pitch-leitfaden

PITCH – Was sie schon immer über Agenturwettbewerbe wissen wollten, aber nie gewagt haben zu fragen

PITCH - Aggenturwettbewerbe

Der Verband der Selbständigen Design-Studios (SDSt e. V.) widmet sich in einem Leitfaden zum Thema „Pitch“ wichtigen Fragen rund um die Ausrichtung eines Designwettbewerbs. Wie findet man eine geeignete, im Idealfall die beste Agentur? Und wie holt man das Beste aus ihr heraus? Im dt werden 10 Exemplare verlost.

pitch-leitfadenDer Leitfaden richtet sich Entscheider und Markenverantwortliche auf Unternehmensseite. Der Autor Dominik Sprenger, seit mehr als 10 Jahren als Rechtsanwalt u.a. im Bereich Urheberrecht tätig, erklärt, was man bei der Suche nach einer Agentur beachten sollte und gibt praxistaugliche Empfehlungen. Der Leitfaden enthält eine Mustervereinbarung sowie vier Checklisten, die bei der Auswahl und Bewertung von Agenturen dienen.

Mit 20 Euro pro Exemplar ist der 20-seitige Leitfaden nicht gerade günstig, eine gute Orientierung bietet er dennoch.

Wer den Leitfaden bestellen möchte, folgt dem nachstehenden Link oder schickt bis zum 05. August 2013, 22.00 Uhr eine E-Mail an pitch {ät} designtagebuch.de. Damit die 10 Exemplare in die richtigen Hände gelangen, wäre es schön, wenn mit einem kurzen Satz das Interesse bekundet würde, sodass ich den Bedarf erkenne. In diesem Fall werde ich einmal nicht das Zufallsprinzip anwenden.

15 Kommentare zu “PITCH – Was sie schon immer über Agenturwettbewerbe wissen wollten, aber nie gewagt haben zu fragen

  1. Hallo zusammen,
    ich würde mich über ein Exemplar sehr freuen, da ich selbst mich bei solchen Wettbewerben bewerbe und die Argumente kennen lernen möchte, nach welchen Kriterien ausgewählt wird.
    Mit Grüßen
    Johannes

  2. Wir nehmen Grundsätzlich an Pitches nie teil.
    Lehnen Dankend ab. Entweder will der Kunde ein Gutes Projekt oder billige generische Entwürfe.

    Wir weisen gerne darauf hin, wie generisch die meisten Pitches sind. Einfach mal ein paar lustige, schöne Entwürfe, ohne Grundlagen. Irgendwie wird das an den Marketingschulen so gelernt:
    «Mach einen Agentur-Pitch, dann bekommst du, fast gratis eine Menge Entwürfe und Ideen»

  3. Würde mich sehr über ein Exemplar freuen. Habe vor kurzem eine kleine, feine Spezialagentur gegründet und bekomme zunehmend solche Pitchanfragen. Bisher haben wir immer abgelehnt, aber irgendwie kommt man bei den großen Kunden nicht drumrum… Auch wenn ich’s nicht gut finde, muss man sich wohl oder übel mit dem Thema befassen.

  4. Hallo Leute,

    ich möchte mal ein kleine Frage zu dem Thema Pitches stellen. Ich bin kein Designer, lese aber unregelmäßig hier mir. Bisher dachte ich immer ein Pitch sei mit mit einem Architektenwettbewerb vergleichbar. Also ein Instrument, dass bei Steigerung der Qualität die Chancengleichheit fördern soll(te). Aber, wenn man hier so liest, bekommt man den Eindruck, daß diese Pitches unter den Designern eher verpönt sind.
    Bei den Architekten ist es gerade andersherum. Gerade junge Büros reißen sich darum an Wettbewerben teilnehmen zu dürfen. Oftmals bleibt ihnen das wegen der restriktiven Bewerbungsverfahren verwehr. Inzwischen ist die Situation in Deutschland so, daß es kaum noch offene für alle zugängeliche Wettbewerbe gibt. Es ist vielmehr so, daß der Kuchen unter den bereits etablierten Namen aufgeteilt wird und Wettbewerbe oftmals nur noch alibi-Veranstaltungen sind. Noch nicht etablierte Büros haben kaum eine Chance. Trotzdem sind Wettbewerbserfolge nötig um Auftträge zu aquirieren.
    Mich würde mal interessieren, wie die Situation bei den Designern ist.

  5. @ Tomate:
    Verpönt sind sogenannte „Gratispräsentationen“. Deren einzige Nachhaltigkeit ist das Drücken von Qualität und Preis.
    Leider kommen immer wieder Anfragen hierzu.

    Bei uns in Österreich gibt’s die „CAAA – Certified Austrian Advertising Agencies“, diese Werbeagenturen sind von der Bundes-Wirtschaftskammer zertifiziert und nehmen grundsätzlich nicht an diesen „Gratispräsentationen“ teil, sondern präsentieren ihre Ideen und Strategien nur gegen Abschlagshonorar.

    Pitches – auch wenn man nicht immer gewinnen kann – sehe ich persönlich als große Herausforderung an.
    Abseits des Tagesgeschäfts sind sie auch gewissermaßen „Kreativtraining“. ;-)

    Wir freuen uns immer, wenn wir zu Pitches eingeladen werden.

  6. Hallo Tomate,
    im Bereich Design läuft das mit den Pitches etwas anders ab als bei Architekten.
    Hier werden Pitches von Marketingagenturen oder direkt vom Kunden ausgerufen.
    Das Problem hierbei ist, dass es meist kein halbwegs vernünftiges Briefing gibt, keine Aufwandsentschädigung und Beratung ist auch erst möglich, wenn man den Pitch schon gewonnen hat.
    Dies alles führt zu einer Wettbewerbsverzerrung, und da die Entscheidung ohne Beratung aufseiten des Kunden liegt, wird meist auch eine der schlechteren Arbeiten ausgewählt.
    Bezüglich Marketing-Agenturen hat ja Jens schon was geschrieben. Dem kann ich nur zustimmen.

    Das größte Problem ist das man heute nicht mehr wie früher um Jahresbudgets pitchet sondern um einzelne Aufträge auch im 1000 Euro Bereich.

    Was hier vergessen wird, ist das Kunden eine Dienstleistung und nicht ein fertiges Produkt kaufen, welches auf deren Seite zur Wertschöpfung genutzt werden soll. Also kann sich der Kunde eigentlich mit so einem Verhalten nur selbst schaden.

    Auch wenn sich Architekten inzwischen darum reißen an Pitches teilzunehmen, heißt das nicht das sie dies auch wollen. Den Büros bleibt nur nichts anderes mehr übrig.

    Viele Grüße

  7. @ Jan
    Sehr guter Eintrag. Stimmt alles genauso.

    „Also kann sich der Kunde eigentlich mit so einem Verhalten nur selbst schaden.“

    Tja, das dachte ich auch jahrelang. Kopfkratz.

    Irschendwie scheinen sie es aber nicht zu merken, dass es ihnen schadet.
    Sie finden es anscheinend nach wie vor toll, was da an Ergebnissen herauskommt. Sonst würden sie ihr Verhalten ja nicht ausdauernd weiter verfolgen, sondern geändert oder eingestellt haben.

    Es fehlt also 1. entweder deutlich die Wahrnehmung dafür. Oder sie haben 2. ganz andere Prioritäten. Und unsere Branche merkt das nicht.^^

    Daher ja dieses:
    „Der Verband der Selbständigen Design-Studios (SDSt e. V.) widmet sich in einem Leitfaden zum Thema „Pitch“ wichtigen Fragen rund um die Ausrichtung eines Designwettbewerbs. Wie findet man eine geeignete, im Idealfall die beste Agentur? Und wie holt man das Beste aus ihr heraus?“

    Damit versucht der Verband, mehr Bewusstsein zu schaffen.
    Kundenmissionierung.
    .

    Historisch: Die 80er und die 90er waren die Zeiten für gute und kreative Kampagnen. Das ist seit dem Siegeszug des Internet vorbei. Man setzt verstärkt auf zahlen- und trackingbasierte Onlinewerbung. Die kann und darf – zumindest mit ihren Inhalten und Aussagen – gar nicht sonderlich kreativ sein. Oder gar plötzlich eine hyperneue Optik haben (geht eh nur bei sehr spitzen Zielgruppen).

    Das hängt mit der Rezeption digitaler Objekte und dem typisch oberflächlicheren Leseverhalten am Schirm zusammen. In der Sekundenschnelle des Lesens am Schirm gehen intelligente Metapher-/Analogie-Ansätze sogar verstärkt unter. Wäre overdone.
    Und Print schwächelt, außer bei Kundenmagazinen.

    Unterschied Architekten – Werber/Designer:

    Die Wettbewerbe sind des Architekturbüros fast einziges Kundengewinnungsinstrument. Es muss. (Es wird dennoch bei Wettbewerben von seiten der Bauträger/Bauherrn versucht, Vergütungs-/Entschädigungsprinzipien auszuhebeln.)

    Der Werber/Designer hat etwas mehr Möglichkeiten, an Kunden zu kommen – auch seitwärts neben den immer ungeliebteren Wettbewerben.

    -/-

    “ … sondern um einzelne Aufträge auch im 1000 Euro Bereich.“

    Das ist sogar für das Designer-Kleinbüro wie meines grob unwirtschaftlich.
    Dass es diese Mini-Pitches dennoch immer mehr gibt, zeigt mir vor allem, dass viele Designer wohl glauben, sie hätten wirtschaftlich keine andere Wahl, als da mitzumachen.
    Oder sie sind jung und wollen Spaß.^^

    Sonst würde ja so ein Vergabeverhalten mangels Teilnehmer aber schwuppdich von der Bildfläche verschwinden. Tut es aber nicht. Also geht es.
    Von Kundenseite ist es das unschlagbare Prinzip: because we can.

  8. Pitches sind Realität und werden es auch bleiben. Wir können sie nicht abschaffen, aber wir können uns zumindest darum bemühen, dass sich die Konditionen für die Agenturen verbessern.

    Interessant ist, dass so ein Buch von einem Anwalt geschrieben wird und nicht von einem Designer. Wir Designer motzen und schimpfen viel, aber wir machen wenig gegen die Missstände unserer Branche (ich nehme mich hier nicht aus).

  9. Ich finde Pitches per se nicht schlecht. Solange man für seinen Aufwand entschädigt wird, finde ich die Einladung und Teilnahme in Ordnung. Leider versuchen zu viele Unternehmen dennoch, Agenturen und jungen Kreativen kostenlos Know-how und Leistungen abzuknöpfen. Hier müssen die Designer konsequent „nein“ sagen können, wenn eine klare Ausnutzung zu erkennen ist.

  10. @ mr
    Erzählen Sie mir, was ein Designer groß machen kann.
    Maximal ebenfalls ein Buch schreiben. Maximal nicht mitmachen.

    -/-

    Das Heft/Buch ist ja keine Kampfschrift. Oder eine Aktivivität gegen die Missstände der Branche. Der vermutliche Fokus auf juristische Dinge in diesem Buch ist speziell für Unternehmen gedacht, die besser und rechtssicherer pitchen wollen
    Und da ist der im Heft eingestrickte Umstand, dass es eher ein „preaching to the converted“ (ein Predigen an die bereits Bekehrten) ist, nicht ganz unerheblich.

    Wer als Marketingagentur oder als Unternehmen vorhat, weiterhin den Kreativen per lau Sachen abzuknöpfen, wird es weiterhin tun. Und schon gar nicht ein Heft dazu bezahlen wollen.

  11. Mich würde solch ein Exemplar sehr interessieren um mich mit der Materie auch ein wenig genauer auseinanderzusetzen. Unsere Agentur pitcht auch des öfteren mal hier und da mit, allerdings steig ich noch nicht wirklich dahinter wo letztendlich der Mehrwert für die Agentur liegt und wie man zB seine Gewinnchancen verbessert wenn an Pitches beispielsweise schon Top-Lead-Agenturen mitwirken.

  12. ****************************************

    Die Gratis-Exemplare sind nun vergeben. Anders als bei Verlosungen hier im dt üblich habe ich jede der 58 eingehenden E-Mails auch tatsächlich gelesen und die Broschüren denjenigen Absendern zugesprochen, die meiner Ansicht nach den größten Bedarf haben. Da sich der Leitfaden in erster Linie an die Gruppe der Auftragsvergeber richtet, ist dementsprechend auch diese Zielgruppe zum Zuge gekommen.

    Die jeweiligen Absender wurden bereits per E-Mail informiert. Die Broschüren werden in den nächsten Tagen direkt vom Verband verschickt werden.

    ****************************************

  13. Na, hier wird ja ordentlich die Werbetrommel für die Publikation gerührt. Wieso kann man so etwas nicht auch mal gratis anbieten – dann würden Unternehmen vielleicht auch mal in einen solchen Leitfaden reinschauen. Ist ein Leitfaden zum richtigen Verfassen von Briefings nicht viel wichtiger?

Kommentar verfassen

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="meineurl"> <a> <blockquote>