Neues Design für das Beck’s Etikett gesucht
Beck’s ruft professionelle Gestalter auf, eine neue Produktausstattung für eine “Design-Edition” zu entwerfen. Zu gestalten sind Etikett, Halsfolie sowie eine Sixpack-Umverpackung. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro sowie 100 Kisten der selbstentworfenen Design-Edition. Auch der zweite und dritte Platz sind dotiert. Anmerkung: Wenn man sich die bislang eingereichten Arbeiten anschaut(Flash-Galerie) sollte Beck’s aber aufpassen, dass der Wettbewerb nicht zur Spaßbude degradiert wird. “Echte” Entwürfe gibt es bislang nur wenige.
Idealo.de leicht modifiziert
Zugegeben, eine Meldung über einen großen Relaunch sieht anders aus. Man muss schon genau hinschauen, damit man es bemerkt. Ein neues Logo (ist es wirklich ein Logo?), veränderte Farben in Tabellen und Listen und ein neues Favicon wurden dem Portal für Preisrecherchen geschenkt – das war’s. Man könnte jetzt natürlich sagen, da es hier eh nur um den Vergleich von Preisen geht und der Schnäppchenjäger alles andere ausblendet, kann einem das Logo egal sein. Dann frage ich mich aber wieso man es überhaupt ändert? Der in der Eurostile gesetzte Name wirkt eher lieblos. Die Spationierung links und rechts vom Punkt ist zudem zu groß. Gut, erwähnen sollte man natürlich auch, dass das alte Logo auch keine Glanzstück war. Der neue Schriftzug wirkt dagegen sauberer und die Position über den Linien macht den Header-Bereich etwas aufgeräumter. Wie dem auch sei. Ich werde auch weiterhin bei idealo.de nach Schnäppchen suchen.
Peinlich, peinlich – Das Grünen-Logo wird vorerst zurückgenommen
Oje, die Basis hat sich vehement auf dem Bundesparteitag gegen das Logo ausgesprochen. Noch vor einer offiziellen Abstimmung hat die Parteispitze das Logo zurückgenommen, um so eine weitere Peinlichkeit zu vermeiden. Die Parteispitze hat mit ihrem Alleingang den großen Fehler gemacht etwas visuell zum Ausdruck bringen zu wollen, was faktisch nicht vollzogen ist. Bütikhofer und Roth haben sich etwas geleistet, dass man vielleicht in einem Unternehmen machen kann, wo die Strukturen etwas anders sind. Aber doch nicht in einer Partei ohne vorher die Basis mit einzubeziehen. Es geht tatsächlich so gut wie nicht um das Design. Ich gehe davon aus, dass auch das überarbeitete neue Logo, auf das man nun gespannt sein darf die DIN regular mit den abgehakten “e”s und die so bezeichnete “expressionistische” Sonnenblume enthalten wird und auch von der Anordnung her gleich sein wird. Man wird sicherlich noch einmal die Schriftgrößen anpacken. Wetten, dass “Bündnis 90″ und “Die Grünen” dann gleich groß geschrieben sind. Vielleicht nimmt man sich auch zu Herzen, dass das blassere Grün sowohl von den Grünen-Deligierten, als auch in den verschiedenen Blogs fast einstimmig als Schwächung interpretiert wird. Auch über den blauen “Basis”-Balken wird man noch einmal die Köpfe zusammenstecken. In jedem Fall können sich die Hirschen auf weitere Schleifen freuen. An diese gerichtet: Bitte gebt der Sonnenblume etwas mehr Kontrast. Im Moment strahlt nämlich nur die Presse, die über den Fauxpas der Grünen berichten darf.
Alcatel-Lucent präsentiert neues Erscheinungsbild
Heute wurde das neue Erscheinungsbild des durch die Fusion geschaffenen Unternehmens Alcatel-Lucent vorgestellt.
Folgende Meldung kann man der Pressemappe entnehmen:“Alcatel-Lucent stellt heute das neue Logo vor, das für den größten Kommunikationsausrüster der Welt steht. Das Logo versinnbildlicht das vereinigte Unternehmen und schließt die beiden Kulturen ein. Es steht als Symbol für die Vision, das Leben der Menschen durch Veränderung der weltweiten Kommunikationswege zu bereichern. “Unser neues Logo steht für grenzenlose Möglichkeiten in der Zukunft und dafür, dass wir weltweit für unsere Kunden ein starker und verlässlicher Partner sind,” sagt Patricia Russo, Chief Executive Officer von Alcatel-Lucent. Das neue Logo von Alcatel-Lucent ist wie ein von Hand gezeichnetes Unendlichkeitssymbol, worin ein “A” und ein “L” eingebettet sind. Es ist einerseits fließend und andererseits unendlich. Das Violett des Firmenlogos symbolisiert Ehrgeiz, aber auch Kreativität, Weisheit und Würde.” Quelle
Marken, die es nicht mehr gibt
Ein wenig Wehmut kommt schon auf, wenn man sich die kleine Sammlung toter Marken anschaut. Mein erster Plattenspieler war von Dual. Ich hatte ihn in den 80igern sogar zum “Scratchen” als DJ missbraucht und dass obwohl die Modelle von Technics damals viel besser und angesagter waren. Aber das nur am Rande. Die bereits im Jahre 1906 von den Gebrüdern Steidinger gegründete Firma Dual, zuletzt ein Tochterunternehmen von Nordmende, musste schließlich 1982 hervorgerufen durch die Einführung der Compact Disc (CD) in die Insolvenz. Jede hier dargestellte Marke erzählt eine Geschichte. Oftmals sogar in den Anfängen eine sehr erfolgreiche. Doch Firmenübernahmen, Insolvenzen oder Änderungen in der Konzernstrategie besiegelten allesamt ihr Ende.
Consors war mit dabei, als 1996 mit der Emission der T-Aktie eine gänzlich neue Aktienkultur in Deutschland entstand. Im Freundes- und Bekanntenkreis, selbst an Stammtischen wurde plötzlich über Charts, Emissionspreise und Dividenden genauso selbstverständlich diskutiert, wie über Fußball. Viele die damals ihr erstes Depot eröffneten, taten dies bei der ehemaligen Tochter der Schmidtbank. Aber die Konkurrenz schlief nicht. Um sich gegenüber der Comdirect, der DAB und anderen Anbietern abzuheben wurden für Fernsehspots sogar einige Schauspieler engagiert. Consors war crossmedial überall präsent. Es sollte alles nicht helfen. Die Muttergesellschaft kam 2002 ins Schlingern. Von der Marke existiert nur noch der Name als Teil der Cortal Consors Bank, welche wiederum ein Unternehmen der französischen BNP Paribas ist.
2002 entschied man in der Führungsetage des Group-3D-Konsortiums die furios gestartete Mobilfunkmarke Quam aufzugeben. Mit einem Schlag gingen alle Lampen aus. Übrigens auch bei seinem damaligen Testimonial Sven Hannawald (sollte es da einen Zusammenhang geben?). Im November 2005 gab es schließlich Pressemeldungen, in denen zu lesen war, dass Quam eventuell neu belebt werden soll. Telefonica könne das O2-Netz nutzen und die Marke wieder auferstehen lassen.
Vielleicht ist alles eine Frage der Zeit, wie zuletzt mit der Automarke Bugatti, die mehr als 50 Jahre nur in Museen zu finden war und der seit 2001 vom Volkswagen Konzern neues Leben eingehaucht wird. Lange Zeit “tot geglaubte” Marken wie Afri Cola oder Tri Top zeigen, dass die Wiederbelebung in Form von Retro- oder Revivialmarken durchaus sinnvoll ist und erfolgversprechend sein kann. Stefan Fuhrken vom MarkenBlog.de sieht den Reiz solcher Marken vor allem im Bekanntheitsgrad, die sie sehr wertvoll auch für einen Weiterverkauf macht. Deshalb werden “tote” Marken grundsätzlich auch im Markenregister weitergeführt, auch wenn sie nicht in Verwendung sind.
Ob Einkaufenstouren bei Hertie, erste Computererlebnisse mit Nixdorf oder Aktienkäufe mit Consors, alles sind nur noch Erinnerungen. Manchmal vermisse ich den freundlich kitschigen Gesang: “Hier ist Dea, hier tanken sie auf!” aus der Fernseh- und Radiowerbung. Wer weiß, vielleicht kann ich ja in ein paar Jahren wieder bei Dea tanken und mit Quam telefonieren.
Callmobile.de wird geschwärzt

Aha! Nur 10 Tage nachdem aus Easymobile Callmobile wurde, folgt nun doch eine sichtbare Änderung am Auftritt. Logo und Schriftzüge wurden nun fröhlich eingeschwärzt. Die Invertierung wirkt im Zusammenspiel mit dem Hintergrund aber eher schmutzig. Die Variante in Weiß war dann doch etwas frischer, heller und sympathischer. Na mal sehen, wie lange diese Version live bleibt und wann der nächste Farbwechsel kommt. Mein Vorschlag für einen neuen Claim: “Clever kolorieren!”
Das neue Logo der Grünen
Wie könnte es auch anders sein. Die Kritik am neuen Logo der Grünen, von einigen Medien bereits “Wessi-Logo” genannt, findet auf der politischen Ebene statt. Gestalterische Kritik liest und hört man dagegen überhaupt nicht.
Worum geht’s?
Die Partei Bündnis 90/Die Grünen stellt heute in Berlin ihr neues Parteilogo vor. Dieses wurde im Vorfeld schon stark, vor allem von ostdeutschen Mitgliedern der Partei, kritisiert. Sie sehen sich aufgrund der unterschiedlichen Schriftgröße weniger stark repräsentiert. Natürlich vermuten diese, das wäre der Beginn einer schleichenden Verabschiedung des ostdeutschen Parteiflügels aus dem Parteilogo. Hmmm, die Tatsache, dass „Bündnis 90“ jahrelang größer, als „Die Grünen“ im Logo geschrieben und zudem noch als erstes genannt wurde, haben die westdeutschen Parteifreunde hingegen toleriert. Aber ich will mich nicht einmischen. Oder vielleicht doch.
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