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45 Kommentare

  1. Meiner Meinung nach besteht der größte Fehler und Grund für die Ablehnung darin, daß das neue Erscheinungsbild alleine auf “dokumenta Stadt” reduziert wurde.

    Am Anfang eines jeden guten neuen Auftritts ob Stadt, Produkt oder Unternehmen, steht die Recherche und die Analyse. Was macht Kassel aus. Ich weiss nicht wie der Prozess war, ob es von Anfang an feststand daß “dokumenta Stadt” dort stehen soll. Wenn es so war, war es von Anfang an schon auf der falschen Fährte. Kassel ist mehr als die dokumenta. Das weiss ich als Besucherin der Stadt. Schöne Parks, schöne barocke Bauten. Ein tolles Kunstmuseum. Ein gutes Theater … und die dokumenta alle vier Jahre.

    Die einzelnen Zielgruppen zusammen anzusprechen ist möglich. Bürger, Stadtverwaltung, Stadtmarketing, Investitoren. Es gibt es eine Lösung, die alle anspricht. Das ist die große Kunst ein so reduziertes Zeichen zu entwerfen, das es auf den Punkt bringt.

    Es ist auch möglich eine Signet Familie zu entwerfen.

    Kassel – dokumenta
    Kassel – Grün
    Kassel – Kultur
    Kassel – Liebenwert
    Kassel – …..

    Das alles kann mit den entsprechenden Signs zum Leben erweckt werden.

    Das alte Logo fand ich nicht gut. Das Wappen von Kassel kann grafisch nicht ausgereitzt werden es hat schon einen Fehler in sich. Auf der einen Seite sind es sechs auf der anderen sieben Kleeblätter, das ergibt immer ein unharmonisches geometrisches Bild.

    Es hatte aber einen Teil drin, den ich gut fand.
    Es hatte einen Bogen über STADT und einen Bogen unter KASSEL.
    Sinnbildich und grafisch gesehen war das genial.
    Die beiden Bögen sind so abstrakt, daß sie vieldeutig sind.
    Einerseits kann darin ganz unspektakulär: Berg-Tal-Fluß gesehen werden.
    Der Bogen über STADT kann aber auch Segen, Schutz, Heimat usw. bedeuten.
    Der Bogen unter KASSEL kann bedeuten: Fundament, getragen sein, Aufschwung …

    So ganz nebenbei: Die Bögen im alten Logo waren nicht einheitlich. Der Erste war etwas asymetrischer als der Andere. Also keine wirklich gelungene Arbeit. Nicht dem alten Logo hinterhertrauern.

    Die Vorarbeit, die beim vorgestellten Signet geleistet wurde Schrift, Gestaltungsraster, Illustrationsbeispiele ist ja zu gebrauchen, deshalb würde ich das ganze nicht verurteilen. Allerdings brauch es noch einen reduzierten “Lebenshauch” um wirklich angenommen zu werden.

    Liebe Stadtverwaltung, Lasst mich den letzten Schliff machen. Ich rette das Ding ;-)

  2. Kassel trennt ein etwa 5facher Wortabstand von der documenta Stadt. Sind damit die 5 documentalosen Jahre visualisiert? Doch Scherz beiseite.

    Der Schriftzug fällt auseinander und wenn ich mir die Beispiele für Schilder und Briefbogen ansehe, kann ich kaum glauben, dass hier Profis am Werk waren. Im Gegensatz zu der hier scheinbar willkürlichen Verteilung der einzelnen Elemente, wirken die Broschüren extrem starr und leider auch ausgesprochen langweilig.

    Am schlimmsten finde ich allerdings das Plakatbeispiel. Ein monochrom eingefärbtes Foto, der Text so darauf verteilt, das nirgends Linie gehalten wird. Die Schrift, über die man sich ja glücklicherweise keine Gedanken mehr machen braucht, möglichst klein und kontrastarm integriert. Ein Plakat ist eine Fläche, die ins Auge springt’, deren Gestaltung wie auch das Betrachten kann Freude machen und Freude ist nicht das Gegenteil von Seriosität.

    Deshalb ist das neue CD staubtrocken, Freude und Leichtigkeit fehlt genauso wie Gewichtung und Balance. Das Erscheinungsbild visualisiert den rigiden Gestaltungswillen der Entscheider in der Stadtverwaltung und nicht die Stadt mit ihren vielen Facetten.

  3. @CB
    Schön, dass CB den großen Otl Aicher ins Feld führt. 9 von 10 Kommunikationsverantwortlichen in der Industrie reagieren auf diesen Namen nämlich heute so: „Otl wer? Schriften hat der gemacht? Brauchen wir nicht, Schriften sind doch beim Office-Paket dabei, und zwar jede Menge.“

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