Plakat zum Evangelischen Kirchentag 2011

Kirchentag 2011 Plakatl

Letzte Woche wurde das Plakat zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Mal findet er in Dresden statt. Das Designbüro pingundpong, ebenfalls aus Dresden, bekam mit seinem Entwurf den Zuschlag. Die Idee sah man zuletzt beim Auto-Salon-Plakat und leicht abgewandelt beim IAA-Plakat. Ungeachtet dessen funktioniert es eigentlich auch beim Kirchentag ganz gut.

19 Kommentare zu “Plakat zum Evangelischen Kirchentag 2011

  1. Das Ganze wirkt auf mich wie eine Ideenskizze, bei der man vergessen hat die Reinzeichnung durchzuführen.

    Die Hände sind nicht wirklich schön, die beiden Einkerbungen ebenso unlogisch wie kontraproduktiv bei der Erkennbarkeit der Hände. Selbst eine Andeutung der restlichen Finger fehlt – das sieht komisch aus.

    Die Farbkombination Schwarz / Lila erinnert natürlich sofort an die dt. Telekom – und ist m.E. irgendwie unpassend.

    Traurig macht einem die lieblose Typografie, des Slogans (Der Originalvers lautet: „Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ und ist damit so kurz das man ihn auch komplett hätte zitieren können). Eine Standardschrift finde ich als absolut unpassend. Serifen- oder eine Handschrift alles denkbarer als als dies. Aber bereits beim Logo des Kirchentages gibt es eine komische Kombination von Schriftarten. Die Bildmarke bei Logo wirkt ebenfalls zu klein und damit fehlplaziert.

    Kein einziges Objekt erscheint mir korrekt und stimmig ausgerichtet. Da kann ich mich Till komplett anschließen.

    Kurzum einmal mehr bin ich verwundert über eine scheinbar lieblose Arbeit von einem meiner professionellen Kollegen. Scheinbar gab es ja einen Wettbewerb zur Motivfindung des Slogans. Für eine Ideenvisualisierung erscheint mir das Resultat auch OK (wobei ein Feintunig jetzt auch keine Stunden gefressen hätte) Aber scheinbar hat man im Anschluss wirklich auf jegliche Optimierung verzichtet. Schön zu sehen an einem fehlen Rand beim Riesenposter auf der linken Seite. http://www.pingundpong.de/#/kunden/items/deutscher-evangelischer-kirchentag.html

  2. Auch wenn die Idee mit den Händen nicht neu ist, finde ich das Design ansprechend – von einer Kirche bin ich da ödere Sachen gewöhnt. Allerdings weiss ich genauso wenig, was diese Kerben in den Handinnenflächen sein sollen. „Knutschende Pinguine“ sehe ich nicht.

  3. gute arbeit. keiner im forum von uns kennt die pitch-aufgabe. was war gegeben? farbe, schrift usw. … nicht immer ”dünnbrett bohren”, viele faktoren führen zum ergebnis und nicht immmer optimal. echt gute arbeiten auf der ihrer seite.

  4. @DOBRI: Beurteilt habe ich, dass was ich sehen konnte. Auch gegebene Dinge in Frage zu stellen, wenn sie nicht optimal sind, ist nach meinem Verständnis Aufgabe einer Agentur, neben einer handwerklichen guten Arbeit – beides sehe ich hier nicht unbedingt. Till hat es in Beitrag 6 ja schön visualisiert, was nicht stimmt. Nach deiner Logik ist ja weder Lob noch Kritik zulässig, da man nie alle Faktoren kennt.

  5. Ich hab echt keine Lust mich durch so eine wirre Typotreppe zu kämpfen. Und ich denke viele anderen aus der Zielgruppe ebenfalls nicht. Zumal der Text eine noch größere Zumutung ist als die Hintergrundfarbe (der letzte Versuch??).

    Das der Künstler sich auch nicht so sicher war, ob das Händeherz zu erkennen ist, zeigt ja schon die Typokrücke, die in den Entwurf eingebaut wurde. Aber das war eigentlich nicht nötig. Die Hand funktioniert gut und allen, die von einer miesen Vektorisierung sprechen sei gesagt, dass es noch andere Wege gibt ein grafisches Element zu schaffen, als irgendein Handyfoto zu tarcen. Manche Grafiker sollen mit dem Bleistift umgehen können, manche sich des Scherenschnits bedienen etc.

    Nun bleiben noch die vielen Vorbilder für das Plakat. Nun gut. Wo findet man bitteschön auf Plakaten mal etwas wirklich Neues. Das soll allerdings nicht davon ablenken, dass man schon ein wenig Geist in die Ideenfindung stecken kann. Ist hier nicht passiert. Schade.

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