„Open the possibilities“ – Neues Corporate Design für Lexmark

Lexmark Logo

Lexmark, 1991 gegründetes US-Unternehmen für Drucker und Drucklösungen, bekommt ein neues Corporate Design. Das neue Branding reflektiere beides, die Evolution des Unternehmens wie auch dessen Vision für die Zukunft. Das nun vorgestellte und bereits in Teilen implementierte Redesign ist allerdings alles andere als ein evolutionärer Schritt.

Mit der Einstellung der Tintenstrahl-Druckersparte Ende 2013 wurde eine entscheidende Restrukturierung des Unternehmens abgeschlossen. Lexmark habe sich, so die offizielle Presseerklärung, in den vergangenen Jahren vom reinen Hardware-Anbieter hin zum Spezialisten für Managed Print Services (MPS) entwickelt.

Das neue Erscheinungsbild samt neuer Tagline „Open the possibilities“ soll diese Transformation verdeutlichen und dazu beitragen, das gesamte Leistungsspektrum von Lexmark besser zu kommunizieren. An die Stelle des roten „Diamanten“ rückt nun eine grüne Bildmarke, die an eine Fotoblende erinnert. Dem signifikantem Farbwechsel folgt zudem die Umstellung auf neue Hausschriften. Als Corporate Font kommt nun die TPHero zum Einsatz, auch innerhalb der Wortmarke „Lexmark“, die neu gesetzt wurde.

Über das neue Logo heißt von Seite des Unternehmens: „The new Lexmark logo evokes the clarity, value and durability of the traditional Lexmark diamond, evolving to an aperture, which represents the broader offering – a portal to insight, a means of focus. The green palette is fresh, vibrant and approachable, representing Lexmark’s strength, focus on sustainability and growth as well as our commitment to earning „customers for life.“ The new typeface lends a modern, clean look and features angles that precisely reflect the aperture.“

Eine tiefgreifende visuelle Veränderung, wie sie bei Unternehmen dieser Größe – Lexmark hat ca. 13.000 Mitarbeiter – nur sehr selten vorgenommen wird, nicht der hohen Kosten wegen, sondern weil solch ein Wechsel stets auch Risiken mit sich bringt, im schlimmsten Fall den Verlust der Unternehmens- respektive Markenidentität. Offensichtlich entschied sich die Unternehmensführung gegen einen evolutionären Ansatz, der beispielsweise unter Beibehaltung der Hausfarbe Rot hätte vorgenommen werden können, sondern für einen „revolutionären“, deutlich auffälligeren Schritt. Eine Anmerkung zum Farbwechsel: insbesondere im Kontext Technologie fungiert Grün zuweilen als „grünes Etikett“, Stichwort Greenwashing.

Verantwortlich für das Rebranding zeichnet Moving Brands.

Erinnert an eine Fotoblende – die neue Bildmarke, Quelle: Lexmark

Erinnert an eine Fotoblende – die neue Bildmarke
Quelle: Lexmark

Lexmark Logo – vorher und nachher

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11 Kommentare zu “„Open the possibilities“ – Neues Corporate Design für Lexmark

  1. Das alte Logo war ziemlich Oldscool – ein Update war überfällig. Grün als Hauptfarbe zu nehmen – natürlich wegen „Nachhaltigkeit“ – wirkt auf mich aufgesetzt (vor allem bei einem Druckerhersteller, der so viel Plastikmüll in Form von Druckerpatronen produziert). Auch wenn das Signet versucht, die Rautenform aufzugreifen, finde ich es ziemlich generisch.
    Bei der Wortmarke hatte ich erst ein, wahrscheinlich beabsichtigtes, Störgefühl durch das seltsame „x“ und „k“, aber je länger ich es ansehe desto gelungener finde ich es. Die anderen Buchstaben mit ihren leicht Schrägen finde ich sehr ästhetisch.
    Wie sich das neue Design über verschiedene Medien fortsetzt wird spannend, die Diagonalen des Signets im Webdesign aufzugreifen finde ich schon mal gelungen.

  2. Ein krasser Schritt vor dem man durchaus den Hut ziehen kann – sehr mutig von Lexmark. Es überrascht mich sehr, dass so rein gar nichts mehr übernommen wurde, zugleich gebe ich aber gerne zu, dass das alte Logo mir nie so recht gefiel und es sehr altbacken war.

    Der neue Schriftzug ist mir ein wenig zu sehr dem Trend der Vereinfachung gefolgt – das Thema geometrisch-anmutende Sans hat man sehr häufig gesehen und sie mach den Schriftzug fast verwechselbar. Aber eben nur fast, das um 90° gedrehte „x“ schafft wiederum ein Alleinstellungsmerkmal. Wobei mir unklar ist, warum es so aussehen muss – einem harmonischen Schriftbild tut das zumindest nicht gut. Ebenso wirkt das „k“ rechts ein wenig beschnitten. Aber so ist eben die Schriftwahl, immerhin sind „x“ und „k“ offensichtlich verwandt, was zumindest eine gewisse Konsequenz bedeutet. Bei mir schreit eine kleine Stimme im Kopf aber immer „Achtung! Fehler …“

    Dass man sich für Grün entschieden hat, muss nicht unbedingt schlechter sein – ich weiß gar nicht ob das Thema Greenwashing so wichtig war!?! Ich sehe, schon durch die verschiedenen Grüntöne, eine Art Facettenschliff, womit ich durchaus wieder das Thema „Diamant“ oder „Smaragd“ im Kopf habe. Ganz abstrakt gedacht, kann man im weißen Quadrat, das auf einer Ecke steht, auch wieder den Bezug zum alten Diamanten sehen. Aber das ist wohl eher was für Nostalgiker … ;-)

    Kurzum, ein mutiger Schritt, der sich in Summe gelohnt hat – denn nun sieht das Unternehmen wesentlich aktiver und nach „näher am Puls der Zeit“ aus. Natürlich hätte man das alte Logo auch weiter in diese Richtung modifizieren können, aber manches Mal tut eben doch ein Neustart sehr gut!

    • Beziehungsweise, wenn Lexmark sich tatsächlich als Unternehmen anders weiterentwickelt (hat), dann macht diese Änderung auf alle Fälle Sinn, da man mit dem klassischen Druckerhersteller von früher nur noch wenig gemein hat.
      Einzig diese Visualisierung mit dem „Store“ ist mir persönlich ein zu krasser Bruch. Den Schriftzug hätte es an der Stelle nicht gebraucht, die Schrift wirkt drauf gesetzt und wie ein Fremdkörper …

  3. Die Bildmarke finde ich sieht zu generisch aus. Das verdrehte X gefällt mir auch nicht wirklich. Abgesehen davon ist der Auftritt in Sachen Typo und Farbwahl erwartungsgemäß schön ausgefallen.
    Er trifft im Grunde einfach einen Nerv, den ein Unternehmen der Größe heutzutage mindestens treffen sollte, würde der Auftritt bei den zwei genannten Bereichen mehr punkten, könnte er darüber hinaus mehr rausstechen.
    Vom alten Auftritt nichts beizubehalten halte ich für Pflicht. Schon in den 90ern sind mir bei dem Anblick von deren Designlinie sämtliche Gliedmaßen eingeschlafen.

  4. Bin mir etwas unschlüssig, so richtig gefallen will mir das Gesamtbild noch nicht. Wie schon von einigen angemerkt, ist die Bildmarke ziemlich generisch und austauschbar. Da war das alte Logo, wenn auch etwas altbacken, markanter. Mit dem verdrehten X kann ich mich noch einigermaßen anfreunden, aber das K wird abgeschnitten und damit „unrund“. Wirklich positiv hervorheben würde ich aber die diagonalen Elemente der Website, die finde ich sehr gelungen. Mal abwarten, ob die sich auch in diversen anderen Medien so schön einbinden lassen.

  5. Die Idee mit dem gekippten x finde ich sehr gelungen. Vor allem auch, dass sich die x-Form im k wiederholt. Über die Bildmarke bin ich mir noch nicht ganz klar. Da sehe ich auf den ersten Blick wenig Bezug, wenig Eigenständiges. Und der Versuch, sich mit dem Farbwechsel auf Grün ein ökologischeres Image zuzulegen – naja, durchschaubar.

  6. Die Bildmarke besteht ja eigentlich aus nur einer Farbe, die in verschiedenen Helligkeitsstufen verwendet wird – das könnte man als Anspielung auf die Druckqualität von Lexmark interpretieren, denn schließlich trennt sich in der Branche durch differenzierte Farb- und Helligkeitsdarstellungen die Spreu vom Weizen. Trotzdem gefällt mir die SW-Variante vom Logo irgendwie besser.
    Die Idee vom umgefallenen X finde ich gut; es ist eine einfache Methode, mit der die Wortmarke eben mal nicht total austauschbar wird, sondern auch allein gestellt charakteristisch bleibt.

  7. Es wirkt nicht so, als wäre Logo und DI von kompetenten Designern entworfen. Eher, als hätten energische Laien durchregiert, flankiert von Marketing-Geschwurbel.

  8. Zum hier immer wieder gern genommenen Thema „erinnert mich an…“:
    Bei „Lexmark“ muss ich immer an gummierte Postwertzeichen denken.
    ;-)

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