Neuer Markenauftritt für Deutsche Faustball-Liga (DFBL)

DFBL Logo

Die Deutsche Faustball-Liga e.V., mit nach eigenen Angaben derzeit 21.566 Mitgliedern einer der kleinen Sportverbände in Deutschland, hat sich einen neuen Markenauftritt zugelegt. Der Verwandtschaft zum Volleyball zum Trotz orientiert man sich in Bezug auf die neue Optik eher bei der Fußball-Bundesliga.

„Dynamischer, moderner, sportlicher!“ möchte man sich fortan geben, so heißt es von Seiten der DFBL. „Die DFBL soll als Verband, Verein, Ausrichter, Nachwuchsförderer, aber auch als Absender auf den ersten Blick in der großen Masse der Konkurrenz-Sportarten erkannt werden“. Präsentiert wurde der neue Markenauftritt drei Wochen vor Beginn der 14. Faustball-Weltmeisterschaft, die zum zweiten Mal in Argentinien stattfindet.

Gesetzt wurde die Wortmarke in der Schrift DIN. Zeitgleich mit Einführung des neuen Logos wurde der Webauftritt faustball-liga.de relauncht. Für Kreation und die neue Website verantwortlich zeichnet die Agentur Albrecht Kommunikation.

Einordnung

Ein kleiner Sportverband, dessen Wunsch nach mehr Strahlkraft/Aufmerksamkeit mit Hilfe eines neuen Markenauftritts nachvollziehbar ist. Nicht zu übersehen ist gleichwohl die visuelle Nähe zum Markenauftritt der Fußball Bundesliga, der wiederum, bezogen auf die Logodarstellung samt Spieler-Silhouette, auf das Major League Baseball Logo zurückgeht, das 1968 von dem Grafikdesigner Jerry Dior entworfen worden ist und damit nicht nur den Gestalter des NBA-Logos, Alan Siegel, inspiriert hat, sondern, wie man sieht, bis heute hinein unzählige andere Gestalter.

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6 Kommentare zu “Neuer Markenauftritt für Deutsche Faustball-Liga (DFBL)

  1. „Die DFBL soll als Verband, Verein, Ausrichter, Nachwuchsförderer, aber auch als Absender auf den ersten Blick in der großen Masse der Konkurrenz-Sportarten erkannt werden“

    Ich frage mich dann doch, warum man sich so stark an anderen Verbänden orientiert hat.. ;)

  2. Für mich als Laien (sowohl Design als auch Faustball) ist nicht klar was gespielt wird. Das könnte auch Handball, Korbball oder sonst was sein. Warum sieht man keine Faust? Faust und Ball könnten zusammen ein sehr markantes Logo bilden.
    Außerdem, was sind das für Linien im Hintergrund?

  3. Was ist denn Faustball? Das hab ich ja noch nie gehört. Die Ähnlichkeit mit dem DFB ist formalästhetisch klar erkennbar, aber wie schon ausgeführt wurde auch kein „Beinbruch“. Ich vermute, dass die Linien ein Netz darstellen sollen. Die Position des Spielers und es Balls unterstützen diese Theorie. Also eines hat das Logo schon erreicht. Ich weiß jetzt, dass es diese Sportart gibt. Übrigens: Im Vergleich zum alten Logo eine deutliche Verbesserung. Das steht außer Frage.

    Ich würde jedoch zukünftig das einzigartige dieser Sportart stärker herausarbeiten. Die namensstiftende Faust fehlt gänzlich.

    • Oha, endlich ein neues Logo! Hatte als Jugendlicher lange Fausball gespielt.
      Die Sportart kann man sich wie Volleyball auf Rasen vorstellen, dabei darf der Ball einmal zwischen den Berührungen auf dem Boden aufkommen, nur mit einem Arm gespielt werden und anstatt einem Netz gibt es ein Band – weshalb ich die Linien nicht verstehe.

      „Dynamischer, moderner, sportlicher!“
      Für mich versprüht das Logo keine Dynamik, die rechte Hälfte wirkt wie das genaue Gegenteil, statisch wie ein Klotz und wäre für’s Gewichtheben praktisch.
      Und während ich auf dem Schlagmann schaue, der mit der gewollt ikonenhaften Bewegung beinahe auch als Abwehrspieler durchgehen könnte, wirkt das einfarbige Rot (Hallo, weshalb kein grauer Ball?) ziemlich altbacken.
      Man hätte sich viel mehr trauen müssen!

  4. Für mich wirkt insbesondere die Figur wenig dynamisch. Die Arme wie der Körper sind seltsam rund, wie verrenkt in einem sinnlosen Tanz. Vermutlich hätte es schon gereicht, den Schlagarm klar anzuwinkeln.
    Mangelnde Dynamik zeichnet auch das Netzwerk im Hintergrund aus. Der Ball sieht aufgrund der Umrandung sehr statisch aus und vermittelt keinen Eindruck von Bewegung.

    Im Vergleich zum alten Logo ist das allerdings ein riesen Schritt nach vorne. Gesamtgestaltung inklusive Schrift ist ok.
    Und wie sieht es mit der beschworenen Unselbständigkeit aus?
    Die Darstellung eines Sportlers als Silhouette invers in einem farbigen Feld ist nicht neu, aber welches Gestaltungskonzept ist das schon? Die Umsetzung ist selbständig genug. Eine Verwechslung mit dem glänzenden Bundesliga-Knopf ist ja wohl ausgeschlossen.

    Ich kann mir vorstellen, dass Aktive und Fans den Sportler als Faustball-Spieler identifizieren können. Allerdings stelle ich mir die Frage, ob es nicht auch möglich sein könnte, bei Menschen, die die Sportart nicht kennen, Interesse zu wecken. Letzteres gelingt aufgrund der beschriebenen Mängel nicht.

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