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Siegerentwurf – Frank Steinmeier Signet

Frank Steinmeier Logo

Der Logowettbewerb, durchgeführt von Jovoto ist nun beendet. Die beste Bewertung der Jovoto-Nutzer hat der oben abgebildete modulare Entwurf auf sich gezogen. Dafür wird der Gestalter mit 1.500 Euro belohnt. Leider lässt sich über die Jovoto-Plattform bislang nicht viel mehr in Erfahrung bringen. Ich hätte gerne den Namen des verantwortlichen Designers veröffentlicht. Mehr als „Berkeley“ ließ sich nicht herausfinden.

Ob Frank Walter Steinmeier das Logo nun tatsächlich für seine Zwecke nutzt, ist offen. Sofern das Team rund um den deutschen Außenminister das Signet einsetzen möchte, werden dem Schöpfer 3.000 Euro als Honorar ausgezahlt. Denkbar ist jedoch, dass hierfür auch ein anderes Wettbewerbslogo ausgewählt wird. Die besten 20 Einreichungen gibt es hier zu sehen

104 Kommentare zu “Siegerentwurf – Frank Steinmeier Signet

  1. Aha, jetzt erkenne ich es. Die Grafik stellt ein „S“ dar. „S“ wie Steinmeier. Sehr technokratisch, sehr kalkuliert, wenig Emotionen. Ob dies die neue Marschrichtung werden kann?

  2. Die Ähnlichkeit zu S-Runen ist vielleicht nicht beabsichtigt, aber mir zumindest ists direkt aufgefallen. (Und nein, ich habe keinen besonderen Bezug dazu ;-)

  3. Interessanter Entwurf und ein Lob an den Designer. Bzgl. des Aufbaus ist das eine eher seltene herangehensweise, das Ergebnis ist deshalb auch auffallend anders und einprägsam. Das „S“ für Steinmeier fällt bei den unteren beiden Varianten durch die Formgebung stärker ins Auge.

    Die Anmutung ist durch die kantigen Formen und die mächtigen Flächen im Verbund mir dem großen Einsatz von schwarz aber nicht grade einladend, insbesondere da es die Werte eines Politikers ausdrücken soll. Aber warmherzig ist der Auftritt der SPD ja auch nicht, mit dem neuen Kubus und dem medizinischen Blautönen.

    Wenn man die Anmutung weg vom marzialischen etwas einladender gestaltet passt der 1Platz. Z.B. die Ecken abrundet, anderen Farbton für die Wortmarke …

    PS:
    SS-Rune, da war doch was :-)

  4. Irgendwie ahnte ich schon dunkel, ohne die Kommentare zu lesen, dass die Verbindung zur SS schon mindestens 100 Leute vor mir assoziieren. Passt das nicht eher zu unserem Innenminister?
    Platz 2 gefällt mir da schon eher, weil es auch eine Verbindung zur Partei schafft. Das macht sehr viel Sinn, denn schließlich wird der Bundeskanzler ja nicht direkt vom Volk gewählt, welches das Signet ja wahrscheinlich ansprechen soll.
    Platz 3 erinnert mich stark an das Programm Miro und an irgendetwas anderes noch, aber da komme ich leider gerade nicht drauf, zumindest nicht an irgendwas, dass mit Steinmeier, der SPD, der Wahl, Politik oder ähnlichem zu tun hätte.

  5. @Tommy: Den Satz zu unserem Innenminister finde ich bedenklich!

    Zum Logo: Ich kann mich da Markus Luigs eigentlich nur anschließen und finde das Logo für einen Wahlkampf daher auch nicht wirklich gelungen. Ich finde es passt eher zu einer Messe oder sowas. Andererseit entspricht es tatsächlich dem Bild, dass ich von Herrn Steinmeier habe (von daher ist das Logo dann also wieder gut gelungen …).

  6. Ich muß sagen, daß mich die platzierung verwirrt. eigentlich bin ich kein Freund dieser „wir haben aus historischen Gegebenheiten uns gegenüber diesem und jenem so und so zu verhalten“. Aber die Assoziationen die bereits gefallen sind, hatte auch ich beim ersten Anblick.
    Auch frage ich mich, was außer dem ersten Logo links oben die anderen 3 sollen – das erinnert so an diese eine Nachrichtensendung zu Olympia?Biathlon?Wintersport? wo ein Scherzkeks die Deutschlandfahne „andersrum“ geschwungen hatte.
    Wenn schon Steinmeier dieses Logo nicht nutzt, so haben doch wenigstens die Skinheads Sächsische Schweiz einen schönen Entwurf – für lau ;-)
    Mir haben andere Entwürfe auf der Webseite auf den ersten Blick besser gefallen – schade!

  7. Die allgemeine Dummheit und Kulturlosigkeit hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Erleichtert bin ich darüber, dass hier so viele Leute gleich die Assoziation zu den SS-Runen anmerken. – Es besteht also noch Hoffnung. Mannmannmann, wie kann man so etwas nur rauskloppen. Ich bin wirklich entsetzt!!!!

  8. oha, die ss-runen werden hoffentlich nicht herrn steinmeiers wahlkampf begeleeiten. dies hatte ich leider auch als erstes im sinn. ich finde zwar die idee der stufe »nach oben« nicht schlecht, aber in der umsetzung würde ich mir eine andere formsprache wünschen. die ns-vergleichs diskussion wäre sehr schade und würde die wahrscheinlich guten inhalte der steinmeier politik zu sehr überblenden. bin gespannt.

  9. Es sind viele schöne Entwürfe dabei – unter den 20.

    Dieses hier ist gut gemacht. Abgesehen von einigen Details, wie Harmonie vom Senkrechten Strich zu den anderen Elementen, fällt das mit der SS Rune natürlich schon stark ins Auge. Auch wenn ich mich gegen diese schnellen Vergleiche selbst immer wehre, muss man das gerade in der Politik natürlich lieber einmal zu viel bedenken, als zu wenig. Die Variante unten rechts ist am weitesten von der Rune entfernt und gefällt mir daher am besten – auch wenn es gleichermaßen durch das Kantige und dreidimensionale eine „Hürde“ darstellen kann.
    Wird dieses Logo in einer der anderen Versionen benutzt sind Gegen-Kampagnen und Verhöhnungen im Internet sicherlich schon vorprogrammiert.

    Was ich auch noch bemerkenswert finde ist, dass der schwarz-Anteil im Logo höher zu sein scheint, als der Rot-Anteil.

  10. Als erstes musste ich an die alten Trikots der deutschen Fußball Nationalmannschaft in den 90ern denken, da hatten die auch die deutschen Farben im Zick-Zack über die Brust. Der 2. Gedanke ging dann noch weiter in die Vergangenheit – so um 1939…
    Ich finde so ein spitzes, eckiges und kantiges Logo nicht sehr sympatisch.

  11. Das war ja klar, dass irgendein Nazi-Vergleich früher oder später hier auftauchen musste.
    Was mich allerdings eher irritiert, ist, dass die Farbreihenfolge der Deutschlandfahne offenbar egal ist?! Es gibt ja nur eine Variante, in der das „richtig“ ist. Vielleicht wirds ja noch angepasst, vor dem offiziellen EInsatz…

    Sonst finde ich das Logo gar nicht verkehrt!

  12. SSS steht übrigens für „Skinheads Sächsische Schweiz“, falls es jemanden interessiert…
    aber keine Sorge: Steinie wird nie mit diesem Logo antreten.

  13. hm. ich finde es nicht so gut dass das treppenförmige S schwarz-rot-gold ist. das passt doch von der aussage her irgendwie nicht. steinmeier ist die treppe (deshalb die S-form), und deutschland geht sie hoch, das wäre sinniger.

    ich finde das bei platz 2-20 wesentlich bessere entwürfe dabei waren. z.b. „im kern rot.“ genial einfach!

  14. Ich bin eigentlich dagegen, krampfhaft alles mit der Nazizeit asoziieren zu wollen. Aber bei diesem Logo hätte ich auch ein wenig Bedenken. Die Entwürfe erinnern mich stilistisch an Briefmarkenmotive aus den 80er Jahren.

  15. Mhm, mir kam nicht sofort der SS-Runen-Vergleich.

    Trotzdem ein eher langweiliges Logo, was mir gut gefällt ist der Platz 5. Hat irgendwie Stil und besticht durch die Einfachheit.

  16. Ich muss mich da Pascal anschliessen. Die Farben lassen nicht wirklich auf die SPD zurückschliessen. Find das Logo oben rechts am dynamischsten ( in richtiger Farbreihenfolge ). Ist vielleicht sogar ein bisschen Retro :-).

  17. Prinzipiell gefallen mir die Entwürfe ganz gut. Beim ersten Betrachten des Logos musste ich allerdings auch an Nazi-Symbole denken. Bei mir waren es nicht die SS-Runen, sondern das Hakenkreuz – dazu fehlt nämlich nur eine zusätzliches horizontales S.

    Übrigens: Die Variante rechts oben emfinde ich als „suboptimal“. Für mich sieht es so aus, als ob schwarz, rot, gelb die Treppe hochklettern, wobei rot etwas hinter schwarz und gelb hinterherhinkt – keine optimale Assoziation im Wahlkampf. ;)

  18. Au den ersten Blick fand ich den Entwurf nicht schlecht. Aber wir wären nicht Designer, wenn der zweite nicht viel wichtiger wäre. Auf die SS-Assoziation möchte ich nicht weiter eingehen. Da stimme ich meinen Vorgängern zu. Da muss man feinfühlig mit umgehen.

    Aber wenn schon Schwarz, Rot, Gold, dann doch bitte in der richtigen Reihenfolge. Dass das dann aber nicht so gut funktioniert hat der Designer wohl auch gemerkt und es sich einfach gemacht indem er die Reihenfolge umdreht. Das kann man doch nicht machen! Die Leserichtung der Europäer ändert sich auch nicht von heute auf morgen.

    Insgesamt hätte ich mir mehr Bezug zur SPD gewünscht. Also wahrscheinlich mehr Rot.

  19. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommentatoren hier ist mir die angebliche SS-Ähnlichkeit überhaupt nicht aufgefallen, ich kann sie auch nicht wirklich nachvollziehen.
    Ich habe aber auch nicht bemerkt, dass die Streifen ein S darstellen sollen. Die sehen doch eher aus wie abstrakte Skulpturen. Für einen SPD-Mann fehlt auch eindeutig das Rot.
    Ich finde es beunruhigend, dass so viele Leute als erstes Nazi-Symbole sehen (wo keine sind!). Das ist ja fast schon paranoid.

  20. Bei einem Logo für einen deutschen Politiker sollte wohl schon
    der Tick einer Ähnlichkeit zu Nazi-Symbolik als Auschlusskriterium
    gelten.

    Aber da gibt es doch einige ganz nette Entwürfe unter den Top 20.

  21. Das Logo an sich finde ich auf den ersten Blick gar nicht so schlecht, hat mich direkt nur an das DSF erinnert, die haben doch auch sets diese Treppenübergänge.
    Auf den zweiten Blick kann man manche Interpretation schon verstehen, allerdings ist sie für mich doch etwas weit hergeholt. Was mir allerdings gar nicht gefällt ist die Schrift, vor allem die Trennstriche zerstören viel.
    Persönlich finde ich manche der andere Entwürfe passender und kreativer.

  22. Meiner Meinugn nach ist es nicht von der Hand zuweisen das das Logo an die Waffen-SS erinnert. Außerdem erscheint mir das Logo sehr kalt. Genau kann ich es nicht sagen, jedoch erinnert es einfach an den Nationalsozialismus. Erschreckend das die Farben der Bundesrepublik nur einmal in der Logo reihe richtig angeordnet sind. Schon komisch das wir deutschen immer Angst davor haben uns zu dem Thema zu äußern und auch zum ersten mal ne Fahne in der Hand oder am Auto hatten als die Fußball WM bzw. EM stattfand..

    Ich finde es schade das man am Logo ansich nicht erkennt das es um die SPD geht. Und warum drei mal ein S, wofür stehen die? Spd, Steinmeier..und „Seutschland“?.. Kleiner Scherz, aber wenn es nur EIN S darstellen soll, dann ist die Idee einfach schlecht umgesetzt. Die ersten drei Logos erinnern an ein Wettrenen..Das letzte wirkt eher langweilig.. Das 2. Logo aber mit den richtigen Farben wäre toll. Trotzdem mag ich diese Reihe nicht wirklich.

  23. Die Formgebung kommt der SS-Rune doch sehr nahe, so ganz paranoid ist das nicht …
    Greetz
    Till

    ***************
    dt-Anmerkungen
    Lieber Till, ich denke die SS-Symbolik ist jedem bekannt und das SS-Kürzel ist schon bildhaft genug. Ich habe die grafische Gegenüberstellung deshalb entfernt.
    ***************

  24. Ich finde ja eigentlich konstruierte Formen immer ansprechend, die mehrere Interpretationsmöglichkeiten offen lassen. Auch die kräftigen Farben gefallen mir gut.

    Mal abgesehen von den Komentaren zu Runen oder SS oder SSS (bei den anderen Entwürfen ist es ein Supermann-S, das meiner Meinung nach in die deutsche Politik auch nicht passt) – mir ist es zu nüchtern. Der Text klingt wie gemorst – kurz, knackig und reduziert. (Typisch Deutsch?)
    An Fußballtrikots habe ich auch gedacht, da war ja mal was mit Rauten in den Nationalfarben.

    Mir fehlt die menschliche Seite – die will man doch in der Politik sehen. Rundungen wären ganz nett, und weniger Text. Die warmen Farben können das Kühle nicht wettmachen.

    Ein sympathischer Slogan als Ergänzung würde helfen. Sozusagen ein deutsches „Yes we can!“. Leider ist die deutsche Politik aber (noch) nicht so emotional wie die amerikanische.

  25. ich habe keine SS-runen gesehen. an und für sich wäre das signet ok, aber sicher nicht für eine wahlkampagne.
    und die typo darunter ist sehr fade und lieblos andeordnet…sehr langweilig, keine spannung.

    die fage ist, ob die aufzählung die tatsächliche priorität darstellt?
    1) Steinmeier
    2) 2009
    3) SPD
    ?!?!?

  26. Immer diese Assoziationen zur SS, vor allem zum „Logo“ der SS. Da muss man schon die Ähnlichkeit sehen _ wollen_. Das gerät leider immer mehr zur Mode, erinnert mich stark an die „Killerspiele“ Geschichte, einfach mal einen unqualifizierten Schnellschuss in die Runde feuern.

    Tztzt.

    PS. Der Himmel ist ein Nazi, bei jedem Blitz ist dort das SS Logo zu erkennen. Ich bitte euch…

  27. Als ich die ersten Kommentare las und mir sofort der immer wiederkehrende Vergleich zur Waffen SS auffiel, war mein erster Gedanke, dass es doch schön wäre, wenn man sich auch als Volk mal von der Vergangenheit lösen könnte, auch in Sachen Formsprache und in gestalterischer Hinsicht, und in unsere, doch recht aufgeschlossene Gegenwart schauen könnte.
    Der Idealismus in diesem Absatz fällt auf. Ich las weiter und der Vergleich durchzog nahezu jeden Kommentar und ich kam in der anscheinend doch noch sehr auf rückwärts bezogenen Realität an.
    Ich finde das schade und frage mich, wann dieser Umbruch wohl geschehen wird. Warscheinlich wird es noch lange dauern.

    Ich finde das Logo in gestalterischer Hinsicht insgesamt etwas lieblos in Szene gesetzt. In Sachen Typo hätte man ebenso noch feilen müssen, wie an den Abständen (mit denen man auch die Trennstriche hätte entfernen und die Typo gliedern können).
    Den plastisch erscheinenden Ansatz finde ich interessant, der Entwurf hier löst bei mir direkt die Assoziation ‚enger-Kragen-Politik‘ aus. Erscheint mir so (leider) als Ausdruck typisch ‚deutscher‘ Politik, die keiner mehr sehen will.

  28. Die meisten der in diesem Contest eingereichten Logos wollen ziemlich »autonom« sein. Die Frage, ob und wie denn das Steinmeier-Logo mit dem SPD-Logo (das rote Quadrat mit den drei Buchstaben) korrespondieren, gar kooperieren könnte, blieb größtenteils unbeantwortet.

    Mit meinem Entwurf »Steinmeier für ALLE« habe ich dieses dialektische Verhältnis exemplifizieren wollen. Die Community-Mitglieder vermochte ich – trotz einer stringenten Argumentation – leider nicht zu überzeugen. Sie dankten es mir mit dem 205. Platz. Die Kränkung dauert an.

  29. Ich verstehe nicht, warum man immer auf die Vergangenheit zurückgreift bei vielen hier zu lesenden Kritiken. Mir fällt das absolut nicht auf und wenn dann wäre es nicht beabsichtigt. Ich finde die verschiedenen Varianten sehr interessant und der Designer hat meiner Meinung nach gute Arbeit geleistet und das Ergebnis finde ich äusserst kreativ!

    Soll man vielleicht die Initialen A.H. auch verteufeln oder wie? Ich finde das Logo hat wirklich Stil und keinerlei Nazi Symbolik!

  30. Co, ich vermute Du meinst es anders als es Dein Kommentar vermittelt. Mit den Begriffen „Volk“, „Vergangenheit“ und „sich lösen“ sollte man sicherlich etwas aufpassen. Das wird zu leicht von braunem Gesocks missverstanden.

    Darüber hinaus finde ich erstaunlich, dass zwar jeder Dritte eine Nähe zur Nazi-Symbolik erkennt, was mir bei der ersten Betrachtung überhaupt nicht in den Sinn kam und auch beim zweiten Mal schwer fällt, aber nur die Allerwenigsten die falsche Verwendung der Farben Schwarz, Rot und Gelb kritisieren.

    Ich finde die Idee interessant, die Ausarbeitung teilweise etwas fraglich (Abstände und Längen der Streifen) aber gerade die ruhige eher neutrale Anmutung sehr gut. Was ich toll finde: Obwohl die Anordnung aus zahlreichen Einzelteilen besteht, wirkt das Signet gut austariert. Das verdient Anerkennung.

    Es würde mich schon sehr überraschen, wenn Herr Steinmeier sich mit diesem Signet schmücken wird. Noch überraschender finde ich, dass ein Wettbewerb lanciert wurde, dessen Sieger aller Voraussicht nach eben nicht seine Bestimmung erhält. Wozu dann der Wettbewerb? Die Antwort: Es ist Wahlkampf. Jedem Gestalter, der in den Wettbewerb involviert war, sollte bewusst sein, dass er Teil einer großen PR-Kampagne war. Sicherlich darf man auch die Artikel hier im dt dazuzählen, wenn da nicht die Kommentarfunktion wäre.

    Danke Christian für die Ergänzung. Schon etwas eigenartig, dass man auf der Jovoto-Plattform keine Info dazu bekommt.

  31. Oh, ich dachte schon, ich sei der einzige, den das an die SS-Runen erinnert … da bin ich mal beruhigt ^_^
    Interessanterweise stört es kaum, dass die Nationalfarben vertauscht wurden, im Gegenteil, die Version, in der die Farben in der richtigen Reihenfolge sind, sieht m. M. n. nicht so schön aus wie die anderen – womit ich beim Punkt wäre, dass ich keines der Logos wiklich schön finde; sie sind sehr kühl – und die Typo ist ohnehin recht lieblos.
    Eine nette Idee ist das Konzept trotzdem – geeignet für einen Kanzler aber eher nicht.

  32. Ich bin keinesfalls im rechten Quartier anzusiedeln. Gehe nächste Woche auf eine Gegendemo.
    Das sei also hiermit richtig gestellt.

  33. wie wäre es, wenn ihr deutschen es versucht, euch von der nazizeit zu lösen?
    egal ob ss, hakenkreuz oder dergleichen, sobald nur im weitesten sinn eine assoziation vorhanden ist wird krampfhaft versucht zu kritisieren.
    leider jedoch kaum wunderlich, schliesslich kommt monatlich in sterntv und co. mindestens ein beitrag über die nazizeit, damit es ja nicht vergessen wird.

    zum logo: ich finde dieses formal absolut gelungen, wenn auch etwas zu konstruiert … wobei die politik heutzutage nicht mehr aus dem bauch erfolgt sondern ebenso knallhart «konstruiert» ist.

  34. Ganz ehrlich gesagt: Es bringt absolut nichts, ein Logo für einen Politiker zu entwickeln! Viel zu kompliziert und kein Wiedererkennungseffekt bei den Wählern. Das einzige Logo, dass einem Politiker wirklich hilft, ist sein (oder ihr) Gesicht. Wer hier nicht punkten kann, muss zwangsläufig an seinem natürlichen „Logo“ arbeiten lassen…

    Bestenfalls kann man ein Logo für eine Kampagne einer Partei entwickeln. Das muss aber eindeutig am Corporate Design der jeweiligen Partei orientiert sein, damit die Menschen wissen, wem sie es zuordnen sollen.

    Neu muss und darf nur der Slogan sein, denn erst dadurch entsteht der in Deutschland notwendige Dreiklang. Schließlich wählt der Bürger eine Partei und seinen regionalen Bundestagsabgeordneten.

    Der Kanzlerkandidat steht als Galionsfigur vor der Partei und den Bundestagsabgeordneten und verkauft mit seinem Gesicht und dem Wahlslogan das zentrale Versprechen an die Wähler.

    Die Aufgabe lautet also: Welchen Slogan sollten die Parteien jeweils für die Bundestagswahl 2009 entwickeln?

  35. @andi:
    Ich wüsste nicht warum man sich von dieser Vergangenheit lösen sollte? Abgesehen davon das das schlichtweg nicht möglich ist da man die Vergangenes nicht ungeschehen machen kann warum sollte man Geschichte ignorieren? Ein kluge Gesellschaft lernt aus ihrer Geschichte um sich selbst ein bessere Zukunft gestalten zu können. Insofern finde ich persönlich es keineswegs falsch Geschehenes präsent zu halten.
    Tatsache ist das die Bilder der Nazizeit mittels Geschichtsunterricht und Medien in den Köpfen vieler hierzulande sehr deutlich sind. Es hilft nichts die Betrachter des Logos zu kritisieren weil sie bestimmte Dinge assoziieren – das könnte vielleicht ein Künstler tun, ein Kommunikationsdesigner hat diese Assoziationsmöglichkeiten zu berücksichtigen und sollte sich nicht beschweren wenn seine „Sprache“ missverstanden wird, denn dies offenbart nur die Schwächen seines Werks.
    Ich kann mir gut vorstellen das die Gestalter nicht im entferntesten etwas Runenartiges im Sinn hatten, diese Art Betriebsblindheit ist mir leider auch nicht unbekannt. Leider stellt sich heraus das eine gar nicht kleine Menge Menschen spontan an die Verwandschaft des Logos zum Waffen-SS-Emblem denken muss – Das lässt sich nunmal nicht wegdiskutieren, und ist somit ein wirksames Todesurteil für das ganze Zeichen, völlig ungeachtet irgendwelcher technischer Details – diese Nazi Assoziation ist DAS Totschlagargument an dem sich (zumindest für ein Logo im politischen Kontext) jede weitere Diskussion erübrigt.

    Um aber doch noch ein paar Details anzusprechen: Ich wundere mich über die Reihenfolge der Deutschen Farben, die „Härte“ (die den technokratischen Ruf Steinmeiers aber doch gut darstellt), die drei „S“ denen irgendwie der inhaltliche Rückhalt fehlt und vor allem den fehlenden Bezug zur Partei – für sich betrachtet sieht es aus als wäre Steinmeier endgültig bei der CDU gelandet. Aber da es sich dabei um einen Wettbewerb handelt wäre ja ein wenig Feinarbeit in den Details sicher noch drin gewesen (Wäre da nicht die böse Rune…)

  36. Ein weiter Gedanke: Ist es übertrieben spitzfindig sich an der Jahreszahl „09“ stören? Natürlich soll das Zeichen den Wahlkampf/die Wahl thematisieren – Steinmeier tritt doch aber für eine ganze Legislaturperiode an?
    Vielleicht ist das schon zuviel nachgedacht, aber mir wäre es lieber wenn der Kandidat deutlich auf die Legislaturperiode hinweist, auf sein Ziele während der gesamten Regierungszeit, nicht nur auf den bloßen Moment des Machtgewinns…

  37. Dass es bei solchen Wettbewerben zu nicht gelungenen Entwürfen kommt, liegt in der Natur der Sache. Es handelt sich um einen unprofessionellen Entwurf, was schon dadurch dokumentiert ist, dass die Fahne einfach falsch ist.
    Dass die auftretenden Assoziationen vom Ersteller nicht gewollt sind, setze ich voraus. Dass sie aber auftreten zeigt seine / ihre Unbedarftheit.
    Das Schlimmste ist aber nicht der Entwurf, das Schlimmste ist, dass man sich grade dafür entschieden hat.

    Und dann stellt sich die Frage, was wollen Herr Steinmeier und seine Berater erreichen, wenn sie solche Arbeiten an Internet-Communities vergeben. Lässt Herr Steinmeier die Reparatur seines Dienstwagens auch bei my-hammer.de ausschreiben?

  38. Wäre es vielleicht auch möglich das die Wiedererkennung zu den Ruhnen erst nach dem lesen der Kommentare kommt( keine böse unterstellung! )? Zwischen Logo gucken und Kommentar schreiben liegen noch einige psychologische hürden die man durchlesen muss/sollte bevor man seinen eigenen kreativen Gedanken freien lauf lassen kann ( die dann eventuell nicht mehr die gleichen sind wie beim Betrachten des Signets ).

    Habe den Bezug zu den SS-Ruhnen auch erst aufstellen können nachdem ich die Kommentare verfolgt habe. Auf die falsche Anordnung der Farben brauch ich nicht mehr eingehen. Ich finde aber das Signet für die deutsche Politik schon sehr dynamisch und gelungen. Runder und Stylischer sind wir einfach noch nicht. Eckiger, Farbloser und altbacken aber auch nicht mehr.

    @Jürgen: in der ’09 spiegelt sich die typisch deutsche Politik wieder. Hier geht es um die Wahl und wann sie stattfindet. Nicht für was, wen oder wie lange gewählt wird. ;-)

  39. WILLI WÄHLEN. STOPPT STRAUSS. „FRÜHER“ KANNTE MAN NOCH KLARE AUSSAGEN :)
    Nein, im Ernst. Eine Marke im klassischen Sinn kann und darf ein Politiker nicht sein. Die Suche nach einem Brandzeichen trifft immer nur das Holz, nie den Nagel.

  40. jawoll!!!
    jetzt wird zurück geschossen. SSS. ein stotternder walter steinmeier. oder soll es wohl doch eine art W sein? egal, zu propagandistisch für meinen geschmack und völlig sinnentlehrt. aua.
    das tut weh!

  41. die SS-S kombination plus die deutschland farben gehen mal garnicht! entweder der gestalter hat dies beabsichtigt um unterschwellige botschaften zu vermitteln oder da steckt jmd dahinter der keine ahnung von solchen symbolen und kürzeln hat!

  42. Das Zeichen an sich ist nicht so bedeutungsschwanger, wie es jetzt scheint. Dennoch frage ich mich, warum ein Mann, der bereits namentlich bekannt ist, ein Logo braucht? Erstmal ist er kein Konzern, er verkauft nichts, und wir sind nicht in Amerika Inc., wo jeder neue CEO, pardon Präsident, auf Werbefeldzug ähh Wahlkampf geht um Wahlkampfmillionen einzustreichen. Zudem wird unser Kanzler nicht vom Volk gewählt sondern vom Bundestag.

    Ein simples „Frank-Walter Steinmeier – Der Kanzlerkandidat der SPD für 2009“ hätte gereicht.

  43. Hätte ich keine Ahnung von Politik, und würde da nicht SPD stehen würde ich sagen es ist die CDU, die spielt soweit ich mich erinnern kann immer mit den Nationalfarben. Für mich kommt das ganze sehr kanntig und steif vor. In der heutigen Zeit erwarte ich einen ein Symbol das Zeichen setzt, dynamisch nach vorne geht, da war der 2. Platz mein klarer Favorit. Jedoch hat die jovoto.de Community anderes entschieden, bin mal gespannt ob einer der Ideen gekauft wird, oder ob sich das ein oder andere Element im Wahlkampf auftaucht.

  44. Erster Eindruck meinerseits… SS-Runen, aber auch nicht weil ich „böswillig“ wäre. Ich denke andere Entwürfe hätten weit weniger Verwirrung gestiftet und kann mir auch nicht vorstellen, dass der Entwurf wirklich übernommen wird.

  45. Salut,
    hier ein paar Fakten für die jenigen nicht die nicht Mitlglieder von Jovoto sind und somit nicht die Möglichkeit haben sich ein genaues Bild der Beiträge und auch des Siegerlogos zu machen.

    1. Auf dem hier hochgeladenen Bild seht ihr lediglich 4 Frames einer Animation. Das erklärt auch die Veränderung der Farbreihenfolge.

    2. Es gibt von dieser Einsendung Versionen mit abgeschrägten bzw. abgerundeten Ecken also ohnen den „Runeneffekt“.

    3. Die Textreihenfolge sollte wohl auch nur ein Beispiel sein.

    Für Jovoto ist es manchmal nicht so ganz leicht die Ergebnisse ihrer Wettbewerbe in die weite Welt hinauszuschicken. Da die weite Welt solch einzelne Bilder selten in den Kontext eines Wettbewerbs innerhalb einer geschlossenen community setzen kann. Aber daran wird man sicher arbeiten. Zum Beispiel könnte den Siegern eine kleine Frist eingeräumt werden um ihre Entwürfe zu überarbeiten und vielleicht ein einzelnes blogbereites Bild zu setzen.

  46. Hier noch eine Antwort des Designers auf Kommentare innerhalb der Jovoto Community während der Wettbewerb noch lief.

    hallo diana, hallo einscommanull_tino,
    ich denke ihr habt beide recht. zum einen ist es vielleicht ein bisschen weit hergeholt. KISS haben auch keine nazimusik gemacht. und die SPD und vorallem steinmeier so weit nach rechts zu rücken scheint so abwegig, dass wohl kaum jemand diesen gedanken ernsthaft in betracht ziehen würde. aber da sich das logo ja im kontext politik bewegen würde, muss es sich natürlich gegen solche vorwürfe absichern. ich kann mir durchaus vorstellen, dass dies bei einer umsetzung am ende zum beispiel in typografie- oder politikblogs zum thema werden würde. Im wahlkampf wird sicher auch wieder in den unteren schubladen gekramt.
    ursprünglich hatte ich drei entwürfe zu dieser idee. die beiden anderen hatten abgerundete und abgeschrägte ecken. bei diesen geht die zu erahnende SS anmutung sofort verloren. diesen entwurf habe ich dann allein deshalb ausgewählt, weil ich einige animationsexperimente damit versucht hatte. leider habe ich dann nicht mehr geschafft die animationen vor ende der deadline hochzuladen. man könnte oder sollte vielleicht dann zur sicherheit auch doch lieber auf diese abgerundeten bzw abgeschrägten entwürfe wechseln.
    in jedem fall ist die diskussion sehr interssant und es würde spaß und sinn machen auch andere einreichung aber auch bereits existierende politiklogos daraufhin zu überprüfen.

    ss logo http://tiny.cc/l7JNy
    kiss logo http://tiny.cc/HXZjU

  47. Eine Lustige Diskussion. Fränki sollte das Logo wirklich verwenden, dann werden in 70 Jahren die re-etablierten Nazis sagen: Nee, das geht nicht, das sieht viel zu sehr nach Steinmeier aus…

  48. Also nach den vorangegangenen Beiträgen weiß ich ehrlich gesagt nichtmehr was eigentlich gewonnen hat. Ich dachte es ging um ein Signet für Steinmeier und das Bild ist genannter Entwurf, nun melden sich viele zu Wort und zitieren den Designer und es kommt sowas dabei heraus wie: Ja es ist ein Beispiel und eigentlich nicht das Logo sondern 4 Frames einer Animation und die Deadline fehlt und es gibt eigentlich eine abgerundete und eine angeschrägte Variante und soweiter… und der Vergleich mit Kiss hinkt auch gewaltig. Als Rockband macht man mal sowas um ein bisschen zu schocken und Aufmerksamkeit zu erregen, so zur Unterhaltung, weil das ja auch die Aufgabe einer solchen Band ist. Gene Simmons sitzt nicht aber nicht im Bundestag und Steinmeier ist keine Plateauschuh-tragende Rocklegende mit Gesichtbemalung, zumindest nicht, dass ich wüsste…

  49. Ich bin so unendlich froh, daß ich nicht gewonnen habe. mein junges designerherz wäre zerbrochen bei all der kritik die es hätte einstecken müssen. es wäre viel kontroverser als dieses. dann hätte ich vielleiht doch och mal über anderes studium nachgedacht. (:

  50. Ich dachte es ging um ein Signet für Steinmeier und das Bild ist genannter Entwurf, nun melden sich viele zu Wort und zitieren den Designer und es kommt sowas dabei heraus wie: Ja es ist ein Beispiel und eigentlich nicht das Logo sondern 4 Frames einer Animation und die Deadline fehlt und es gibt eigentlich eine abgerundete und eine angeschrägte Variante und soweiter…

    Das ist in der Tat merkwürdig und sollte den Betreibern des Wettbewerbs zu denken geben.

  51. Es zeigt sich, dass ein Kanzlerkandidat dann doch keine Marke ist. Den Designern, die dieses Signet nach vorne gevotet haben, würde ich dringend empfehlen, sich mehr mit der SPD auseinanderzusetzen. Wer so am Kunden und seinem Profil vorbei arbeitet empfiehlt sich nicht. Und natürlich assoziieren politisch und historisch gebildete Menschen Runen mit diesem Design. Es ist naiv, das nicht zu berücksichtigen.

  52. ich bin ganz eurer meinung achim und tommy. da hat jovoto noch was zu tun. einerseits gibt man sich geschlossen und damit auch untransparent andererseits wird dann einfach mal ein fragment eines entwurfs veröffentlicht. da muss es einen schutz bzw puffer geben. auch und gerade im sinne der mitglieder, denn in diesem fall hatte der gestalter sicher keinen einfluss darauf was und wie es dann den weg aus der community in die öffentlichkeit nimmt.

  53. ich hab die diskussion hier ein wenig verfolgt und muß feststellen, daß viele sehr gerne auf der nazi-assoziation herum reiten. es fallen dann stichworte wie „skinheads“, SS und so weiter (den rechten dürfte es übrigens gefallen, daß ihre schlagworte so intensiv gebraucht werden und per google tausendfach verbreitet werden – wordpress arbeitet nämlich sehr gut mit der suchmaschine zusammen)
    wie dem auch sei: ist denn noch keinem der gedanken gekommen, daß die rechten sich niemals mit einem signet schmücken würden, welches die farben schwarz, rot, gold enthält? die alten farben der weimarer republik, der fahne des hambacher festes? einer fahne die sozusagen für ales steht, was die rechten ablehnen? und in jeder zick-zack-linie gleich SS-runen sehen zu wollen, hat schon etwas paranoides…

  54. Hallo Patrick, deine Sorge um die Nennung bestimmter Begriffe kann ich irgendwie nicht so ganz teilen, wo soll denn da ein Vorteil für die genannten liegen? (falls soetwas tatsächlich zur vermehrten hits bei Suchmaschine führt würde ich eher einen gegenteiligen Effekt vermuten, google dich einfach mal nach einem „Maier“, da hast du aufgrund der Masse euch keine Chance etwas brauchbares zu finden)
    Uns nochmal grundsätzlich: Die Frage in wie weit der Siegerentwurf tatsächlich den SS Runen entspricht ist völlig hinfällig – für ein Urteil über die Eignung eines solchen Zeichens reicht die Tatsache, das viele Leute diese Assoziation hatten, völlig aus. Auch ist allen Leuten selbstverständlich klar das Steinmeier kein „rechter“ ist, trotzdem kann das Logo seinen Aufgabe angesichts dieser unfreiwilligen gedanklichen Verbindung nicht mehr erfüllen. Schublade auf, Logo rein, Schublade zu – so einfach ist das manchmal…

    Für einen Kommunikationsdesigner ist es jetzt vielleicht interessant zu ergründen wieso die Assoziation so stark ist. Es wäre mal spannend dasselbe Zeichen, mit anderem Farbcode über eine Food Produkt, oder ein Logistikunternehmen zu setzen – ich kann mir vorstellen das hier sehr viel weniger Menschen die Parallele zur SS ziehen würden.

  55. okay wie auch immer ich finde das logo ist mist. wie schon gesagt ist eine gewisse ähnlichkeit zu bestimmten gruppen nicht von der hand zu weisen. die typo ist viel zu aufdringlich und diese striche sind das grauen schlecht hin. ich hab keinen ahnung warum gerade dieses logo das rennen gemacht hat bei einer so großen auswahl. naja der geschmack ist eben verschieden. schade es waren doch so gute sachen dabei (nina oder tinod).

  56. au backe. welche gurkentruppe hat denn da abgestimmt und besaß so wenig weitsicht, DIESES logo als sieger hervorgehen zu lassen?
    1. gedanke: ss – leider, leider, leider.
    2. gedanke: deutsche nationaltrikots der 90er, naja gut, immerhin besser.
    3. tetris: eeehhhh, der sinn dahinter?

    ich plädiere für eine neuwahl! danke.

    ps: spd = rot, so war es doch sonst immer oder steh ich jetzt aufm schlauch? also wirklich, ich verstehe das logo nicht.

  57. ist es nicht ein wenig überzogen hier allein über diesen entwurf schreiben? ob man ihn nun mag, es ist und bleibt nur ein entwurf in einem logowettbewerb. niemand dem er nicht gefällt wird ihn je wieder sehen, denn er wird ja gar nicht umgesetzt. hätte nun der zweite die 0,1 punkte mehr bekommen würde man jetzt den zerfetzen.
    hundertmal spannender ist doch die frage wie wir in zukunft mit produkten aus crowdsourcing umgehen können und auch deren designer.
    wenn jetzt noch jemandem die ähnlichkeit zu runen kommentieren muss wird es echt albern.
    öfter mal was konstruktives.

  58. hej marek,
    du kannst dir sicher sein, dass die logos von nina oder tinod hier genauso runterkommentiert worden wären. vielleicht ist das siegerlogo einfach nur der größte gemeinsamer nenner der community. 10000 bewertungen wurden laut jovoto blog und jetzt wird hier nochmal nachbewertet. allerdings melden sich hier nur die die wahrscheinlich im wettebwerb null oder alle punkte gegeben hätten, die stimmen mit mittlerer wertung geben allerdings der ausschlag.

  59. hubertus, es ist sehr wohl auf gefallen, dass die farben getauscht worden, aber wenn du noch mal die augen ganz weit auf machst siehst du dass es nur bei dreien der fall ist und wenn du dir die mühe machst und noch ein paar kommentare liest wirst du feststellen, dass es sich um einzelframes einer animation handelt. jetzt noch etwas vorstellungskraft mit ins spiel gebracht und dann kannst du vielleicht erahnen wie sich das logo in einer animation wandelt und wandert.

  60. unabhängig vom runen rummel hier.
    durch die kantige s-form, kommt halt die assoziation auf.
    leider auch bei dem missbrauchs des hakenkreuzes.
    eigentlich ein sehr schönes symbol mit einem tiefen kulturellen
    ursprung. seis im nahen osten, in vorchristlichen zeiten, bei den maya,
    bei den ägyptern, juden usw.
    genauso beim gelben stern. nachdem hitler halt als österreicher
    mit jüdischem blut mit der thule einen beitrag zum missbrauch der schönen
    symbolwelt geschaffen. für eine irrsinige ideologie für die er selbst nicht mals stehen
    kann. und dann noch in der kultur der dichter, denker und großer schriftkultur.

    der missbrauch beeinträchtigt leider nachhaltig die designwelt. z.b otl
    aicher bei der gestaltung von den olympischen spielen. wohingen er
    trotzem was schönes gezaubert hat.

    daher steh ich allgemein nicht dazu symbolik in form von signets
    in der politik zu nutzen. somit würde mich als designer immer
    weigern symboliken für die welt der politik zu gestalten. persönlich
    würde ich es nicht einsehen das meine kreativität für die haltung
    einer politischen position steht.
    auch wenns gut für mein portfolio wäre.
    materialität/geld/ruhm ist nicht alles.

    zuerst hatten die sich anscheinend davon distanziert,
    aber nach dem obama hype, sehen die anscheinend diese
    marketingstrategie. die waren ja alle angetan von den ganzen
    bühnenbildern von obama. dieser ganze medienrummel.

  61. Leander (75) schreibt: »hundertmal spannender ist doch die frage wie wir in zukunft mit produkten aus crowdsourcing umgehen können und auch deren designer.«

    Diese Diskussion ist ja zumindest für die Beteiligten »pädagogisch wertvoll«. Die kostenlosen Nachhilfestunden für den Nachwuchs werden – hoffentlich – nicht vergeblich (gewesen) sein.

    Ein Zyniker würde vielleicht fragen: Droht eine Parallelgesellschaft? Hier die Gruppe der Kollegen, die Ihre Produkte einem »richtigen« Kunden verkaufen kann – und dort die Gruppe, die als sporadische Community-Sieger ihr Auskommen haben wird? Welche Auswirkungen hat das auf die Psyche? Wer trägt mögliche Therapiekosten?

    Aber vielleicht funktionieren diesen Gruppen ja auch ganz anders? Geht es primär wirklich ums Gewinnen? Ist es nicht vielmehr auch ein lustvolles Lotterie- und Strategie-Spiel? (Es werden – offen oder verdeckt – Bündnisse geschlossen, um gemeinsam gegen einen Gegner leichter bestehen zu können.) Ist also der Weg das Ziel?

    Mein Eindruck ist, dass nur wenige dort mit ihrem echten Namen sich registrieren. Unter dem Schutz der Anonymität kann man gefahrlos sich und seinen Output präsentieren. Bei einer »normalen« Wettbewerbspräsentation setzt man sich als Agentur-Mitarbeiter oder Freelancer kaum so intensiv mit seinen Konkurrenten und dessen Ideen auseinander. Jovoto verzeiht alles, ist wie eine Familie, steht für Geborgenheit und Zusammenhalt. Es gibt keine wirklichen Verlierer. Beim nächsten Contest ist man wieder dabei.

    Es wurde andernorts schon formuliert: Man muss es sich leisten können, bei diesen Wettbewerben mitzumachen. Für Studenten, die sich – neben dem Studium – ausprobieren wollen und an möglichst vielen Rückmeldungen interessiert sind, mag eine Teilnahme sinnvoll sein. Wer von dem, was er täglich an Ideen und Lösungen produziert, leben kann/muss, wird vermutlich andere Gründe haben, daran teilzunehmen … ?

    Aus Erfahrung weiß ich, dass man als Kunde auch leicht damit überfordert ist, aus einer solch großen Auswahl – 347 Entwürfe! – das passende Produkt zu finden. Es ist im »Fall Steinmeier« ein riesiger Logo-Grabbeltisch, selbst dann noch, wenn man konstatiert, dass x Prozent der Entwürfe auf dem ersten Blick nicht in Frage kommen.

    Viel wichtiger jedoch: die vielen Kommentare ersetzen nicht den Dialog zwischen Kunde und Gestalter.

    Vielleicht ist die Hoffnung mancher Teilnehmer aber auch eine ganz andere: Vom Contest-Gewinner zur Lead-Agentur, mindestens aber zum Haus- und Hofgrafiker …

    Kurze – und zugleich ausweichende – Antwort an Leander: Wir werden sie ertragen (müssen). Vielleicht hat jemand eine befriedigendere Antwort?

  62. ich finds absolut daneben, das logo spricht für mich nicht „Verständnis & Aufschwung“ wie schon so oft propagiert, sondern eher Drang, Stärke und Standhaftigkeit. Der Schnitt der Schrift plus das kantig im Raum stehende dreifach-S geben wenig Spielraum. Zudem bin ich natürlich auch der Meinung das diese Anmutung des Nazi-CIs zu nahe kommt, es wird nicht durchgehen, kann ich mir nicht vorstellen.

  63. Die Konnotation dieser ‚Zickzacklinie‘ ist nun mal eindeutig und daher verbietet sich das Logo, vor allem im Kontext der Politik – egal, dem Verfasser sein’s gegönnt, die SPD kann sich’s leisten, und 5.000 € für’s Volk ist besser als sonstwo in den Sand gesetzt.

    Was aber wirklich bedenklich ist, ist nicht die Fehlleistung des Verfassers (in Kreativeifer kommt so was mal vor) sondern die Fehleistung der ‚crowd‘ von ~10.000 Abstimmenden. Dass eine gestalterische Kompetenz da nicht erwartet werden kann, na gut, aber so was? Nä!

    Was kann man da erwarten, wenn die ‚crowd‘ im Herbst nicht nur über das Logo der zukünftigen Regierungspartei abstimmen darf …

  64. nehmt euch doch mal ein beispiel an Michael Wassenberg. das war endlich mal ein kommentar mit substanz. einer der fragen versucht zu beantworten und neue aufwirft. so sollte es sein. immer und immer wieder zu lesen das es jemand mag und jemand nicht ist einfach zu schwach.
    ich kann hier noch meine perspektive zeigen. ich habe selbst schon bei jovoto gewonnen allerdings nicht mit diesem trubel danach. um den ich den jetztigen sieger wirklich nicht beneide. was hier wohl vergessen wird bzw nicht bedacht wird ist, daß bei jovoto quasi work in progess ist. man stellt eine idee ein – es kommen mails und comments- man verändert darauf hin etwas – stellt wieder etwas ein. das ist ja auch alles wunderbar solang es in der community bleibt, dort sind alle gleich und jeder hat da auch mal was reingestellt. klar soll es auch irgendwie eine veröffentlichung geben, aber das muss vorsichtiger passieren. hier wird jetzt fast so kommentiert als wäre es ein umgesetztes logo, aber es ist doch nur ein preisträger eines wettberbs für studenten und jungdesigner. würde jedes ergebnis von derartigen wettbewerben so sehr beachtet werden, würde man aus dem schimpfen ja nicht mehr rauskommen.

  65. @ g.wissen: Na, ich vermute einmal, sie werden seine Partei wählen, weil FWS ja um ein Haar nur sich für Ihr Logo entschieden hätte, … So nah war man der Macht noch nie! Schließlich war man ja auch schon beim »Du« (»Fränkie«, »Steini« etc.).

    Ein weiterer Blick in die Zukunft gefällig? FWS wird sich wirklich und aufrichtig begeistert zeigen und sein Wohlgefallen vielleicht in ein bekanntes Zitat von Nina Hagen kleiden: »Ist alles so schön bunt hier!«

    Nur die Web-Agentur wird der Kanzlerkandidat nicht überzeugen können. Sie fängt nämlich plötzlich damit an, die Logos und ähnliche Elemente auf der SPD-Website einmal zu zählen und vertritt nunmehr die Meinung, schon genug davon gesammelt und dort präsentiert zu haben. Für Zick-Zack-Schwarz-Rot-Gold sei nun – großes Sorry! – wirklich kein Platz mehr.

    @ Tandor: Danke für die Blumen.

  66. @Tandor: So sehr ich auch den Kommentar von Michael Wasserberg mit Interesse gelesen habe könnten böse Zungen diesen auch als völlig „off-Topic“ bezeichnen – Du kannst hier niemandem ernsthaft vorwerfen das er sich mit dem in diesem Thread vorgestellten Siegerentwurf auseinandersetzt, da ist nach meinem Empfinden der ursprüngliche Zweck dieses Beitrags. Jeder Blick über den thematischen Tellerrand ist gut und schön, sicher auch wünschenswert, grundsätzlich gehts hier aber doch um die Qualität des vorgestellten Zeichens.

    Auch sollte man sich die Kritik nicht so zu Herzen nehmen wie du das offensichtlich tust: Die User hier haben oftmals nichts anders als das vorliegende Bild um zu einem Urteil zu kommen, und genau darüber schreiben sie dann – das ist m.E. auch völlig legitim und auch gar nicht anders möglich. Ebenso zielt geäusserte Kritik hier zu 99% auf das Werk, nicht den Urheber (Von den „Praktikantenarbeit“-Kommentaren mal abgesehen).
    Der Gestalter selbst kennt die Hintergründe seiner Kreation, kann die Kritik einordnen und darf sie ggfs. natürlich auch an der Realität vorbei empfinden – das bringt dieses Medium hier halt nunmal so mit sich. Die Kritik die aufgrund des im Beitrag vorliegenden Bildes erhoben wird wird deswegen aber nicht unwahrer und ist für mein Empfinden in vielen Fällen lehrreich und obendrein oftmals recht unterhaltsam zu lesen.

  67. Du bist Deutschland. Frank Walter Steinmeier ist Deutschland. Haha. Aber irgendwie finde ich es interessant. Sicherlich etwas technisch aber ich find irgendwie auch nicht ganz verkehrt. Wer neue Wege geht muss auch immer mit Gegenwehr rechnen. Thema Nazi: Ich finde es zum k… das bei jeder Gelegenheit die Nazikeule ausgepackt wird. An die deutschen da draußen: Entspannt euch mal Hitler ist tot und nicht überall schlummert gleich das dritte Reich, es nervt!

    p.s. ich habe das mit den SS-Runen erst erkannt als ich es gelesen habe.

    p.s.s. Hermes-Versand hat ein neues Logo habe ich heute gesehen, und ich vermisse noch einen Beitrag dazu. Aaaaalsooo

  68. Beisst euch nicht so an den SS fest – das ist eine Interpretation welche ich nicht nachvollziehen kann und wirft irgendwie zuviel Staub auf der nicht vorhanden ist. Generell ist es nicht schlecht – das wissen wir alle. Einziges Manko – wo bleibt der Mensch? Es wird doch hier für einen Menschen geworben, doch wurde das Ziel der Gestaltung auch erreicht? Mmmmmmmhhhh…. ich denke nicht. Schön ist eben nicht alles – gut muss es sein.

  69. Das Logo der Rockband KISS wurde mal auf einem Cover für den deutschen Markt geändert. Warum? Der Schriftzug bei den „S“ hatte dieselbe Form wie bei diesem Logo. Sehr unvorteilhaft, ich habe es auch sofort gesehen.

  70. Der ordnungshalber soll nicht unerwähnt bleiben, dass ich auf Bitte des verantwortlichen Designers des oben abgebildeten Entwurfs einen Kommentar herausgenommen habe, in dem sein Name genannt wurde. Wie er mir in einer E-Mail mitgeteilt hat, bereut er mittlerweile die Teilnahme an dem Wettbewerb. Ich komme also seinem Wunsch nach und habe den entsprechenden Kommentar gelöscht.

  71. Sensationell nichtssagend.

    Wie der Kandidat eben. Warum ein Logo
    wenn es keinerlei Aussage trifft und nicht
    mal visuell einprägsam ist?

    Ein Armutszeugnis für Steinmeiers Agentur.

  72. … erinnert mich irgendwie an das SS-Zeichen. Gefällt mir nicht; das hat nichts mit einer flatternden Fahne zu tun. Symbolisiert für mich eher: wir verbiegen uns in alle Richtungen … .

  73. Ein Hallo in die Runde!

    Zunächst zum ersten Entwurf: Ja, allerdings, hier ist die Nähe zu den SS-Runen zu stark. Insbesondere unter Berücksichtigung der politischen Ausrichtung des Auftraggebers ein NoNo-Go! Wohlwollend darf jedoch angenommen werden, dass wohl auch eine Stufe (nach oben) assoziiert werden sollte – wie nun ja bekannt, hat man sich für Sahnejoghurt entschieden… Oder Bockwurst. Gesehen hab‘ ich den Kandidaten auf jeden Fall schon irgendwo.

  74. Hallo,

    harmonisch und elegant ist der Siegerentwurf sicher nicht. Eher kantig und arrogant, wirkt für mich eher wie eine Logo für einen Kohlenhändler, zu viel Schwarz zu fette Schrift. Drei S in Reihe, ergeben keinen Sinn? Zu viel Deutschland, zu wenig SPD. Etwas mehr Persönlichkeit würde dem Logo gut tun, ist es nicht das was einen Politker ausmacht?

  75. Viele vergessen einfach, dass es um eine Ideenplattformn geht, ein überdimensionales Brainstormingtool wenn man so will.

    Das was am Ende daraus entsteht liegt in der Fähigkeit der Agentur.
    Da brauch niemand einen Berkeley oder eine Community verantwortlich machen, denn im Endeffekt wurde das Logo durch eine Diskussion und einer demokratischen Bewertung aufgeladen, wie dieser Output am Ende genutzt wird, liegt in den Händen der Agentur.

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