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Neues Logo für die Université de Poitiers

Université de Poitiers Logo

Université de Poitiers Logo

Eine der ältesten Universitäten Frankreichs, die 1431 gegründete Université de Poitiers, wird sich anlässlich ihres 580-jährigen Bestehens eine neue visuelle Identität und ein neues Logo zulegen. „Unsere Modernität wird niemand leugnen können, aber wir haben den Wunsch, zu unserer angestammten Identität zurückzukehren”, so Ghislain Bourdilleau, Kommunikationsleiter der Université de Poitiers.

Université de Poitiers Logos

Das Logo wurde im Rahmen einer öffentlichen Wahl ermittelt, bei dem überraschenderweise auch das bisherige Logo zur Auswahl stand. 47% der abgegebenen Stimmen entfielen auf das oben abgebildete Logo, in dem Löwen, Lilien und das „Buch der Weisheit und des Wissens“ als Bildelemente enthalten und die allesamt Bestandteil des ursprünglichen Wappens der Universität sind.

Zuletzt wurde das Logo der Universität im Jahr 2000 erneuert. Seinerzeit wollte man mit Hilfe eines Redesigns Staub von der Institution abschütteln, was sich nicht nur in der Form des Logos ausdrückte, sondern auch in dem Umstand, dass das Gründungsjahr fortan nicht mehr im Logo geführt wurde. Das neue Uni-Logo enthält nun wieder die Jahreszahl, es wirkt deutlich gediegener, repräsentativer und es vermittelt nicht zuletzt über die Typographie elitäre Größe.
Université de Poitiers Logos Wettbewerb

Verantwortlich für das Siegerlogo zeichnet die Agentur Liner aus Nantes, die, und das ist ebenfalls überraschend, gleich alle drei neuen Alternativen entwickeln durfte.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 23 Kommentare

  1. Endlich wieder ein gelungenes Redesign, das nicht versucht krampfhaft modern, cool und trandy zu sein. Ein Erscheinungsbild, das sofort – wie gewünscht – Tradition vermittelt und eine gewisse Wertigkeit vermittelt. Typo gefällt mir sehr gut, aber …

    … die Grafik? Ich weiß nicht. Als Buch hätte ich es nicht entschlüsselt, die drei Lilien wirken etwas unstimmig und die beiden Löwen haben keinen richtigen Halt. Es fehlt die Integration.

    Dennoch schöne Farbwahl und der gewisse Stil, der sich in der Moderne behaupten kann.

  2. Das Redesign gefällt mir sehr gut. Er wirkt sehr ausgeglichen und die Farbauswahl ist auch schön gewählt. Allerdings finde ich die Schrift im Vergleich zum Wappen etwas zu groß und der vertikale Abstand zwischen Wappen und Schrift könnte auch noch ein wenig größer sein.

  3. Ich würde einmal sagen eine perfekte Verbesserung und kann mich Hans nur anschließen. Mit der alten Variante wurde versucht sich möglichst verspielt dazustellen, allerdings sehe ich in dem Logo keine Tradition oder wirkliche Beständigkeit.

    Das neue Logo sollte in der Form auch einige Jahrzehnte ohne Probleme überstehen können.

  4. Ist immer schwierig, wenn man Wappen bastelt, ohne echte Heraldik – da kommen dann Versatzstücke, die etwas lieblos zusammengesetzt wirken… und ich persönlich finde, das Wappen, die in Illustrator für kleinere CD-Anwendungen gebaut sind, immer etwas zu simpel sind. Eigentlich müsste man so Sachen in 3-5 Größen machen, oder? Ansonsten mit Abstand von den Varianten der beste Entwurf, auch wenn das Kerning für ein Logo vielleicht ein oder zwei Stunden mehr Aufwand gerechtfertigt hätte ;-D. Aber keine Frage – um Längen besser als der Vorgänger.

  5. Sehr schön gelungen. Auch dass die Uni Poitiers den Mut hatte, das etwas zu jugendlich geratene bunte Logo von 2000 gegen einen klassischen Entwurf zu tauschen, und nicht etwa nur ein Redesign am bestehenden zu probieren. Irgendwie erwartet man doch von einer alt eingesessenen Universität ein Wappen oder ein Siegel, die ihr die nötige Aura verleiht. Das bunte Zeug, mit denen sich hierzulande immer mehr Institutionen schmücken ist doch nur noch trendy und beliebig.

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