenn es von einem „unerfahrenen“ Studenten kommt.

      Trotzdem: Für die Umsetzung der ersten Website habe ich mir damals ein 0815-Android-Tablet privat anschaffen müssen, um überhaupt die Chance zu haben, deviceübergreifend zu testen.

      Ich bin mir sicher, die meisten Agenturen kennen den mobile-first-Gedanken – vielleicht ist denen aber nicht bewusst, dass die Nutzer da draußen viel selbstverständlicher mobil surfen, als das der Durchschnitts-Agentur-Kopf macht. Manchmal kann man da mit harten Fakten erfolgreich argumentieren. (Statistiken und Auswertung der bestehenden Website)

      Apropos: Es hapert ja nicht nur beim Thema mobile-first. Tracking und Erfolgsmessung – für manche eben #Neuland.

    • Wir entwickeln Seiten seit Ewigkeiten ab den ersten Gewerken mobile-first und erstellen dementsprechend sowohl im Konzept als Design zig Breakpoints mit ordentlichen Anweisungen. Solche Agenturen gibt es also tatsächlich. Und stellt euch, wir sind sogar recht groß.

      • Herzlichen Glückwunsch!

        finde es eher nicht positiv Design & Konzept in zisch Breakpoint-Größen zu bauen. Geld zum Fenster raus würde ich sagen… Wenn der Kunde natürlich den Schotter hat, why not.

        Ein besserer Weg ist es ein Team zu haben was „Bereichs“-übergreifend denken und handeln kann. Oder anders gesagt > ab zum Prototypen und bauen bauen bauen. 100mal Sachen in Photoshop hin und herzuschieben macht wohl wirklich nur bei sehr komplexen / schwierigen Seiten sinn.

        Generell sollte man mal weg davon dem Kunden statische Screens zu zeigen. Und das pitchen sollte man auch noch lassen. Alles könnte so schön sein :D

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