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Relaunch von SPIEGEL ONLINE

Spiegel Online Relaunch

Nachdem dieser Tage Stern.de umfassend überarbeitet ins Netz gestellt wurde, ist nun der Webauftritt von SPIEGEL ONLINE an der Reihe. Noch mehr, als beim Nachrichtenpendant aus dem Hause G+J, schaut die Branche nun auf den Relaunch eines der nur fünf Angebote, die hierzulande mit einem Page Rank 8 bei Google geführt werden. Der letzte große Wechsel wurde vor gut vier Jahren vollzogen und war einer der ersten Relaunchs, die hier vorgestellt wurden.

Kontinuität statt Umbruch

In der verkleinerten Ansicht muss man schon genau hinschauen, will man Unterschiede entdecken. Knapp 100 Pixel hat die Website in der Breite zugelegt. Der Auftritt ist nun 900 Pixel breit. Immerhin. Stern.de ist ja sogar schmaler geworden. Es ist immer noch genug Luft für die Einspeisung der durch die OMS gesteuerten standardisierten Werbemittel. Das Logo bleibt unangetastet. Lediglich der Header bekommt einen dezenten Verlauf. Das Farbsystem für die jeweiligen Ressorts bleibt erhalten. Der Aufbau der Startseite ist identisch mit seinem Vorgänger: links die Artikel, rechts die Marginalspalte, die am stärksten von der Breitenanpassung profitiert. Die Hauptnavigation ist inhaltlich weitestgehend gleich geblieben, ebenso die Farben für die Auszeichnung von Links (Rot, Orange, Schwarz). Neu ist ein hellgrauer Fond, vor dem die Inhalte nun in weißen Boxen optisch gebündelt erscheinen.

Die Artikeln wandern nach rechts

Kommen wir zu einem augenfälligeren Wechsel. Bei Klick auf ein Ressort z.B. Panorama werden die Artikel nicht mehr in der linken Spalte, sondern ab sofort in der rechten Spalte angezeigt. Links sitzen die „Assets“, so die interne Begrifflichkeit. Nun. Sinnvoll ist diese Umstellung vor allem aufgrund des Trends in Richtung 16:9 Monitore. Der Artikel rückt so vom linken Rand des Monitors ein Stück weit hinüber. Der Blickweg verkürzt sich ein wenig. Noch sinnvoller ist dieser Seitenwechsel – und dies dürfte auch ein Mitgrund für die Umstellung sein – in Bezug auf die Vermarktung, denn der Skyscraper rückt so in unmittelbare Nähe zum Artikel. Der Ankündigung zum Relaunch: „SPIEGEL ONLINE wird noch moderner, übersichtlicher, eleganter…“ darf noch ergänzt werden: „und für Sie als Werbepartner noch attraktiver“. Tatsächlich fällt in der 9-seitigen Fotostrecke kein einziges Wörtchen zum Thema Werbemittel

Noch nicht rund

Was noch nicht funktioniert ist das Abspielen von Videos. Im Videobereich bekomme ich eine Fehlermeldung, obwohl ich den neusten Flash-Player installiert habe (10.0.22.87). Das Wetter, ebenfalls in Flash angelegt, wird hingegen korrekt angezeigt. Auch das Umblättern der Inhalte im Multimedia-Karussell will nicht funktionieren. Es wird moniert, JavaScript wäre nicht aktiviert, obwohl bei der entsprechenden Checkbox in den Browser-Einstellungen das Häkchen korrekt sitzt. Gerne hätte ich mir auch das Video zum Relaunch angeschaut aber es startet nicht. Vielleicht ja morgen.

Sreenshots des alten Auftritts

Der überraschende Moment bleibt aus

Sicher, das Abspielen von Videos über die gesamte Breite in HD-Qualität, sofern es die Bandbreite erlaubt und sofern es funktioniert, ist eine feine Sache. Zumindest für diejenigen, die auf einer Nachrichtenseite tatsächlich Videoangebote aufsuchen. Echte und vor allem überraschende Neuerungen sucht man aber vergebens. SPIEGEL ONLINE verfügt nun über eine Social-Bookmark-Leiste! Der Umstand, dass dies bereits innerhalb der offiziellen Vorstellung Erwähnung findet zeigt schon, dass der große Umbruch ausblieb. Wir reden hier über einen evolutionären Schritt, in dem in der Fotostrecke, die einige Tage vorher ins Netz gestellt wurde, bereits alles gesagt wurde, was zu sagen ist. „Wind aus den Segeln nehmen“ nennt man das. Die zahlreichen Stammleser wurden schon im Vorfeld informiert und auf den Wechsel eingestimmt. Ich behaupte einmal, dass viele Leser den Wechsel überhaupt nicht wahrnehmen werden und so auch weder ein Wind und schon gar nicht ein Sturm der Empörung aufbrechen wird.

Defensiv erfolgreich

Es muss jeder für sich entscheiden, ob dieser Wechsel, vielleicht auch eben weil er so dezent vonstatten ging, ein guter ist, oder ob er überflüssig erscheint. Gerade im Nachrichtensektor ist unglaublich viel Bewegung. Auch hier im Design Tagebuch wird über die zahlreichen Relaunchs von Nachrichtenseiten der jüngeren Vergangenheit berichtet und diskutiert. Mir scheint, als wolle SPON ebenfalls ein bisschen auf dieser Welle reiten um vielleicht auch zu verhindern, dass bild.de in Bezug auf die Visits noch näher rückt. Freilich ohne wirklich etwas überraschend Neues produziert zu haben. Warum sollte man auch bei SPIEGEL ONLINE alles umstürzen? Mit dem bisherigen und weitestgehend unveränderten Konzept ist man schließlich die führende Nachrichtenmarke im deutschsprachigen Netz geworden. Die Fortführung des Modells spiegelt Selbstbewusstsein wider. Im Sport sagt man „Never change a winning Team“. Das Internet ist kein Sport. Hier gibt es andere Regeln. Ich bin gespannt, ob andere Nachrichtenmarken diese „defensiv ausgerichtete Taktik“ für sich zu nutzen wissen und offensiver agieren. SPON kommt mir vor wie Italien: Nicht immer kreativ, dafür erfolgreich.

Auch im Spiegel-Forum kann über den Wechsel diskutiert werden.

44 Kommentare zu “Relaunch von SPIEGEL ONLINE

  1. die verlagerung der artikel nach recht ist nicht sinnvoll, sondern extrem störend und nervig.
    merkwürdig, daß das gerade hier als sinnvoll gelobt wird…

  2. Den Wechsel der Artikel nach rechts finde ich auch alles andere als gelungen. Es bringt optische Unruhe und hemmt nach meinem Empfinden den Lesefluss ganz erheblich.
    Ich hab es mir per User-CSS augenblicklich wieder umgekehrt, und finde das deutlich besser lesbar.

    Ansonsten gelungen aufpoliert, sieht alles ein bisschen frischer aus, aber keine große Umgewöhnung. Erinnert mich an einen neuen Golf: neu, und doch alles wie gewohnt :)

  3. Ich halte das Verschieben der Artikel nach rechts auch nicht für sinnvoll.
    Man will doch erst den Artikel lesen und anschließen mehr über Hintergründe usw. erfahren.
    Stattdessen stolpert man auf Grund unserer gewohnten Leserichtung erst einmal über weiterführende Links am linken Rand.
    Ich glaube weil es gegen etwas derart fundamentales wie die Leserichtung verstößt wird man sich auch nicht allzu schnell daran gewöhnen…

  4. Ein Blick unter die Haube verrät, warum der Player nicht abspielt. Zumindest meine Vermutung: In der „javascript-V200905190004.js“ sind die JavaScript-Funktionen, welche der Player benötigt, enthalten. Ziemlich blöd deswegen: „403 Forbidden“ – die JavaScript-Datei darf nicht aufgerufen werden. Somit hat die Seite, zumindest im Moment, keine JavaScript-Funktionen (außer den Tracker) in Benutzung. Zumindest hier ein Pluspunkt: Die Seite funktioniert tatsächlich auch ohne aktiviertes JS. Amateurhaft wiederum die Seite über die Technik: Die Frage „Wie geht SPIEGEL ONLINE mit Javascript um?“ wird mit „Im redaktionellen Teil unseres Angebots wird kein unverzichtbarer Gebrauch von Java oder JavaScript gemacht (…)“ beantwortet. Aber man sollte Java und JavaScript *nie* in einen Topf werfen, ehrlich nicht! ;-)

    Weiterhin ist die Seite in altem HTML 4 erstellt. Spricht in erster Linie nichts dagegen, aber man hätte auch auf XHTML oder evtl. sogar schon HTML 5 setzen können (Vorschlag, kein MUSS und keine Empfehlung!). 52 Warnungen im HTML sind jedoch auch im HTML 4 überflüssig und sollten vermieden werden.

    Schade ist auch der Fakt, dass man den Internet Explorer 8 in den Internet Explorer 7 Kompatibilitätsmodus presst – dies hätte man eleganter lösen können…

  5. Was mich hier wieder stört und mich auch bei dem Online Auftritt der Stuttgarter Zeitung genervt hat, ist die Tatsache, dass die Seite immer links „hingeklatscht“ wird. Damit komm ich überhaupt nicht klar (Ich denke mal, vor dem Relaunch war SpiegelOnline aber auch schon „linksgebunden“)

    Ansonsten ist es zu vorher ja wie schon gesagt nicht wirklich anders und deswegen kann man wohl auch nichts wirklich schlechtes über den Relaunch sagen.

    Dass noch nicht alles funktioniert finde ich auch nicht weiters schlimm, Nobody is perfect.

    Ansonsten scheint die Seite gerade wohl überlastet zu sein, ich komm grad nichtmehr drauf.

  6. Ein Relaunch ist ja kein Selbstzweck, wie im letzten Absatz sehr schön begründet: defensiv erfolgreich. Wenn das bisherige Design erfolgreich und „eingesessen“ ist, tut man bei einer Überarbeitung sogar gut daran, Kontinuität zu wahren und sich auf subtile Änderungen beschränken. Ein „evolutionärer Schritt“ ist hier also genau das richtige; jedem kurzlebigen Trend nachzujagen, tut einem etablierten Auftritt langfristig schließlich nicht gut. Ich finde schon den unsäglichen „Social Bookmarking“-Kram unpassend anbiedernd.

    Soweit Kritik aufkommt, dürfte hieran aber vor allem die Kommunikation Schuld sein: Einen evolutionären Schritt als „Relaunch“ im Vorfeld anzukündigen, weckt natürlich eine Erwartungshaltung, zu der man mehr sehen will. Es ist in solchen Fällen daher vielleicht schlauer, das Geschehen genau so „subtil“ zu erwähnen wie es ist. Dann schafft man’s zwar vielleicht nicht ins Designtagebuch, aber es reicht für eine positive Überraschung beim Nutzer.

    Ich erinnere mich noch an das „Sieht ja fast aus wie vorher“-Geschrei zu ähnlichen Anlässen: Meiner Meinung nach hat man es jedoch in solchen Fällen meist richtig gemacht, denn eine Wende von mehr als 45 Grad ist nur angesagt, wenn man wirklich Aufholbedarf angestaut hat oder einen Strategie-/Zielgruppenwechsel vornehmen muss.

  7. Bin schon seit einer kleineren Ewigkeit Stammleser bei Spon und kann mich nicht beklagen.

    Das die Artikel nun rechts angeordnet sind ist nicht schlimm, sondern nur eine kleine Umgewöhnung! Am liebsten ist mir die mittige Ausrichtung des Inhaltes, wie bei stern.de. Am linken Rand angepappt ist doch reine Platzverschwendung, wenn ich überlege, dass auf meinen 1680 Pixeln nur die linken 900 genutzt werden (ja ich weiß, dass es noch Surfer mit 1024 px breiten Bildschirmchen gibt). Ist also eigentlich praktischer, den Inhalt zur Mitte hin zu bewegen. (Wurde ja im Artikel schon gut beschrieben!)

    Ansonsten kann ich diesen einfachen Relaunch gut verstehen. Bevor ich mir die Hälfte der Leser vergraule, die mit dem neuen Klicki-Bunti-Spon nicht klarkommen, mache ich halt nur ein Mini-Relaunch um ein paar neue Funktionen einzuführen und vielleicht noch ein bisschen unter der Haube zu werkeln. Man muss das Rad nicht neu erfinden und bei Newsseiten zählt nunmal der Inhalt, und der kommt immer noch sehr gut rüber! Wenn ich dazu bild.de vergleiche, dann macht dort das Lesen keinen richtigen Spaß, der Textblock und damit der Lesefluss wird bei Spon eben nicht durch Bilder, Banner, etc. unterbrochen!

  8. Mir gefällt das ganze nur sehr bedingt. Ich konnte dem alten Auftritt mehr abgewinnen und besonders die rechts stehenden Artikel finde ich nicht schön und störend. Es hat schon seinen Grund weshalb sich das linkslastig durchgesetzt hat in den letzten Jahren.

  9. Schon wieder ein Relaunch an den man sich erst einmal gewöhnen muss. Der Trend zu 16:9 ist da, verstehe deshalb auch den Sprung der Kampa nach links in der Artikelseite. Ist aber wirklich gewöhnungsbedürftig und ich kann mich auch noch nicht wirklich damit anfreunden.
    Positiv finde ich, dass der Auftritt jetzt insgesamt weniger „gekästelt“ wirkt. Die dickeren Linien wirken doch dezenter als die dünnen vorher. Der Leerraum in den Modulen wird bestimmt noch gefüllt… kann mir nicht vorstellen dass da Platz verschenkt wird.

  10. Ganz ehrlich? Ich war auf der alten SPON-Seite daheim – aber ich finde den neuen Auftritt besser! Die breiten (aber doch dezenten) Rahmen passen gut ins Konzept und trennen den Content mehr von den Bannern ab.

    Auch die Verlagerung der Artikel nach rechts finde ich nicht schlimm – im Gegenteil: manch einer will die Seite zentriert, die anderen schimpfen über die Verlagerung nach rechts – ja was denn nun? Allen kann man es eh nicht recht machen. Gerade bei solch einem großen Publikum wie dem des Spiegels…

    Und den Weißraum finde ich geradezu angenehm!

  11. Das die ganze Seite links angeordnet ist hat einen einfachen Grund. SpOn verkauft Wallpaper Ads. Und das nicht zu knapp. Wenn die jetzt rechts und links von der Seite lungern würden – gute Nacht.

  12. Die Anordnung der Artikel in der rechten Spalte würde ich als durchaus positiv bezeichnen. Es lest sich einfach angenehmer wenns nicht so am Rand „pappt“.
    Unschön wirkt aber der Sprung von Startseite = linke Spalte zu Artikel = rechte Spalte.

  13. Also der Sprung der Sidebar von rechts nach links, und damit auch der Sprung der Artikelspalte finde ich auch nicht besonders gelungen.
    Man hätte sich doch für eine Seite entscheiden können und das dann auf jeder Seite so durchziehen. So muss man ständig den Blick ändern, wenn man Artikel weiterlesen möchte, die man auf der Startseite angefangen hat zu lesen…!

    Ist aber auch der einzige Kritikpunkt den ich habe! :)

    kloni

  14. Also ich denke der Sprung der Artikel nach rechts läßt sich wohl dadurch erklären, dass die Blickführung dann immer über die Artikel Anzeige geht. Welche jetzt ja links oben ist. Aus meiner Webdesignersicht finde ich das einen logischen Schritt um die Anzeigen Klicks zu verbessern. Immerhin muss SPON ja Anzeigen verkaufen und Klicks generieren. Damit Sie weiter guten Jornalismus betreiben können. Ob der User dies dann auch so annimmt sei mal dahin gestellt. Ich persönlich finde das OK. Denke auch das die Mädels und Jungs da noch ne Menge nachschrauben werden. Muss ja bei so einem Kaliber. Das ZDF heute Team ist ja auch noch am rumschrauben, vor allem wohl an der Typo.

  15. @Fabian: (#comment-199806) HTML 4.01 Strict ist der beste Weg zur Zeit. HTML 5 muss man noch nicht benutzen, XHTML sollte man nicht mehr.

    @Achim: Man kann leider keine Anchorlinks platzieren in Posts. Ohne trailing slash erkennt euer System den Link nicht.

  16. Im Gegensatz zur neuen Stern-Seite lädt die neue SPON-Seite immer noch zum lesen ein. Sie Stern-Seite gefiel mir anfangs, nach ein paar Tagen aber merkte ich, wie abweisend/uninteressant das Layout dann doch geworden ist.

  17. Mir persönlich fällt das Nach-Rechts-Gerutsche der Artikel spontan negativ auf. Wie bereits erwähnt wurde, steht dies im Gegensatz zu unserer gewohnten Leserichtung. Aber mal schauen, vielleicht hat man sich auch bald schon dran gewöhnt.

    Was mich allerdings sehr stört ist Folgendes: Ich gehe immer die Schlagzeilen-Seite chronologisch durch. Und bisher war es so, dass der Link zu einem bereits angeklickten Artikel andersfarbig markiert wurde (für die Funktion gibt’s bestimmt nen HTML-Fachbegriff, kenn ich aber nicht…). So hab ich immer sofort gesehen, was der letzte Artikel war, den ich angeklickt hatte und konnte mich von dort wieder chronologisch hocharbeiten.

    Diese Funktion gibt es jetzt nach dem Relaunch nicht mehr. Jedenfalls funktioniert es bei mir nicht. Und das macht die Sache leider recht unübersichtlich für Schlagzeilen-User.

    Weiß jemand vielleicht, ob ich jetzt was im Browser umstellen muss (IE7 (ja, ich benutze den freiwillig und gerne!)), oder ob das ein Problem ist, dass Spon-seitig geändert werden muss? Wär echt toll, wenn das wieder funktionieren würde!

    Ciao

  18. // Werbung
    Ich würde ebenfalls sagen, dass der Relaunch hauptsächlich der besseren Platzierung von Werbeanzeigen geschuldet ist. Wenn man der Lese- und Blickrichtung folgt, stößt man ständig auf die Anzeige o.l. nebem dem Artikel und dem Skyscraper r. neben dem Artikel. Da diese auch noch bewegt sind ziehen Sie den Blick zusätzlich auf sich.

    Im Grunde ist das OK, da alle Inhalte kostenlos angeboten werden und wenn dadurch das Magazin am Leben gehalten werden kann soll es nur recht sein.

    // Vorteile & Nachteile
    Da ich auch ein Stammleser bin, werde ich nach einiger Zeit mal Pro und Contras aufzeigen, wenn diese überhaupt ins Gewicht fallen. Letztlich merkt man das ja nur in der Anwendung.

    Greetz
    Till

  19. Also die leichte Spaltenverlagerung für die bessere Breite für die rechte Seite gefällt positiv, der Rest (Beiträge rechts, etc.) ist dann doch schwerwiegend negativ und im Gesamten auch keine positive Entwicklung und diese Werbung die sich zumindest im ersten Moment als normaler Link entpuppt, lässt entgültig jeglicher Seriösität entbehren. Fehlschlag und das bei so mageren Fortschritt so dermaßen groß. Naja, gibt noch genug Alternativen.

  20. Die Layoutänderungen sind wirklich sehr dezent — von dezent kann man allerdings nicht sprechen, wenn man eine Artikelseite mit Opera (Version 10.00, mit urlfilter.ini-Werbefilter) öffnet: Es erscheinen kleine, grüne Kästen, die jeweils scheinbar irgendwelche Anzeigenbezeichnungen tragen und dazu noch blinken …

    Hier ein Screenshot: http://www.abload.de/img/spiegeleijkj3.png

  21. Den in die recht Spalte gewanderten Content auf Unterseiten finde ich nicht nur ungewöhnlich, sondern auch nervig. Bei allen Seiten erwartet mich links der Content und rechts die Werbung oder weiterführende Links. Nur SPON macht jetzt eine Ausnahme, die verzichtbar gewesen wäre. Angenehm finde ich die vielen Weißräume und die weniger verspielte Optik der letzten SPON-Fassung. Das schafft Ruhe.

  22. Also der Nachrichtentext auf der rechten Seite – auf Unterseiten – finde ich sehr misslungen und stört erheblich beim lesen des Textes.

    Ansonsten finde ich das „re-Design“ absolut OK und wie ich finde auch an der Zeit.
    Im übrigen finde ich es für eine Nachrichtenseite wie der Kategorie „Spiegel Online“ nicht sonderlich wichtig „etwas komplett neues“ zu gestalten. Das alte Konzept hat gut funktioniert und durch das etwas neue Design wird es schön aufgefrischt. Hier sollte das Team nicht „ge-changed“ werden!

  23. Ich finde den Relaunch gelungen. Die gesamte Seite wirkt meiner Meinung nach aufgeräumter. Was mich allerdings stört ist das „matschig“-anmutende Logo links oben in der Ecke der Website.

  24. Warum musste das denn geändert werden? Ich war vorher sehr zufrieden. Statt dessen sieht jetzt alles schon irgendwie nach SPON aus, aber es fühlt sich verkehrt an. Jaja… man gewöhnt sich dran und so, aber ich will mich an sowas nicht gewöhnen müssen. Das sieht mir persönlich zu sehr nach: „Geändert, um der Änderung willen“ aus.

  25. IWas ich nicht so schön finde, sind Google-Anzeigen direkt am Kopf dieser Seite hier. Doe waren vorher besser platziert und wären auch rechts besser platziert. Aber ich denke mal, da oben gibt es mehr Geld. Nur seine Internetseite direkt mit Google-Anzeigen starten zu lassen, ist etwas billig.

    Sorry, das ist vielleicht nur meine Meinung. Aber man sollte sein eigenes Konzept und seine eigenen Arbeiten nie in der Art verkaufen. Der Inhalt sollte Vorrang haben. Anzeigen gehören an den Rand, nicht in den Kopf.

  26. @Kausalat:
    Das hab ich auch mit dem aktuellen Opera. Liegt an den Ads, die per Javascript reingeladen werden. Ohne Javascript verschwinden auch die blinkenden Kästen (zusammen mit der Möglichkeit, sich anzumelden oder zu registrieren).

    Erneut ein Beispiel für: je größer das Projekt, desto weniger Wert wird auf eine korrekte Umsetzung gelegt.

  27. Finde den Relaunch eigentlich recht gelungen.
    Die Verschiebung der Seitenspalte von rechts nach links auf den Unterrubriken ist sehr ungewohnt und ist eigentlich auch so mit das einzige, was mir spontan nicht so zusagt, da es beim Lesen ablenkt. Header und Navigation finde ich durchaus gut – Generation 50+ wird aber Usability-Probleme haben.

  28. // Nachtrag
    Also im täglichen Gebrauch bin ich mit dem Relaunch zufrieden, ist sogar besser als vorher. Vor allem die umfänglichere und übersichtlichere Themenaufbereitung ist gut gelungen. Mein Kompliment an die Macher!

    Eine Kleinigkeit nervt allerdings gewaltig:
    Die Textvergrößerungs-Funktion ( + | – ) die o.r. über den Beiträgen implementiert war gibts nicht mehr. Das ist sehr schade, da die Funktion ungeheuer praktisch war. Ich habe sie fast immer eingesetzt, weil es auf Dauer einfach angenehmer ist, wenn man mehrere Artikel liest, vor allem wenn man müde ist. Natürlich geht das aber auch über den Browser oder das System, aber da gibts haufenweise Darstellungsfehler und imho ist es nicht dasselbe.

    Deshalb fordere ich die Wiederbelebung der Textvergrößerungs-Funktion – nur dann ist es für mich wirklich rund. Glaube sogar, dass ich da nicht alleine stehe …

    Greetz
    Till

  29. Ich finde die Verschiebung des Textes aus zweierlei Gründen total nervig:

    1.) Bei meinem grossen Rechner schaffe ich es nicht mehr den Text in der Mitte des Bildschirms zu plazieren. Stattdessen pendelt der Text immer zwischen Links (Hauptseite) und Rechts (die eigentlichen Artikel) hin und her.

    2.) Auf meinem kleinen Netbook dagegen ist mein Display so klein, dass die Artikel nicht ganz dargestellt werden. Entsprechend muss ich auf jeder neu aufgebauten Seite mit der horizontalen Scrollbar erst den Text herscrollen.

    – Super Innovation!

    Nach ca. 9 Jahren treuer Leserschaft denke ich ernsthaft darüber nach SPIEGEL Online nicht mehr zu lesen.

  30. Endlich! Nach ca. 1 Woche rumbasteln und recherchieren weiss ich endlich, wie man den dummen Seitenwechsel von Spiegel (Wechsel der Nebeninformationsspalte nach links bei Aufruf der Artikel) unterbinden kann.

    Man nehme:
    – Firefox
    – Installiere das Addon Greasemonkey
    – Installiere das Skript http://userscripts.org/scripts/show/55968

    -> In Zukunft werde ich mir wohl öfters selber mein Layout zusammenstellen.

  31. Was schön gewesen wäre: Ein real existierender Video Player, warum Spon da sein eigenes hakeliges Ding nutzt was ich noch nirgendwo hab laufen sehen ist mir scheleierhaft. Gibt es keine Werbekunden für Videos? Aber ich kauf mir auch nicht jeden Tag einen neuen Computer.

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