Kunsthalle Mannheim – Neues Corporate Design

Neues Corporate Design für die Kunsthalle Mannheim

Kunsthalle Mannheim – Neues Corporate Design

Die Kunsthalle Mannheim, 1909 gegründet, ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Seit einigen Wochen verfügt die Kunsthalle über eine neue visuelle Identität, die gewissermaßen den bevorstehenden Wandel des Hauses einleitet.

Der Kunsthalle Mannheim steht eine ereignisreiche Zeit bevor. Der 1983 fertig gestellte sogenannte Mitzlaff-Bau des Museums wird einem Neubau weichen – 2017 soll dieser fertig sein. Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner hatten sich Ende letzten Jahres mit ihrem Konzept gegen 28 Mitbewerber durchsetzen können (Bilder der Preisträger und Auszeichnungen auf Detail.de).

Kunsthalle Mannheim – Logos

„Elegant, souverän und kraftvoll“. So umschreibt Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin der Kunsthalle Mannheim, das neue Erscheinungsbild des Kunstmuseums. Für das Redesign verantwortlich zeichnet die Agentur Jäger & Jäger, die unter anderem in diesem Jahr mit der Auszeichnung „European Design Agency of the year 2013“ bedacht wurde. Die Kosten für die Kreation belaufen sich, laut Rhein Neckar Fernsehen, auf 60.000 Euro.

An die Stelle der bisherigen Wortbildmarke rückt ein Monogramm, das aus den Buchstaben „kM“ besteht. „Das kleine, solide k steht für die stabile Souveränität und Bedeutung der Sammlung, das gekippte, filigrane, aber versal gesetzte M steht für den Aufbruch, das Spielerische, das Wagnis und das Experiment in der täglichen Arbeit des Museums. Es ist sehr vielfältig interpretierbar, z. B. kann das M als 3 gelesen werden, was einen zusätzlichen Hinweis auf den Skulpturenschwerpunkt der Sammlung gibt.“, so Regina Jäger. Eine Idee, die, wie in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben soll, auch die Kultur- und Kreativwirtschaft Karlsruhe sich seit mehr als einem Jahr zu Eigen gemacht hat.

Kunsthalle Mannheim – Neues Corporate Design

Präsentiert wurde das rein in schwarz gehaltene Logo bereits im September dieses Jahres. Im Rahmen der Wiedereröffnung des sogenannten Billing-Baus, der nach dreieinhalbjähriger Generalsanierung in einem Festakt für Besucher freigegeben wurde, fand die neue visuelle Identität erstmals vor einem größeren Publikum Anwendung.

„Die neue Marke“, so Dr. Jörg Garbrecht, der für die Markenentwicklung verantwortliche Abteilungsleiter, „ist ein Sinnbild unseres Selbstverständnisses, ein „Museum in Bewegung“ zu sein. Die neue Marke begleitet unsere Neupositionierung und vermittelt mit der ihr innewohnenden Dynamik Aufbruchsstimmung.“

Im Zuge des Redesigns wurde auch der Webauftritt relauncht (siehe Screenshot).

Video – „Von Gerkan, Marg und Partner bauen die Kunsthalle Mannheim“

Mediengalerie

54 Kommentare zu “Neues Corporate Design für die Kunsthalle Mannheim

  1. Kein Geschnörksel, keine Verläufe, klare Linien, schlichte Farben und aufs Wesentliche beschränkt. Insgesamt sehr nett anzusehen. Lediglich das „M“ ist aus der Distanz betrachtet vielleicht etwas dünn, aber sonst…

  2. Tut mir leid, aber ich lese »kw«. Vielleicht hätte man ein M mit geraden Seitenstrichen (Kenne das Fachwort nicht) nehmen sollen, damit es klarer wird. Das hätte aber natürlich ein wenig Dynamik aus der Form genommen. Die Gestaltung als solches finde ich aber recht schick.

  3. Toll, schwarz-weiß, klar, gut.

    Eine Assoziation plagte mich dann doch: Als Ex-Raucherin sah ich als erstes aufsteigenden Zigarettenrauch. Wie hübsch! Danach, oha, das M.

  4. Das neue Logo ist für mich viel signifikanter, weil typografischer. Das leicht spielerische daran finde ich zudem sehr erfrischend – der Gedanke, dass man das gedrehte M auch für ein W halten könnte ist mir jedoch ebenso gekommen (siehe P. Köller)!

  5. Ich finde das neue Erscheinungsbild sehr gelungen! Obwohl es ziemlich minimalistisch und reduziert ist, wirkt es trotzdem nicht langweilig. Sehr schickes und cleanes Design,Thumbs up!

  6. Ich sehe in dem M irgendwie einen „Kritzler“. Wie wenn man mit dem Kulli nach dem K einen schönen Kritzel draufsetzt. Gleichzeitig ist es das „M“. Genial, so muss ein Logo für mich sein.

    Finde ich gelungen :-)

  7. schön! Vielleicht wäre ein wenig mehr „Berlin“ und etwas weniger Ulmerschulgeprüfte südwestdeutsche Bravheit noch schöner gewesen … aber der M-„Schlenker“ macht es wieder wett ;)

  8. achso diese Antenne auf dem „K“ steht für Mannheim? ober schlau, ehrlich, …!

    Aber sicher; „leichte Kost“ und „minimalistisch“, bei 40 Mio Cash aus der Hector Stiftung (zum Umbau) konnte man auch nochmals 250.000 EUR für ein „minimalstisches“ Design locker machen, klaro sauber eingefädelt

  9. Ich find’s prima.

    Aber wie Kommentator Peter Köller lese auch ich „kW“ – liegt wahrscheinlich an der Gewohnheit, dass z.B. bei Büchern im Regal aus der Leserichtung „von links nach rechts“ normalerweise „von unten nach oben“ wird.

    Allerdings (hab vorhin ein bisschen herumprobiert) sieht’s mit einem um 90° nach links gedrehtem „M“ ziemlich draufgeklatscht aus und gibt kein schönes Gesamtbild.

  10. die meisten bisherigen Kommentare sind eine Sammlung guter Argumente für gutes Design.
    Das Logo „erwischte“ mich gleich in den ersten Zehntelsekunden: „Schornstein“ dachte ich erst, dann „klassische Typografie“ – schön und klar – trotz Schwarzweiß heiter…

  11. wenn etwas gelungen ist, sollte man das auch so sagen dürfen und nicht nur immer das haar in der suppe suchen; headroom nach oben ist immer. mir gefällts jedenfalls.

  12. Fragliches Zeichen? Gelungen? Warum nicht kuMA? Ist es ein kMünchen, ein kWien, ein k3st …

    @ Brent Yves: Es sind doch 50 Mio. für Abriss und Neubau. Wieso also 40 Mio.?

    Zur Zeichen-Architektur:
    Umfrageergebnis: Ohne zusätzliche Erklärung ein Signet mit technischer Anmutung, z. B. für ein Münchner Architekturbüro oder ein Abrissunternehmen in Wien. Passt ja, denn die Kunsthalle will das noch junge Skulpturen-Museum trotz Bürgersturm (vgl. arte 9/2013 und keinkunstkasten.de) abreißen. Und dies inmitten eines einmaligen denkmalgeschützten Jugendsti-Ensembles. Sollten neue Schuhe nicht auch passen? Stolpert man am Ende über das eigene Selbstbild? Die Kunsthalle entstand 1907 und negiert mit dem eckigen Minimal-Signet runde Formen und Schwerpunkte der Sammlung. Die Austauschbarkeit des unklaren Zeichens (vgl. das k3-Zeichen und die unterschiedlichsten Interpretationen des Zeichens) spiegelt sich in der gmp-Architektur und nutzt ausgerechnet Mannheims Hausschrift. So ist nicht nur die Fassadengestaltung der 70-Mio.-Schuhschachtel (Hans Kollhoff) noch immer ungeklärt. Man vermutet den Neubau bereits in k3: Mannheims Innenstadt hat keine Straßennamen, sondern entsprechende Kürzel. Realsatire à la Titanic wundert da nicht:

    Endlich passendere Logo-Varianten aufgetaucht, die im Entwurfsordner vergessen wurden!

    Kunstnudeln gegen Welthunger
    Kippenberger-KG kippt Kunsthallenneubau und baut Nudelfabrik

    Baselitz schaltet sich ein und stellt Kunsthalle auf den Kopf

    Bestattungsinstitut kiste klagt im Markenrechtsstreit gegen den 100-Mio.-kLOTZ wegen Verwechselungsgefahr

    (Ohne) Worte:

  13. @Jutta und Lars:

    Der Kommentar ist kaum nachzuvollziehen. Das war eher kontraproduktiv.
    Und KZ-Vergleiche sind einfach nur wiederlich und geistig armselig.

  14. Danke gernleser für Deinen Einwand. Auch mir erscheint der Kommentar von „Jutta und Lars“, zumal sehr wirr vorgetragen, eher selbstdiskreditierend. Ein solcher Kommentar nährt den Verdacht, als habe da jemand eine Rechnung offen. Mit einer sachlich-fairen Kritik hat dies nichts zu tun.

  15. @ gernleser: Was ist denn kontraproduktiv? Sicherlich eine Kunsthalle, die den teuersten Weg auf Kosten ihrer Bürger, die über marode Schulen klagen, beschreitet. Lesen Sie beispielsweise die negativen Kommentare der Bürger und Politiker im Mannheimer Morgen. Nachvollziehbarer Kommentar deshalb, weil mit Quellenangaben versehen. Im Gegensatz zu Ihrem Kommentar, der nichts begründet. Eine Kunsthalle, die ein unklares Zickzack präsentiert und während der Nazizeit nicht sehr positiv zu einheimischen Künstlern stand, muss mit Satire rechnen. Satire deckt auf. Dass sich Frau Dr. Lorenz so negativ zum alten Zeichen äußert, es aber seit 2009 nicht korrigiert, ist allerdings nicht nachvollziehbar. Ebenso die Äußerung Frau Jägers nicht, dass ja bereits k3-Varianten existieren. Wenn schon die Typografie nicht eindeutig ist … in Leserbriefen laufen Bürger Sturm gegen visuelle Umweltverschmutzung und Geldverschwendung, Menschen kritisieren, dass man ein Zett liest, Auswärtige revidieren ihre Meinung direkt vor Ort und votieren gegen den Abriss des Mitzlaff-Baus, weil der Neubau dort wie das Zeichen den geforderten Dialog zur Diktatur umkehrt und sogar den Denkmalschutz (Regierungspräsidium Karlsruhe) missachtet. Die Stadträte waren auch sauer, als sie aus der Presse von der CD-Planung erfuhren. Dabei hat man in der Quadratestadt Erfahrung mit diktierten CDs: Neue Zeichen des Nationaltheaters wurden ebenso negativ kritisiert. Haben Sie analysiert, welche Schriften eingesetzt und welche Assoziationen und Werte transportiert werden? Das kX soll lt. Frau Jäger stets mit dem offiziellen Logo der Stadt Mannheim kombiniert werden. Wird es aber nicht! Man behauptet, das Zeichen sei klar. Die manipulierende Behauptung alleine genügt nur nicht. Die vielen Fehler des Internetauftritts gehen sicherlich auf das Konto der Kunsthalle. Aber dass z. B. den angepeilten Auswärtigen der telefonische Kontakt (Menüpunkt Staff) noch immer nicht gelingt, weil die Vorwahl-Null gewählt wird, hätte man auf Agenturseite durchaus ausschließen können. Aber dafür genügte Anspruch oder Salair wohl nicht. Und schließlich: Eine Vokabel »wiederlich« kennt selbst Mannheims DUDEN nicht.

  16. minimalistisch bis die schwarte kracht. ich kann es nicht mehr sehen. traut euch doch mal etwas. und immer die von mario lombardo abgekupferten webdesigns. ist bunt etwa verboten? oooh minimalistisch, uuuuh, oooh, gib es mir. bei minimalstischen entwuerfen ist man scheinbar immer auf der sicheren seite. und es macht kaum arbeit. wie praktisch. minimiert mal euer gehalt.

  17. Kontraproduktiv ist, wenn jemand überzeugt werden soll (z.B. ich), die Argumente aber nicht nachvollziehbar sind.

    Als Satire kann ich Ihren Kommentar jedenfalls nicht verstehen, dafür ist er zu emotional und auch zu verdreht. Nach wie vor, fällt es mir schwer rauszufiltern, worauf Sie hinaus wollen. Aber wenn jemand visuelle Umweltverschmutzung betreibt, dann Sie mit Ihren Signet-Verstümmelungen.

    Ich gebe Ihnen (beiden?) einen Tipp: Nett und freundlich beim Museum (oder wo auch immer) darauf hinweisen, dass irgendwelche Telefonnummern falsch sind, dann ist schon ein wenig Druck aus dem (persönlichen) Kessel. Und dann nach und nach durcharbeiten (konstruktiv). Ich drück die Daumen!

  18. Mannheim nennt man die Quadratestadt. (http://de.wikipedia.org/wiki/Quadratestadt)
    Straßen werden im Innenstadtkern nach Buchstaben und Zahlen gekennzeichnet. So gibt es z.B. auch ein k-Quadrat (k1, k2, k3, usw.). Der Standort der Kunsthalle liegt aber außerhalb dieser Quadrate und zwar am Friedrichsplatz. Eine Bezeichnung mit Buchstaben wird im Mannheimer Kopf immer als Ortsbezug verstanden. Aus diesem Grund ist die Verwendung von k als Logo bereits konzeptionell falsch, weil es in Mannheim mit einer Standortangabe verwechselt werden kann. Wenn man dazu noch die Lesbarkeit konterkariert, indem man ein M um 90° nach rechts dreht, wird mehr Verwirrung gestiftet, als die gewünschte Klarheit symbolisiert.

  19. Ich las oben, dass der bestehende Erweiterungsbau der Kunsthalle abgerissen werden soll. Schaut mal was ich bei meiner Recherche entdeckt habe: ( http://www.DemokratieMannheim.de )
    Aktuell 2.302 (zwei-tausend-drei-hundert) Leute sehen das anders.
    Die Kommentare der Unterzeichner sind interessant. Bürgergeldverschwendung, Abriss nach 30 Jahren, Sanierung statt Abriss, Gebäudewertzerstörung……….

  20. gernleser, (24).“Als Satire kann ich Ihren Kommentar jedenfalls nicht verstehen, dafür ist er zu emotional und auch zu verdreht.“
    Wer Satir unemotional möcht und sich daran stört, daß sie „verdreht“ wär dem glaub ich wohl, daß er Satire nicht versteht.
    Ich find den Beitrag amüsant, nachvollziehbar, kritisch und also auch produktiv.
    Und das Zeichen nach wie vor doof.

  21. Fatal. Je kleiner das Logo in einer Darstellung zu sehen ist, umso eher verwechselt man das Zeichen, das seitlich auf dem k steht, mit einem Z .

  22. Das missverständliche Logo kam auch noch zur falschen Zeit. Wenn man noch nicht einmal weiß, wie die neue Kunsthalle aussehen wird – die Direktorin beschwichtigt die Kritiker damit, dass der Entwurf ja noch in der Entwicklung sei – und solange man sich noch mit einem zweifelhaften Abriss beschäftigt, braucht man noch lange kein neues Logo. Besser wäre gewesen, die 65.000 Euro, die das Logo offiziell gekostet hat, für ein Pfund Gehirnschmalz auszugeben, um über den geplanten Neubau nachzudenken. Bis der fertig ist, wird das M oder Z längst vom K heruntergefallen sein, und ein passenderes Logo muss her.

  23. Ich find den Beitrag amüsant, nachvollziehbar, kritisch und also auch produktiv.

    Das können Sie gerne finden. Nach meinem Verständnis braucht Kritik um produktiv zu sein zum einen eine gewisse Form und nach Möglichkeit noch dazu ernsthafte Gegenvorschläge. Sonst ist es einfach nur Gemecker.

    Satire ist anders.

  24. Vorsicht, hier tummeln sich die Wutbürger dieser verqueren Bürgerinitiative: http://kunsthallemannheim.blogspot.de

    Beispielsweise Herr Wolfgang Fabian! Kann man nicht wirklich ernst nehmen diese Truppe, die haben sich auf die Kunsthalle eingeschossen. Das Logo bzw. Erscheinungsbild könnte aussehen wie es wollte, die würden es trotzdem zerreißen. Ich vermute Jutta und Lars sind auch dieser populistischen Zusammenrottung zuzuordnen. Leider haben die keine Ahnung von nichts, geben aber überall ihren unqualifizierten Senf dazu.

  25. Ich hab auch als erstes KW gelesen. Kommt vielleicht daher, dass technische Zeichnungen, Grundrisse, Baupläne usw. auch immer von unten und von rechts, also einmal um 90° im UZS gedreht gelesen werden. Insofern ästhetisch, schick, schnörkellos, jedoch etwas unglücklich.

  26. Finde nicht @Palimpalim, dass es sich hier um unqualifizierten Senf und Wutbürger handelt. Das Signet und seine Anwendungen sind durchaus gut. Nur genügt es nicht, dass beides ästhetisch zwar funktioniert, aber den Kontext und die Historie Mannheims nicht mit in Betracht zieht. Neben den Kommentaren von Jutta und Lars möchte ich auch auf die von W. Beuss verweisen.
    Ein Erscheinungsbild für eine öffentliche Institution muss diesen Gegebenheiten eben auch Rechnung tragen können und vor diesem Hintergrund funktioniert es dann leider nicht. Für uns Gestalter liest sich das Signet auf Anhieb, für den ungeschulten Betrachter kann es aber viele Missinterpretationen bereithalten. Aus diesen Gründen würde ich vom Gebrauch dieses Signets abraten.

  27. Ich habe den blog dieser Initiative durchforstet und finde die Forderung ein Gebäude, das erst 30 Jahre alt ist, zu erhalten nicht verquer. Die fordern Sanierung anstelle Abriss, weil das Gebäude besser in die Gegend passt als der Neubauentwurf, der genausogut an einer anderen Stelle stehen kann. Für mich klingt das eher vernünftig. Und der Wunsch die Bürger in die Entscheidung für einen anderen Standort mit einzubeziehen ist zeitgemäß und vorbildlich.
    @ palimpalim: Einen Zeriss des neuen Erscheinungsbildes finde ich allerdings auf der Homepage dieser Bürgerinitiative nicht. Muss wohl Insiderwissen aus einer Flasche PomFritt sein.

  28. K hoch drei, mit freundlichen Grüßen
     
    Die GHK, das MMK,
    das MKM, auch das nm,
    das KUB, die HBK,
    die mfi und das fm,
    das mkk, MMKK,
    laut neuem Logo: auch K3
    Museen sind. Die Kunst ist frei!
    Mit ´nem Bund von Initialen
    kann nicht jedes Haus erstrahlen.
    Für jeden Namen steht ein Pate,
    MA hoch zwei steht für Quadrate:
    K1, K2, K3, K7
    stehn im Stadtplan schon geschrieben.
    K3 muss sich auf neuen Tüten
    vor Interpretationen hüten…
    Was bedeutet K ganz fett
    mit oben rechts ´nem Teil wie Z?
    Was die Bürger davon halten,
    steht in manchen Zeitungsspalten.
     
    Legende:
    GHK = Galerie Henze & Ketterer & Triebold
    MMK = Museum für moderne Kunst, Frankfurt am Main
    MKM = Museum Küppersmühle, Duisburg
    nm = neues museum Nürnberg
    KUB = Kunsthaus Bregenz
    HBK = Hochschule für bildende Künste Essen i. Gr.
    mfi = management für immobilien AG, Essen (Kunst am Bau)
    fm = Frauenmuseum Bonn
    mkk = Museum Kunsthaus Kleve
    MMKK = Museum Moderner Kunst Kärnten
    K³ = in etwa das neue Logo der Kunsthalle Mannheim
    MA = Mannheim
    Bürger = mündige Bürger (informiert, engagiert, nicht immer wütend, oft mit gut geschultem Auge, auch ohne Design o.ä. studiert zu haben, abgesehen vom „ganz guten Gefühl dafür, ob ihre Debatten von den Entscheidern gehört werden“ (Zitat: Politologe Michael Zürn im Gespräch mit Stefan M. Dettlinger, MM vom 06.04.2013), geschweige denn von den hier verbrauchten Steuergeldern (8,33 % von 60.000 €)
    P.S. Wer Lust hat, darf die Verse vertonen…ggfs. mit Genehmigung der Phantastischen Vier
    copyright Alice Motoi, Mannheim

  29. Sind ja zwei Themen. Junge Architektur abzureißen ist bestimmt fragwürdig; das neue Erscheinungsbild ist da sicherlich nicht so problematisch …

    Es wird mit der Zeit erlernt und akzeptiert. Tut nicht weh und funktioniert. Eine „3“ ist es nicht und wird es nicht – sie wird unnötigerweise herbeigeredet, als ob sie dadurch greifbarer würde …

    Scheinbar geht da eine diffuse Angst um, das Signet schadet der Kunst/ dem Kunsthaus / der Stadt – völlig unnötig. Der Umgang miteinander wirkt da sehr viel stadtbildprägender.

  30. Prüft Ihr eigentlich bei einem Neuauftrag nicht auch, ob es diese Idee bereits gibt? Mich stört eine beliebige Austauschbarkeit und Verwechslungsgefahr mit bereits bestehenden Erscheinungsbildern, zumal bei Verwendung auch ein juristisches Problem entstehen kann.

    Wieviele Solitär k gibts es eigentlich bereits als Logo? Da fällt mir spontan unser
    http://www.das-k.info ein. Gibt es weitere Geschwister?

  31. k funktioniert. Ein aus der Leserichtung gedrehter Buchstaben ohne Kontext funktioniert nicht. Bei diesem suffix sind mehrere Deutungen möglich: Z, N, M, W, 3, Blitz, Rauch, Zentimetermaß.
    Ein Logo muss sich durch Gestalt und Anmutung selbst erklären.

  32. @ W. Beuss

    Grundsätzlich ist die Deutungsvielfalt eines Zeichens ja keineswegs ein Malus. Oftmals ist es genau dieses Assoziationsspektrum, das Empathie für ein Zeichen, für eine Marke schafft. Der Nike-Swoosh etwa ist derart abstrakt, dass das Häkchen als Sichel, als Horn, ja sogar als lachender Mund oder als Straßenkurve gedeutet werden kann. Dass der Swoosh tatsächlich ein Flügel der gleichnamigen griechischen Siegesgöttin sein soll, wissen nur die wenigsten.

    Richtig ist, dass sich selbst erklärende Zeichen, etwa die Brezel für den Bäcker oder die Schere für den Schneider, in vielen Fällen sinnstiftend sind, da sie die Orientierung erleichtern können. Nicht richtig ist, dass Logos nur dann gut sind, wenn sie sich selbst erklären.

    Entscheidend ist, dass ein Zeichen mit einem Absender assoziiert werden kann – eine Aufgabe, die auch die Farbgebung, der Duktus oder die Typographie übernehmen können.

    Das Apfelsymbol von Apple erklärt rein gar nichts! Im Gegenteil – die Form suggeriert zunächst einmal einen Bezug zu Obst, sie führt den Betrachter in die Irre. Dank Werbepenetration, CD, PR, medienwirksamer Keynotes und schließlich den Produkten selbst ist die Form jedoch derart inhaltlich aufgeladen, dass sie eindeutig mit dem Unternehmen assoziiert werden kann. Und genau darauf kommt es an.

    Da Kunst niemals nur eine Interpretation erlaubt, halte ich es für sehr legitim, diese Deutungsvielfalt auch in ein Erscheinungsbild einfließen zu lassen, was in diesem Fall allerdings meines Erachtens gar nicht mal bewusst verfolgt wurde. Als Argument gegen diese Gestaltung, gegen die gewählte Form ist das Argument des recht großen Interpretationsspielraums des Logos jedoch ziemlich schwach.

  33. „Ein Logo muss sich durch Gestalt und Anmutung selbst erklären.“
    Schwachsinn. Da reicht ein Blick auf die fünf größten deutschen Unternehmen: Volkswagen, E.ON, Daimler, Allianz, Siemens. Kein einziges Logo ist hier selbsterklärend, bei in verschiedenen Geschäftsbereichen tätigen Konzernen eh nicht möglich.

  34. Sehr schön formuliert. Allerdings darf man nicht außer acht lassen dass die genannten Beispiele wie Nike, Apple etc. nur durch jahrzehntelange Prägung und Millionen an Werbebudget eine derartige Stellung erreicht haben. Gestalte ich jedoch ein Logo für ein mittelständische Institution z.B. Kann ein inhaltlicher Bezug des Logos durchaus die Akzeptanz bzw. das Verständnis erleichtern.

  35. so verkehr finde ich das nicht: da Mannheim ja viel auf seine Quardate gibt (also hoch 2), halte ich es für eine naheliegende Idee, die Stadt um die Dimension Kunst zu ergänzen. Das gedrehte M als „hoch 3“ hat daher schon seine Daseinsberechtigung.

  36. Die Quadratestadt hat als Wahrzeichen einen zylindrischen Turm, der im Zentrum eines Halbovals steht. Das zackige Logo hat mit den 2 Häusern, die es repräsentieren soll, gar nichts Gemeinsames: das eine im Jugendstil bis Art-Deco, das andere ein ausschließlich rechtwinklig gerasterter Quader. Dies kann theoretisch spannend sein, ist´s für mich aber nicht, da ich immer das (rote, fette) k aus „aspekte“ (ZDF-Kultursendung) sehe, also gar nicht sooo originell – eher eine Modeerscheinung. Das folgende Logo kann nur besser werden. Abgesehen davon, dass keines der Mannheimer Innenstadt-Quadrate einen quadratischen Grundriss hat. Die Hochzahl 3 ist hier eine Folge der Hochzahl 2 aus dem neuen Logo der Stadt; und dieses folgte der Umgangssprache, statt der Grafik bzw. der Technik. Da fand ich das alte Logo von Mannheim stärker im Ausdruck: ein schleichender Identitätsverlust, wohl nicht nur in dieser abrisswütigen Stadt, oder?

  37. Was das k-Zeichen vor allem vermissen lässt, ist eine in die Zukunft weisende Exklusivität. Wenn es schon ein Star- und Dauer-Preisträger als Gestalter sein musste, versteht man nicht, dass sich die Jury in diesem Fall mit einer konventionellen, rückwärtsgewandten, gebrauchsgrafischen Fingerübung zufrieden gibt. Kreativität ist eben kein Terrain, in dem sich die guten Lösungen mit Geld ködern lassen. Es ist praktisch die gleiche Strategie wie bei den Architekturwettbewerben unter Teilnahme der eingeladenen Stararchitekten.

  38. Wie muss eigentlich ein Lernprozess aussehen, der den Betrachter lehrt, zwischen den vielen k- Logo’s zu unterscheiden? Ist es nun das k-museum Richtung Nordseeküste? Oder das k in Mannheim, das k des Karlstorbahnhof in Heidelberg? Oder die k in der Polymer-Industrie bekannte Messe? Oh, je ….

  39. Wie muss eigentlich ein Lernprozess aussehen, der den Betrachter lehrt, zwischen den vielen k- Logos zu unterscheiden?

    Ständige Wiederholung. Wie beim kleinen 1×1.
    Ist aber auch gar nicht so wichtig. Jeder wählt sich seine Dienstleistungen aus und merkt sich das entsprechende Logo oder das grafische Umfeld. Alles andere wird schnell ausgeblendet und übersehen.
    Die Abfolge wäre dann:
    Dienstleistung gefällt mir >
    Ich „erlerne“ wie sich die Dienstleistung präsentiert >
    Alle Darstellungen der Dienstleistung nehme ich wahr (Plakate etc.)

    Umgekehrt geht auch: Sieht toll aus > Ich gucke mal wie es ist > „Das muss ich mir merken, klasse!“

    Scheinbar gibt es noch: Das Logo ist eine Katastrophe > Die Dienstleistung muss schlecht sein > Da gehe ich niiiemals hin.

    Das letzte ist mir persönlich, wenn nur unbewusst passiert. Wobei das mit dem unbewussten Wahrnehmen ja auch umstritten ist.

  40. Mal ganz ehrlich, was hätten wir gesagt, wenn wir einem Praktikanten mit dem Namen Karl Mustermann die Aufgabe gegeben hätten, mit seinen Initialen ein Logo zu machen. Wären wir mit diesem Ergebnis zufrieden gewesen und hätten gesagt: das Logo ist so großartig, wir nehmen es für die Kunsthalle Mannheim. Oder hätten wir dem Praktikant doch eher von Kommunikationsdesign-Studium abgeraten!?!?

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