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Neues Logo für Associated Press (AP)

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Associated Press Logo

Die in fast 100 Ländern agierende Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ändert ihre visuellen Identität. Es ist dies die erste nennenswerte Veränderung am  Erscheinungsbild seit 30 Jahren. Das neue Corporate Design und Logo wurden „für die digitale Era gestaltet“, wie es in der offiziellen Pressemeldung heißt.

Associated Press Logo

“Wir haben erstklassige Inhalte, erstklassige Produkte und nun haben wir ein erstklassiges Erscheinungsbild, das dies repräsentiert“, so Präsident und CEO Tom Curley. „Die neue Gestaltung, angefangen vom Logo bis hin zum Farbsystem, reflektiert AP’s wachsendes Portfolio in Bezug auf digitale Produkte und Plattformen und sie unterstreicht auf besondere Weise unsere Rolle als maßgebliche Nachrichtenquelle.“

Die Wortmarke ist nun schwarz statt rot, ergänzt wird sie von einem fetten roten Unterstrich, der auch alleinstehend in Form eines Schmuckelementes zum Einsatz kommt.

Associated Press AP

Ein weißer „Container“ ist integraler Bestandteil des Logos, der es erlaubt, das Logo in jeglichem Umfeld zu platzieren. Das Logo fungiert zudem als Dachmarke, sodass alle Geschäftsbereiche, Produkte und Dienste fortan mit einem einheitlichen Corporate Design auftreten.

Associated Press Design

Entwickelt wurde das neue Corporate Design von der ebenfalls in New York ansässigen Agentur Objective Subject.

19 Kommentare

  1. Ich finde das Rechteck zu statisch. Als Nachrichtenagentur fand ich das leicht versetzte AP des alten Logos als ein Zeichen von verschiedenen Standpunkten und vor allem Aktualität, was bei dem neuen ein bisschen fehlt, weil es wie eingezäunt wirkt. Der dicke Unterstrich steht dann wohl für die eine Meinung, die man hier vorgesetzt bekommt.

  2. In der Tat finde auch ich, dass das neue Logo etwas an Spannung verloren hat – der typografisch angesetzte Übergang des A-Querstrich zur P-Rundung fand ich nett, auch, dass sich A und P so konspirativ zusammengelehnt haben, damit dadurch die beiden Freiräume der Striche senkrecht parallel laufen. Im neuen Logo ist es halt ein A und ein P.

    Dass man sich mit dem roten Balken ein Stilelement schafft, ist sicher nicht schlecht, aber vielleicht hätte das auch mit dem alten Signet funktioniert.

    Aber der Fortschritt führt einen eben auch manchmal fort – wohin auch immer!

    Nachtrag: Ist die DIN nicht eigentlich längst ausgelutscht?!

  3. Meiner Meinung nach ist das ein ein mutiger und auch guter Schritt. Das neue rot ist kraftvoller. Vielleicht hätte es bei der Typo aber auch ausgereicht, einfach nur das P hochzuziehen und das A dynamisch gesetzt zu lassen. Mich wundert, dass auf ap.org das Logo noch nicht als Favicon eingesetzt wird. Jetzt wo man sich für das digitale Zeitalter vorbereitet hat.

  4. Ich fand das alte auch viel stärker und prägnanter. Man hätte hier Ap etwas dünner zeichnen sollen, den Rotton ändern und evtl. noch die Stencil-Optik entfernen können und schon wäre es gut gewesen.

  5. Vor allem hatte die Stencil-Optik beim alten Logo ja noch einen Sinn, nämlich die Verbindung der zwei Buchstaben (so wie beim dt-Logo ;) ). Jetzt haben sie nur diese Optik – auch noch verstärkt – mit rüber ins neue genommen. An den Anwendungen ist nicht viel auszusetzen, aber es hat schon verloren, finde ich.

  6. Eine Verschlimmbesserung. Vorher war es eine Einheit, jetzt sind es zwei unharmonisch in der Gegend stehende Buchstaben und in Sichtweise ein roter Balken.

    Ich hätte das alte AP gelassen, vielleicht etwas am Farbton gedreht und nur das ausgeschriebene „Associated Press“ optimiert.

  7. Leider kein originelles Zeichen, aber in der Anwendung auf Fotos sind Kachel und Typo echt knackig. Nicht schöner, aber wahrscheinlich besser. Es wird optisch sicher passabel funktionieren, außerdem ist so eine Kachel weltweit gut kontrollierbar.

  8. Wie langweilig! Aus den alten Buchstaben, deren A-Mittelstrich und der P-Unterstrich schön nebeneinander standen und somit eine eigene Anmutung erzeugt haben, wurden 2 nebeneinander gestellte Buchstaben und ein roter Strich, der zu weit unten abgesiedelt ist. Ich kann da keine tolle Weiterentwicklung erkennen; das Auffällige am alten Logo hätte man durchaus weiterentwickeln können, aber so ist es nur lieblos geworden. Und nicht mal originell.

    Das alte Logo war richtig schön “amerikanisch” und markant.

  9. die form des neuen logos mag ich, nach längerem betrachten und v.a. nach dem vergleich mit den vorgängern (siehe video ), mehr als sein vorgänger. durch verzicht auf unterlänge und zweite oberlänge haben die buchstaben “AP” deutlich an lesbarkeit gewonnen. die fugen sind vergrössert und passen nun besser zur strichstärke. jetzt auch weniger carrerabahn. durch platzierung auf farbige hintergründe ist es um gleich zwei farben bereichert. mit schwarz-rot-weiss hat man die “brutalstmögliche” farbwahl getroffen. hier hätte ich womöglich einen blauton vorgezogen.

  10. Über formale Änderungen kann man streiten. Und wenn man liest, das Logo sei “für die digitale Era gestaltet”, klingt das fast, als hätte man sich bei der Veränderung auf rein formale Kriterien beschränkt. In der Tat verbessert die Vergrößerung der Zwischenräume die Lesbarkeit beim digitalen Einsatz. Aber den Effekt hätte man auch in der alten Konstellation problemlos hinbekommen.

    Der wirkliche Verlust des Logos ist ein inhaltlicher: Er besteht darin, dass die “Association”, die Verbindung / der Zusammenschluss, plötzlich fehlt. Die war im bisherigen Zeichen durch die Verbindung von A und P klar enthalten.

    Jetzt stehen die beiden Buchstaben ohne klare Interaktion nebeneinander. Verbindung entsteht nur noch durch die identische Modifikation und den roten Balken. Vorhanden ist sie also noch – aber deutlich schwächer.

    Formal gesehen ist diese Modifikation also sicher kein Totalausfall und würde sogar noch als “Evolution” durchgehen. Dennoch verliert das Zeichen schon dadurch an Markanz, da die Anordnung der Buchstaben nebeneinander einfach zu beiliebig erscheint.

    Der größte Fehler besteht aber darin, der “Associated Press” die “Association” wegzunehmen. Das ist eine zu elementare inhaltliche Komponente (sie ist immerhin Teil des Namens!), als dass man sie einfach aus dem Logo eliminieren dürfte.

    Ja, ein Logo soll maximal reduziert sein – aber bitte nur so weit, dass es seine Aussage noch transportiert. Der Bogen wurde hier meiner Meinung nach leider überspannt.

  11. Das Video zur Umgestaltung des neuen Logos zeigt ein paar ganz nette Zwischenschritte, die ich bevorzugt hätte:

    http://vimeo.com/37266155

    Es zeigt aber auch, dass das alte Logo doch nicht so symmetrisch war, wie es auf den ersten Blick scheint. Doch im Großen und Ganzen teile ich die Meinung der meisten Vorredner: den Duktus zu verringen, aber das Grundarrangement zu erhalten, hätte zu einem deutlich besseren (und vor allem prägnanterem) Ergebnis geführt. Den Container und den Unterstrich hätte man ja dennoch hinzufügen können.

  12. Ich pflichte den vielen Vor-Postern bei: Die Kachel und die Farben Schwarz, Weiß und Rot sind eine Verbesserung gegenüber dem Orange, aber bei den Buchstaben ist das neue Logo ein unnötiger Rückschritt. Schade.

  13. Der Schritt gefällt mir richtig gut, auch wenn ich die Argumentation nicht nachvollziehen kann. Die Gestaltung geht nicht in Richtung Web sondern erinnert vielmehr an Zeitung.

  14. “erstklassiges Erscheinungsbild” – Na sicher.

    Mal wieder ein typischer Fall von der Kaisers neuen Kleidern.Alles, was wirklich da ist, sind zwei Buchstaben nebeneinander mit nem roten Strich drunter (der auch noch viel zu tief sitzt), das wars.
    Alles andere ist das bekannte Hineininterpretieren von Symbolik, die in Wirklichkeit nicht vorhanden ist – der Pepsi Logo Effekt sozusagen.

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