Liberty Global Logo

Redesign: Liberty Global

Liberty Global Logo

Erst waren die Tochterunternehmen dran, nun vollzog der Mutterkonzern ein Redesign. Nachdem bereits 2009 UPC einen neuen Markenauftritt verpasst bekommen hat und im Frühjahr dieses Jahres Unitymedia neu positioniert und sichtbarer Teil einer Dachmarkenstrategie wurde, stellte nun Liberty Global auf ein neues Corporate Design um.

Liberty Global Logo

Die Blüten-Bildmarke ist mittlerweile in vielen Ländern bekannt, wenn auch in den farbigen Versionen. Innerhalb des Konzernauftritts von Liberty Global erscheint sie schlicht in hellen Grautönen. Erstaunlich, wie viel Freiheiten den einzelnen Marken in Bezug auf die Typographie zugebilligt wurde (siehe Abbildung unten).

Liberty Global Marken

Blumen-Bildmarke im Wandel

Der Blick auf die Bildmarke zeigt, dass der langjährige Umstellungsprozess nicht unbedingt Ausdruck größtmöglicher Konsistenz und Konsequenz ist. Beim Übereinanderlegen der Blume ist gut zu sehen, dass nach Einführung des UPC-Markenauftritts die Blume noch einmal modifiziert wurde, wohlgemerkt in Bezug auf die Form der Bildmarke, nicht die Farben betreffend (auf die nachfolgende Abbildung klicken, um zwischen den einzelnen Bildmarken zu wechseln).

Während ein Wechsel der Farben im Rahmen der Dachmarkenstrategie nachvollziehbar und legitim ist, sind unterschiedliche Formen der Bildmarke eher ein Indiz dafür, dass es sich bei den bislang vollzogenen Redesigns eher um eine Art „Work on Progress“ handelt, also um laufende Anpassungen, als dass hier eine von lange Hand und im Detail vorbereitete Strategie sichtbar würde. Dennoch ein positive Entwicklung insgesamt, wie ich finde.

Liberty Global operiert als Kabelnetzbetreiber in 13 Ländern und versorgt rund 10 Millionen Kunden.

9 Kommentare zu “Redesign: Liberty Global

  1. Es gibt auch noch eine stilisierte Variante komplett in weiß – zu sehen im OSD vom Unitymedia HD Player. Das ähnelt dann sehr einem Osternest mit 3 Eiern.

    Mir ist das Logo viel zu komplex.

  2. Irgendwie auch schon wieder lustig in seiner Inkonsequenz.
    Vielleicht ist es manchmal besser, die Dinge so zu lassen wie sie sind. Keine der Entscheidungen lässt sich fundiert begründen, vermute ich, sondern ist das Ergebnis verscheidener Meinungen, zwischen denen immer wieder neue Kompromisse gefunden werden mussten.
    *grins*

  3. Wenn man sich diese Seite hier anschaut, dann sieht man, dass auch für UPC in Österreich ganz offenbar schon ein in Anlehnung an das von unitymedia und Liberty Global modifiziertes Logo besteht, in Österreich jedoch dann wiederum noch nicht eingesetzt wird (gleiches gilt für Tschechien, Ungarn, Irland, die Niederlande, Rumänien und die Slovakei; auf der schweizer Seite des Mutterunternehmens ist das modifizierte Logo nicht zu sehen, ich nehme aber an, dass dies dann auch vorliegt). Nehme mal an, dort erfolgt dann auch sukzessive eine Umstellung, was ja letztlich dann doch zumindest konsequent wäre. Ich nehme mal an, dass UPC-Logo hat die Leute im Headquarter erst nach der Umstellung überzeugt …

  4. Schade, ich könnte mir hier sehr gut ein generatives Logo vorstellen. Während die Dachmarke weiß bliebe, also die Grundform und Gemeinsamkeit hervorhebt, könnten alle Tochtermarken allein durch unterschiedliche Farbgebung und Namen auffallen.

    Was Artischocken (Logo) mit Breitbandkabeldiensten (Unternehmen) grundsätzlich zu tun haben, will mir auch weiterhin nicht so recht einleuchten. So ist alles wenigstens konsequent zusammenhangslos.

  5. Ich vermute mal, dass die unterschiedliche Förmlichkeit der Blume daher kommt, dass die „UPC“-Blume in Illustrator gebaut wurde, bis dann jemand auf die Idee gekommen ist, die „unitymedia“-Blume in einem 3D-Programm zu basteln. Im direkten Vergleich fällt dann besonders die Unlogischkeit der „UPC“-Blume auf. Von daher ist es eigentlich konsequent die „logische-3D-Blume“ einzuführen. Aber warum bessert man dann nicht im Nachhinein die „UPC“-Blume auf? Sie hätte es dringend nötig.

  6. Ein rasant nach unten fliegender Fussball.
    „Libero – Glow – Ball“

    Vielleicht habe ich zu viel Fussball geschaut…

  7. Ich finde die weiße Version für die Dachmarke sehr passend!

    Bei dieser Art von Firmen bzw. Konzernstrukturen ist eine gediegenere Variante durchaus angebracht. Schließlich dreht sich dort das meiste um „investor relations“ und nicht „Kabelanschluss für Jedermann“. Sicher ist das Logo komplex, aber es erfüllt seinen Zweck einzigartig und wiedererkennbar zu sein.

    Eine Zusammengehörigkeit unter den Logos der verbundenen Konzerne ist klar erkennbar – schön! Dass sich das Design seit 2009 weiterentwickelt hat, zeigt doch nur das alltägliche Problem von vielen Designern: man möchte immer alles noch ein wenig besser machen, etwas moderner – noch ein wenig feilen. Weiterentwickelt, und nicht zum Schlechten -> gut gelungen, passt zum Rest > mission accomplished!

    Beste Grüße von der Designfront ;)

  8. Das ist doch ein Prozess, der hier stattfindet. Zuerst wird das „blaue“ UPC-Logo für die jüngsten Märkte (Deutschland) in erneuerter Form umgesetzt. Dann wird der amerikanische Mutterkonzern vom unsäglichen Flutwellen-Logo erlöst und „neutral“ mit einem weissen Logo gestalterisch positioniert.

    Der nächste Schritt ist damit auch vorgezeichnet: früher oder später zieht man mit dem bunten Logo in den anderen Märkten nach.

    Ich finde, das ist überlegt, man geht schrittweise vor und geht somit auch vernünftig mit Ressourcen um. Ich kann nichts Falsches entdecken. Und ob einem die Artischocke (eigentlich ja eine Blüte) gefällt, ist reine Geschmackssache.

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